Schwarzwild-Überwachung in Hessen

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Erlegte Wildschweine aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wiesen bei Untersuchungen erhöhte Werte des Pflanzenschutzmittels „DDT“ und Abbauprodukte des Insektizides „Lindan“ auf.

Peter Brade

Die überhöhten Werte traten in Revieren im Kreisteil Rheingau auf, teilte das „Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen“ am 31. Mai 2007 mit. Das Amt stufte das Wildbret der belasteten Stücken als „nicht zum Verzehr geeignet“ ein. Die Inhaber der betroffenen Reviere wurden umgehend darüber informiert, dass sie das Wildbret nur nach Bescheinigung der Unbedenklichkeit in den Verkehr bringen dürfen.
Das „Hessische Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“ ordnete ein Monitoring des Schwarzwildes für den gesamten Kreis an. Mit dem Monitoring soll der Grund für die erhöhten Werte festgestellt werden.
DDT wurde bereits zu Beginn der siebziger Jahre als Pflanzenschutzmittel verboten. Das Insektizid Lindan wird seit Beginn der achtziger Jahre in dieser Form nicht mehr verwendet. Wahrscheinlich lagerten sich diese Stoffe im Boden an und wurden dort durch das Schwarzwild aufgenommen.
-hei/pm-
 

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