Jagdbetrieb – Fachbegriffe

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Bewegungsseher

Wildtiere sind Bewegungsseher. Das heißt, sie sehen Objekte, die sich bewegen, wesentlich besser als ruhende. Bewegungen muss der Jäger deshalb unbedingt vermeiden, wenn Wild verhofft oder sogar sichert. Dann darf man auch nicht in den Anschlag gehen oder das Fernglas anheben. Beim Pirschen muss man sich so tarnen, dass der langsam pirschende Jäger mit dem Hintergrund gut verschmilzt.

Bruchwald

Wald im Sumpfgebiet, meist Erlenbruch. Bruchwald kommt überwiegend in grundwasserreichen Fluss-Niederungen vor. Im Bruchwald stehen die Bäume im Wasser oder sehr feuchtem Untergrund.

Brunftkuhlen

Grube, die wie ein Bett von Elchen, Dam- oder Sikahirschen ausgeschlagen wird. In die Brunftkuhle nässen Hirsche, wälzen sich darin bei Erregung und nehmen dabei Brunft-Wittrung auf. An Hand von Brunftkuhlen kann der Jäger Brunftplätze bestätigen.

Fege- und Plätzstellen

Fegestellen entstehen durch das Reiben oder Schlagen des Geweihs oder Gehörns an Bäumen und Sträuchern, wobei der Bast entfernt wird. Das Geweih (Gehörn) wird verfegt. Fegestellen werden beim Rehwild zusätzlich mit der Stirndrüse markiert.

Plätzstellen werden mit den Vorderläufen am Boden geschlagen. Dabei markiert das Rehwild mit den Zwischenzehendrüsen den Einstand.

Malbäume

Bäume, an dem sich Schwarzwild nach dem Verlassen von Suhlen scheuert. Der getrocknete Schlamm ist an den Bäumen gut zu erkennen. An der Höhe des getrockneten Schlammes erkennt man auch die Stärke des Wildes, das sich dort gescheuert hat.

Pirschglas

Wichtiges optisches Ausrüstungsmittel des Jägers zum Beobachten und Ansprechen von Wild. Je nach optischer Leistung (Vergrößerung, Dämmerungsleistung) kann der Jäger mit Hilfe eines Jagdglases das weit entfernt ziehende oder äsende Wild beobachten und ansprechen. Für die Pirsch wird ein leichtes Glas mit achtfacher oder zehnfacher Vergrößerung benutzt.

Pirschsteig

Mit Harke, Hacke, Eisenrechen und Besen vom Bodenwuchs befreiter schmaler Weg zum geräuscharmen Anpirschen an eine jagdliche Einrichtung oder zum Pirschen an Wildäsungsflächen. Pirschsteige sollten immer erst ein paar Meter hinter der Abzweigung von einem Weg unauffällig angelegt werden.

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