TV- und Kino-Tipps der DEUTSCHEN JAGDZEITUNG für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 16. Juli 2017. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

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TV-Programm 19.06. - 25.06.2017

Montag, 19. Juni
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Das Havelland – Naturoase im Herzen Brandenburgs
Im größten Binnenfeuchtgebiet Mitteleuropas sammeln sich jedes Jahr Abertausende Kraniche auf ihrem Weg gen Süden. Mächtige Seeadler finden in den zahlreichen Gewässern reichlich Nahrung und in den angrenzenden Wäldern röhren kapitale Rothirsche. Eine landschaftliche Besonderheit sind die weiten Stromtalwiesen, die sogenannten Luchs. Hier leben die seltenen Großtrappen – gehütet wie Kronjuwelen. Auf den trockeneren Ländchen, kleinen Bodenerhebungen, zieht der Fuchs seine Jungen groß. Von den Storchennestern auf Kirchtürmen und Gehöften ist es nicht weit zu stillen Erlenbrüchen, in denen die seltenen Sumpfschildkröten leben, und wo sich der Fischadler nach erfolgreicher Jagd eine Pause gönnt.

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Der Artenjäger vom Amazonas
Zwergaffen und Riesenschweine
Der Film porträtiert einen der letzten großen Entdecker der Erde, einen Querdenker, der auch immer wieder durch sein kompromissloses Eintreten für die Natur mit der brasilianischen Bürokratie aneinander gerät: Marc van Roosmalen. Ein Filmteam begleitet ihn auf seiner Expedition zum Rio Aripuaná. Wer glaubt, die Zeit der großen Entdeckungen im Tierreich ist vorbei, kennt Marc van Roosmalen noch nicht. Der niederländische Biologe hat im brasilianischen Amazonien eine Terra incognita mit vielen bis dato unbekannten Tierarten aufgetan Marc van Roosmalen ist ständig auf der Suche nach unbekannten Tierarten: In seinem Haus in Manaus liegen bereits das Fell eines Hirsches und der Schädel einer Zwergseekuh. Die Einheimischen hatten ihm zudem von einem Pekari erzählt. Dem Team gelingt das Unglaubliche: Sie bekommen Exemplare der kaum erforschten Art des größten Nabelschweins Südamerikas vor die Kamera. Es ist die Entdeckung eines landlebenden Großsäugers, der sich bis ins letzte Jahrzehnt vor der Wissenschaft verbergen konnte. Eine zoologische Sensation.

Dienstag, 20. Juni
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilde Slowakei
Die Slowakei liegt im Herzen Europas. Welche Naturschätze das kleine Land birgt, welch‘ spektakuläre Natur und welche Besonderheiten aus Tier- und Pflanzenwelt, davon wird in „Wilde Slowakei“ erzählt.
Die Vielgestaltigkeit der slowakischen Natur überrascht, denn auf gut 49.000 Quadratkilometern befinden sich Überschwemmungsebenen und Flussauen, schroffe Hochgebirge und sanfte Hügellandschaften mit der jeweils typischen Fauna und Flora. Endemiten und Raritäten wie der kuriose Blauschnegel, der vom Aussterben bedrohte Hundsfisch und die seltene Tatra-Gämse werden vorgestellt. Flugaufnahmen, die das Land aus der Vogelperspektive zeigen, prägen den Film ebenso wie aufwendig gedrehte Bilder der kulturellen Schätze der Slowakei. Die Zipser Burg zum Beispiel im Nordosten des Landes, die die zweitgrößte Burgruine Mitteleuropas darstellt, ist umgeben von extensiv bewirtschaftetem Bauernland und kleinen Dörfchen, in denen noch viele Störche brüten. Die Hänge des Travertinkegels, auf dem die Burg steht, sind von weitläufigen Trockenrasen bedeckt. Kostbares „Ödland“ mit einer faszinierenden Tierwelt: Ziesel und Smaragdeidechsen, Heidelerchen und Segelfalter. Die Slowakei hat sich in Teilen ihre Ursprünglichkeit bewahrt, was sich schon darin äußert, das noch mehrere Hundert Wölfe und Bären durch uralte Wälder streifen. „Wilde Slowakei“ ist ein faszinierender Ausflug in eines der schönsten und überraschendsten Länder Mitteleuropas.

3sat, 14.50 Uhr
Mike und die Wege der Elefanten
Elefanten ganz nah zu sein, ist für Dr. Michael Chase ein überwältigendes Erlebnis. Die Dokumentation begleitet den Ökologen bei seiner Arbeit. Er stattet die Tiere mit Sendehalsbändern aus, um herausfinden, wo genau sogenannte “grüne Korridore” eingerichtet werden sollten. Sie sollen den Elefanten künftig vor allem in Zeiten großer Dürre sichere Wanderungen zu Wasser und Nahrung ermöglichen. Während der Trockenzeit ziehen sie in großen Herden aus allen Teilen Botsuanas zu den Flüssen, die ganzjährig Wasser führen. Doch die Dickhäuter-Population, mit über 130 000 Tieren die größte weltweit, wächst stetig und setzt der Vegetation zunehmend zu. Chase markiert die von Elefanten entrindeten Bäume und notiert die Verwüstungen in den Mopane-Wäldern. Beobachtungen aus der Luft und die Daten der Satellitenhalsbänder liefern ihm Informationen über bevorzugte Routen.

3sat, 15.30 Uhr
Nashörner für die Serengeti
In der weitläufigen Serengeti leben tausende Tierarten – eines davon ist das Spitzmaulnashorn, doch es ist vom Aussterben bedroht. Ein Großprojekt soll den Artbestand retten. Drei Nashorn-Weibchen und zwei Männchen gehen auf die Reise ins Land ihrer Vorfahren: Der Film begleitet den Auftakt zur größten Umsiedlung, die jemals durchgeführt wurde, vom Einfangen der Tiere in Südafrika bis zur Entlassung in die Wildnis. Die Serengeti im ostafrikanischen Tansania ist eines der letzten Naturparadiese der Erde. Auf einer Fläche von 30 000 Quadratkilometern Steppe, Savanne und Busch finden hunderte von Tierarten ihre Heimat – davon mehr als eineinhalb Millionen Pflanzenfresser und mehrere tausend Raubtiere. Allein eineinhalb Millionen Gnus ziehen jedes Jahr, wenn die Trockenzeit beginnt, durch das weite Land und lassen auf der Suche nach Futter und Wasser den Boden unter sich beben. Ohne den Dung der Gnus gäbe es in der Serengeti kein Gras. Nur das älteste Landsäugetier, das seit rund 14 Millionen Jahren den afrikanischen Kontinent bevölkert, sucht man in der Serengeti inzwischen fast vergeblich. Anhaltende skrupellose Wilderei hat den Bestand innerhalb von 20 Jahren an den Rand der Ausrottung gebracht. Während 1970 noch rund 60 000 Spitzmaulnashörner durch die afrikanischen Savannen streiften, sind heute nur noch circa 4000 dieser eindrucksvollen Tiere übrig. Von der am stärksten bedrohten Unterart “Diceros Bicornis Michaeli” leben insgesamt nur noch 700 Tiere, davon knapp 70 verteilt auf drei verschiedene Gebiete in Tansania. Zu wenige, um die Art zu erhalten. Mit dem “Serengeti Rhino Repatriation Project” der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt sollen 32 Artgenossen aus Südafrika die Gruppe der letzten Spitzmaulnashörner in der Serengeti überlebensfähig machen. Fünf bis sechs Tiere pro Flugzeug, in Transportkisten verpackt, sollen auf der Steppenpiste in der Serengeti landen. Zurück ins Land ihrer Ahnen, die im Jahr 1961 zum Schutz vor Wilderern nach Südafrika in Sicherheit gebracht wurden. Nun sollen deren Nachkommen die letzten ihrer Art vor dem Aussterben bewahren. Rettung in letzter Sekunde. Doch das Millionen schwere Projekt, ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zu Gunsten von Mensch und Tier, ist noch lange nicht beendet. Der schwierigste Teil steht noch bevor: Den Schutz der Tiere gegen Wilderer zu gewährleisten. Militärisch geschulte Ranger haben ihre Arbeit bereits aufgenommen – 24 Stunden täglich auf den Spuren der ersten Hoffnungsträger.

3sat, 16.15 Uhr
Die Hyänen vom Mara Fluss
Tag und Nacht folgen die US-amerikanischen Biologinnen Chantal und Karen dem Talek-Clan – dem größten Hyänen-Rudel in der kenianischen Masai Mara. Dabei entdecken sie Verblüffendes. Der Film räumt auf mit dem Bild der “blutrünstigen, feigen” Hyäne. Er zeigt vielmehr kühne Jäger mit einem besonderen Sozialverhalten: Unter Tüpfelhyänen besetzen die Weibchen die oberen Ränge. Die Männchen kuschen demütig selbst vor dem rangniedersten Weibchen. Ranghohe Weibchen haben einen höheren Spiegel an Testosteron im Blut als ihre männlichen Artgenossen. Ihre Geschlechtsorgane wachsen zu einem Penis-artigen Gebilde aus, sodass sie äußerlich kaum von Männchen zu unterscheiden sind. Je höher der Rang der Mutter, desto höher die Stellung des Kindes. Einem Jungtier von hoher Abstammung wird stets der Vorrang beim Fressen gewährt – selbst deutlich ältere Tiere haben zu warten. Wenn alljährlich im Sommer über zwei Millionen Gnus und Zebras aus der Serengeti in die Masai Mara wandern, beginnt für die Hyänen die Zeit des Überflusses. Dann zeigt sich, dass diese Tiere ganz anders sind als ihr Ruf: Statt hinterlistig Löwen die Beute zu stehlen, erweisen sich Hyänen als erfolgreiche Jäger, an deren Beute sich umgekehrt der “König der Tiere” nur allzu gern bedient. Bei der Jagd arbeiten die Mitglieder des Hyänenclans perfekt zusammen.

