TV- und Kino-Tipps der DEUTSCHEN JAGDZEITUNG für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 17. September 2017. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

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TV-Programm 21.08. - 27.08.2017

Montag, 21. August
arte, 10.15 Uhr
360° Geo Reportage
Hawaii
Für viele Menschen ist Hawaii das Paradies auf Erden. Die einzigartige Schönheit des Archipels hat einen Grund. Von den 22 Klimazonen, die auf der Erde unterschieden werden, kommen allein auf Hawaii 21 vor. So entwickelte sich auf der Inselkette mitten im Pazifik eine reiche und bezaubernde Naturlandschaft. Doch das Juwel benötigt intensiven Schutz. Dafür streifen die Officer des Departments of Land and Natural Resources (DLNR) Tag für Tag über die Inseln. „360° Geo Reportage“ hat sich an die Fersen der Naturschutzpolizisten geheftet. Das Department of Land and Natural Resources (DLNR) besteht aus insgesamt zwölf Abteilungen, die sich mit verschiedenen Bereichen des Ressourcenschutzes auf der Inselgruppe Hawaii beschäftigen. Randy Awo ist zum Beispiel Leiter der Naturpolizei auf Maui, der zweitgrößten Insel des Hawaii-Archipels. Jeden Tag kontrollieren er und seine Kollegen illegal ausgelegte Fischernetze, die Einhaltung der Fangzeiten und überprüfen Fanglizenzen sowie Jagdausrüstungen der Wildschweinjäger. Ihre Aufgaben reichen vom Schutz der Grünen Hawaiianischen Meeresschildkröte und ihrer Eier bis zum Einsatz gegen illegalen Marihuana-Anbau.

Dienstag, 22. August
National Geographic WILD, 13.40 Uhr
Expedition Wild
Staffel 4, Folge 1 – Monster Wolf
Was steckt hinter den Gerüchten über das ungewöhnliche Verhalten der Wölfe auf Vancouver Island? Casey Anderson durchstreift Kanadas wilde Westküste auf der Suche nach Hinweisen. Er beginnt seine Reise im malerischen Küstenort Tofino. Hier hatten die Menschen schon immer Probleme mit Wölfen: Sie töten Haustiere, verhalten sich aggressiv, zeigen immer weniger Scheu vor Menschen und machen sogar in der Stadt Jagd auf Beutetiere. Ein Gerücht besagt, dass es sich in Tofino nicht um gewöhnliche Wölfe handele. Vielmehr sei es eine Art „Monster-Wölfe“. Casey fragt sich, ob es sich überhaupt um Wölfe handelt. Um Licht ins Dunkel zu bringen, reist er Richtung Norden, tief hinein nach British Columbia, zum abgeschiedenen Great Bear Rainforest. In dieser Wildnis verfolgt und beobachtet er die so genannten fischenden Wölfe, die vielleicht wildeste und genetisch ursprünglichste Wolfsart der Welt. Zum Abschluss findet er in einem Wolfsreservat in New Mexiko Hinweise zur Beantwortung seiner Fragen. Als er endlich Klarheit hat, fährt er zurück nach Tofino, um ein für allemal zu beantworten, ob es sich bei den Tofino-Wölfen um Wölfe, Monster oder vielleicht eine Mischung aus beiden handelt.

Mittwoch, 23. August
GEO Television, 6.00 Uhr
GEO-Reportage
Laetitia, allein unter Wölfen
Die Forscherin Laetitia Becker ist seit ihrer Kindheit von Wölfen fasziniert. Mitten in der russischen Taiga will die Verhaltensbiologin verwaiste Wolfsjungen aufziehen, um sie später wieder in die Freiheit zu entlassen. Sie lebt in einem winzigen Holzhaus, ohne fließendes Wasser und ohne Telefon und widmet ihr Leben dem Erhalt der Tiere. Die junge Straßburger Forscherin Laetitia Becker ist seit ihrer Kindheit von Wölfen fasziniert. Mitten in der russischen Taiga will die Verhaltensbiologin verwaiste Wolfsjungen aufziehen, um sie später wieder in die Freiheit zu entlassen. Laetitia lebt in einem winzigen Holzhaus, ohne fließendes Wasser und ohne Telefon. Sie widmet ihr Leben der Erforschung und dem Erhalt der Tiere, die in Russland offiziell geschossen werden dürfen. Zum einen, weil sie als Raubtiere gelten, zum anderen, weil Russlands florierende Pelzindustrie ständig Nachschub braucht. 360°- GEO Reportage will der ungewöhnlichen Frau bei ihrer Arbeit mit den Wölfen über die Schultern schauen.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Im Herzen des Balkans – Auf der Suche nach dem Luchs
Fünf große Kastenfallen haben Gjorge Ivanov und seine Kollegen bereits im Mavrovo-Nationalpark aufgestellt, ohne dass sie fündig wurden. Erst die Sechste verhilft den mazedonischen Biologen endlich zu einem Balkanluchs. Sie nennen ihn Marko und legen ihm ein Halsband mit einem Satelliten-Sender an. Damit erhoffen sie sich Aufschluss über Wanderrouten und Gewohnheiten der größten, aber auch seltensten Katze Europas. Nicht mehr als 100 Balkanluchse gibt es vermutlich nur noch, die meisten von ihnen in den Wäldern Mazedoniens. Im Mavrovo-Nationalpark nahe der Grenze zu Albanien betreiben die mazedonischen Wissenschaftler nun Feldforschung – unterstützt von der deutschen Stiftung EuroNatur und KORA aus der Schweiz. Eine Weile lässt der Sender Markos Streifzüge nachvollziehen. Doch dann reißen die GPS-Meldungen plötzlich ab. Gjorge gelingt es schließlich, ihn zu finden – und dem Kameramann die allererste Filmaufnahme von einem freilebenden Balkanluchs.

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Die Hyänen vom Mara Fluß
Tag und Nacht folgen die US-amerikanischen Biologinnen Chantal und Karen dem Talek Clan, dem größten Hyänenrudel in der kenianischen Masai Mara. Dabei entdecken sie Verblüffendes: Unter Tüpfelhyänen besetzen die Weibchen die oberen Ränge. Die Männchen leben in Demut und kuschen selbst noch vor dem rangniedersten Weibchen. Bereits seit vielen Jahren beobachten Wissenschaftler im Auftrag der Michigan State University die Hyänenclans der Masai Mara. Die Forscher fanden heraus, dass ranghohe Weibchen einen höheren Spiegel am männlichen Geschlechtshormon Testosteron im Blut haben als ihre männlichen Artgenossen. Ihre Geschlechtsorgane wachsen zu einem penisartigen Gebilde aus, sodass sie äußerlich kaum von den Männchen zu unterscheiden sind. Je höher der Rang der Mutter, desto höher die Stellung des Kindes. Einem Jungtier von hoher Abstammung wird stets der Vorrang beim Fressen gewährt. Selbst deutlich ältere Tiere haben zu warten. Wenn alljährlich im Sommer über zwei Millionen Gnus und Zebras aus der Serengeti in die Masai Mara wandern, beginnt für die Hyänen die Zeit des Überflusses. Dann zeigt sich, dass Hyänen ganz anders sind als ihr Ruf: Statt hinterlistig Löwen die Beute zu stehlen, erweisen sich Hyänen als erfolgreiche Jäger, an deren Beute sich umgekehrt der „König der Tiere“ nur allzu gern bedient. Bei der Jagd arbeiten die Mitglieder des Hyänenclans perfekt zusammen. Der Film räumt auf mit dem Bild der „blutrünstigen, feigen“ Hyäne. Er zeigt vielmehr kühne Jäger mit einem faszinierenden Sozialverhalten in vielen Facetten.

Donnerstag, 24. August
n-tv, 20.15 Uhr
Vom Jäger zum Gejagten: Tierische Missgeschicke
Im Tierreich gilt das Prinzip des Stärkeren. Die Jäger sind ausgestattet mit enormer Kraft, Stärke und einem beeindruckenden Gebiss. Sie sind perfekt angepasst für die Jagd. Die Beute hat aber auch einen entscheidenden Vorteil: Sie ist perfekt darauf angepasst zu entkommen. Die n-tv Dokumentation zeigt, wie die vermeintlich Schwächeren die Stärkeren austricksen.

Freitag, 25. August
ARD-alpha, 15.00 Uhr
Planet Wissen
Studiogäste: Prof. Kurt Kotrschal, Buchautor, Verhaltensbiologe und Gründer des Wolfsforschungszentrums Ernst Brunn bei Wien. Dort erforscht er das Verhalten von Wölfen und Hunde. Sie lehren ihn, wie die Kommunikation mit Menschen funktionieren kann. Dr. Friederike Range, „Clever Dog Lab“ – Universität Wien. Die Verhaltensbiologin versucht herauszufinden, wie intelligent Hunde sind, wie sie die Welt wahrnehmen und sich im Umgang mit uns Menschen verhalten.

