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Realismus statt Ideologie

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Schon 2008 hat der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) grundsätzlich Position zum Umgang mit den großen Beutegreifern in Europa bezogen. Jetzt hat die deutsche CIC-Delegation eine weitere Stellungnahme vorgelegt.

Vor 11 Jahren hat der CIC dazu aufgerufen, früher heimische Wildarten, die auf natürlichem Wege zurückkehren, zu respektieren, Konflikte partizipativ und im Konsens mit den Betroffenen zu lösen sowie diese Wildarten nachhaltig zu bejagen, sobald die Bestände es erlauben.

Wissensbasiert und pragmatisch entscheiden!

(Foto: AdobeStock / Nadine Haase/ CIC)

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Wiederbesiedlung von Deutschland durch den Wolf sowie zunehmender Konflikte hat die Deutsche Delegation im CIC eine Stellungnahme erarbeitet. Darin werden alle beteiligten Akteure und politischen Entscheidungsträger zu einem pragmatischen Handeln aufgerufen. Wissensbasiert und konstruktiv soll an Konflikten, die mit dem Wolf verbunden sind, gearbeitet werden. Der CIC sieht im Wolf keinen Konkurrenten um Wild. Er ist Teil der Tierwelt, für deren Erhaltung auch die Jagd Verantwortung trägt. Der illegale Abschuss von Wölfen wird verurteilt.

Der Wolf in das Jagdrecht!

Es ist sinnvoll, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen und ihn solange mit einer ganzjährigen Schonzeit zu belegen bis eine reguläre Bejagung notwendig wird. Verhaltensauffällige Tiere sind zu töten. Es muss allerdings schneller und unbürokratischer gehandelt werden.

Weder wolf- noch rotwildfreie Gebiete in Deutschland!

Der CIC lehnt es ab, bestimmte Regionen in Deutschland von vornherein zu wolfsfreien Gebieten zu erklären. In diesem Zusammenhang fordert der CIC, auch die rotwildfreien Gebiete abzuschaffen, um dem Rotwild als einem wichtigen Beutetier des Wolfes und damit auch dem Wolf selbst in Deutschland einen angemessenen Lebensraum zur Verfügung zu stellen.

Weidetierhaltern helfen!

Mit dem Wolf als einem großen Beutegreifer sind Konflikte insbesondere mit der Weidetierhaltung verbunden. Diese Konflikte sind solidarisch und gemeinsam mit der Landwirtschaft zu lösen. Der CIC setzt sich dafür ein, dass Landwirte bei angemessener Prävention für Schäden an Nutztieren durch Wolfsangriffe unbürokratisch und angemessen entschädigt werden.

rdb

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