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Immer weniger Jagdgegener in Holland

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Nachdem Holland 2002 die Anzahl jagbarer Wildarten auf 5 Stück beschränkt hatte – Grund hierfür war die große Ablehnung der Jagd –, scheint sich nun mehr Akzeptanz für das Weidwerk als Methode des Wildmanagements breit zu machen: In Holland will man in Zukunft 11 Arten im Jagdrecht aufnehmen.

 

Die Niederländer merken, dass wachsende Wildbestände zunehmende Schäden vor allem an landwirtschaftlichen Kulturen mit sich bringen. Geschädigte fordern Entschädigungen, Schutzjagden werden genehmigt. „Mit der Reduktion jagdbarer Arten bekamen wir dafür jede Menge Schutzjagden. Wir schossen dasselbe Wild, nannten es aber anders“, erklärt Wim van Es, stellvertretender Generalsekretär im Holländischen Jagdverband. Gründe für die zahlreichen Schutzjagden waren die Wildschäden zu reduzieren und einen gesunden, verträglichen Wildbestand zu gewähren.
Die Holländer  haben dazugelernt. Emotionales Gesülze ist rationalen Beweggründen gewichen: Immerhin betragen die Kosten für Wildschäden jährlich 16 Millionen Euro. Mit dem Trend einer steigenden Akzeptanz der Jagd in der Bevölkerung, wird jetzt auch die Regierung ihre früheren Entscheidungen überdenken. Wahrscheinlich wird die Zahl der jagbaren Arten auf 11 erhöht werden. 2012 soll das Parlament entschieden.
as
Quelle: Jägareförbundet
 


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