Samstag, 26. August
Bayerisches Fernsehen, 6.00 Uhr
Ökodetektive – Wie bekämpft man Umweltkriminalität
Luchs, Wolf, Bär und Greifvögel sind in Europa streng geschützte Arten. Nachdem sie noch bis vor 50 Jahren legal gejagt und verfolgt werden durften, waren sie in manchen Ländern fast ausgerottet. Jetzt bemühen sich Staat und Naturschützer mit kostspieligen Programmen um ihre Wiederansiedlung und den Aufbau neuer Populationen. Doch vielerorts werden diese Tiere weiter gejagt und ermordet, trotz drohender Gefängnisstrafe für die Täter. Die Polizei ist machtlos. Deswegen ermitteln Naturschutzverbände auf oft eigene Faust. Das TV-Team begibt sich auf die Pirsch und ermittelt zusammen mit einem Ökodetektiv.

hr fernsehen, 20.15 Uhr
Waschbären – Einwanderer aus Wildwest
Einst hat man Waschbären nach Deutschland geholt, weil man sie brauchte. Heute wäre so mancher die Tiere gerne wieder los. Schauergeschichten kursieren. Angeblich fressen sie alles und jeden. Ein Stück weit stimmt das auch. Waschbären sind Allesfresser. Dennoch gehören die meisten Geschichten über ihre Fressgier ins Reich der Legenden, so etwa die Anekdote eines Jägers, der gesehen haben wollte, wie sich ein Rudel Waschbären auf ein Reh stürzte, um es zu erlegen. Die Wissenschaft hat das Jägerlatein längst widerlegt. Doch die Gerüchte halten sich hartnäckig. Etwa eine halbe Million Waschbären leben heute in Deutschland. Selbst in Großstädten wie Kassel treiben sie ihr Unwesen. Angefangen hat alles mit Pelztierfarmen in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Weil die Qualität der Felle aus Gefangenschaft deutlich schlechter war, als die von Tieren in freier Wildbahn, beschloss man, zwei trächtige Pärchen auszuwildern. Die Waschbären fanden ideale Bedingungen vor und vermehrten sich fleißig, erst recht, als kaum noch einer auf sie schoss, weil niemand mehr an Waschbärpelzen interessiert war. Plötzlich machten sich die Jäger Sorgen um all die anderen Tiere, die der Waschbär nun mutmaßlich auffraß. Stimmen wurden laut, die forderten, den Waschbären in Deutschland auszurotten. Sie sind bis heute nicht verstummt. Umfangreiche Untersuchungen darüber, welchen Einfluss Waschbären auf die heimische Tierwelt haben, ließen lange auf sich warten. Die Biologen Frank Uwe Michler und Berit Köhnemann begannen ab 2006 Licht in das Dunkel zu bringen, mit überraschenden und größtenteils beruhigenden Ergebnissen. Die Doku-Fiktion „Waschbären – Einwanderer aus Wildwest“ zeigt die Geschichte der Waschbären in Deutschland, Ausschnitte aus ihrem Leben in Wäldern und Städten und die Arbeit der Wissenschaftler.

Sonntag, 27. August
rbb Fernsehen, 19.00 Uhr
Wilde Berliner (3/4)
Von flinken Mauerseglern und zahmen
Berlin ist nicht nur voller Menschen und Autos, die Hauptstadt kann auch mit einer außergewöhnlich großen, tierischen Artenvielfalt aufwarten – mehr als 50 Säugetier- und rund 180 Vogelarten hat die Hauptstadt zu bieten. Dank ausgedehnter Grünflächen und vielen Gewässern finden immer mehr tierische Bewohner den Weg in die Stadt. Immer öfter kommt es zu spannenden Begegnungen mit Wildtieren. Wie jedes Jahr zum Sommeranfang ist Klaus Roggel (70) aus Wilmersdorf nervös. Bald kommen seine Mauersegler von ihrer langen Reise zurück. Der Architekt hat für seine Lieblingstiere eigene Brutkästen entworfen. Als ambitionierter Amateurfotograf versucht der Wilmersdorfer, die flinken Gesellen wirkungsvoll ins Bild zu setzen. Gisela Polz (65) bekommt einen Frischling aus Bayern. Die erste Zeit wird er in ihrer Nähe bleiben und dann später zu den ausgewachsenen Wildschweinen kommen. Gisela Polz nutzt diese für die Hundeausbildung, die sie für Jagdhunde anbietet. Adrian Bothe (18) ist Biologiestudent und Hobby-Tierfilmer. Wenn seine Kommilitonen Feierabend haben, geht Adrian zum Tegeler Fließ. Hier treibt sich oft ein ausgewachsener Eber rum. Nun fehlen Adrian noch perfekte Aufnahmen für seinen geplanten Tierfilm. Doch dieses Wildtier vor die Linse zu bekommen, klappt nicht immer wie geplant. Erika Mayr (41) – Stadtimkerin aus Berlin – macht in diesem Jahr ein Geschmacks-Experiment: einige ihrer Bienenvölker stellt sie in der Uckermark auf. Wie wird sich der Uckermark-Honig geschmacklich vom Stadthonig unterscheiden?

Phoenix, 21.45 Uhr
Die Bärenretter von British Columbia
Warum Kanadas Tierschützer Jagdrechte kaufen
Brian Falconer ist das Gesicht der Stiftung Raincoast. Er begibt sich im Great Bear Rainforest in British Columbia auf eine ganz besondere Grizzlyjagd. Sie dient einzig und allein dem Zweck, die von der Regierung zur Jagd freigegeben Tiere nicht zu töten. Die Stiftung Raincoast kauft nach und nach die Jagdrechte auf, um so den Bestand der mächtigen Raubtiere zu schützen. Die Stiftung arbeitet eng mit den Völkern zusammen, die seit Jahrtausenden an Kanadas Westküste siedeln. Die First Nations haben sich zusammengeschlossen und bekämpfen mit friedlichen Mitteln die Großwildjäger, die mit gekauften Jagdlizenzen in ihr angestammtes Land eindringen.

Phoenix, 22.30 Uhr
Volle Kraft für vier Pfoten
Mit Hunderettern durch Amerika
Greg Mahle hat eine Mission: Er rettet Hunde. Ein lustig verknautschter Optimist, der ausgestoßene und verwahrloste Hunde aus den Todeszellen der Tierheime in Amerikas Südstaaten rettet. Unterstützt von lokalen Tierschützern fährt er mit seinem alten Truck jeden Monat zigtausende Meilen, um den Tieren ein glückliches Zuhause zu suchen. Seine Route: immer von Süd nach Nord – denn ein Hundeleben zählt nicht viel in Texas, Alabama oder Louisiana im tiefen Süden der USA. Tierliebe hat hier wenig Tradition. Wer hier lebt, hat andere Sorgen: keine Arbeit, keine Bildung, keine Perspektive.

TV-Programm 28.08. - 03.09.2017

Montag, 28. August
NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Sambia
Im wilden Herzen Afrikas
Sambia im Herzen Afrikas. Durch ursprüngliche Savannen und Ebenholzwälder fließt der Luangwa-Fluss. Er ist der Lebensquell für eine Vielzahl von Lebewesen, hier spielen sich kleine und große Dramen der afrikanischen Tierwelt ab. Majestätisch schreiten Giraffen zum Trinken ans Ufer, Flusspferde liefern sich erbitterte Kämpfe, und eine Elefantenfamilie kümmert sich liebevoll um ihr jüngstes Mitglied. Hier treffen auch Könige zweier Reiche aufeinander: Löwen und Krokodile streiten um erlegte Beute. Eine Horde Steppenpaviane versucht, sich mit Witz und Geschicklichkeit aus der Schusslinie der großen Raubtiere zu bringen. Angeführt wird sie von einem kräftigen Männchen, ein wahrer Macho, der eine ganze Reihe von Weibchen mit ihren Jungen unter sich hat. Allerdings machen ihm aufmüpfige Rivalen das Leben schwer. Sie drängen sich ins Rampenlicht, fordern ihn heraus, wann immer und wo immer sie können. Doch der alte Kämpfer weist sie wieder und wieder selbstbewusst in ihre Schranken. Die weiblichen Paviane verbringen die meiste Zeit mit der Nahrungssuche und kümmern sich um ihren Nachwuchs. Zwei Junge fallen besonders auf, es sind die Sprösslinge des Alphamännchens: der eine mit dunklem Fell, der andere mit weißem, eine seltene Mutation. Unzertrennlich tollen die beiden entlang des Flusses, stets unter den Augen der hungrigen Jäger. Mit fortschreitender Trockenzeit sinkt der Wasserstand des Luangwa und die letzten Wasserstellen schrumpfen mit jedem Tag. Der Gang zur Tränke wird für die Tiere immer gefährlicher, denn der Tod lauert überall.

NDR Fernsehen, 15.00 Uhr
die nordstory – Borstenviecher
Vom Glück, Schwein zu haben
Im Wisentgehege in Springe bekommen die Wildschweine im Frühjahr ihre Frischlinge. Tierpflegerin Katharina Renziehausen-Philipps hat ein besonderes Verhältnis zu den „jungen Wilden“: Auf dem elterlichen Hof in Salzhemmendorf beherbergt ihre Familie seit Jahren zahme Wildschweine. Bache Willi und ihre Stallgenossen kamen als Flaschenkinder auf den Hof, weil sie ihre Mutter verloren hatten.

Dienstag, 29. August
3sat, 14.50 Uhr
Andreas Kieling – Mitten in Südafrika (1/5)
Tierfilmer Andreas Kieling macht sich auf den Weg, eine der schönsten Regionen der Erde zu erkunden: Südafrika, ein Land voller Naturwunder, magischer Landschaften und mit üppiger Tierwelt. Kielings Route führt in fünf Etappen entlang der 3000 Kilometer langen Küste, die er immer wieder mit Ausflügen ins Hinterland unterbricht. Die Reise beginnt an der Westküste, an der Grenze zu Namibia. Durch den typischen roten Sand schlängelt sich der Gariep, Südafrikas längster Fluss, dem Andreas ein Stück weit folgt, bis er an der Mündung auf das Grenzstädtchen Alexander Bay trifft. Von dort geht es weiter in Richtung Süden, wo die milde Wärme der Kapregion die Hitze der Wüste ablöst. Auf seinem Weg entdeckt Andreas Kieling beschauliche Siedlungen, die noch immer vom Diamantenrausch der Vergangenheit zeugen. Er erlebt die Hitze und Einsamkeit des Landesinnern, begegnet Antilopen, Springböcken und Straußen. Im Landesinnern herrschen extreme Bedingungen. Das Thermometer überschreitet regelmäßig die 50-Grad-Marke. Am Ozean ist es im Gegensatz dazu frisch. Im kühlen Morgennebel begegnet Kieling den Diamantentauchern von Port Nolloth.

