LJV begrüßt Aussetzung der Jagdruhezeit

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Die Verschleppung der Afrikanischen Schweinepest von den bisherigen Befallsgebieten nach Deutschland ist nicht von der Höhe des Schwarzwildbestandes abhängig. Die größte Gefahr stellen vielmehr menschliche Aktivitäten dar, etwa weggeworfene, verseuchte Lebensmittelreste – das bestätigt auch das Friedrich-Loeffler-Institut in seinem Risikobericht. Als wichtige Präventionsmaßnahmen betrachtet der Landesjagdverband Baden-Württemberg deshalb die Information und Kontrolle des Transitverkehrs an Außengrenzen und entlang von Autobahnen.

Im Seuchenfall kann eine geringere Populationsdichte zur Verlangsamung der Ausbreitung beitragen. Die Jägerinnen und Jäger unterstützen daher die geplante Bestandsreduzierung durch effektive Bejagung. Insbesondere begrüßt der Landesjagdverband die angekündigte Aussetzung der Jagdruhezeit im März und April 2018. „Vor der Einführung des JWMG wurden in dieser Zeit bis zu 10 Prozent der jährlichen Schwarzwildstrecke erzielt“, erklärt Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann. „Wir werden die zwei zusätzlichen Monate nutzen, um weiterhin intensiv zu jagen.“

Frischling
Bei der Jagd solle der Schwerpunkt auf Frischlingen und Überläufern liegen – sie tragen maßgeblich zur weiteren Vermehrung bei (Foto: Silvio Heidler)

Bei der Jagd muss der Schwerpunkt auf jungen Tieren (Frischlinge und Überläufer) liegen – sie tragen maßgeblich zur weiteren Vermehrung bei. Bei dem von Minister Hauk geforderten verstärkten Abschuss von Bachen verweist der Landesjagdverband auf die Beachtung des Muttertierschutzes. Tierschutzaspekte dürfen trotz der drohenden ASP nicht außer Acht gelassen werden.

PM LJV BW

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