FACE: EU-Verbot für Bleimunition kostet 20 Mrd. Euro

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Die Vereinigung der europäischen Jagdverbände FACE gab die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie sowie einer europaweiten Befragung von Jägerinnen und Jäger bekannt.

Mindestens 20 % der Jägerschaft wollen im Fall eines EU-Verbots für Bleimunition das Tontaubenschießen bzw. das Schießen auf Schießplätzen ganz einstellen (Foto: Peter Schmitt)

Danach wird das von der EU-Kommission geplante totale Bleiverbot für Jagdmunition, das sich derzeit in einer öffentlichen Anhörung befindet, Kosten bis zu 14,5 Milliarden Euro für die Modifikation und den Austausch von Millionen Feuerwaffen, vor allem Flinten, zur Folge haben. Rund ein Drittel der vorhandenen Waffen ist für bleifreie Munition nicht geeignet.

Weiterhin wird das Totalverbot zu einem Ausfall an wirtschaftlichen Umsätzen in Höhe von mindestens 5,7 Mrd. Euro führen. Denn mindestens ein Viertel der sieben Millionen Jägerinnen und Jäger in Europa wollen dann ganz mit dem Jagen aufhören. Weitere 30% wollen weniger jagen. Mindestens 20 % der Jägerschaft wollen das Tontaubenschießen bzw. das Schießen auf Schießplätzen ganz einstellen. Die Hälfte will zumindest weniger sportlich oder zur Übung schießen.

rdb

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