3sat, 15.35 Uhr
Andreas Kieling – Mitten in Südafrika (2/5)
Das Aufeinandertreffen verschiedener Meeresströmungen am südlichsten Punkt Afrikas führt zu hohem Wellengang. Die Gewässer um Kap Agulhas gelten als äußerst gefährlich. Der Kontinentalschelf vor dem Kap erstreckt sich über 250 Kilometer seewärts – die Gewässer zählen zu den fischreichsten der südafrikanischen Küste. Kalte und nährstoffreiche Wasserströmungen von der Antarktis versorgen das Meer und prägen das Klima. Besonders interessant ist die flache Ebene an der Spitze des Tafelbergs, die viele außergewöhnliche Pflanzen beheimatet. Die Einheimischen sammeln sie als Heilkräuter. Beim Erkunden des Berges ist Andreas Kieling nicht allein: Auf den Felsen des Tafelbergs leben Paviane. In größeren Trupps patrouillieren sie an den Hängen. Manchmal stehlen sie Wanderern ihr Mittagessen.

3sat, 16.15 Uhr
Andreas Kieling – Mitten in Südafrika (3/5)
Andreas Kieling hat schon mehr als 2000 Kilometer Strecke hinter sich gebracht. Auf der dritten Etappe bei der Stadt George beginnt die Küste erstmals steil anzusteigen. Auch das Wetter hat sich verändert: Es ist angenehm warm – ein Anzeichen, dass er den Indischen Ozean erreicht hat. Nach Cape Agulhas wird das Meer von der warmen Agulhas-Strömung geprägt. In der höher gelegenen Küstenregion führt das zu mehr Niederschlag. Bevor sich Andreas dort näher umsieht, besucht er zunächst Plettenberg, wo in der hohen Steilküste versteckte Höhlen liegen. Für Jahrtausende waren sie Heimat von Menschen. In der Nelson Cave fanden Archäologen Überreste einer menschlichen Behausung, die über 120 000 Jahre alt ist. Auf der weiteren Reise wird der Weg immer wieder von tiefen Schluchten unterbrochen. Einige sind viele Hunderte Meter tief und werden heute mithilfe von modernen Brückenkonstruktionen überwunden. Eine davon – die Bloukrans Brücke – ist ein Ziel für all die, die einen ganz besonderen Kick suchen: Über 200 Meter kann man sich von der Brücke in die Tiefe stürzen – eine Herausforderung, die Andreas kaum auslassen kann. Erholen kann er sich davon in den verträumten Wäldern Tsitsikamas. Dort gibt es Bäume, die schon seit fast 1000 Jahren auf dem steinigen Untergrund verwurzelt sind und dem Wald einen ganz besonderen Charakter geben. Am Storm River Mouth trifft Andreas Kieling Verwandte der Afrikanischen Elefanten: Klippschliefer, die allerdings nur so groß wie Kaninchen sind. Ihre großen Artverwandten sieht Kieling im Addo National Park. Schließlich macht er in dem Wildreservat Shamwari Station, wo er spannende Begegnungen mit Nashörnern und Leoparden hat.

3sat, 17.45 Uhr
Andreas Kieling – Mitten in Südafrika (5/5)
Andreas Kielings Reise durch Südafrika führt schließlich in den Busch – ins „echte“ Afrika. Im Krüger Nationalpark, dem Wahrzeichen Südafrikas, begibt er sich auf die Fährte der „Big Five“. Löwen, Leoparden, Nashörner, Elefanten und Büffel waren einst die wichtigsten Trophäen der Großwildjäger. Farmbesitzer und Abenteurer Andreas Lieberberg zeigt Kieling, wie man zum Schutz vor Löwen und Leoparden die richtigen Sicherheitsvorkehrungen trifft. Er weiß auch, wie man sich in der afrikanischen Wildnis von Beeren und Früchten ernähren kann, welche Pflanzen medizinische Wirkungen haben und wie die alten Buschmänner traditionell Feuer gemacht haben. Außerdem trifft Andreas Kieling den Reptilien- und Spinnenexperten George. Gemeinsam gehen die beiden auf die Suche nach Puffottern, Vogelspinnen und der sagenumwobenen schwarzen Mamba.

Mittwoch, 30. August
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Raubtiere vor der Haustür – Harzluchse und Heidewölfe
Der Journalist Tim Berendonk wird auf das Thema von rückkehrenden Raubtieren aufmerksam, als 2012 das erste Wolfspaar in Niedersachsen Nachwuchs bekommt. Es ist das am westlichsten zwischen Hamburg und Hannover lebende Wolfsrudel, das keine zehn Kilometer von der A7 entfernt in der Heide jagt. Zusammen mit der Umweltwissenschaftlerin Ulrike Müller recherchiert Tim Berendonk in Deutschland und in Ländern, in denen diese Tiere nie ganz ausgerottet wurden. Die beiden reisen durch Finnland und wollen erfahren, wie dort Landbevölkerung, Rentierzüchter und Jäger mit Wölfen, Luchsen und Bären klarkommen, und wie die großen Raubtiere zunehmend zum Touristenmagneten werden. Ganz anders ist die Situation in Deutschland und Mitteleuropa. Vor 150 bis 200 Jahren sind Wolf, Luchs und Bär vom Menschen ausgerottet worden. Nun kehren sie zurück, nachdem ihr Schutz in der EU gesetzlich verankert worden ist. Sie dringen immer weiter vor, vor allem in den ländlichen Raum. Dort sind die Tiere wie Wolf, Luchs und Bär nicht immer willkommen, etwa wenn sie Schafe auf den Weiden töten. Eine Vielzahl der Hobbyjäger sieht in Wolf, Luchs und Bär eine Konkurrenz bei der Jagd auf heimisches Wild. Dieser Film mit faszinierenden Naturaufnahmen macht die Rückkehr der Raubtiere zu einem Erlebnis und gibt Antworten auf die Frage, wie es sich mit Wölfen, Luchsen und vielleicht auch bald wieder Bären leben lässt.

3sat, 13.20 Uhr
Im Zauber der Wildnis
Die Krone Nordamerikas: Der Waterton Glacier Friedenspark
An der Grenze zwischen den USA und Kanada vereint ein großes Projekt ganz unterschiedliche Akteure: Sie wollen einen Nationalpark vergrößern, um ihn zu retten. Der Waterton-Glacier-Friedenspark ist eine einzigartige Naturregion. Große Teile des fast 5000 Quadratkilometer umfassenden Schutzgebietes sind unberührt von menschlichen Eingriffen. Seit dem Jahr 1492, das als Referenzpunkt für europäische Einflüsse in Amerika gilt, ist hier fast keine Tier- oder Pflanzenart ausgestorben. Das gesamte Areal ist so artenreich wie kaum eine andere Wildnis auf der Erde: Insgesamt leben hier über 70 Säugetier- und rund 250 Vogelarten; nachgewiesen sind fast 1200 Pflanzenarten. Die Dokumentation über die Zukunft der Nationalparks führt hinein in diese einzigartige Welt und begleitet eine Expedition in das Gebiet, in dem noch nie zuvor ein Kamerateam filmen durfte. Der Park, seit 1932 ein Zusammenschluss des kanadischen Waterton-Lakes-Nationalparks und des US-amerikanischen Glacier-Nationalparks, ist der erste „Friedenspark“ der Welt. Doch die Einzigartigkeit des grenzübergreifenden Ökosystems ist in Gefahr. Im Nordwesten ragt ein großer Keil ungeschütztes Gebiet mitten hinein in den Park. Einer der wichtigsten kanadischen Highways führt durch die Region, es wird massiv Holz eingeschlagen – und es darf gejagt werden. Die Jäger-Lobby ist mächtig. Der wichtigste Wildtier-Korridor Nordamerikas ist hier brutal zerschnitten. Der Nationalpark könnte ohne die Verbindung zu nördlicheren Schutzgebieten wie dem Banff-Nationalpark zu einer Insel werden – das langsame Aussterben und das Ende einer der bedeutendsten Naturräume des Planeten wäre damit programmiert. Aktivisten, Wissenschaftler und Naturliebhaber haben dieser Bedrohung den Kampf angesagt. Für sie gibt es nur eine Lösung: Der Park muss vergrößert werden. Die Dokumentation begleitet diese Enthusiasten durch ein wichtiges Jahr. Geologe Richard Hauer macht sich Sorgen um den Flathead River, die Lebensader des Nationalparks. Die Kiesbett-Flussauen des sich wild schlängelnden Flusses bieten Raum für die größte Artenvielfalt der gesamten Region. Doch das Quell- und Einzugsgebiet des Flusses liegt außerhalb des Parks, im bisher ungeschützten Bereich. Mit seinem Observationsflugzeug ist Richard Hauer drohenden Gefahren permanent auf der Spur. Naturschutz-Aktivist Harvey Locke ist die treibende Kraft bei der Vergrößerung des Parks. Um die politischen Entscheider von der Notwendigkeit der Erweiterung zu überzeugen, unternimmt er Expeditionen mitten hinein in die Wildnis des „fehlenden Tortenstückes“, in ein Gebiet, in dem noch nie ein Kamerateam war. Biologin Mirjam Barrueto aus der Schweiz steckt ihre ganze Forschungskraft in das Projekt. Mit einer innovativen Datensammlung wollen sie und ihr Team feststellen, ob und wie viele Vielfraße in dem ungeschützten Gebiet leben. Der Nachweis der scheuen Tiere wäre ein weiteres Argument für die Vergrößerung des Parks. „Krone des Kontinents“ wird die Region genannt – die schneebedeckten Gipfel des Waterton-Glacier-Friedensparks ragen wie Zacken einer Krone spektakulär empor. Eine Region, die Sehnsüchte weckt – auch für Deutsche. Oliver Meister kam vor 25 Jahren während einer Wanderung zufällig in dieses Gebiet – und konnte sich nicht mehr losreißen. Er wurde Ranger im Park und betreibt ein uriges Hostel mitten in der Wildnis. Kim Pearson, die Wildtierbiologin des kanadischen Park-Teils, hat schon in vielen Naturschutzgebieten gearbeitet – aber so vielseitig und anspruchsvoll wie hier war es noch nirgendwo. Kim ist verantwortlich für eine kleine Herde Bisons, die im Park lebt. Sie und ihr Team haben eine mutige Vision: Irgendwann sollen die Tiere wieder wild und grenzenlos in den Ebenen entlang der Rocky Mountains und im Nationalpark zwischen den USA und Kanada umherstreifen. Die Blackfeet-Indianer, deren Siedlungsgebiet im Osten des Nationalparks liegt, haben aus diesem Grund sogar eine stammesübergreifende Büffel-Initiative gegründet. Sie versuchen, ihre eigene Herde Jahr für Jahr zu vergrößern. Mit Erfolg: Derzeit haben sie 600 Tiere. Wenn die Größe auf einige Tausend angewachsen ist, dann wollen sie den Versuch wagen, die Bisons auszuwildern – dann wäre das Ökosystem rund um den Waterton-Glacier-Friedenspark wieder so intakt wie vor 1492.