3sat, 17.00 Uhr
Die Löwen der Kalahari
Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Sie war einst Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Tausende Huftiere – und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde – zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Davon profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20 000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari jedoch stark verändert. Die riesige zusammenhängende Wildnis ist zu einem Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Kilometerlange Zäune zerschneiden das Ökosystem. Sie sollen den 2,5 Millionen Rindern Botsuanas Wildtierkrankheiten vom Leib halten.

3sat, 17.45 Uhr
Ein Leopard mit kleinen Schwächen
Vor der atemberaubenden Kulisse des Okavango-Deltas in Botsuana dokumentiert der Film mit liebevollem Humor das Heranwachsen eines etwas tollpatschigen Leopardens. Die ersten Lebenswochen verbringt der kleine, tapsige Leopard Dikeledi im Schatten eines mächtigen Leberwurstbaumes. Seine Mutter, Lehrmeisterin und einzige Gefährtin, weiß, was ein Spitzenräuber im Okavango-Delta können muss, um zu überleben. Sie betreut ihn mit Geduld und großer Fürsorge. Schnell zeigt sich, dass Dikeledi als Leopard nicht gerade ein Naturtalent ist. Er stellt sich oft besonders ungeschickt an, wenn er – neugierig wie alle Katzen – die wundersame Welt ringsum erkundet. Auch nach Monaten beherrscht er die Kunst des Kletterns nicht, wie es sich für einen Leoparden geziemt. Er besitzt wenig Gespür für Balance und den Umgang mit seinen übergroßen Pranken. In einem Alter, in dem er längst selbst jagen sollte, lässt sich der Schlaks noch immer genüsslich von der Mutter mit Nahrung versorgen. Doch plötzlich ändert sich alles: Sein Vater erscheint im Revier und macht der paarungsbereiten Leopardin den Hof. Für Dikeledi gibt es jetzt keinen Aufschub mehr: Er muss gehen. Ohne Jagderfahrung und umgeben von Hyänen, Schakalen, Geiern und Pavianen stolpert der junge Leopard zunächst von Misserfolg zu Misserfolg. Beinahe verpasst er die Chance seines Lebens, weil er zu tief schläft. Der erste eigene Riss – ein Wendepunkt. Langsam, aber sicher findet der Leopard mit den kleinen Schwächen seinen Platz in der großen, weiten Welt.

Mittwoch, 21. Juni
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilde Heimat – Der Sommer
Wenn in den Hochlagen der österreichischen Alpen der letzte Schnee geschmolzen ist, entfaltet sich die Natur in voller Pracht – Wiesen verwandeln sich in bunte Blütenmeere, der Nahrungsüberfluss lockt zahllose Insekten an, fette Beute wiederum für Spinne und Storch. Der Sommer ist die Zeit, in der die meisten Tiere Nachwuchs zu versorgen haben. In abgelegenen Bergwäldern Österreichs säugt eine Braunbärin ihre Jungen, weiter nördlich, in der Schwäbischen Alb, sind die Wanderfalken bereits flügge.

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Die Wolfsfrau
Diese Frau kennt die Wölfe Kanadas wie kaum eine andere, noch nie ist jemand den scheuen Rudeln an den Küsten von British Columbia so nahe gekommen wie die Biologin und frühere Weltklasse-Langläuferin Gudrun Pflüger: Sie hat ihr Leben vollkommen den Wölfen gewidmet, bis ein gefährlicher Hirntumor alles zu zerstören drohte. Doch die vielen positiven Erinnerungen an “ihre” Wölfe helfen Gudrun, ihren Durchhaltewillen zu stärken. Sie hat ein klares Ziel: Die Athletin will zurück nach Kanada, um das Leben der wilden Wölfe in den Rocky Mountains zu erforschen. Gudruns Studien sollen dazu beitragen, mehr über das Verhalten der scheuen Jäger zu erfahren, um sie in Zukunft besser schützen zu können. Keine Strapaze ist Gudrun dafür zu groß: Zu Fuß oder per Pferd ist sie den charismatischen Raubtieren auf der Spur. Mithilfe von versteckten Kameras will sie das verborgene Leben der Wölfe in Kanadas Bergwelt dokumentieren. Dabei entdeckt sie auch, wie sehr die Lebensräume der Tiere von Menschen beansprucht werden.

Donnerstag, 22. Juni
GEO Television, 17.25 Uhr
Töten will gelernt sein
So süß Eisbären, Löwen und Füchse als Babys aussehen, als ausgewachsene Tiere sind sie die idealen Tötungsmaschinen. Die Dokumentation begleitet die Tierbabys auf ihrem Weg zu den perfekten Jägern. Denn von der leichten Beute bis zum Jäger ist es ein trainingsreicher Weg. Die Tierkinder lernen von ihren Müttern alles, was sie zum Jagen und Töten wissen müssen.

GEO Television, 18.20 Uhr
Lily – Ein Bärenleben
Acht Jahre alt, rund 200 Kilogramm schwer und fast 200.000 Facebook-Freunde: ‘Lily’ ist der vielleicht berühmteste Schwarzbär der Welt – und jetzt in Lebensgefahr. Denn in Nord-Minnesota sind die wilden Bären für viele Anwohner eine Plage und stehen unter keinem Schutz. Die Doku begleitet den Überlebenskampf eines Schwarzbären, der mit seiner Geburt zum Internetstar wurde.

Freitag, 23. Juni
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Kroatien – Naturparadies zwischen Donau und Adria
Die üppigen Wälder Kroatiens sind die Heimat von Braunbären, Luchsen und Rotwild. Sie bilden den fließenden Übergang zu den Ebenen des Ostens, den Flussniederungen an Save, Drau und Donau, einmaligen Auenlandschaften, die Jahr für Jahr im Wasser ertrinken. Wo See- und Kaiseradler, Löffler, Purpur- und Graureiher zu Hause sind, und wo in urigen Dörfern mit 200-jährigen Holzhäusern mehr Störche als Menschen wohnen.

3sat, 17.45 Uhr
Wilde Inseln: Vancouver Island
Vor der kanadischen Küste, nahe der Stadt Vancouver, liegt die Insel Vancouver Island. Mit 450 Kilometern Länge und 100 Kilometern Breite ist sie die größte nordamerikanische Pazifikinsel. Vancouver Island bietet vielen einzigartigen Tieren einen Lebensraum. Die spektakuläre Berglandschaft der Insel mit ihren vielen Wasserfällen ist von einem dichten Netzwerk aus Flüssen und Bächen geprägt. Zahlreiche Tierarten fühlen sich dort wohl. Vor allem die pazifischen Lachse: Jahr für Jahr zieht eine halbe Milliarde Lachse in die Flüsse ihrer Geburt, um zu laichen. Für Millionen von ihnen ist Vancouver Island das Ziel – doch nicht alle kommen an. Von den Killerwalen vor den Küsten der Insel über Weißkopfseeadler bis zu den Schwarzbären, die im seichten Wasser auf reiche Beute warten, ernähren sich unzählige Tiere von Lachsen. Sogar die Waldbäume auf Vancouver Island sind auf die alljährliche Wanderung der großen Fische angewiesen. Sie prägen das gesamte Ökosystem dieser wilden Insel.

Samstag, 24. Juni
arte, 7.55 Uhr
Wie lässt sich Wilderei bekämpfen?
Elfenbein, Nashorn, Löwenfell: In den letzten zehn Jahren hat die illegale Jagd auf wilde Tiere dramatisch zugenommen. Mehr als 1.000 Nashörner finden jedes Jahr auf diese Weise den Tod, bei den Elefanten sind die Zahlen sogar noch besorgniserregender: Über 30.000 Tiere sterben jährlich aufgrund von Wilderei. Wenn das grausame Töten so weitergeht, werden in naher Zukunft bald keine wildlebenden Nashörner und Elefanten mehr existieren. Wie lässt sich Wilderei bekämpfen? Um das herauszufinden, reisen Dörthe Eickelberg und Pierre Girard ins Land der Rhinozerosse, nach Südafrika: Dort leben 80 Prozent der Nashörner weltweit. Kann moderne Hightech die illegale Jagd auf die Tiere verhindern? In einem Wildtierreservat nahe des Kruger-Nationalparks setzen die Betreiber auf modernste Überwachungssysteme – wie funktionieren sie? Obwohl der Handel mit Elfenbein seit 1989 weltweit verboten ist, boomt das Geschäft mit der illegalen Ware. Das Problem: Es ist sehr einfach, illegales Elfenbein „weißzuwaschen“. Korruption und Bestechung machen es möglich. Doch die Forschung könnte dem bald ein Ende setzen: Ein spezielles Analyseverfahren aus der Lebensmittelchemie kann für jede Elfenbeinprobe den genauen Herkunftsort ermitteln. Wie funktioniert das? Und warum setzt man in Südafrika im Kampf gegen Wilderer neuerdings auf Frauenpower?

