Nachwachsende Rohstoffe

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Bundesjägertag eröffnet

Der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) befürchtet durch den steigenden Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen eine Gefährdung der Lebensräume für Wildtiere.

Peter Brade

Bioenergie sei zweifelsohne wichtig, sagte DJV-Präsident Jochen Borchert zum Auftakt des Bundesjägertages am 14. Juni in Saarbrücken. Der DJV geht deutschlandweit von circa 400.000 Hektar Stillegungsfläche aus, die bereits heute mit nachwachsenden Rohstoffen bepflanzt sind. Mais wird dabei auf einer Fläche von etwa 77.000 Hektar angebaut.
 
Großflächiger Maisanbau erschwere nicht nur die Bejagung des Schwarzwildes, sondern bedrohe andere Tierarten in Ihrer Existenz, berichtete Borchert. Der DJV empfiehlt Landwirten deshalb große Ackerflächen mit Streifen aus „attraktiven Kräutermischungen“ zu unterbrechen. Diese könnten dem Wild nicht nur Äsung bieten, sondern dienen als Jagdschneisen für die Schwarzwildbejagung.

Föderalismusreform und die Landesjagdgesetze

Der DJV-Präsident warnte, im Hinblick auf die Föderalismusreform, vor einer Zersplitterung der Landesjagdgesetze. So müssen die Pfeiler des deutschen Jagdrechts wie zum Beispiel das Reviersystem und die Pflichtmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft unbedingt erhalten bleiben. Jochen Borchert hofft, dass sich eine Länderinitiative bildet, die diese und andere Kernelemente des deutschen Jagdrechtes festschreibt.
 
 
 
-hei-
Peter Brade

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