3sat, 14.05 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Yellowstone
Ein Film-Team reiste für ein Jahr in den legendären Yellowstone-Nationalpark. Hinter den Kulissen begleitete es Ranger, Forscher und junge Leute, die das Abenteuer suchen. Eine brodelnde Magmakammer unter der Erde, ein fantastischer Tierreichtum – was sind heute die Herausforderungen für diesen ältesten Nationalpark der Erde? Die Dokumentation fragt nach der Zukunft der großen Nationalparks. Der Yellowstone-Nationalpark ist der berühmteste und, bereits 1872 gegründet, auch der älteste Nationalpark der Welt. Die UNESCO erklärte ihn zum Weltnaturerbe, weil er eine einzigartige Tierwelt schützt: Wolfsrudel, Bisons, Elche, Grizzly-Bären, Kojoten, Steinadler und viele andere wilde Parkbewohner. Unvergleichlich ist die Vulkan-Landschaft mit Geysiren, Fumarolen, Schlammtöpfen und mehr als der Hälfte aller heißen Quellen der Erde. Nur fünf Kilometer unter der Erdoberfläche brodelt eine gigantische Magmakammer, die an der Oberfläche Farbspektakel und bizarre Landschaftsformationen erschafft. Irgendwann wird der Vulkan wieder ausbrechen, sagt der Geologe Kenneth Sims, der das Kamera-Team mitnimmt, wenn er mithilfe moderner Technik den Gesteinstrumm untersucht, dessen bis zu 1600 Grad Celsius heiße Masse aus der Tiefe aufsteigt. Der Yellowstone-Nationalpark ist internationaler Vorreiter für die Idee der Nationalparks und Antrieb für Menschen, die ihr Leben dem Schutz der Natur widmen – ein wichtiges Ziel angesichts von mittlerweile fast 7,3 Milliarden Weltbevölkerung. Hier begann auch eine ehrgeizige Vision: Die „Yellowstone to Yukon Conservati Initiative“ will Ökosysteme in Nordamerika großflächig verbinden, so dass Wildtiere weit in den Norden wandern und ihre Wege dem veränderten Klima der Erde anpassen können. Wir treffen Karsten Heuer und Harvey Locke, die Initiatoren der Y2Y-Initiative. Allerdings erlebt der Park selbst bereits an den eigenen Grenzen Konflikte. Viele Tiere verlassen das Schutzgebiet – auch die Wölfe, die erst 1995 wieder angesiedelt wurden. Die scheuen Raubtiere werden immer wieder gejagt, von Trophäenjägern und von Farmern, die um ihren Viehbestand fürchten. Auch die Bisons sorgen immer wieder für Streit. Heute leben im Yellowstone-Nationalpark über 4000 Tiere. Herden suchen neue Lebensräume und drängen gerade im Winter in tiefer gelegene Gebiete außerhalb des Parks, wo sich leichter Nahrung findet lässt. So wurden in den vergangenen Jahren wieder massenhaft Bisons abgeschossen, obwohl die Tiere eigentlich geschützt sind. Ein neues Projekt zu ihrer Rettung zieht junge Leute aus aller Welt in den Yellowstone-Park. Auch Andreas Hofer, 21, gelernter Elektriker aus Kitzbühel, gab zuhause alles auf, um sich mit den Bison-Schützern eine Holzhütte zu teilen und in der nordamerikanischen Wildnis zu leben. Die Dokumentation macht die Faszination des Yellowstone-Nationalparks im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben.

Donnerstag, 31. August
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Rumänien – Land der Bären und Wölfe
Im Südosten Europas liegt ein Naturjuwel, das seinesgleichen sucht: Rumänien. Durch seine unzugänglichen Wälder streifen noch Bären und Wölfe, in seinen abgelegenen Dörfern leben die Menschen bis heute im Einklang mit der Natur – vieles erscheint wie aus längst vergangenen Zeiten. Siebenbürgen liegt im Zentrum Rumäniens: Seit etwa 800 Jahren sind hier die Siebenbürger Sachsen zu Hause. Die von Rhein und Mosel stammenden Siebenbürger Sachsen wirtschaften noch heute nach bewährter Tradition, viele sind Selbstversorger: Die meiste Feldarbeit wird von Hand erledigt, Pferde- und Ochsengespanne helfen dabei. Die Karpaten umgeben Siebenbürgen – über 2.000 Meter ragen die mächtigen Gebirgszüge empor. Wenn im Sommer große Schafherden auf den saftigen Bergwiesen weiden, droht ihnen Gefahr durch hungrige Bären. Große Schutzhunde begleiten daher die Schafe und ihre Hirten. Abseits der Alm tummeln sich Murmeltiere – während des kurzen Sommers im Hochgebirge sind sie vor allem damit beschäftigt, sich so viel Speck wie möglich für den nächsten Winterschlaf anzufressen. Rumänien ist ein Land der Kontraste: Lange Sandstrände, Felsklippen und mediterranes Klima prägen die Küste zum Schwarzen Meer. Gut geschützt an steilen Ufern nisten Zehntausende Uferschwalben – in mühsamer Feinarbeit graben sie ihre ein Meter langen Bruthöhlen in die Wand. Wo die Donau ins Schwarze Meer mündet, tut sich ein weiteres Naturparadies auf: das Donaudelta. Im größten Schilfgebiet der Erde finden viele seltene Vögel Schutz und Lebensraum. Nur hier leben noch große Kolonien von Pelikanen. Wenn in Siebenbürgen der Sommer zu Ende geht, werden die süßen Trauben geerntet. Die Weinlese ist der Höhepunkt im Erntejahr.

NDR Fernsehen, 21.00 Uhr
Planet Deutschland
Unsere Heimat auf Zeitreise – 300 Millionen Jahre Erdgeschichte – Das Ende der Wildnis In dieser Folge beginnt das Zeitalter des Menschen. Dem Homo heidelbergensis vor 600.000 Jahren folgte der Neandertaler. Heute weiß man: Er war handwerklich geschickt, konnte gerben und trug Kleidung aus Häuten und Fellen. Der Neandertaler war ein „Kind der Eiszeit“. Mit kräftiger Gestalt und in kleinen Gruppen organisiert, trotzte er Tausende Jahrhunderte lang dem Wechsel von Kalt- und Warmphasen. Dann hatte ein vorerst letztes Mal eine Kältephase der Eiszeit das Land im Griff. Sie war die Zeit der großen Weidetiere: Mammuts, Moschusochsen und Rentiere durchwanderten die Weiten. Ein ideales Revier für den Homo sapiens. Für ihn als Jäger und Sammler bestimmte der Zug der Herden das Leben.

Freitag, 1. September
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Magisches Siebengebirge
Das Siebengebirge bietet eine erstaunliche Vielfalt von einheimischen und exotischen Pflanzen und Tieren Zuflucht. Das nördliche Mittelrheingebiet gilt als Hotspot der Artenvielfalt in Mitteleuropa. In den „Sieben Bergen“ verstecken sich u. a. Kauz und Kröte, Salamander und Schlange, Fledermaus und Feldhase, Rabe und Rothirsch.

arte, 16.55 Uhr
Artenschutz vor der Haustür
Heimische Tiere zu schützen ist gar nicht so einfach. Denn meistens ist es der ungestörte Lebensraum, der ihnen durch Bauvorhaben oder Landwirtschaft genommen wird. So gilt jede sechste Säugetierart in Europa als bedroht. Die beiden ARTE-Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner erfahren im Tiergarten Nürnberg, dass sich auch Zoos für die heimischen Tiere einsetzen, und sie lernen verschieden Ansätze kennen, mit denen sie dies tun. Einerseits mit Zuchtprogrammen, in denen bedrohte Arten wie Steinbock oder Bartgeier in Gefangenschaft gezüchtet und anschließend ausgewildert werden; andererseits stellt der Tiergarten selbst für viele Arten bereits einen perfekten Lebensraum dar.