Animal Planet, 18.45 Uhr
Die Welpendealer-Falle
Schon seit längerem sind die “Guardians of Rescue” in News York einem kriminellen Hundehändler auf der Spur. Rob Misseri und sein Ermittler-Team vermuten, dass sich hinter der vermeintlich sauberen Online-Plattform ein illegaler Massenzuchtbetrieb verbirgt, in dem die Tiere unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden. Um die Hunde aus den Fängen der skrupellosen Bande zu befreien, stellen die Tierschützer dem Verkäufer eine verhängnisvolle Falle.

Sonntag, 25. Juni
3sat, 13.05 Uhr
Abenteuer in der Wildnis – Naturschauspiel im Traunviertel
Oberösterreich ist reich an außergewöhnlichen Naturräumen. Seit vier Jahren betreibt die Naturschutzabteilung des Landes ein einzigartiges Naturvermittlungsprojekt. Etwa 100 Naturvermittler, Wald- und Kräuterpädagogen führen jedes Jahr bis zu 10 000 Interessierte durch die Schutzgebiete. Claus Muhr begleitet diese Botschafter der Natur durchs oberösterreichische Traunviertel. “Wissensvermittlung mit Erholung und Genuss” ist ihr Motto, denn Natur lässt sich nur verstehen, wenn sie auch hautnah erlebt werden kann. Der Film führt zum Deckenhochmoor Löckenmoos in Gosau und zur Kräuterwanderung auf die Bad Ischler Katrin. Filmemacher Claus Muhr besucht mit einem Geologen den Gschliefgraben am Fuß des Traunsteins und nimmt Wassertiere am Ödsee im Almtal unter die Lupe.

3sat, 13.30 Uhr
Der Baumflüsterer
Peter Wohlleben und die Geheimnisse des Waldes
Ein Mann wie ein Baum: 1,98 Meter groß, Schuhgröße 48, grauer Bart, 52 Jahre alt. Peter Wohlleben ist Deutschlands bekanntester Förster – und Bestseller-Autor. Der Förster schreibt über “Das geheime Leben der Bäume” und “Das Seelenleben der Tiere”. Seine Erkenntnisse enthalten so viel Neues und Nachdenkenswertes über das Verhältnis von Mensch und Natur, dass der Leser aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt. Peter Wohlleben lebt im Forsthaus von Hümmel, einer 470-Seelen-Gemeinde in der Eifel, samt Bulldogge Crusty, Familienhündin Maxi, Stute Bridgi und Hahn Fridolin mit seinem Zwei-Hühner-Harem – alles Tiere, die natürlich eine Rolle in seinen Büchern spielen. Die Auflage seiner Bücher: fast eine halbe Million, Übersetzungen in 26 Sprachen. Gar nicht auszudenken, wie viele Bäume für die Bücher gefällt werden mussten. Dabei sind es gerade die Bäume, um die es in seinen Büchern immer wieder geht. Für ihn sind Bäume weit mehr als gewachsenes Holz – Bäume haben ein ausgeklügeltes Kommunikationssystem, meint er. Er redet sogar vom “Wood Wide Web”. Er schreibt von Bäumen, die ihren Nachwuchs stillen, die andere Bäume vor Schädlingen warnen und die alte, längst abgestorbene Kameraden versorgen. Wohlleben leitet einen umweltfreundlichen Forstbetrieb mit dem erklärten Ziel, die “Massenhaltung” von Bäumen in Schnellwachs-Plantagen zu beenden. Der “deutsche Rebell des Waldes”, der “Robin Wood aus der Eifel” – Wohlleben lächelt über derartige Helden-Titulierungen. Er ist alles andere als ein romantischer Spinner und auch kein Esoteriker: Er entwickelt Konzepte artgerechter Baumhaltung, mit denen sein Betrieb Geld verdient. Auch er schlägt und verkauft Holz; dazu kommt als weitere Einnahmequelle das Projekt “RuheForst”, in dem sich Menschen eine Grabstelle unter einer Buche kaufen können. Die “ZDF.reportage” zeichnet ein Porträt des “Bestseller-Försters”, begleitet Peter Wohlleben bei seiner Arbeit im Hümmeler Forst und versucht, die Gründe seines Erfolges aufzuzeigen. Denn Peter Wohlleben ist der wohl erfolgreichste Geschichtenerzähler, seit es Förster gibt.

TV-Programm 26.06. - 02.07.2017

Montag, 26. Juni
NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Der Solling
Niedersachsens wilder Süden
Der Solling ist nach dem Harz das größte geschlossene Waldgebiet Norddeutschlands. Aber auch sanfte Wiesentäler, klare Bäche und urtümliche Moore prägen das Landschaftsbild. Lange Zeit war es verpönt, Vieh in die Eichenwälder zu treiben. Seit dem Jahr 2000 wird das Experiment Hutewald im Solling wieder gewagt. Heckrinder und Exmoorponys ziehen seitdem wieder umher und halten den Wald offen und damit artenreich. Aber auch Tiere, die in anderen Regionen Deutschlands selten geworden oder ganz verschwunden sind, kann man im Solling noch entdecken. Herden von Mufflons ziehen durch die alten Hutewälder, der scheue Schwarzstorch zieht seinen Nachwuchs im Verborgenen auf und der winzige Sperlingskauz, die kleinste Eule Deutschlands, geht auf die Jagd. Der Sperlingskauz ist die einzige tagaktive Eule. Im Frühjahr ertönt morgens und am späten Nachmittag der typische Balzruf des Männchens. Der Film begleitet ein Kauzpaar bei der Brut bis zum Ausfliegen der Jungvögel. Dabei bietet eine Fingerkamera in der Bruthöhle intime Einblicke in das Leben dieser seltenen Eulenart.

3sat, 20.15 Uhr
NETZ NATUR
Der Sinn des Lebens
Die Naturreportage aus der Schweiz
Viele Menschen suchen nach dem Sinn des Lebens. Am Beispiel von Haselnuss, Hirschgeweih und der Arbeit von Regenwürmern gibt “NETZ NATUR” erstaunliche Antworten auf diese uralte Frage. Alles beginnt mit einer einfachen Haselnuss. Aus ihr keimt ein Busch – und zwar dort, wo ihn ein Eichhörnchen gepflanzt hat – ein Nagetier, das von Nüssen und Tannzapfen lebt und seinerseits für Marder oder Greifvögel wie Sperber Nahrung bedeutet. Der Busch selbst ist Versteck, Wetterschutz und Nahrung für einen ganzen Kosmos von Lebewesen. Und um sich fortzupflanzen, schüttet er seine Pollen ganz früh im Jahr in den Wind, bevor die Blätter austreiben und die weiträumige Verbreitung seines Blütenstaubs behindern. Alles im Leben dieser Pflanze ergibt einen Sinn. Wozu eigentlich tragen Hirsche 15 Kilogramm Geweihknochen auf dem Kopf mit sich herum, die sie jedes Jahr vollständig erneuern? Welchen Sinn macht all dieser Aufwand? Und was wird mit der unzählbaren Flut von Blättern, die im Herbst im Wald und in den Gärten von den Bäumen fallen und über den Winter auf mysteriöse Art und Weise verschwinden? Wer besorgt im Wald das heimliche Recycling, damit wir Menschen über die Jahre nicht allmählich unter einer dicken Schicht von Blättern ersticken? “NETZ NATUR” hat sich nächtelang mit Infrarotkameras auf die Lauer gelegt, um den heimlichen Waldarbeitern und dem tiefgreifenden Sinn ihrer Arbeit auf die Spur zu kommen. Wo man hinschaut und die Spur aufnimmt, wird schnell klar, dass man all die Lebewesen, die neben uns existieren, nicht für sich allein betrachten kann. Man kann sie nur verstehen, wenn man sie in einen Zusammenhang mit dem Leben anderer Tiere und Pflanzen sieht. Erst mit dem Blick aufs Ganze wird der Sinn jedes einzelnen Daseins deutlich. Und von diesem Blick auf die Natur könnten wir Menschen einiges lernen.

Dienstag, 27. Juni
NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Wildkatzen – Versteckt in Deutschlands Wäldern
Die Europäische Wildkatze ist scheu und geheimnisvoll wie kaum ein anderes Tier. Fast unsichtbar schleicht sie durch die Wälder der Eifel, heute wie vor Jahrtausenden. Wildkatzen waren einst in fast allen mitteleuropäischen Wäldern zu Hause, doch über die Jahrhunderte sind sie vielerorts verschwunden. War es früher die Jagd, macht ihnen heutzutage die deutsche Kulturlandschaft zu schaffen: Es gibt kaum noch große und zusammenhängende Laub- und Mischwälder, in deren Schutz Wildkatzen ungestört herumwandern können. Felder, Straßen und Siedlungen machen den scheuen Tieren das Leben schwer. Diese Naturdokumentation erzählt vom heimlichen Leben der Wildkatze in der Eifel: von der Jungenaufzucht im Frühjahr bis zur schwierigen Mäusejagd im Winter.

