Munition wird Mangelware – Krieg kein Grund – Keine Entspannung in Sicht

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Munition wird immer knapper (Foto: Markus Lück).

Mehr und mehr Jäger haben Probleme ihre Munition zu bekommen. Die USA kaufen den Markt leer. Kurzfristig kein Ende in Sicht bei bestimmten Kalibern.

Lange Lieferzeiten für Munition sind heute Alltag. In Jagd-Fachgeschäften und bei Online-Händlern leeren sich die Bestände. Viele Jäger fragen sich: Ist das eine Folge des Kriegsgeschehens im Osten? Brancheninsider sagen: Nein, die Logistikströme und Lieferketten sind schon länger gestört. Vor allem US-Markt sorgt für eine Verknappung in Europa.

Der gestiegenen Nachfrage stehen offenbar keine wachsenden Produktionskapazitäten gegenüber. Galt der Engpass bisher vor allem für das Kaliber .308 Winchester, sind inzwischen auch weitere Kaliber betroffen. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Und das Problem betrifft längst nicht nur die Fabrikmunition, sondern auch die Komponente. Die Lieferfristen für manche Produkte, z.B. Zündhütchen für Wiederlader, betragen mittlerweile rund ein Jahr. Auch Kurzwaffenmunition ist aktuell schwerer zu bekommen.

Die Prognose ist wenig erfreulich: Deutsche Marktteilnehmer rechnen nicht mit einer kurzfristigen Entspannung.

ck

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