Samstag, 2. September
3sat, 9.55 Uhr
Wiener Wälder – Grüne Juwele
Die Wälder von Wien prägen das Erscheinungsbild der Stadt, sind Lebensader und Zuflucht. Kaum eine andere europäische Hauptstadt besitzt pro Einwohner so viel Wald wie Wien. All diese grünen Juwele stehen unter der Obhut einer beachtlichen Garde von Förstern, Landwirten, Winzern, Berufsjägern und Holzarbeitern, die vor allem im Dienst der Lebensqualität tätig sind.

Animal Planet, 18.00 Uhr
Ein haariges Abenteuer
Inmitten der Wildnis Nordamerikas liegt eines der größten Geheimnisse der Natur: das „Alaska-Dreieck“. Hier soll sich das Revier von Bigfoot und weiteren mysteriösen Kreaturen befinden. Seit über 500 Jahren finden sich Aufzeichnungen von Augenzeugen und ihren beängstigenden Aufeinandertreffen mit diesen Bestien. Diese Berichte spornen erfahrene Trapper zur Erforschung des abgelegenen Gebiets an. Mit neuesten Technologien fahnden engagierte Jäger nach Beweisen für die Existenz dieser Geschöpfe. „Die Monster-Jäger von Alaska“ verfolgt Spuren von Wesen wie dem furchterregenden Saberwolf. Bei der Suche nach der Wahrheit setzen die Trapper der Doku-Serie mehr als einmal ihr Leben aufs Spiel.

Sonntag, 3. September
arte, 13.35 Uhr
Die Tricks der Pflanzen
Tödliche Fallen
Spannend wie ein Thriller gibt die zweiteilige Dokumentation Einblick in eine Welt voller Täuschungen, Fallen und Verlockungen. Im aktuellen Teil der Dokumentation stehen die fleischfressenden Pflanzen, auch Karnivoren genannt, im Mittelpunkt, die ihre Beute mit unterschiedlichen Techniken einfangen.

Animal Planet, 19.30 Uhr
Die Bärenretterin
Im kalifornischen Urlaubsparadies Lake Tahoe herrscht ein regelrechter Krieg zwischen Mensch und Tier. Jährlich steigende Besucherzahlen und das Vordringen der Touristen in unberührte Gegenden reizen die Schwarzbären, die in diesem Gebiet ihre Heimat finden. Gestört in ihrem Revier, kommt es immer häufiger zu Konflikten. Traurige Konsequenz: Zahlreiche Bären verlieren durch Menschenhand ihr Leben. Eine Eskalation droht! Ann Bryant, Expertin für das Verhalten von Bären, ist die letzte Hoffnung für ein friedliches Miteinander. Um weitere Tötungen der Bärenpopulation zu verhindern, schreitet die Tierschützerin furchtlos ein. Zum Schutz der Tiere riskiert sie sogar ihr eigenes Leben.

TV-Programm 04.09. - 10.09.2017

Montag, 4. September
3sat, 20.15 Uhr
Abenteurer der Lüfte (1/4)
Asien und Australien
Die Reihe lässt die Zuschauer die Naturwunder dieser Erde im Flug erleben – gleichsam als Vögel unter Vögeln. Teil eins führt nach Asien und Australien. Den Luftraum bevölkern neben den Zugvögeln auch einheimische Arten. Raubvögel gleiten scheinbar mühelos auf dem Aufwind und überblicken das Treiben am Boden unter ihnen. Aus luftiger Höhe, mit den Augen des Geiers betrachtet, ist der Tiger nicht weniger gefährlich, aber vor allem ein Garant für Nahrung. Er erlegt die Beute, die Geier sind die Nutznießer.

3sat, 21.00 Uhr
Abenteurer der Lüfte (2/4)
Südamerika
Steile Felswände im Hochland der Anden, dichter Urwald in den Niederungen des Amazonas: Südamerika ist ein Kontinent der Extreme. Das hält die „Abenteurer der Lüfte“ aber nicht ab. Im Hochland lebt der Kondor, der König unter den Aasfressern. Den dritten und vierten Teil von „Abenteurer der Lüfte“ zeigt 3sat am Montag, 11. September, ab 20.15 Uhr.

Dienstag, 5. September
3sat, 13.45 Uhr
Täuschen und Tarnen – Über Lebenskünstler der Natur
Das Motto „Täuschen und Tarnen“ als Erfolgsprinzip der Evolution: Die Dokumentation zeichnet am Beispiel einer kleinen Vulkaninsel nach, wie sich Biotope und Populationen entwickeln. Manche Lebewesen sind sehr erfinderisch, um sich in Ökosystemen zu behaupten. So haben sich Tiere im Lauf der Evolution entweder erstaunliche Waffen oder außerordentliche Fähigkeiten im Täuschen und Tarnen angeeignet. Langsam, oft über Jahrtausende und Jahrmillionen – und meist durch Zufall – folgt eine Tierart der anderen. Die besten Zukunftschancen hat, wer sich am schnellsten und am geschicktesten an den Lebensraum anpasst. Denn evolutionäre Entwicklungen haben keinen Plan, sondern ein Ziel – und dieses Ziel heißt Leben und Überleben, für das einzelne Tier sowie für die gesamte Spezies.

Mittwoch, 6. September
3sat, 15.30 Uhr
Waldviertel – Vom Zauber des rauen Landes
Das Waldviertel, eine der ältesten Kultur- und Naturlandschaften Österreichs, besteht aus endlos scheinenden Wäldern, wilden Flüssen, sumpfigen Teichen und Hochmooren. Hier ist eine große Anzahl von Wildtieren zuhause.

3sat, 17.00 Uhr
Wilder Balkan
Tiefe Schluchten, weite Sümpfe, dichte Wälder: der Südosten Europas ist noch ganz ursprünglich. In der Wildnis der „Schwarzen Berge“ in Montenegro sind die letzten Urwälder Europas. In den Karpaten sind auch Bären und Wölfe zuhause.

Donnerstag, 7. September

GEO Television, 15.55 Uhr
Besser geht’s nicht – Tiere und ihr Erfolgsgeheimnis
Die Jäger
Großkatzen und Greifvögel gelten als die absoluten Meister auf ihren Gebieten. Sie jagen mit atemberaubender Schnelligkeit, überwältigender Kraft und erstaunlichem Geschick. „Die Jäger“ zeigt, warum diese Tiere die Könige ihres Reviers repräsentieren.
Jäger, Genies, Opportunisten, Besiedler, Überlebenskünstler und tödliche Killer: In beeindruckenden Bildern entschlüsselt die 6-teilige Doku-Reihe das Erfolgsgeheimnis verschiedener Tier-Typen.
Unsere Erde ist die Heimat unzähliger Lebewesen. Einige von ihnen sind besonders erfolgreich, stärker als andere und extrem anpassungsfähig. Was genau ist ihr Erfolgsrezept? Die Doku-Reihe zeigt auf unvergleichliche Weise, was genau bestimmte Tiere zu etwas ganz Besonderem macht. Zudem liefern neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Verhaltensforschung faszinierende Einblicke in die Wunder der Tierwelt.

Animal Planet, 23.20 Uhr
Charlie und die wilden Bären
Seit mehr als zwanzig Jahren lebt Charlie Vandergaw als Einsiedler in der Wildnis Alaskas. Aber selbst in dieser Abgeschiedenheit ist er nicht so allein, wie man denken könnte: Denn Charlie teilt sich sein Leben und sein Territorium rund um die kleine Hütte mit einer wilden Bärenpopulation.
Über die Jahre konnte der tierliebe Sonderling eine außergewöhnliche – wenn auch umstrittene – Beziehung zu den Bären aufbauen. Doch egal ob neugieriger Schwarzbär oder riesiger Grizzly: Im Umgang mit den wilden Raubtieren ist absolute Vorsicht geboten. Diese Erfahrung muss auch Kameramann Richard Terry machen, der die einzigartige Gelegenheit hat, den „Bärenflüsterer“ hautnah in der Wildnis Alaskas zu begleiten: Er wird Zeuge teilweise gefährlicher Begegnungen zwischen Mensch und Bär und dokumentiert über ein halbes Jahr das ungewöhnliche Leben des Charlie Vandergaw.

Freitag, 8. September
arte, 7.45 Uhr
360° Geo Reportage
Hawaii
Für viele Menschen ist Hawaii das Paradies auf Erden. Die einzigartige Schönheit des Archipels hat einen Grund. Von den 22 Klimazonen, die auf der Erde unterschieden werden, kommen allein auf Hawaii 21 vor. So entwickelte sich auf der Inselkette mitten im Pazifik eine reiche und bezaubernde Naturlandschaft. Doch das Juwel benötigt intensiven Schutz. Dafür streifen die Officer des Departments of Land and Natural Resources (DLNR) Tag für Tag über die Inseln. „360° Geo Reportage“ hat sich an die Fersen der Naturschutzpolizisten geheftet. Das Department of Land and Natural Resources (DLNR) besteht aus insgesamt zwölf Abteilungen, die sich mit verschiedenen Bereichen des Ressourcenschutzes auf der Inselgruppe Hawaii beschäftigen. Randy Awo ist zum Beispiel Leiter der Naturpolizei auf Maui, der zweitgrößten Insel des Hawaii-Archipels. Jeden Tag kontrollieren er und seine Kollegen illegal ausgelegte Fischernetze, die Einhaltung der Fangzeiten und überprüfen Fanglizenzen sowie Jagdausrüstungen der Wildschweinjäger. Ihre Aufgaben reichen vom Schutz der Grünen Hawaiianischen Meeresschildkröte und ihrer Eier bis zum Einsatz gegen illegalen Marihuana-Anbau.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Waschbären – Einwanderer aus Wildwest
Einst hat man Waschbären nach Deutschland geholt, weil man sie brauchte. Heute wäre so mancher die Tiere gerne wieder los, Schauergeschichten kursieren. Was an ihnen wirklich dran ist, zeigt Heiko de Groot in seinem Film „Waschbären – Einwanderer aus Wildwest”.

hr fernsehen, 11.35 Uhr
Wildkatzen kehren zurück
Heimlich, still und leise schleicht sie wieder durch die Wälder. Sie ähnelt einer getigerten Hauskatze, hat aber nur wenig mit ihr gemein: die Wildkatze. Lange galt sie als fast ausgerottet, doch in den vergangenen Jahren kehrte sie nach und nach zurück. Trotzdem bekommt kaum jemand das äußerst scheue Tier je zu Gesicht. Genetiker des Forschungsinstituts Senckenberg sind ihr und ihren Lebensgewohnheiten jetzt aber auf die Schliche gekommen und haben durch Gentests Erstaunliches herausgefunden.

