Die Nachsuche

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Thema_D1111_003 quer_Foto Armin Liese  Bernadette Perabo550
 

 

 

Was braucht ein Nachsuchenhund?

 

  1. genetische Veranlagung zum Suchen mit tiefer Nase (typische „Hochwinder“, z. B. Pointer oder Setter, sind weniger geeignet)
  2. Hetzfreudigkeit
  3. wohldosierte Wildschärfe
  4. Spur- und Fährtenlaut
  5. ausgeprägter Orientierungssinn
  6. entsprechende anatomische Voraussetzungen, die auch längere Hetzen unter schwierigen Bedingungen (dichte Bodenvegetation, hohe Schneelage, tiefe Wasserläufe) ermöglichen
  7. hohe Fitness (keine Gebrechen, die zur Selbstgefährdung am wehrhaften Wild führen)
Sollten Schuss- und Pirschzeichen auf eine zu erwartende Hatz hinweisen, ist in jedem Fall zu prüfen, ob der angeforderte Hund auch über die nötigen Voraussetzungen verfügt. Sofern dies nicht zutrifft, ist die Suche abzugeben oder auf die Unterstützung eines geeigneteren Gespannes zurückzugreifen. Falscher Stolz, Selbstüberschätzung und jegliches Herumexperimentieren widerspricht den allgemein anerkannten Grundsätzen deutscher Weidgerechtigkeit nach § 1 Abs.3 Bundesjagdgesetz und dem Tierschutzgedanken.
 

Wann ist es ratsam, mehrere Hunde zu schnallen?

 

  1. Zur Unterstützung von Hunden, die nicht über die oben angeführten Eigenschaften verfügen: z. B. mangelnde Wildschärfe.
  2. Wenn witterungsbedingte Umstände (z. B. stark verharschte Schneedecke) ein geräuscharmes Annähern zum Antragen des Fangschusses vereiteln, so dass es besonders bei leicht verletzten Stücken (Laufschuss oder Gebrächschuss) zum erneuten Ausbrechen kommen kann.
  3. Bei jungem leichtverletztem Wild, was sich äußerst ungern stellt.
Welche Gefahren lauern beim Schnallen mehrerer Hunde?
  1. Hunde stimulieren sich untereinander derart, dass sie das sich stellende Wild stärker bedrängen. Dadurch steigt die Gefahr, von wehrhaftem Wild geschlagen zu werden, dramatisch an.
  2. Einen Hund per Fangschuss zu verletzen oder gar zu töten, erhöht sich bei mehreren stellenden Hunden um ein Vielfaches. Entgegen der häufig auf Gemälden dargestellten Jagdszenen stellen sich die wenigsten Stücke auf freier Pläne. Meistens schiebt sich Wild ins Dichte, es fühlt sich dort sicher.
 

 

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Wenn sich Hund und Mensch auf die Rote Fährte begeben, dann ist das so, wie vor hunderten von Jahren. Es zählen nur die Erfahrung des Menschen und die Nase des Hundes. In diesem Metier ist Helmut Schulze aus der Lüneburger Heide eine Institution.
 

 

Alpenl Dachsbracke

Nachsuche mit Alpenländischer Dachsbracke
Denkt man an Schweißhundgespanne, kommt den Jägern HS oder BGS in den Sinn. Das geht auch anders: Werner Stief, Nachsuchenführer aus Rheinland-Pfalz, ist mit seiner Dachsbracke im Einsatz.

 

 

Hannover krankfährte

Hannoverschen Schweißhund
Eigener Friedhof, staatseigene Hunde und Aufhebung von Reviergrenzen: Nachsuchenarbeit mit dem Hannoverschen Schweißhund ist eine Königsdisziplin. Die DJZ begleitete einen der „Fährtendetektive“ auf der Hauptprüfung im Soonwald.

 

 

Nachsuche
Nachsuchen enden nicht selten vor Gericht – die Geschichte eines authentischen Falles.
 

 

kosten Nachsucheeinsatz
Das beschossene Stück flüchtet. Ruhe bewahren und den Schweißhundführer bestellen – eigentlich selbstverständlich. Doch wieviel kostet das? Die DJZ fragt nach.
 

 

Thema_D1111_002_550
Exitus im Publikum: Ulrich Umbach lebt unweit des Nürburgrings. Eine Nachsuche während eines Autorennens ist ihm besonders in Erinnerung geblieben.
 

 

titel Nachsuchengespann
November. Drückjagdmonat. Vollbeschäftigung für Schweißhundführer. Ihr Einsatz rettet nicht, sondern beendet manches Wildleben. Glücklicherweise. Doch ihre Arbeit deckt manch dunkle Seite des fröhlichen jagdlichen Treibens auf.
 

 

sicherheit
Nachsuche ist Riemenarbeit. Handelt es sich jedoch nicht um eine Totsuche, muss der Hund geschnallt werden. Welche Gefahren lauern in dieser Situation? Welche Voraussetzungen muss der brauchbare Hund erfüllen? Wann sollten 2 Hunde arbeiten? Ein Fachmann plaudert aus seinem reich gefüllten Nähkästchen.
 

 

BGS in Südamerika

Bayerischen Gebirgsschweißhund in Südamerika
Die in Deutschland gebräuchlichen Jagdhunderassen trifft man auch in den anderen europäischen Ländern, in Nordamerika, vereinzelt sogar in Afrika und  auch im Süden Chiles.

 

 

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