Animal Planet, 0.05 Uhr (in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch)
Schlaflos in Norwegen
Wildnis wider Willen
Tim Smith hat praktisch sein ganzes Leben in den Wäldern von Maine verbracht. Er ist Jäger, Fallensteller und staatlich geprüfter Wildnisführer. Als Survival-Trainer kennt er sich mit Extremsituationen aus. Doch in Skandinavien gerät der Naturbursche an seine Grenzen. Hunger, Eiseskälte und Schlafmangel: Am Nordpolarkreis ist der Überlebenskünstler kilometerweit von nützlichen Ressourcen entfernt und versucht innerhalb von 100 Stunden einen Weg zurück in die Zivilisation zu finden. Jede falsche Entscheidung kann im Land der Mitternachtssonne fatale Konsequenzen haben.

Mittwoch, 28. Juni
3sat, 13.15 Uhr
Die Macht der Jahreszeiten: Frühling & Sommer
Die Jahreszeiten sind der geheime Motor allen Lebens auf der Erde. Seit Ende der Eiszeit prägen sie den Rhythmus der Natur. Menschen, Tiere und Pflanzen richten sich nach ihnen.
Die filmische Reise durch die vier Jahreszeiten beginnt im Februar mit dem Erwachen der Natur und endet im spätsommerlichen Monat August.

3sat, 14.00 Uhr
Die Macht der Jahreszeiten: Herbst & Winter
Der zweite Teil konzentriert sich auf Herbst und Winter. Wie verändert sich die Landschaft, und wie beeinflussen die Jahreszeiten unser Leben auch heute noch?
Die Monate des Herbstes – September, Oktober und November – sind die Monate des Abschieds, der goldgelben Farben, des Nebels. So wie sich der Frühling durch die einsetzende Schneeschmelze ankündigt, läuten die fallenden Blätter den Herbst ein.

Animal Planet, 15.40 Uhr
Sitz, Platz, Aus! Tierische Nervensägen
Wir alle lieben unsere Haustiere – trotz ihrer kleinen Ticks und Macken. Doch wenn der vierbeinige Freund das nagelneue Sofa zum Kauknochen umfunktioniert hat oder auf der Futtersuche ganze Kücheneinrichtungen systematisch zerlegt wurden, hört man es durchs Haus brüllen: “Sitz! Platz! Aus!” Um nach solchen Verwüstungen wieder für gute Stimmung zu sorgen, hilft am Ende nur eine perfekt ausgefeilte Schmuse-Taktik.

Donnerstag, 29. Juni
3sat, 17.00 Uhr
Mythos Wald (1/2)
Tierparadies und Schattenreich
Einst war ganz Mitteleuropa von dichten Urwäldern bedeckt, doch diese Zeiten sind vorbei, nur wenige grüne Inseln haben überdauert. “Mythos Wald” erzählt die Geschichte dieser letzten Oasen. Für den Film von den Machern der weltweit ausgezeichneten Produktion “Die Wiese” wurden Teile der Ausrüstung sogar eigens angefertigt, um mit sehr langen Zeitraffern, extremen Zeitlupen und neuen Makrooptiken Phänomene zu zeigen, die das Auge nicht sieht. So sieht man den “Tanz der Lebermoose” oder wie der Blütenstaub der Haselnuss durch den Wald weht. “Mythos Wald” ist eine opulente Reise in eine Welt, die wir zu kennen glaubten und nun nie wieder mit denselben Augen sehen werden. Der römische Autor Tacitus schrieb einst über den mitteleuropäischen Wald: “Die Bäume waren so gewaltig, dass die Legionäre unter ihren Wurzeln hindurch reiten konnten”. Doch diese Wälder sind lange verschwunden. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass selbst die Wälder in einem Nationalpark fern von echten Urwäldern sind. Nachdem die großen Pflanzenfresser wie Bison und Auerochse ausgerottet waren, haben wir ein Biotop verloren, das artenreicher war als jedes andere in Mitteleuropa. Die Sendung zeigt auf, wie dieses Paradies, das wir einst verloren haben, zurückgewonnen werden kann. Noch immer ist der Wald der Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die Bühne für die großen und kleinen Dramen der Natur: Der Film zeigt Füchse, die im Frühjahr unter der Erde ihre Jungen bekommen, und verspielte Welpen, die noch tapsig ihren Bau verlassen. Auch die Erlebnisse einer Wildschwein-Rotte werden dokumentiert.

arte, 17.35 Uhr
Wildes Deutschland
Das Alpenvorland
Im Dreieck von Ammersee, Murnauer Moos und den Osterseen leben zahlreiche seltene, geschützte und in Deutschland nicht alltägliche Tierarten. Sie haben in ehemaligen Gletscherseen, Hochmooren und Wildbächen ihre Heimat gefunden. Auch der seltene und scheue Waldrapp, der lange als Fabeltier galt, ist in sein angestammtes Gebiet zurückgekehrt. In den Auwäldern der Ammer lebt der Eisvogel und jagt zwischen den Kiesbänken des naturbelassenen Flusses nach Fischen. Das Murnauer Moos ist das größte zusammenhängende Moorgebiet Mitteleuropas. Der See, ein Relikt des Loisachgletschers, wandelte sich im Laufe der Jahrtausende zum Moor. Im Herbst streifen einzelne Rothirsche durchs Buschwerk. Luftaufnahmen und Landschaftsbilder, Zeitrafferaufnahmen und Superzeitlupen zeigen das Alpenvorland mit kreisrunden, kleinen Seen, weiten Mooren und ursprünglichen Flusstälern, gerahmt von weißen Gipfeln in der Ferne.

3sat, 17.45 Uhr
Mythos Wald (2/2)
Der Kampf ums Licht
Die Macher des weltweit ausgezeichneten Films “Die Wiese” schaffen mit spezieller Kameratechnik ein völlig neues Bild des Waldes und erklären das enge Netzwerk zwischen unzähligen von Arten. Eindrucksvolle Bilder halten fest, wie ein Hirschkalb aufwächst, wie sich eine Fuchsfamilie durchschlägt und wie sich der Wald nach vermeintlicher Zerstörung durch einen Waldbrand oder den Borkenkäfer wieder regeneriert und artenreicher als je zuvor empor wächst. Im Herbst beginnt dann das Buhlen um die Weibchen: Krachend stoßen die Geweihkronen der Hirsche aufeinander, und auch die Wildschweinkeiler kämpfen aggressiv. Aber es gibt auch die “kleinen Kämpfe”, die genauso erbittert geführt werden, so etwa zwischen zwei Hirschkäfern.

Freitag, 30. Juni
arte, 16.40 Uhr
Krähen
Die ungeliebten und unterschätzten Vögel
Rabenvögel gelten als unheimliche Tiere. Wegen ihres schwarzen Gefieders, ihrem schrillen Krächzen und ihrer verstörenden Klugheit. In Mitteleuropa machen seit einigen Jahren immer mehr Menschen direkt vor ihrer Haustür Bekanntschaft mit den Vögeln. Denn ein Mitglied der Rabenvogelfamilie, die Saatkrähe, zieht verstärkt vom Land in menschliche Siedlungen. Die Tiere lösen nach wie vor oft Ablehnung aus. Denn Saatkrähen sammeln sich in Gruppen, durch ihr Krächzen und ihren Kot fühlen sich Anwohner gestört. Doch Saatkrähen sind geschützte Tiere. Und so versuchen Stadtverwaltungen, die Vögel gewaltlos mit vielerlei Tricks aus den Siedlungen zu vertreiben. Meist vergeblich. Denn die Krähen durchschauen die Strategien der Menschen. Wie umgehen mit Saatkrähen? Um das herauszufinden, besuchen die Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner einen Ort, an dem mehr als 200 Saatkrähen brüten. Sie treffen den Vogelkundler Bernd-Ulrich Rudolph, mit dem sie ganz nah an die Saatkrähen herankommen.

arte, 17.40 Uhr
Kühle Schönheiten – Alpenseen
Aufgefaltet vor Jahrmillionen durch Erdplatten, die aneinanderstoßen, werden die Alpen auch geprägt von Sturzbächen, Strudeln und Wasserfällen, die an den Felsen nagen. Das Wasser frisst spektakuläre Höhlen ins Gebirge und lässt dort zauberhafte Tropfsteine wachsen. 5.000 Gletscher gibt es im Gebirge – noch, denn der Klimawandel lässt sie schmelzen. Im Grenzbereich aus Schnee und Eis trotzen Gämsen und Steinböcke dem harten Winter. An der Soca wurde die größte Raubkatze Europas wieder angesiedelt – der Luchs – und breitet sich wieder ins Gebirge aus.