NDR Fernsehen, 15.00 Uhr
die nordstory – Herbst im Norden
Hamburg: Hirschbrunft
Im Zwielicht der Dämmerung geht es los: Dröhnende Brunftschreie der Hirsche zerreißen ab Mitte September die abendliche Stille in Hamburgs zweitgrößtem Naturschutzgebiet, dem Duvenstedter Brook. Die Rothirsche beginnen mit ihren Geweihkämpfen. Ein Kampf, der manchmal tödlich endet. Fast jedes Jahr findet Förster Jan Malskat einen verletzten oder toten Rothirsch in seinem Forstgebiet. Hundertschaften von Besuchern bevölkern im September das Naturidyll. Doch die Tiere sind hochsensibel. Wenn sich die Besucher nicht an die Regeln halten und die freigegebenen Wege verlassen, kann es sein, dass sich das Rotwild wochenlang versteckt. Das Ehepaar Schwesig würde am liebsten auch das Fahrradfahren im Duvenstedter Brook verbieten lassen, weil die schnellen Bewegungen der Menschen die Tiere erschrecken. Seit mehr als 40 Jahren beobachten die beiden die Brunft im Duvenstedter Brook. Wenn die Hirsche und ihr Rudel sich im Dämmerlicht langsam auf die Wiesen wagen, vielleicht sogar bei Vollmond, ist das betagte Ehepaar immer noch verzückt davon. Es gebe nichts Schöneres, sagen sie, ein einzigartiges Naturschauspiel am Rande einer Millionenstadt.

arte, 18.35 Uhr
Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?
Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um das herauszubekommen, legte sich der Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. Mit Hilfe seiner Aufnahmen und einer Vielzahl versteckter, automatisch filmender Videofallen gelang erstmalig ein hautnaher Einblick in das Privatleben bei „Familie Wolf“ im Herzen Deutschlands. Sämtliche Aufnahmen stammen aus der freien Natur. Kein Bild für diese Dokumentation wurde in einem Gehege oder mit zahmen Wölfen gedreht.

N24, 20.05 Uhr
Die Waffen der Tiere – Zähne und Klauen
Scharf, lang und vor allen Dingen tödlich – Reißzähne und Klauen zählen zweifelsohne zu den gefährlichsten und effektivsten Waffen im Tierreich. Ob Wolf, Krokodil oder der König der Tiere: Sie alle sind mit ihrem natürlichen Killerinstinkt dafür prädestiniert, im Kampf um Territorium und Nahrung das Fortbestehen ihrer Art zu sichern. Von Jägern und Gejagten: Die Dokumentation zeigt, wem seine Waffen und Verteidigungsstrategien einen Platz an der Spitze der Nahrungskette verschafft haben.

SWR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expedition in die Heimat
Wilde Tiere, tolle Touren Täler im Pfälzerwald
Sie knattert ganz schön – die alte Zündapp von Jule. Auch Jens Hübschen schnappt sich ein Mofa und begleitet Jule, Mona und Katrin von den „Zündkatzen“ durch deren Lieblingstäler im Pfälzerwald. Die Mädels der ersten weiblichen Mofagang Deutschlands lieben ihre Heimat und knattern am liebsten über Radwege quer durch die Pfalz. Und am Ende jedes Tages und jedes Tales gibt es etwas Überraschendes: eine Wasserbüffelherde, einen großen Biohof, eine Pfälzerwald-Hütte, Rinderbarone im Bornwiesental, Urwald im Quellgebiet der Wieslauter und Luchse in den verzweigten Tälern.

N24, 21.05 Uhr
Die Waffen der Tiere – Im Nahkampf
Geweihe, Hörner und regelrechte Muskelberge sind im Zweikampf gegen Fressfeinde und Artgenossen für Hirsch, Bison oder Känguru hilfreich. Die Wucht ihrer Attacken spricht für sich: Oft reicht ein einziger Hieb oder Kick bereits aus, um den Herausforderer oder Jäger außer Gefecht zu setzen. Jagd, Verteidigung und Angriff: In spektakulären Nahaufnahmen zeigt die Dokumentation, wer Dank seiner ausgeklügelten Techniken im Kampfring der Wildnis garantiert nicht den Kürzeren zieht.

Samstag, 9. September
MDR Fernsehen, 13.15 Uhr
Wildes Deutschland
Die Lausitz
Die Natur im Grenzgebiet von Brandenburg und Sachsen kehrt zurück: Wolfsrudel und Rothirsche durchstreifen heute Truppenübungsplätze. Farbenfrohe Wiedehopfe und Bienenfresser erobern Rekultivierungsflächen. Wenn es Frühling wird, erfüllen seltsame Laute die friedliche Wasserwelt der Teichlausitz. Was klingt, als würde jemand in eine Flasche pusten, sind die kilometerweit hörbaren Balzrufe der Rohrdommel. Zu entdecken ist der äußerst seltene Vogel allerdings kaum: Fühlt er sich beobachtet, reckt er Kopf und Schnabel steil nach oben und bewegt sich wie die Schilfhalme sanft im Wind. Das braun-schwarze Gefieder tut den Rest – die Rohrdommel ist so gut wie unsichtbar. Und nicht nur die Teichlausitz bietet Wildtieren wertvollen Rückzugsraum. Selbst dorthin, wo Tagebau die Landschaft extrem verändert hat, kehren Neusiedler zurück. Rekultivierungsflächen und Truppenübungsplätze sind inzwischen Heimat von Tieren, die hierzulande schon so gut wie verschwunden waren. Schillernde Bienenfresser und Wiedehopfe brüten in der Heide, weil sie da reichlich Insekten finden. Deutschlands „neue“ Wölfe, eingewandert aus Polen, haben auf den Manöverplätzen Fuß gefasst. Im Sommer werden die fischreichen, seit Jahrhunderten zur Karpfenzucht genutzten Teichgebiete zum Kindergarten für Wasservögel: Die Rohrdommeln haben flauschigen Nachwuchs bekommen, Kraniche und Singschwäne machen mit ihren Küken erste Ausflüge. Wo Wasser ist, fühlen sich auch Waschbären und Marderhunde wohl. Beide stammen ursprünglich nicht aus Europa, gehören mittlerweile jedoch als fester Bestandteil zur Tierwelt in der Lausitz.

Sonntag, 10. September
MDR Fernsehen, 9.30 Uhr
Polen entdecken
Der Süden (1/2)
Bartosz Pirga kann wie ein Wolf heulen. Er kennt auch genau die Jagdmethode der Rudel: Sie treiben ihre Beute in eine Schlucht des Bieszczady Nationalparks, kreisen sie dann ein und erlegen sie. Manchmal hat der Wildbiologe Glück und kann sogar filmen, wie sich Bären und scheue Luchse über die Reste der Wolfsbeute hermachen.

arte, 12.10 Uhr
Polen entdecken!
Vom Riesengebirge bis zu den Karpaten
Im Bieszczady-Nationalpark lebt der junge Wildbiologe Bartosz Pirga mitten unter Wölfen, Luchsen und Bären. Nicht die großen Raubtiere sind für ihn gefährlich. Der Mensch sei es, der diese letzte Wildnis durch immer neue Straßen und Grenzzäune zerstöre.

3sat, 14.10 Uhr
Tiermythen (1)
Jäger des Lichts
Überall auf der Welt erzählen sich Naturvölker seit Jahrhunderten Märchen über ihre heimische Tierwelt. Die Reihe stellt diese Märchen vor. Teil eins führt zu den Inuit in Grönland. Der neunjährige Dani lebt in einem kleinen Dorf an der rauen Ostküste des Landes. Der Film begleitet ihn und seine Verwandten auf der Jagd nach Moschusochsen und lässt dabei die alten Märchen des Volkes wieder auferstehen. Dani macht sich gemeinsam mit seinem Vater und seinem Großonkel auf die Reise, um Moschusochsen zu jagen. Die beiden Erwachsenen gehören zu den letzten Jägern in Grönland, die noch wie früher mit Hundeschlitten unterwegs sind. Auch Dani soll die Tradition seiner Vorfahren kennenlernen. Dabei erlebt er atemberaubende Landschaften, am nächtlichen Himmel tanzende Nordlichter – und er erfährt, wie wichtig es ist, die Tiere zu achten und zu respektieren. Eingeflochten in diese faszinierende Reise sind alte Mythen und Märchen der Inuit. Geschichten, die spürbar machen, wie eng Mensch und Natur einmal miteinander verbunden waren. Der Trommeltänzer Anda Kuitse gibt sie an die Dorfjugend weiter, damit nicht in Vergessenheit gerät, wie einst ein Mann einen Fuchs zur Frau nahm oder die Sonne und der Mond an den Himmel kamen. Märchen haben bei den Naturvölkern eine lange Tradition: Die Inuit erzählen sie in langen Winternächten, die afrikanischen Zulu abends am Lagerfeuer, die Aborigines vor wichtigen Zeremonien. Diese Tiermärchen verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart, bringen den Kindern die Schöpfung näher, mit der und von der sie leben. Sie dienen der Erziehung und nicht zuletzt der Unterhaltung. Vor allem aber spiegelt sich in diesen Geschichten das Weltbild dieser Völker wieder.

