Rezept-Tipp: Hubertustopf mit Reh, Wildschwein und Ente

1901

Tja, Suppen und Eintöpfe, in Konserven abgepackt, gibt’s im Supermarkt in schier endloser Anzahl und Variation. Doch ist auch das drin, was das Etikett verspricht? Ein Blick auf die Zutaten beim Jägertopf lässt Wild-Fans meist enttäuscht zurück. Irgendein Pressfleisch oder Ähnliches wird verarbeitet und das Endprodukt als „Jägertopf“ verkauft. Nicht mit uns Freunde! Von Anja Auer

Jäger wissen sofort, was serviert wird, wenn vom Hubertustopf die Rede ist. Zumal den meisten Jägern bekannt ist, dass der Heilige Hubertus der Schutzpatron ihrer Zunft ist. Beim Rest der Bevölkerung ist der Hubertustopf allgemein als Jägertopf bekannt. Dann aber meist nicht mit den für einen Jäger typischen Zutaten…(Foto: Matthias Würfl/die-frau-am-grill.de)

In diesem Jägertopf Rezept ist drin was versprochen wird!

Wer einen Jägertopf auf den Tisch stellt, sollte sich bei den Zutaten auch an dem orientieren, was einem Jäger bei seinen Ausflügen über den Weg bzw. vor die Flinte läuft. Auf dem Weg in den Wald geht es meist über Wiesen – wo Pilze wachsen und sich vielleicht die eine oder andere Ente versteckt. Im Wald dürften dem Jäger Reh, Wildschwein und Konsorten über den Weg laufen. Und auf dem Heimweg zurück über die Wiese der eine oder andere Fasan oder Hase.

Die Zubereitung ist ein Klacks!

Wer eher selten am Herd steht wird bei diesem Gericht vielleicht erst einmal zusammenzucken. Drei Sorten Wild in einem Topf? Kann das gut gehen? Ja, und keine Sorge, die Zubereitung-Anleitung ist sehr übersichtlich. Einen einfachen Schritt nach dem anderen machen und ihr bekommt ein sehr leckeres Wildgericht. Und zwar eines, das den Namen auch verdient!

Beilagen zu diesem Gericht

Hier empfehlen wir ganz klar Spätzle und Rotkohl. Besonders schlaue Köche, die keine Lust zum Spätzle selber machen (https://die-frau-am-grill.de/spaetzle-selber-machen/) haben, packen aber eine knappe Stunde vor Ende der Garzeit gleich noch geschälte und in mundgerechte Stücke geschnittene Kartoffeln in den Topf. So erübrigt sich zumindest schon mal die Zubereitung einer Beilage.

Weitere Rezepte von Anja Auer findet ihr im BBQ & Food-Magazin „Die Frau am Grill“ (https://die-frau-am-grill.de/).

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Portionen: 6

Vorbereitungszeit: 30 Minuten

Zubereitungszeit: 2,5 Stunden

Zutaten:

  • 1 kg Wildschweingulasch
  • 0,5 kg Hirschgulasch
  • 300 g geräucherter Bauchspeck
  • 2 Entenkeulen á 400 g
  • 1 L Wildfond
  • 0,5 L trockener Rotwein
  • 3 EL Preiselbeeren
  • 200 g Sahne
  • 700 g Champignons

 

  • 5 Zwiebeln
  • 3 EL Tomatenmark
  • 10 Wacholderbeeren
  • 5 Gewürznelken
  • 5 Lorbeerblätter
  • 3 EL Butterschmalz
  • 8 Knoblauchzehen
  • 1 Bund frische Petersilie

Zubereitung:

  1. Den Speck in Würfel schneiden, im heißen Butterschmalz auslassen, aus dem Topf nehmen und Beiseite stellen.
  2. Danach die Entenkeulen im gleichen Fett von beiden Seiten scharf anbraten, entnehmen und anschließend das Gulasch portionsweise anbraten und ebenfalls wieder herausnehmen.
  3. Abermals im gleichen Topf die gehackten Zwiebeln und den Knoblauch andünsten, gefolgt von den, in Scheiben geschnittenen, Champignons.
  4. Anschließend das Tomatenmark unterrühren und ein wenig anrösten. (Tipp: Wer die Soße dickflüssiger haben möchte, der rührt vor dem Ablöschen mit Rotwein ein bis zwei Esslöffel Mehl unter.)
  5. Im nächsten Schritt mit Rotwein ablöschen und mit Wildfond aufgießen.
  6. Das zuvor angebratene Gulasch, den Speck und die Entenkeulen in den Topf in die Soße legen und Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Gewürznelken dazugeben.
  7. Den Jägertopf zwei Stunden sanft köcheln lassen.
  8. Etwa eine Viertelstunde vor Ende der Garzeit mit Sahne und Preiselbeermarmelade verfeinern und die fein geschnittene Petersilie unterrühren.
  9. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Aboangebot