TV- und Kino-Tipps der DEUTSCHEN JAGDZEITUNG für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 11. November 2018. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

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TV-Programm 15.10. - 21.10.2018

Montag, 15. Oktober

3sat, 6.05 Uhr
Kenia: Kein Platz für wilde Tiere
Löwen spazieren auf der Straße, Hyänen wildern in den Ziegenställen. Die Tiere leben im Nationalpark unmittelbar vor den Toren Nairobis. Das führt in der wachsenden Metropole zu Problemen. Der Platz wird immer knapper, und die Stadt dringt langsam in den Lebensraum der Tiere vor. Auch der Verkehr wird immer dichter. Entlastung sollte eine Breitspureisenbahn bringen, die durch Teile des Nairobi-Nationalparks führen sollte. Dagegen gab es Proteste. Nun wird die Strecke größtenteils über Brücken im Park geführt. Ein kleiner Erfolg. Doch der eigentliche Konflikt zwischen Wirtschaftsentwicklung, Bevölkerungswachstum und Naturschutz ist damit nicht beseitigt. Der Film wirft einen Blick auf Kenias ältesten Nationalpark.

Dienstag, 16. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Kragenbären im Tigerwald
Ein Projekt zur Rettung des Kragenbären in Südostsibirien
Der Bestand des Kragenbären in Südostsibirien schrumpft unaufhaltsam. Als der Forscher Alex Sedow in seinem Pachtwald keine Kragenbären mehr findet, befürchtet er, dass sie abgewandert sind. Sowohl Futtermangel als auch ihr Erzfeind, der Amur-Tiger, könnten sie vertrieben haben. Weil er sich Sorgen um ihren Fortbestand macht, startet Alex eine Expedition in die Taiga: Wo mag es die geschickten Kletterer hin verschlagen haben? Seine Suche ist ein lebensgefährliches und mühsames Unterfangen, das ihn tief in das unwegsame Dickicht Ussuriens führt. Ganz unerwartet taucht im Lager zumindest ein verlassener Kragenbär auf: ein entkräftetes und verwaistes Jungtier. Um ihm zu helfen, bringt Alex es zu einer Auffangstation, in der es wieder zu Kräften kommt. Doch die Hoffnung des Forschers ist es, auch die übrige Bärenpopulation zu finden. Nach und nach entdeckt er, wo es genügend Futter gibt. Tatsächlich findet er dort auch Bärenspuren. Die Aufnahmen seiner Kamerafalle bestätigen ihm schließlich, dass die Kragenbären in den Wald zurückkehren. Erleichtert stellt Alex fest, dass sie ihr Refugium also nicht aufgegeben haben, sondern es wieder bevölkern und sich auch vom Amur-Tiger nicht verdrängen lassen. Nun kann also auch das Bärenjunge, das sich mittlerweile gut erholt hat, ausgewildert werden und unter seinesgleichen ein hoffentlich langes und ungestörtes Leben führen.

Mittwoch, 17. Oktober

SWR Fernsehen, 11.15 Uhr
Planet Wissen
Mein Hund und ich – Tipps von Martin Rütter
Kein anderes Haustier ist so treu ergeben wie der Hund. Kein Wunder also, dass sechs bis sieben Millionen Hunde in deutschen Haushalten leben. Doch bei aller Liebe ist längst nicht jede Mensch-Hund-Beziehung perfekt: Hunde, die beim Gassi gehen weglaufen, auf Rufen nicht reagieren oder gegenüber Artgenossen aggressiv werden, sind nicht selten. „Alles eine Frage der richtigen Erziehung“, sagt Hundetrainer Martin Rütter. Der Tierpsychologe und Entertainer erklärt, in welche Erziehungsfallen Hundehalter besonders häufig tappen und wie es mit der Verständigung klappt.

Donnerstag, 18. Oktober

SWR Fernsehen, 7.00 Uhr
Luchsmord – Tatort-Kommissar Andreas Hoppe ermittelt
Zwei grausam getötete Luchse werden im Bayerischen Wald gefunden. Es gibt Hinweise, dass Täter bekannt sind. Doch bis heute können sie nicht überführt werden. Ein Naturkrimi, der bittere Realität ist und den Naturschützer und Tatortkommissar Andreas Hoppe in den Bayerischen Wald führt. Dort trifft er auf eine Mauer des Schweigens. Bis ein verdeckt ermittelnder Artenschutzfahnder auftaucht. Plötzlich führt die Spurensuche zur Pelzmafia. Aber auch Jägerschaft und ermittelnde Behörden geraten in die Kritik.