3sat, 14.55 Uhr
Tiermythen (2)
Im Auge des Löwen
Die zweite „Tiermythen“-Folge führt nach Namibia. Jahrtausende lang haben die San, die Buschmänner des Landes, im Einklang mit der Natur als Jäger und Sammler gelebt. Viele ihrer Mythen erzählen von einer Urzeit, in der die Seelen von Mensch und Tier noch nicht getrennt waren. Löwen haben immer eine wichtige Rolle in diesen Geschichten gespielt. Doch seit viele San sesshaft geworden sind, nehmen die Probleme mit den Raubkatzen zu. So passiert es auch in Doupost, einem kleinen Dorf im Nordosten Namibias. Als wieder einmal Löwen das Dorf bedrohen, machen sich die Ältesten auf eine Reise in ihre Vergangenheit.

TV-Programm 11.09. - 17.09.2017

Montag, 11. September
NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Wildes Skandinavien (1)
Dänemark
Die siebenteilige NDR-Naturfilmreihe präsentiert mit überwältigenden Bildern die raue, ungezähmte Natur des hohen Nordens. Schroffe Küsten und Fjorde, Gletscher, Vulkane und Urwälder sind bis heute Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere: ob Finnlands Braunbären, Schwedens Elche, Islands Polarfüchse oder Norwegens Moschusochsen, jede Folge entführt mit spektakulären Bildern in die Wildnis Nordeuropas. So kennen viele Menschen Dänemark: endlose Strände, mildes Klima und natürlich die „Kleine Meerjungfrau“ im Hafen von Kopenhagen. Dabei hat das kleine Land viel mehr zu bieten: Urwälder, in denen Rothirsche, Wildschweine und Kraniche leben. Sandbänke, auf denen sich Kegelrobben tummeln. Dieser Film über Dänemark von Jan Haft gibt Einblicke in die verborgenen Wälder Jütlands und zeigt viele fast vergessene Tierarten.

arte, 15.25 Uhr
Magische Orte in aller Welt
Katalonien – Das Bärenfest
Philippe Charlier, Doktor der Medizin, der Naturwissenschaften und der Literatur sowie Forscher auf dem Gebiet der medizinischen Anthropologie, reist um die ganze Welt und studiert die Mythen und Riten, mit denen sich der Mensch mit Körper und Tod auseinandersetzt. Heute ist der Bär in Europa in freier Wildbahn kaum mehr anzutreffen. Doch in einigen untergegangenen Zivilisationen Europas spielte dieses Raubtier eine große Rolle. Bis ins Mittelalter hinein wurde der Bär als ein Geist der Ahnen und als Gottheit verehrt. Er stand für große Machtfülle, für einen Neubeginn oder auch für die Königswürde, galt er doch in Europa lange Zeit als der König der Tiere. In der Region Vallespir in den französischen Pyrenäen an der Grenze zu Spanien erinnert noch heute ein Volksfest an diese Tradition. Philippe Charlier wohnt diesen Feierlichkeiten bei und geht den Riten und Symbolen des alt überlieferten Brauchtums auf den Grund. Jean Clottes, ein Spezialist für Ur- und Frühgeschichte, Höhlenkunst und Schamanismus, erläutert die besondere Beziehung, die die Menschen in der Steinzeit zum Raubtier Bär pflegten.

3sat, 17.40 Uhr
Radioaktive Wölfe
Tschernobyl, 30 Jahre nach dem Super-GAU: Am Schauplatz des größten Reaktorunfalls der Geschichte ist in den letzten Jahrzehnten ein unbeabsichtigtes ökologisches Experiment abgelaufen. Für Menschen ist das Gebiet immer noch verbotene Zone. Doch riesige Rudel von Wölfen haben die Region erobert und streifen durch die Schwemmgebiete des Prypjat und die verlassenen Siedlungen. Was einst die Kornkammer der Sowjetunion war, ist nun von Wäldern bedeckt. Mit der neuen Vegetation sind Bisons, Luchse und Wölfe zurückgekehrt. Für diese Dokumentation konnte erstmals ein westliches Filmteam mit den Wolf-Experten Christoph und Barbara Promberger in die verbotene Zone vordringen und dieser spektakulären Wiederkehr der Natur nachforschen. Regisseur Klaus Feichtenberger zeigt eine faszinierende, paradoxe Welt, die beides zugleich ist: ein Blick in die Zeit lange vor der menschlichen Zivilisation und ein Fenster in die Zukunft nach der ultimativen nuklearen Katastrophe.

Dienstag, 12. September
Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Big Five Asien – Die Nashörner
Ein Filmteam macht sich auf Spurensuche nach den drei asiatischen Nashornarten, die fast ausgerottet wurden: das Panzernashorn, das Java-Nashorn und das Sumatra-Nashorn. Rund 600.000 Nashörner lebten noch vor wenigen Hundert Jahren in Asien. Die Zerstörung ihres Lebensraums und die Jagd auf das Horn haben sie an den Rand der Ausrottung gebracht. Da es kein einziges Java-Nashorn in irgendeinem Zoo oder Gehege der Welt gibt, sind Filmaufnahmen dieser extrem scheuen Tiere entsprechend selten. Das Filmteam hat sich auf eine zehnwöchige Expedition in den Ujung Kulon Nationalpark auf Java begeben, um gemeinsam mit dem Fährtensucher Sarian Aufnahmen von diesem extrem seltenen Tier zu bekommen. Das Sumatra-Nashorn ist stammesgeschichtlich die älteste Nashornart. In vier kleinen Populationen, die weit voneinander entfernt und genetisch isoliert sind, leben höchstens noch 100 Sumatra-Nashörner. Die Gründe für den dramatischen Rückgang in den letzten Jahrzehnten liegen im Abholzen und Abbrennen der Urwälder für Palmölplantagen und in der Wilderei, um das Horn der Nashörner zu erbeuten. Das Filmteam hat sich im Way Kambas Nationalpark gemeinsam mit einer der bewaffneten Rhino Protection Units (Nashornschutzeinheiten) auf die Suche nach den letzten Sumatra-Nashörnern begeben. Im Nordosten Indiens im Kaziranga Nationalpark lebt das Panzernashorn. Es ist nur noch im Nordosten Indiens und in geschützten Gebieten Nepals anzutreffen. Es ist die einzige Nashornart, deren Bestand wächst. Aktuell schätzt man ihre Zahl auf insgesamt etwa 3.800 Tiere. Das Panzernashorn ist im Gegensatz zum Java- und Sumatra-Nashorn äußerst angriffslustig und wenig scheu. Das bekam auch das Filmteam zu spüren.

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Wildes Skandinavien (2)
Norwegen
Im Gegensatz zu den Hochebenen sind die Küsten Norwegens bis weit in den Norden von mildem Klima verwöhnt. Wegen des warmen Golfstroms frieren die Fjorde auch bei starker Kälte nicht zu. An ihren Ufern gedeihen, sogar unweit des Polarkreises, noch Apfelbäume. Majestätische Seeadler gehen hier das ganze Jahr über auf die Jagd, und in küstennahen Wäldern pirscht der Luchs durchs Unterholz.

3sat, 17.00 Uhr
Die Magie der Mongolei
Isoliert von den Wäldern Sibiriens im Norden und der Chinesischen Mauer im Süden, liegt im Herzen Asiens eine der schönsten und unberührtesten Naturlandschaften der Erde: die Mongolei. In dieser Gegend entstanden atemberaubende Bilder der letzten kasachischen Adlerjäger, die mit ihren Steinadlern auf Beizjagd gehen, von Takhis, den mongolischen Wildpferden, die in den Tälern dem schneidenden Wind trotzen, und Aufnahmen vom Moschustier, einem Verwandten unserer Hirsche, das aussieht wie ein Reh mit Vampirzähnen.

Mittwoch, 13. September
NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Wildes Skandinavien (4)
Schweden
Wenn Schnee und Eis weichen, kommen im Mai die Elchkälber zur Welt. Jetzt beginnen üppige Zeiten in Schwedens Wäldern und Sümpfen. Nicht nur an den Bäumen, auch im Wasser finden die Elche reichlich zu fressen, Seerosen sind eine Delikatesse. Zu Mittsommer geht die Sonne in Schweden gar nicht mehr unter. Dieser Luxus währt nicht lange, denn schon bald darauf kündigen die Brunftschreie der Elche wieder den Herbst an. Mit ihrem mächtigen Geweih gehen die Elchbullen auf Brautschau. Doch letztlich entscheidet das Weibchen, mit wem es sich paaren will.

Donnerstag, 14. September
arte, 18.35 Uhr
Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen
Die Dolomiten, die bekannteste Region der Südalpen, sind Weltnaturerbe und Naturparadies. Eine Landschaft wie geschaffen für Mythen und tierische Helden. Kurt Mayer und Judith Doppler haben die Dolomiten über ein Jahr lang bereist und entführen in eine Wildnis im Aufbruch. Abseits touristischer Pfade haben die Dolomiten Überraschungen zu bieten, die kein Sommer- oder Wintergast so je zu Gesicht bekommt. Erstmals seit hundert Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Steinadler haben das Land der bleichen Berge, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen verfolgt die Dokumentation ihre Paarung und beobachtet ihre bemerkenswerte Jagdtechnik.