3sat, 17:45 Uhr
Der Rhein – Von der Nordsee in die Alpen
Die Reise führt den Rhein stromaufwärts von der Mündung ins niederländische Wattenmeer durch sechs Länder hinauf zu den Rheinquellen in den Schweizer Alpen und zeigt die Tiere, die am oder im Rhein leben. Dazu zählen “Alteingesessene” wie der Hecht, Heimkehrer wie der Biber und Neuankömmlinge wie der Halsbandsittich. Im Mündungsdelta tummeln sich Seehunde, und im Oberlauf blicken Steinböcke auf seine Fluten herab. Smaragdeidechsen, Uhus, Wildschweine und Weinhähnchen sind hier ebenso zuhause wie Wasseramseln, Siebenschläfer, Mausohrfledermäuse und Hunderttausende Wasservögel, die in der kalten Jahreszeit am Rhein rasten und überwintern.

Samstag, 1. Juli
3sat, 10.20 Uhr
Wildnis am Strom – Nationalpark Donau-Auen
Seit 1996 ist diese außerordentliche Landschaft durch einen Nationalpark geschützt. Die Lebensader des Nationalparks ist die Donau. Auf mehr als 36 Kilometern Länge kann sie hier noch frei fließen – neben der Wachau die letzte freie Fließstrecke in Österreich. Beeindruckend ist die Vielfalt der Lebensräume, die hier zu finden ist, außergewöhnlich die Zahl der Tiere, die hier überleben können: Eisvögel brüten in den Steilufern, Regenpfeifer auf den Schotterbänken und Seeadler im Auwald. Die Altarme sind von Sumpfschildkröten und Biber besiedelt, und im Unterholz ziehen Rothirsche ihre Jungen groß.

arte, 21.05 Uhr
Abenteuer Karibik
Faszinierende Landschaften, eine artenreiche Tierwelt und abenteuerliche Geschichten: Das ist die Karibik. Über 700 Tierarten, die global vom Aussterben bedroht sind, finden hier Lebensraum.

Sonntag, 2. Juli
arte, 7.15 Uhr
Tierisches Nachtleben
In den überfluteten Wäldern von Amazonien
Während die Menschen den Hauptanteil ihrer Aktivitäten tagsüber erledigen, gibt es im Tierreich zahlreiche Vertreter, die erst nach Einbruch der Dunkelheit zum Leben erwachen und auf Beutejagd gehen. Mit Hilfe neuester Technik sind den verschiedenen Kamerateams, die für die Dokumentationsreihe Wissenschaftler auch in entlegene Regionen der Erde begleitet haben, spektakuläre Aufnahmen gelungen. Im Regenwald des Amazonasgebietes wimmelt es von nachtaktiven Tieren.

arte, 13.00 Uhr
Tierische Überlebenskünstler
Bären
Bären besiedeln fast alle Lebensräume der Welt. Man findet sie in tropischen Urwäldern ebenso wie an den Küsten des Nordpolarmeeres. Sie überleben unter extremen Bedingungen und spüren überall zielsicher die gehaltvollsten Nahrungsmittel auf. Besonders beeindruckend ist der aus hohlen Fellhaaren bestehende Pelz der Eisbären, dank dem sie dem harten arktischen Winter standhalten. In den Sommermonaten verlassen die Eisbären das Packeis und weichen auf das Festland aus.

3sat, 13.10 Uhr
Pfeif drauf! Die Alpenmurmeltiere
In den Höhen des Gebirges finden die Murmeltiere, die für sie geeigneten Lebensbedingungen. Das Ende der letzten Eiszeit hat sie von Asien aus in die Alpen getrieben. Nach Bieber und Stachelschwein ist das Murmeltier das drittgrößte Nagetier in Europa und hat es so zum Bergliebling der Touristen und Einheimischen gebracht. Die Jäger haben ganz eigene Bezeichnungen für die putzigen Nager. Das Männchen ist “der Bär”, das Weibchen “die Katz”, und die Jungtiere nennen sie “Affen”.

TV-Programm 03.07. - 09.07.2017

Montag, 3. Juli
arte, 7.15 Uhr
Krähen
Die ungeliebten und unterschätzten Vögel
Rabenvögel gelten als unheimliche Tiere. Wegen ihres schwarzen Gefieders, ihrem schrillen Krächzen und ihrer verstörenden Klugheit. In Mitteleuropa machen seit einigen Jahren immer mehr Menschen direkt vor ihrer Haustür Bekanntschaft mit den Vögeln. Denn ein Mitglied der Rabenvogelfamilie, die Saatkrähe, zieht verstärkt vom Land in menschliche Siedlungen. Die Tiere lösen nach wie vor oft Ablehnung aus. Denn Saatkrähen sammeln sich in Gruppen, durch ihr Krächzen und ihren Kot fühlen sich Anwohner gestört. Doch Saatkrähen sind geschützte Tiere. Und so versuchen Stadtverwaltungen, die Vögel gewaltlos mit vielerlei Tricks aus den Siedlungen zu vertreiben. Meist vergeblich. Denn die Krähen durchschauen die Strategien der Menschen. Wie umgehen mit Saatkrähen? Um das herauszufinden, besuchen die Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner einen Ort, an dem mehr als 200 Saatkrähen brüten. Sie treffen den Vogelkundler Bernd-Ulrich Rudolph, mit dem sie ganz nah an die Saatkrähen herankommen.

3sat, 21.05 Uhr
Expedition ins Schilf – Nationalpark Neusiedler See
Der Neusiedlersee ist Österreichs größter See und Europas westlichster Steppensee. Seine hervorstechenden Merkmale: Er ist kaum zwei Meter tief und wird von einem gewaltigen Dschungel aus Schilf umgeben – eine für Menschen unzugängliche Welt, die von hoch spezialisierten Tieren bewohnt wird.

Dienstag, 4. Juli
arte, 11.50 Uhr
Tierische Überlebenskünstler
Großkatzen
Die großen Raubkatzen, seien es Löwen, Tiger, Leoparden oder Jaguare, sind allgemein als kraftvolle, geschickte Jäger bekannt. Dem Leoparden helfen seine Prankenhaare beim Beutefang. Wenn der Schneeleopard auf Jagd geht, kommen ihm seine besonderen Muskelfasern zugute. Und dass der Jaguar in der Lage ist, so treffsicher zuzubeißen, verdankt er einer bestimmten Kombination von Kiefermuskeln und Schnurrhaaren.

3sat, 13.50 Uhr
Karpaten – Leben in Draculas Wäldern
Der Hirtenhund Hajduk, Vasiles treuer Begleiter, hat viel zu lernen in diesem Jahr. Mit der erfolgreichen Abwehr eines Karpatenbären besteht er seine Feuertaufe. Der Karpatenbogen beherbergt die größte Bären- und Wolfspopulation Europas. Ohne wehrhafte, gut ausgebildete Hirtenhunde ist hier Weidewirtschaft unmöglich. Ein Karpatenwolf reißt durchschnittlich ein Schaf pro Jahr. Im internationalen Vergleich ist diese Quote sehr niedrig. Der Grund dafür: In Rumänien werden die Schafherden durchgehend von Schäfern bewacht und von intensiv trainierten Hunden gegen Angreifer geschützt.

3sat, 14.35 Uhr
Zauberberge – Die Wildnis der Hohen Tatra
Hier hat sich eine Tierwelt erhalten, die man im restlichen Europa nicht mehr findet. So leben in den slowakischen Karpaten rund 200 Wölfe. Wie überall in Europa wurden und werden sie auch hier missverstanden, zu Bestien hochstilisiert und gnadenlos gejagt. Trotz Schutzbemühungen bleiben sie bis heute im Fadenkreuz der Jäger – und nirgendwo sind sie unbeliebter als bei den Hirten der Hohen Tatra. Sobald im Frühjahr die Schafe auf der Weide sind, beginnt auch das alte Katz-und-Maus-Spiel zwischen Hirten und Wölfen. Wölfe greifen nicht einfach im Sturm an, sie kommen auf leisen Sohlen, lassen sich Zeit und gehen nach Plan vor, mit einer Strategie, gegen die selbst erfahrene Hirten kaum eine Chance haben. Im Unterschied zu den Wölfen ist der Luchs ein überzeugter Einzelgänger. In freier Wildbahn bekommt man ihn kaum zu sehen. Er lebt vorzugsweise im dichten Wald, ist scheu und zudem meist dämmerungs- und nachtaktiv. Die Karpaten sind sozusagen die letzte Hochburg der Luchse. In der Slowakei schleichen nach Schätzungen von Biologen rund vierhundert dieser großen Katzen durch die Wälder.

Mittwoch, 5. Juli
3sat, 14.50 Uhr
Das Jahr der Wildnis (1/5)
Januar bis März
In Europa ist im Januar tiefer Winter, die Natur scheint zu schlafen. Auf den Falkland-Inseln im Südatlantik hingegen ist der Sommer auf seinem Höhepunkt. Und in weiten Teilen Afrikas ist derweil Regenzeit. Sie sorgt dafür, dass aus ausgedörrten, nahezu toten Landschaften grüne Paradiese werden. In der Serengeti-Ebene machen sich die Gnus zu ihrer jährlichen Wanderung gen Norden auf – scharf beobachtet von zahlreichen Raubtieren und Aasfressern.

