„Beherzt schießen – wir brauchen Beute!“

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DJZ-Gewinner auf Bockjagd in Bayern

Am 15. Mai 2009 machte sich der Gewinner des DJZ-Online Gewinnspiels Jürgen Szonn aus Düsseldorf auf den Weg Richtung Bayern. Dort wartete der Hauptpreis auf ihn: ein Bockabschuss.

Auf dem Weg zum Hochsitz
Der Gewinner des DJZ-Heintges-Bockjagd-Wochenendes auf dem Weg zum Hochsitz.

Das Jagdwochenende begann für den 49-jährigen Key-Account-Manager mit einer Fahrt durch das 800 Hektar große Revier. Revierpächter Wolfgang Heintges hatte Jürgen Szonn zur Bockjagd eingeladen. Der Jungjäger aus Düsseldorf ist einer der Gewinner des DJZ- und Heitges-Gewinnspiels im Dezember. Er wurde aus rund 500 Teilnehmern ausgelost und gewann den Hauptpreis. „Wir jagen auf alles, was der Jagdschein erlaubt – das heisst: Böcke, Schmalrehe, Frischlinge und Überläufer. Beherzt schießen – wir brauchen Beute“, erläutert Wolfgang Heintges die Freigabe.

 

 

Waldrand
Lange Feld- Waldkanten prägen das Revier und versprechen Beute.
 
 
Bei der Fahrt durchs Revier fallen im Wald die vielen Dickungen rechts und links des Weges auf, die teils durch Windwurf teils durch Borkenkäfer-Fraß entstanden sind. Lange Feld – Waldkanten und in das Revier eingestreute Feldgehölze mit entsprechenden Ansitzeinrichtungen versprechen auch in den landwirtschaftlich genutzten Bereichen Beute.
 

Kaum aufgebaumt – schon liegt der Bock

 

 

Jürgen Szonn beim Abglasen
Jürgen Szonn hatte mehrfach guten Anblick.
Am Abend des ersten Jagdtages weist Beständer Wolfgang Heintges Jungjäger Jürgen Szonn seinen Sitz im Herzen des Revieres zu. „Ich sitze 300 Meter links von Dir. Falls etwas ist, meld Dich einfach. Weidmannsheil Jürgen!“, verabschiedet er seinen Jagdgast. Er ahnt dabei noch nicht, dass er schon kurze Zeit später wieder zurück sein wird.
 
Jürgen Szonn baumt auf und richtet sich ein. Keine halbe Stunde vergeht, bevor das erste Stück die „Bühne“ betritt. Glas hoch und ansprechen. Ein junger Bock deutlich unter Lauscher hoch auf. „Das muss passen“, murmelt der 49-Jährige und greift zur Waffe. Der Blick durch das Zielfernrohr räumt die letzten Zweifel aus, und er erlegt den Bock.
 

Schauen Sie ihm beim Erlegen über die Schulter:

 

 

 

 

Der erste Bock liegt!
Der Bock vom ersten Jagdtag lag im Feuer!

Der zweite Jagdtag beginnt früh

Nach kurzer Nachtruhe heißt es am zweiten Jagdtag um vier Uhr: raus aus den Federn. „Die Freigabe bleibt wie gehabt“, gibt Wolfgang Heintges dem Jungjäger noch mit auf den Weg, bevor er ihn Richtung Kanzel schickt. Der Jungjäger findet sich schon bald auf einem Hochsitz wieder, der an einer Wiese steht, die an drei Seiten von Wald umgeben ist.
 
„Ein Schmalreh auf 200 Meter war mir für einen Schuss einfach zu weit“, berichtet der Düsseldorfer nach dem Morgen-Ansitz seinem Beständer. Heintges erläutert dem Jungjäger, dass er in seinem Revier die Intervalljagd ausübt. „Im Mai gilt es, so viel zu erlegen, wie es irgend geht. In der Blattzeit muss der Abschuss dann vollends erfolgen, ansonsten hat man kaum noch eine Chance an das Rehwild heranzukommen.“
 

 

Bocktransport
Der Erleger ließ es sich nicht nehmen, seinen ersten Bock selber zu bergen.

Dritter Ansitz – zweites Weidmannsheil

„Meinen Bock habe ich ja nun schon. Hast Du nicht eine Ecke, wo sich die Sauen im Moment umtun?“, fragt Jürgen Szonn den Pächter, bevor es ins Revier geht. „Na klar. Die frisch eingesäten Maisäcker mit den gerade aufquellenden Maiskörner dürften die Schwarzen locken. Dann setz´ ich mich an eine Wiese, die gut für Rehwild sein könnte.“
 

 

Ungläubiges Staunen beim Erleger
Ungläubiges Staunen des Jungjägers über die starke Trophäe.
 
 
Gegen 19 Uhr sitzen beide auf ihren offenen Leitern. Bei einbrechender Dunkelheit ein Schuss. Kurz darauf klingelt das Handy von Wolgang Heintges. Am anderen Ende Jürgen Szonn: „Ich wollte doch Sauen jagen – und plötzlich stand der Bock da – und jetzt ist er mit dem Schuss abgesprungen“, klagt der Jungjäger deutlich aufgeregter als sonst.
 

 

Starker Bock
Der brave Bock liegt. Die Trophäe wird den Jäger an ein schönes Jagdwochenende erinnern.
 
 
Schwinndendes Licht hält den Beständer zur Eile an. Am Anschuss angekommen, zeigt sich, dass das Stück  vermutlich nur eine kurze Totflucht gemacht haben kann. Während Jürgen noch den Anschuss untersucht, umschlägt Wolfgang Heintges die Wundfährte und ruft voller Begeisterung zu: „Weidmannsheil! Das nenne ich mal einen Bock!“.
 

 

 
 
-hei-
 

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