DJV ruft auf zu Spenden für die „Jägerhilfe Ukraine“

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Über die sozialen Medien hat der Deutsche Jagdverband (DJV) zu Spenden für die von FACE und vom CIC betriebene „Jägerhilfe Ukraine“ aufgerufen.

Die Vereinigung der Europäischen Jagdverbände FACE und der internationale Jagdrat CIC unterstützen in einem gemeinsamen Projekt Flüchtlinge an der ungarischen und der polnischen Grenze.

Im ungarischen Grenzort Záhony steht ein Zelt direkt an der Passabfertigung. Die Flüchtlinge erhalten hier eine warme Mahlzeit. CIC-Generaldirektor Tamás Marghescu hat am Wochenende selbst die notwendige Infrastruktur aufgebaut und die Lebensmittel beschafft. Marghescu „Die Leute kommen aus den Zügen, meist Frauen und Kinder. Viele haben eine lange Reise hinter sich. Sie sind hungrig und müde. Bevor sie mit ungarischen Zügen weiterfahren, bekommen sie erst einmal zu essen und zu trinken.“ Die Hilfe ist mit dem Bürgermeister abgestimmt. Neben einigen tausend Portionen klassisch ungarischen Gulaschs wurde auch vegetarisch gekocht. Denn es fliehen auch viele Studentinnen und Studenten aus anderen Kulturkreisen, die in der Ukraine studiert haben. Im Augenblick kochen dort die Jägerinnen der Komitate Borsód und Nógrád. Sie waren übrigens die Gewinnerinnen des letzten ungarischen Wild-Kochwettbewerbs.

In Polen haben Jägerinnen und Jäger mit Unterstützung des Jagdverbands einen Versorgungs-Stützpunkt in Posen aufgebaut. Spenden kommen von der Jägerschaft aus allen Landesteilen. Je nach Beschaffenheit werden die Hilfsgüter an Geflohene verteilt oder weiter in die Ukraine transportiert. Krzysztof Kowalewski, Jäger und polnisches CIC-Mitglied, hält hier alle organisatorischen Fäden in der Hand. Gerade hat er 1.000 Rucksäcke an Kinder aus der Ukraine verteilt, die in Polen zur Schule gehen sollen. „Was wir bereitstellen, ist nur ein Tropfen im Ozean“ sagt er. Und weiter: „Aber auch kleine Dinge können viel für Menschen bedeuten, die alles verloren haben.“ Seit 14 Tagen hat Krzysztof kaum geschlafen. Doch er fand noch die Zeit, um nachts um 1Uhr einen kurzen Film herzustellen (siehe Film unten). „Wir öffneten unser Heim und unsere Herzen für Menschen, die den Horror des Krieges erlebten. Wir können das aber nicht allein durchstehen,“ heißt es da. Nur zusammen könne man jetzt eine humanitäre Katastrophe abwenden.

rdb

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Ausgabe von Essen und Getränken an Geflüchtete im Grenzort Záhony, Ungarn (Quelle: Tamás Marghescu/Archiv Baldus)
Köchinnen am Grenzübergang Záhony, Ungarn (Quelle: Tamás Marghescu/Archiv Baldus)
Nachdem ein AP-Presseteam Frau Ilona Marghescu beim Kochen einer ungarischen Gulaschsuppe fotografiert hatte, wurde die Aufnahme von der praktischen Jägerhilfe am Bahnhof von Záhony in zahlreichen US-amerikanischen Tageszeitungen veröffentlicht. (Quelle: Tamás Marghescu/Archiv Baldus)
Küchenzelt und Essensausgabe in schneidender Kälte (Foto: Tamás Marghescu/Archiv Baldus)
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