Freitag, 15. September
NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Wildes Skandinavien
Das Abenteuer
Die Folge „Das Abenteuer“ wirft einen Blick hinter die Kamera und berichtet von gefährlichen, skurrilen und aufregenden und Erlebnissen der Tierfilmer während der drei Jahre andauernden Dreharbeiten.

arte, 18.35 Uhr
Engadin – Wildnis der Schweiz
Vor hundert Jahren wurde im Schweizer Engadin der erste Nationalpark der Alpen gegründet: Man wollte ein Refugium für Wildtiere schaffen und einen Ort, den sich die Natur selbst – ohne Eingriff des Menschen – gestalten sollte. Das Engadin, der „Garten des Inn“, beherbergt mit dem Nationalpark auch heute noch das größte unangetastete Wildnisgebiet der Schweiz. Diese Region sollte beispielgebend sein für viele ähnliche Projekte und Vorbild für Dutzende weitere Nationalparks im alpinen Raum. Wenn sich im Frühling die Morgensonne auf der Oberengadiner Seenplatte spiegelt, dann füllen sich langsam die Wildbäche der Region und mächtige Wasserfälle stürzen die riesigen Felswände hinab. Der Wasserreichtum haucht dieser hochalpinen Region Leben ein. Durch das Wasser wird es hier im Sommer grün, und es wagen sich auch Wildtiere bis in extreme Höhen vor. Heute jagen im Engadin Steinböcke munter über steile Wände, und prächtige Bartgeier betreiben eifrig ihre Knochenschmieden – und selten, aber doch regelmäßig, steckt auch wieder ein Luchs seine Nase in diese hoch gelegene alpine Wildnis. Aber das war nicht immer so: Durch die intensive Bejagung ging der Steinbock-Bestand in der Schweiz massiv zurück – und um 1906 waren Steinböcke ausgerottet. Durch den Erfolg eines internationalen Wiederansiedelungsprojekts findet man im 21. Jahrhundert auch den Bartgeier wieder im Engadin. Weit oben am Berg kämpfen auf hochgelegenen Brunftplätzen dominante Rothirsche, im September und Oktober oft schon im Schnee, um die weiblichen Tiere; auch ihr Bestand hat sich wieder erholt.

Samstag, 16. September
arte, 19.30 Uhr
Die Adlerjäger in der Mongolei
Baibolat ist ein Berkutschi, ein kasachischer Adlerjäger. Seit Jahrhunderten leben die Berkutschi als Nomaden im Nordwesten der Mongolei und haben ihre einzigartige Jagdtradition erhalten. Die meisten Steppenvölker jagen mit Falken. Die Berkutschi bevorzugen Adler, weil die ihrer Meinung nach klüger sind. Am Beginn der Jagdsaison im Oktober steht das Adlerfest. Es zieht auch Touristen aus vielen Ländern an, und die Berkutschi genießen ihre neue Rolle: Sie verstehen sich als Bewahrer ihrer uralten Tradition in der modernen Welt. Wenn der erste Schnee fällt, reitet Baibolat mit seinem Adler in die Berge. Jetzt beginnt die Jagdsaison im Altai-Gebirge. Mit seinem Raubvogel als Waffe erlegt Baibolat Hasen, Murmeltiere und Füchse, der Felle wegen. Mit viel Glück stößt das Jagdgespann sogar auf einen Wolf. Baibolat ist ein Berkutschi, ein kasachischer Adlerjäger. Seit Jahrhunderten leben die Berkutschi im Nordwesten der Mongolei und haben ihre einzigartige Jagdtradition erhalten. Die meisten Steppenvölker jagen mit Falken. Die Berkutschi bevorzugen Adler, weil die ihrer Meinung nach klüger sind. Baibolat nennt sein Adlerweibchen Balapan, die Einjährige. Baibolat lebt mit seiner Frau Altingül und seinem fünfjährigen Sohn Baka in einer Jurte. Sie sind Nomaden und gerade im Herbstlager angekommen – mitsamt ihren Ziegen, Schafen, Kühen, Pferden und Kamelen. Wenn ihm die Arbeit Zeit lässt, trainiert Baibolat seinen Vogel. Er hat Balapan als Küken aus dem Nest geholt und muss den Jagdtrieb bei dem Tier erst noch fördern. Doch bis ihm Balapan gehorchen wird, vergehen Wochen. Dann steht die erste Prüfung bevor: das Adlerfest. Das Adlerfest ist ein Kräftemessen der besten Berkutschi. Auch Baibolat reitet mit seinem Adlerweibchen in die Provinzhauptstadt Ulgii. In zwei Wettbewerben versuchen die Adlerjäger, ihre Raubvögel von einem Hügel anzulocken. Doch Adler sind nicht nur klug, sie sind auch eigensinnig und schwerer zu trainieren als zum Beispiel Falken. In diesem Jahr weht der mongolische Wind mit besonderer Stärke, so dass mancher Vogel seinem Herrn den Gehorsam versagt.

hr fernsehen, 20.15 Uhr
Big Five Asien (4)
Der Amurtiger
Amurtiger sind die größten Katzen der Welt. Sie sind eine von zwei Tiger-Unterarten und leben überwiegend im fernen Osten Russlands. Als einzige Tigerform haben sich Amurtiger diesen winterkalten Lebensraum erschlossen, an dem es über sechs Monate im Jahr friert, dichte Schneefälle an der Tagesordnung sind und die Temperaturen nicht selten auf unter minus 40 Grad sinken. Andererseits steigen sie im kurzen ussurischen Sommer regelmäßig bis auf über 30 Grad. Der Landstreifen am Japanischen Meer ist dicht besiedelt. Kontaktzonen für Tiger und Mensch sind somit allgegenwärtig. Außerdem schieben sich Straßen, Dörfer und Holzfäller-Camps immer tiefer in die Taiga. Die Tiger können kaum noch wie gewohnt wandern, ohne zunehmend auf menschliche Ansiedlungen zu stoßen. Die Nähe zu China tut ihr Übriges: Das Land ist der weltweit größte Abnehmer von Tigern und deren „Produkten“. Das Reich des „Herrschers der Taiga“ ist bedroht. Die fernöstlichen Wälder werden geplündert, abgeholzt und exportiert. Die benachbarten Länder Japan, Südkorea und natürlich China haben einen schier unstillbaren Holzhunger. Reiche Russen chartern Kleinflugzeuge und machen Jagdausflüge tief hinein in die Wildnis. Auch die unablässige Wilderei auf zentrale Beutetiere des Tigers wie Kragenbären, Sikahirsche und Wildschweine bedroht die noch etwa 400 bis 500 wilden Amurtiger. In winterstarrer Taiga am Japanischen Meer macht sich ein „Big-Five-Kamerateam“ auf die Suche nach den letzten „Sibirischen Tigern“. Sie wollen eine Antwort finden auf die Frage: Wird es in 20 Jahren diese wilden Tiger noch auf der Erde geben?

hr fernsehen, 21.00 Uhr
Big Five Asien (5)
Fünfteilige Tier- und Naturdokumentation von Markus Schmidbauer
Der Löwe
Die meisten Menschen denken, allein Afrika sei die Heimat der Löwen. Jedoch lebten sie einst in Griechenland, in der Türkei, sie durchstreiften die Halbwüsten Asiens bis an die östliche Grenze Indiens. Und es sind die Jahreszahlen bekannt, an denen in jedem Land der letzte Löwe an einer Gewehrkugel starb. Gerade mal ein Dutzend Löwen hatte in einem kleinen Waldstück im Nordwesten Indiens die Jagdlust der Menschen überlebt, als sie in ihrem Wald unter Schutz gestellt wurden. Der König der Tiere begann, um sein Überleben zu kämpfen. Mittlerweile gibt es wieder über 400 asiatische Löwen – sie im Nationalpark Gir Forest aufzuspüren und mit der Kamera zu verfolgen, ist ungleich schwieriger als in den Savannen Afrikas. In ihrem Wald, in dem verkrüppelte Teakbäume und Akazien die Sicht versperren, muss das Filmteam den Raubkatzen zu Fuß folgen, um sie vielleicht vor die Kamera zu bekommen. Als einzige Waffe einen Stock in der Hand, macht sich das Team auf die Suche nach den Löwen und entdeckt nach und nach, dass sich asiatische Löwen und ihre Verwandten in Afrika zwar äußerlich stark ähneln, doch ihr Sozialleben ist grundverschieden. Die Löwen im Gir Wald zu filmen ist jedenfalls ein großes Abenteuer, und je länger es dauert, umso mehr erfährt das Team, dass bei allen Schutzbemühungen des Nationalparks die Zukunft der letzten Löwen Asiens doch ungewiss ist.

Sonntag, 17. September
Phoenix, 9.00 Uhr
Kanada – Der Traum vom Leben in wilder Natur
Wenn weit im Westen Kanadas die Schneeschmelze beginnt, ist anderswo längst Sommer. Die Wildnis zieht Ranger, Wissenschaftler und Buschpiloten ebenso an wie Frauen mit jeder Menge Idealismus. Sie haben sich den Banff-Nationalpark zur ihrer Lebensaufgabe gemacht. Fernab der Touristenrouten erforscht der Wildbiologe Holger Bohm die Wanderwege der Wapiti-Hirsche.

Animal Plant, 22.25 Uhr
Halb Hund, halb Wolf
Das Tierschutz-Kommando
Scott Lope und sein Tierschutz-Kommando machen einen gefährlichen Job. Das Experten-Team hilft staatlichen Institutionen, aber auch Privatpersonen. Wenn gefährliche Tiere eingefangen werden müssen, sind sie zur Stelle und kümmern sich darum, dass niemand verletzt wird. Starke Nerven und taktisches Gespür sind bei ihrer Arbeit ein absolutes Muss, denn der kleinste Fehler könnte für alle Beteiligten tödlich enden. Doch dieses Risiko gehen Scott und seine Helfer für das Wohl der Tiere gerne ein. In Episode 2 kümmern sich die Tierschützer um Wolfsmischlinge, die auf einer Farm in Kalifornien illegal gehalten werden.

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