SWR Fernsehen, 7.15 Uhr
Raubtiere des Waldes
Wolfsgeheul im Schwarzwald? Undenkbar. Über Jahrhunderte hinweg wurden die Raubtiere unserer Wälder systematisch verfolgt – Wolf und Braunbär in Deutschland gar komplett ausgerottet. Seither ist das ökologische Gleichgewicht der Wälder gestört, und der Mensch muss regulierend eingreifen – Jäger als Wolf-Ersatz.
Der Film stellt die wichtigsten Raubtiere des Waldes vor – Wolf, Luchs, Fuchs, Dachs, Baummarder und Braunbär. Er erzählt auch von der Hoffnung, dass durch gezielte Wiederansiedlungsprojekte oder heimliche Einwanderer vielleicht doch wieder einmal Wolfsgeheul im deutschen Wald zu hören sein wird – auch außerhalb von Wildparks.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Deutschland – Die Uckermark
Tierfilmer Christoph Hauschild porträtiert die wohl einsamste Region Deutschlands, die Uckermark, und gibt seltene Einblicke in die Natur.
Seen und Sölle, Flussläufe und Moore, ausgedehnte Wälder, Felder und Wiesen – das ist die Uckermark im Nordosten Brandenburgs. Die Uckermark ist mit mehr als 3.000 Quadratkilometern der größte Landkreis Deutschlands. 60 Prozent der Uckermark stehen unter Schutz – im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin im Süden, im Nationalpark Unteres Odertal im Osten und im Naturpark Uckermärkische Seen im Nordwesten. Wie auf einer Arche trifft man in der Uckermark auf besonders viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Adler brüten in der Waldmark, Fischotter jagen in Flüssen nach Forellen und Neunaugen, es gibt Biber, Dachse, Marderhunde und Füchse leben mit Hirschen und Rehen in der Feldmark. Vor allem aber ist die Uckermark die Kranichmetropole Europas. In naturbelassenen Wäldern rund ums Plagefenn, dem ältesten Naturschutzgebiet Deutschlands, finden die eindrucksvollen Vögel beste Bedingungen, um ihren Nachwuchs aufzuziehen.
Gefühlvoll setzt Filmautor Christoph Hauschild die Uckermark in Szene. Hochstabilisierte Aufnahmen aus dem Helikopter zeigen die Region aus luftiger Perspektive, extreme HD-Zeitlupen von Kranichen, Fischadlern oder Fledermäusen sowie aufwendige Zeitrafferaufnahmen gewähren Einblicke in das Leben der Tiere und verleihen dem Film den besonderen Hochglanzlook.

Freitag, 19. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Big Five Südamerika – Der Riesenotter
Fünf Expeditionen machen sich auf, um die Big Five Südamerikas aufzuspüren, fünf seltene und für den Kontinent charakteristische Tierarten. Dabei dringen sie in eine faszinierende, geheimnisvolle Welt weitab des Vertrauten vor. Die Expeditionsteilnehmer – Biologen und Artenschützer, einheimische Führer und ein Filmteam – beschreiten einen mühevollen Weg und lassen die letzten Siedlungen weit hinter sich. Die Expedition führt ins Dreiländereck Brasilien, Bolivien und Peru. Mit Proviant für mehrere Wochen, 300 Kilogramm Filmausrüstung und einigen Fässern Benzin macht sich das Kamerateam auf den Weg zum Manu-Nationalpark. Mit dem Boot geht es flussaufwärts ins Quellgebiet des Amazonas. Das Ziel sind die Riesenotter in den Altarmen des Rio Manu. Und tatsächlich gelingt es, eine Familie dieser kräftigen und eleganten Fischjäger aus nächster Nähe zu beobachten, und zwar sowohl bei der Aufzucht ihrer Neugeborenen als auch bei ihren Konfrontationen mit den allgegenwärtigen Kaimanen. Aus diesen Kämpfen gehen häufig ganz unerwartete Sieger hervor. Die weltweite Zerstörung der natürlichen Lebensräume von Wildtieren macht auch vor Peru nicht Halt. Geführt von Wissenschaftlern der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, gelingt es dem Filmteam, die zerstörerischen Auswirkungen der Goldgräberei im Land zu dokumentieren. Der durch den aktuellen Run auf Gold angefachte rücksichtslose Abbau des Edelmetalls wirkt sich auch auf die Lebensbedingungen der Riesenotter aus. So beobachtet die Expedition einen Solitario, einen Riesenotter, der seine Familie verlassen hat und auf der Suche nach einer neuen Heimat nicht mehr weiterzukommen scheint. Aufgehalten wird er von abgelagerten Giften, Zerstörung der Natur sowie von Menschen und ihren Hunden, die Jagd auf den Otter machen. Für das Überleben der Tiere im Tiefland von Peru wird entscheidend sein, ob es ihnen gelingt, wenn sie im Alter von zwei bis drei Jahren ihre Familie verlassen müssen, diese neuen Barrieren zu überwinden.