3sat, 15.35 Uhr
Das Jahr der Wildnis (2/5)
April bis Juni
Von April bis Juni sind die Kontraste der verschiedenen Lebensräume groß: Während in einigen Teilen der Erde die Natur langsam erwacht, beginnt im Süden Afrikas der Winter. Die Tieraufnahmen aus der ganzen Welt zeigen geschäftiges Treiben: Erdmännchen hüten in der südafrikanischen Wüste den Familiennachwuchs. Und Thailand schwitzt in der hochsommerlichen Hitze. Dort sucht eine Kolonie Flughunde Schutz vor der Sonne.

3sat, 16.15 Uhr
Das Jahr der Wildnis (3/5)
Juli bis August
In Europa gehören die Monate Juli und August zu den heißesten, im Süden Afrikas ist es nun Winter. Die prächtige Landschaft hat sich nach der Regenzeit in eine staubige Wüste verwandelt. Nur das Okavango-Delta, das weltgrößte Binnenwasserdelta im Nordwesten Botsuanas, stellt sich dem Betrachter noch immer als eine grüne Oase dar. Bei der Verfolgung einer Büffelherde geraten zwei konkurrierende Löwenrudel aneinander.

3sat, 17.00 Uhr
Das Jahr der Wildnis (4/5)
September bis Oktober
Im Süden Afrikas hält der Frühling im September und Oktober Einzug und lässt die Landschaft neu erblühen. In Thailand regiert hingegen der Monsun und in Europa beginnt der Herbst. Das Okavango-Delta in Botsuana trocknet im Oktober aus. Für die hier lebenden Tiere und Pflanzen beginnt nun eine schwere Zeit.

3sat, 17.45 Uhr
Das Jahr der Wildnis (5/5)
November bis Dezember
Die beiden letzten Monate des Jahres sind angebrochen. Im Süden Afrikas scheint das Leben jetzt neu zu beginnen. Im November geht der Frühling dort in den Sommer über, und Regenfälle sorgen für das von Pflanzen und Tieren langersehnte Nass. Zur gleichen Zeit kämpfen im Norden Kanadas die Eisbären mit dem Hunger und warten dringend auf das Eis des Meeres, um mit der für sie überlebenswichtigen Jagd auf Robben beginnen zu können. Im Okavango-Delta ist schließlich die große Dürre vorbei. Die Pflanzen- und Tierwelt erholt sich und die Löwen finden nun wieder genug Beutetiere auf ihren Raubzügen.

Donnerstag, 6. Juli
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Leben mit dem Jaguar
Douglas Trent beim Fotografieren von Jaguaren im Pantanal
Die drittgrößte Katze der Welt – größer sind nur noch Löwe und Tiger – hat auf dem amerikanischen Kontinent lange um ihr Überleben kämpfen müssen. Das wunderschöne Fell des Jaguars und seine Furchtlosigkeit haben ihn in weiten Teilen Amerikas verschwinden lassen. Einer der wichtigen Lebensräume für den Jaguar ist das Pantanal, ein riesiges Mosaik aus Flüssen, Wäldern und je nach Jahreszeit überfluteten Savannen – an die 8.000 Jaguare dürfte es dort heute noch geben. Doch in dem über 200.000 Quadratkilometer großen Schwemmland schwelt immer noch der Konflikt zwischen Artenschutz und Viehzucht. Und noch immer lassen viele Viehbesitzer die Jaguare heimlich vergiften. Noch weiß man zu wenig über die Lebensgewohnheiten der Katzen, deshalb haben sich die Forscher im dicht besiedelten Süden des Pantanals mithilfe von Senderhalsbändern an die Spuren einiger Jaguare geheftet. Der Fotograf Douglas Trent dagegen verfolgt seit einigen Jahren im Norden des Pantanals die Jaguare nur mit seiner Kamera. Jedes seiner Bilder hat eine Geschichte – und manchmal liegt zwischen zwei Bildern ein Jaguarleben.

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Romantisches Mecklenburg
Tausend Seen und ein Meer
Zwischen Elbe und Darß liegt ein weites Land mit Rapsfeldern, dunklen Wäldern, alten Alleen und herrschaftlichen Gutshäusern, mit tausend Seen und einem Meer: Mecklenburg. Tierfilmer Christoph Hauschild hat atemberaubende Aufnahmen von jagenden Seeadlern und balzenden Schwarzstörchen gemacht.

ARD-alpha, 14.30 Uhr
Paula und die wilden Tiere
Ganz nah am Nashorn
Hoch zu Roß reitet Paula durch die Savanne Südafrikas auf der Suche nach einem richtigen Koloss, dem Nashorn. Die grauen Riesen mit den zwei Hörnern auf der Nase haben es Paula bei ihren Recherchen absolut angetan. Sie möchte ganz nah an die Urtiere ran und alles über sie herausfinden. Warum also dann nicht aufs Pferd steigen und sich auf Spurensuche begeben. Typisch Paula: Das Pferd ist nämlich mit dem Nashorn verwandt. Dennoch machen die Breitmaulnashörner die Spurensuche auf Makalali nicht einfach und Paula muss alle Tricks und Kniffe anwenden, bis sie endlich einem Nashorn in freier Wildbahn gegenübersteht. Dabei rutscht ihr ganz schön das Herz in die Hose, als sie zwei kämpfenden Nashörnern direkt gegenübersteht. Sie findet heraus, dass Nashörner die Hörner abgesägt werden, um sie zu beschützen und erfährt am eigenen Leib, dass die Dickhäuter ganz schön sportlich sind!

Freitag, 7. Juli
Phoenix, 7.30 Uhr
Die Bärenretter von British Columbia
Warum Kanadas Tierschützer Jagdrechte kaufen
Brian Falconer ist das Gesicht der Stiftung Raincoast. Er begibt sich im Great Bear Rainforest in British Columbia auf eine ganz besondere Grizzlyjagd. Sie dient einzig und allein dem Zweck, die von der Regierung zur Jagd freigegeben Tiere nicht zu töten. Die Stiftung Raincoast kauft nach und nach die Jagdrechte auf, um so den Bestand der mächtigen Raubtiere zu schützen. Die Stiftung arbeitet eng mit den Völkern zusammen, die seit Jahrtausenden an Kanadas Westküste siedeln. Die First Nations haben sich zusammengeschlossen und bekämpfen mit friedlichen Mitteln die Großwildjäger, die mit gekauften Jagdlizenzen in ihr angestammtes Land eindringen.

ARD-alpha, 14.30 Uhr
Paula und die wilden Tiere
Wie böse ist der Wolf?
Wölfe haben einen schlechten Ruf: sie gelten als böse und gemeingefährlich. Im Märchen verschlingen sie Mensch und Tier mit Haut und Haar. In Abenteuergeschichten kämpfen erschöpfte Wanderer gegen hungrige Wolfsrudel, die unerbittlich immer näher kommen. Doch ist der Wolf wirklich so böse? Paula fährt nach Ernstbrunn bei Wien in Österreich. Hier leitet Friederike das Wolf Science Center, eine Forschungsstation für Wölfe. Und Paula ist überrascht: als sie mit Friederike ins Gehege zu den Wölfen darf, stellt sie fest, dass diese Tiere sehr scheu sind. Als Paula anschließend die Hunde besucht, fällt ihr auf, wie anders diese reagieren. Im Gegensatz zu den Wölfen freuen sich die Hunde über Paulas Besuch und zeigen das auch ganz deutlich. Bislang wissen Forscher nur wenig über Wölfe. Das will Friederike ändern. Sie hat sich dafür Versuche ausgedacht, mit denen sie herausfinden kann, wie Wölfe reagieren und wie schlau sie sind. Paula hilft Friederike bei den Tests und ist beeindruckt, wie schnell Wölfe lernen und wie intelligent sie sind. Friederike will mit ihren Versuchen dazu beitragen, dass wir Menschen den Wolf besser verstehen und kennenlernen. Je mehr wir über diese Tiere wissen, desto weniger unheimlich sind sie uns und desto besser können wir ihnen helfen, in der Natur zu überleben. In Deutschland gibt es in der Lausitz und in Niedersachsen wieder Wölfe. Sie sind keine Gefahr für den Menschen, da sie Angst vor uns haben. Wer also einen Wolf in freier Wildbahn zu Gesicht bekommt, hat richtig viel Glück.

