Doch kein Quecksilber in Reh-Wildbret

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Meldungen über stark erhöhte Schwermetallwerte im Fleisch von Rehen, die unter anderem am Truppenübungsplatz Bruckneudorf (Bezirk Neusiedl am See) erlegt worden waren, hatten im August für Aufregung gesorgt.

 

Auch die Deutsche Jagdzeitung hatte darüber berichtet (DJZ 10/2011, Seite 70). Nun kam die Entwarnung von der Agentur für Lebensmittelsicherheit.
 
Das zunächst in einem Heereslabor getestete Wildbret wurde zusammen mit neuen Proben nochmals untersucht. Alle Testergebnisse seien negativ, berichtete Anfang Oktober die Kronen Zeitung.
In Teilen von im August gezogenen Proben waren nach Heeres-Angaben Quecksilberwerte festgestellt worden, die den Grenzwert um das 100-fache überschritten hatten. Für die neuerliche Untersuchung wurden zusätzlich in den Bezirken Bruck an der Leitha, Wiener Neustadt, Baden und Neusiedl am See Proben gesammelt.
„Die Resultate sind negativ. Es gibt also keine überhöhten Schwermetallwerte im untersuchten Wildbret“, so Niederösterreichs Landesveterinär Franz Karner. Mögliche Ursache für die angeblichen Horror-Werte könnten entweder ein Messfehler oder eine Verunreinigung der Proben sein.
In der Jägerschaft ist man einerseits froh, dass keine überhöhten Werte festgestellt wurden. Andererseits  auch verärgert über die Falschmeldung des Bundesheeres. Kritisiert wird, dass nach Feststellung der hohen Schwermetallwerte kein Referenzlabor beigezogen worden sei, wie dies normalerweise bei solchen Ergebnissen üblich sei. na
 

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