Bayern: Wolfsriss im Gatter

1987

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde süd-westlich von Memmingen ein Rotschmaltier in einem Gatter gerissen.

Dabei handelt es sich laut Informationen des Bayerischen Jagdverbandes höchstwahrscheinlich um einen Wolfsriss. Um dies zu bestätigen, seien bereits DNA-Proben entnommen und an das LFU entsandt worden. Da sich der Fall westlich der Bundesautobahn A 7 zugetragen habe, sei es eher unwahrscheinlich, dass es sich um das gleiche Tier wie im November handelt.

Der Bayerische Jagdverband erinnert bei aller Euphorie über die Rückkehr des Wolfes, auch an die Folgen zu denken und ein Wolfsmanagement für alle Betroffenen und mit allen Beteiligten zu erarbeiten (Foto: Baumgart/StMELF)

BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke, MdL a.D., fordert in diesen Zusammenanhang die Gesellschaft und die Politik auf, sich dem Thema Wolf offen und ganzheitlich zu stellen: „Auch wenn der Riss noch nicht eindeutig einem Wolf zuzuweisen ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß. Dies veranlasst uns Jäger als „Anwälte der Wildtiere“, die Gesellschaft und die Politik zu ermahnen, die Augen vor den auftretenden Problemen mit der Rückkehr des Wolfes nicht zu verschließen. Als Präsident des Bayerischen Jagdverbandes fordere ich alle Beteiligten auf, sich offen diesem Thema zu stellen. Tier- und Artenschutz ist unteilbar – und gilt auch für unsere heimischen Wildtiere.“

fh

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