Samstag, 8. Juli
Bayerisches Fernsehen, 18.45 Uhr
natur exclusiv
Kurt und seine Wölfe
Wie ticken Wölfe? Wer ist schlauer, Hund oder Wolf? Welche wölfischen Fähigkeiten hat der Hund aufgegeben, um mit dem Menschen leben zu können? Diesen Fragen geht Professor Kurt Kotrschal mit seinem Forscherteam in Ernstbrunn bei Wien im einzigen Wolf Science Center der Welt nach. Zwölf Wölfe, 17 Hunde. Mit diesen Tieren arbeiten die Forscher im Wolf Science Center bei Wien, um herauszufinden, worin sich Hunde und Wölfe unterscheiden, und wo ihre Gemeinsamkeiten liegen. Als Vorfahren unserer Hunde übten Wölfe schon immer eine Faszination auf uns Menschen aus. Die einen lieben sie, die anderen fürchten sie. Richtig erforscht sind diese Tiere bis heute nicht. Das Wolf Science Center in Ernstbrunn bei Wien stellt sich dieser Aufgabe. Hier werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Wölfen und Hunden untersucht und unter anderem erforscht, wie sehr der Wolf dem Menschen in seinem Sozialverhalten ähnelt. Leiter dieser Einrichtung ist Professor Kurt Kotrschal. Bisher leben neben 17 Hunden zwölf Wölfe im Center, alle sind erwachsene Tiere, die von den Forschern per Hand aufgezogen wurden. Im Frühjahr 2017 kommen neue Welpen hinzu, aus Russland und Kanada. Diese Jungtiere werden in Ernstbrunn ein neues Rudel bilden, bis sie im Herbst mit den Alttieren zusammengebracht werden. Nur durch diese intensive Aufzucht können die Wölfe zu den Partnern ausgebildet werden, die die Wissenschaftler für ihre Experimente brauchen. Seit acht Jahren gibt es das Projekt nun, diverse Erkenntnisse konnten schon gewonnen werden. Vieles ist den Forschern jedoch noch immer ein Rätsel. Etwa, warum die Wölfe heulen. So sind diese neuen Jungen ein wichtiger Schritt zum Erkennen des Wesens der Wölfe. Dafür müssen die Forscher um Prof. Kotrschal aber erst mal ihr Vertrauen gewinnen.

Sonntag, 9. Juli
ZDF, 9.03 Uhr
Sonntags
Wie viel Wildnis ertragen wir?
Wildschweine, Marder, ja sogar Waschbären bevölkern eine Großstadt wie Berlin. Der Wolf ist in den ländlichen Regionen zurück. Wie kommt der Mensch mit Natur und Wildnis zurecht? Einige haben Angst davor, andere sehnen sich geradezu nach ungezähmter Natur als Gegenentwurf zur Zivilisation. “sonntags” besucht den Wildtierexperten Derk Ehlert, die Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner und ein Wildnis-Camp für Väter und Söhne.

Animal Planet, 20.15 Uhr
Ein gefährlicher Kampf für die Jäger
Die Monster-Jäger – Bestien auf der Spur
In Kentucky treibt angeblich seit 50 Jahren ein riesiger Wolf sein Unwesen. In West Virginia geht die Legende vom “Sheepsquatch” um, und in den Höhlen von Greenbrier County lauert ein furchteinflößendes Raubtier auf seine Beute. Solche Horror-Geschichten gehören in den Appalachen beinahe zum Alltag, denn die Menschen dort sind abergläubisch. Obendrein finden sich immer wieder Augenzeugen, die felsenfest behaupten, die besagten Monster gesehen zu haben. In dieser Doku-Serie gehen eine Handvoll uriger Naturburschen den Grusel-Stories auf den Grund. Die Jäger und Fallensteller haben sich fest vorgenommen, Beweise für die Existenz der mysteriösen Kreaturen zu liefern und sie anschließend einzufangen. Wer verbirgt sich hinter dem mysteriösen “Rogue Team”, das die Monster-Jäger seit einiger Zeit zu verfolgen scheint? Um das Rätsel zu lösen, setzen die Männer in dieser Folge Stück für Stück das Puzzle zusammen. Doch was sie dabei finden, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen. Denn die Spur führt mitten zu ihrem eigenen Dämon: dem legendären “Cherokee Devil”! Vor einiger Zeit hatte dieser vermeintliche Mythos den Männern um ein Haar den Verstand geraubt. Jetzt müssen sich die Monster-Jäger entscheiden, ob sie bereit sind, sich ihren tiefsten Ängsten erneut zu stellen, oder ob es an der Zeit für einen taktischen Rückzug ist. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel mit ungewissem Ausgang…

TV-Programm 10.07. - 16.07.2017

Montag, 10. Juli
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Lachs in der Elbe und Hase im Kohl
Wie jedes Jahr ziehen im April 500 Suffolkschafe im Eiltempo von der Dresdner Heide quer durch die Stadt zum Königsufer. Die saftigen Weiden der Elbwiesen werden sie bis zum Winter satt machen. Als Landschaftspfleger fressen sie im Namen des Naturschutzes. Denn viele Vögel können hier nur brüten, viele Insekten nur gedeihen, weil die Vierbeiner alles schön kurz halten. Den Elbebiber schert das Treiben der Schafe nicht. Seit Anfang der 1990er-Jahre erobert sich der große Nager nach jahrzehntelanger Abwesenheit in der Barockstadt mit dem Glanz der alten sächsischen Residenz wieder Terrain. Dämme legt er dabei nicht an. Im späten Frühjahr bringen Fischer am Oberlauf einiger Zuflüsse der Elbe im Auftrag des sächsischen Umweltministeriums junge Lachse ins Wasser: 350.000 bis 400.000. Wie der Biber ist der Edelfisch seit den 1990er-Jahren dabei, sich im Elbtal wiederanzusiedeln. Dass die Hasen Dresden für sich entdeckt haben, das bekommen die Mitarbeiter eines Frühgemüse-Unternehmens deutlich zu spüren. Die Langohren fressen ihnen regelmäßig die appetitlichsten Pflanzenteile weg, doch sie stehen unter Schutz und dürfen nicht gejagt werden. Und auch die Kleine Hufeisennase und der Große Abendsegler, der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling und die Italienische Mauereidechse, der Turmfalke und der Waldkauz fühlen sich im Naturraum der Elbauen und -hänge, der Gärten und Parks Dresdens wohl.

SWR Fernsehen, 21.00 Uhr
Wildes Deutschland – Der Bayerische Wald
Der Film porträtiert den Bayerischen Wald an der Grenze zu Tschechien. Die Dokumentation zeigt, wie es im einstigen Wirtschaftswald zur Katastrophe kam, die unter dem Namen Waldsterben bekannt wurde. Und sie demonstriert, wie daraus heute der “Urwald von morgen” heranwächst, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen und warum der einst die Katastrophe auslösende Borkenkäfer nicht zum Totengräber, sondern zum Geburtshelfer wurde.

Dienstag, 11. Juli
NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Geheime Jäger der Serengeti
Reinhard Künkel verbringt sein Leben als Abenteurer. Seit 30 Jahren lebt er in der Wildnis Afrikas am Südrand der Serengeti. Er wohnt fast das ganze Jahr über in einem Dschungelcamp. Fast jeden Tag geht er auf Safari, um Tiere zu fotografieren und zu filmen. Und weil er sich ständig zwischen wilden Tieren aufhält, entwickelt er auch ganz persönliche Bindungen zu besonders scheuen Tieren. In dieser Sendung erzählt er von einem sehr seltenen Jäger der Serengeti.

Mittwoch, 12. Juli
NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Geparde
Afrikas elegante Jäger
Geparden in freier Wildbahn wie man sie noch nie gesehen hat. Dieser Film zeigt Superzeitlupenkamera-Aufnahmen von den normalerweise nicht wahrnehmbaren Details der Jagdstrategien des schnellsten Landsäugetiers. Durch sie wird jede Muskelbewegung der eleganten Sprinter sichtbar. Geparde sind als Einzelgänger in der afrikanischen Savanne trotz ihrer Schnelligkeit in einer schwachen Position. Löwen jagen im Rudel, Leoparden sind kräftiger und die Hyänen als Clan unschlagbar. Oft werden die Jäger selbst zu Gejagten, besonders gefährlich wird es für Geparden-Weibchen. Der Film begleitet eine junge Geparden-Mutter. Sie hat zum ersten Mal Nachwuchs bekommen und versucht, möglichst viele ihrer Jungen groß zu ziehen. Er zeigt, welche Tricks im täglichen Überlebenskampf nötig sind, damit die elegante Raubkatze ihre Kleinen durch die ersten gefährlichen Wochen bringen kann. Die Gepardin muss zu jeder Zeit wachsam sein und ihren Wurf immer wieder woanders verstecken, wenn sie selbst jagt. Denn alle Raubtiere in der Savanne versuchen, den Nachwuchs ihrer Konkurrenten zu töten. Besonders die Löwen haben es auf die Gepardin und ihre Jungen abgesehen. Im gleichen Revier jagen zudem drei junge Geparden-Brüder, sodass das junge Weibchen oft leer ausgeht. Insgesamt ein Jahr lang bleiben die Geparden-Jungen bei ihrer Mutter und lernen von ihr alles, was sie zum Überleben brauchen. Am wichtigsten sind die Jagdlektionen. Der Film begleitet die drei jungen Geparden-Geschwister, zwei Weibchen und ein Männchen, in ihrem ersten Jahr und zeigt jedes Detail in den ersten zwölf Lebensmonaten der verspielten Jungen: von ihrem ersten Kräftemessen untereinander bis zur fast perfekten und erfolgreichen Jagd einer Antilope.

Donnerstag, 13. Juli
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Tierisch genial – Intelligenz mit Fell und Federn
Noch in den 70er- und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts war es in Wissenschaftskreisen verpönt, von der Intelligenz der Tiere zu sprechen. Das Gleiche galt für Gefühle. Vor allem bei amerikanischen Verhaltensforschern galt es als unseriös, von Angst, Freude oder gar Intelligenz eines Tieres zu sprechen. Dabei war bereits in Experimenten kurz vor und nach dem Zweiten Weltkrieg nachgewiesen worden, dass Tiere durchaus zu intelligenten Handlungen fähig sind. Aber es sollte noch Jahre dauern, bis der Damm gebrochen war und schließlich Forscher aus vielen Ländern Experimente durchführten, die eine geradezu verblüffende Intelligenz von Tieren aufzeigten. Das Filmteam begibt sich in eine Welt von Vögeln, die vorausschauend planen, von Hunden, die virtuos Skateboard fahren oder von Schimpansen, die uns Menschen in punkto Gedächtnisleistung sogar weit überlegen sind. Was Vögel, Fische und Primaten in diesem Film zeigen, ist einfach „tierisch genial“.

arte, 16.45 Uhr
Warum sterben unsere Singvögel?
Vogelgezwitscher gehört zum Frühling – doch es wird allmählich leiser: Bei 86 Prozent aller Singvogelarten schrumpfen die Bestände, zum Teil dramatisch. Laut NABU sind in Deutschland aktuell mehr als 50 Vogelarten vom Aussterben bedroht beziehungsweise stark gefährdet. Auf dem Land raubt ihnen die Agrarindustrie mit ihren Monokulturen immer mehr naturnahen Lebensraum und zerstört mit Pflanzengiften und Insektiziden ihre Nahrungsquellen. Ausgerechnet in Städten ist die Lage weniger dramatisch, doch zunehmend verdichtende Bebauung und eine hohe Katzendichte machen den Singvögeln das Leben auch hier schwer. Und die Zugvögel unter ihnen werden in Südeuropa und Afrika zusätzlich illegal bejagt. Wie groß ist die Gefahr und wie können wir dabei helfen, heimische Singvögel zu schützen? Die Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard treffen im Ökogarten der PH Heidelberg den Ornithologen Sebastian Olschewski und lernen, worauf es bei der Gestaltung eines vogelfreundlichen Gartens ankommt. Und für Stadtmenschen ohne eigene Grünflächen gibt es Tipps, wie man dennoch Schutzräume für die immer häufiger auch in der Großstadt anzutreffenden Tiere schaffen kann.

Freitag, 14. Juli
NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Im Nationalpark Kellerwald
Schon vor Jahrzehnten wurde ein Teil der Landschaft unter Schutz gestellt. Nach langem Kampf vieler Naturfreunde wurde Anfang 2004 der Nationalpark Kellerwald-Edersee in Hessen Wirklichkeit. Er liegt im Dreieck Kassel, Marburg und Frankfurt am Main und erstreckt sich über eine Fläche von rund 6.000 Hektar. Im Norden wird er vom Edersee begrenzt, dem flächenmäßig drittgrößten Stausee Deutschlands. Die Region ist bekannt für ihre ausgedehnten Buchenwälder, die neben Hirschen vor allem Dachsen, Wildschweinen, Störchen, Feuersalamandern und zahlreichen Fledermausarten ein Zuhause bietet. Die Fürsten zu Waldeck und Pyrmont waren leidenschaftliche Jäger. Vor allem Rothirsche hatten es ihnen angetan. Das edle Wild sollte sich wohl fühlen und gut vermehren. Deshalb sorgten die Fürsten schon im 18. Jahrhundert dafür, dass auf ihrem Besitz der Wald nicht mehr so stark abgeholzt wurde wie andernorts. Das erklärt auch, warum im hessischen Kellerwald, einer der letzten großen zusammenhängenden Buchenmischwälder Europas, manche Bäume mehrere Hundert Jahre alt sind. Neben Hirschen bietet er zahlreichen anderen Tierarten eine Heimstatt: Dachs, Wildschwein, Schwarzstorch, Rot- und Schwarzmilan, Feuersalamander, Hirschkäfer und viele Fledermausarten sind hier anzutreffen. Auch ein Fremdling aus Nordamerika trat vom Kellerwald aus seinen Siegeszug durch die europäische Wildnis an. 1934 wurden zwei Waschbär-Pärchen ausgesetzt, um als jagdbares Pelztier die heimatliche Fauna zu bereichern. Sie haben sich überaus gut vermehrt.

3sat, 14.45 Uhr
Auf verwehten Spuren
Durch die Wildnis Alaskas
Jochen Schliessler folgt den Spuren seines Vaters in die grenzenlosen Weite Alaskas und begegnet Menschen, die in der Einsamkeit der Wildnis ihre Freiheit gefunden haben. Schon immer hat Alaska die Sehnsucht von Entdeckern, Abenteurern, Glückssuchern und Einsiedlern geweckt. Alaska versprach grenzenlose Freiheit und schnellen Reichtum. Pelzjäger, Goldsucher und Ölbohrer kamen und lebten diesen Traum. Seit den 1950er-Jahren zog es den deutschen Filmemacher Martin Schliessler immer wieder in den nördlichsten Staat der USA. Er bestieg mit der Kamera den Mount McKinley, den höchsten Berg Nordamerikas. Er war Buschpilot, filmte Bären, Elche und Karibus. Immer wieder hat er auf der Suche nach spektakulären Bildern sein Leben riskiert. Auch minus 50 Grad Celsius schreckten ihn nicht. Unter härtesten Wetterbedingungen filmte er am Nordmeer Eisbären und Ölbohrtürme.

Samstag, 15. Juli
Das Erste (ARD), 8.25 Uhr
Tiere bis unters Dach
Wie die Wildsau
Wildschweine machen Waldau unsicher und bedrohen Grieshabers Maisernte. Als Almuts Schwarm Rektor Stelzl mannhaft die Attacke eines Wildschweins abwehrt und sich dabei verletzt, beschließt Gretas Oma, ihre Abreise zu verschieben: Sie muss Stelzl gesund pflegen! Die Familie hat kaum Zeit, darüber nachzudenken. Denn von dem ebenfalls verletzten Wildschwein geht große Gefahr aus – Dr. Hansen, Grieshaber und Förster Nachtweyh machen sich gemeinsam auf die Suche. Aber Greta hat mit dem Borstenvieh mal wieder eigene Pläne.

National Geographic WILD, 23.30 Uhr
Der Jaguar – Herrscher des Dschungels
Der Jaguar gehört zu den geheimnisvollsten Tieren überhaupt. In zahlreichen Kulten verehrt und immer wieder künstlerisch dargestellt, geben die größten Katzen Amerikas der Menschheit bis heute zahlreiche Rätsel auf. Das dunkelste Mysterium stellen die Weibchen dar. Noch nie wurde ein weiblicher wilder Jaguar lebend gefangen. Dies ist auch der Grund, warum die Wissenschaft nur äußerst wenig über den Bereich der Geburt von Jaguaren weiß. Ein Team von NATIONAL GEOGRAPHIC begibt sich in die Wildnis, um Licht ins Dunkel zu bringen. Die spektakuläre Dokumentation “Der Jaguar – Herrscher des Dschungels” begleitet Biologen und Filmemacher unter der Führung des Großkatzenexperten Guy Balme auf zwei Expeditionen in die Urwälder Lateinamerikas. Eine führt in den Dschungel von Belize, die andere in die Sümpfe des brasilianischen Pantanal. Ziel ist es, weibliche Jaguare zu fangen und mit einem Sendehalsband zu versehen, um die Tiere schließlich via Satellit zu verfolgen. Die auf diese Weise gesammelten Daten könnten die Forscher zu neuen Erkenntnissen führen. Diese sollen letztlich dabei helfen, die charismatischen Herrscher des Dschungels vor dem Aussterben zu bewahren.

Sonntag, 16. Juli
MDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Sagenhaft – Das Oderhaff
Heimat eine ganz neue Bedeutung.
Axel Bulthaupt begibt sich in einer neuen Folge seiner Sendereihe “Sagenhaft” auf eine spannende Reise durch das Oderhaff. Er erlebt eine wunderschöne Landschaft, mit mystischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Schatz, der noch immer als Geheimtipp gilt, mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Von einem Vogelschützer und Jäger lässt sich Axel in die Geheimnisse des Riether Werder einweihen. Das 79 Hektar kleine Eiland steht unter strengem Naturschutz.

National Geographic WILD, 22.40 Uhr
Königin der Geparden
Afrikanische Akazienwälder und Steppen sind die Heimat der Raubkatzen, die für ihre Schnelligkeit und Anmut bekannt sind: Geparden. Viele von ihnen leben in den südöstlichen Savannen der Serengeti – so wie das Weibchen, das mit fünf Jungen verborgen im hohen Gras liegt und sie entspannt säugt. Doch solch friedliche Familienmomente sind äußerst selten, denn die Mutter muss schon bald wieder auf die Jagd. Und das ist ebenso notwendig wie gefährlich, denn ohne sie sind die Neugeborenen völlig schutzlos der Wildnis ausgeliefert. Besonders Löwen haben es auf den Gepardennachwuchs abgesehen…

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