3sat, 13.20 Uhr
Naturerbe Afrika
Gegensätze, wie sie größer wohl kaum sein können, bestimmen die Natur Afrikas. Durch seine Lage und seine kompakte Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der Tropen. In der südlichen Sahara finden sich mit dem Aïr-Gebirge und der Wüste Ténéré extrem gegensätzliche Landschaftsformen. Eine menschenfeindliche Mondlandschaft, bizarr und schroff, sowie ockerfarbene Dünen mit stetig wechselnden Formen. Tansania mit seinen berühmten UNESCO-Welterbestätten Serengeti, Ngorongoro und Kilimandscharo ist so etwas wie das Bilderbuch Afrikas und weckt die Sehnsucht vieler Europäer nach einer intakten Natur.

3sat, 14.05 Uhr
Namibia – Im Etosha Nationalpark
Der berühmte Etosha-Nationalpark im Norden Namibias zieht Touristen aus aller Welt an. Der Film begleitet den Tierarzt von Etosha und eine Gruppe von Rangern bei ihren Einsätzen im Gelände. Bereits 1907 gegründet, gehört er zu den ältesten Nationalparks der Erde. Doch Etosha ist beileibe keine heile Welt: Auch hier konkurrieren Löwen, Nashörner, Zebras, Elefanten und Giraffen mit den Menschen und ihrem Vieh um Land, Wasser und Nahrung. Umso wichtiger ist es, die Anwohner ins Park-Management einzubeziehen. „Nur, wenn die Bevölkerung freiwillig mitmacht“, so Tierarzt Mark Jago, „kann der Schutz der Wildtiere von Dauer sein. Ein lebendes Nashorn bringt mehr als ein totes, das muss allen klar werden.“ Der Erfolg gibt den Verantwortlichen recht: Namibia ist Vorreiter beim Tier- und Naturschutz in Afrika. Der Bestand vom Aussterben bedrohter Arten wie etwa dem Breitmaulnashorn ist seit Jahren stabil. Die Wilderei wurde erfolgreich eingedämmt. Der Film führt auch zu den San. Das kleine, zähe Volk der Buschleute hat Jahrtausende in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika überlebt. Das Kerngebiet des Etosha-Parks war einst ihr Territorium, bevor ein Großteil von ihnen in Reservate verbannt wurde. Traditionell leben sie als Jäger und Sammler.

3sat, 14.50 Uhr
Faszination Afrika
Namibia – Der Mythos der Buschleute
Xau und Ghabbo sind Jäger aus dem Volk der San, die im südlichen Afrika leben. Eines Tages verlassen beide ihr Dorf Richtung Westen, um das Land ihrer Urväter zu suchen. Der Film nimmt die Erzählung eines alten San zum Anlass, um eine Reise durch Namibia vom Innern der Kalahari-Wüste bis zum Atlantischen Ozean aus der Perspektive der Ureinwohner Afrikas mit der Kamera zu verfolgen. Die San sind, genetisch betrachtet, die letzten noch lebenden direkten Verwandten unserer Urahnen. Damit erlauben sie einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der menschlichen Evolution. Heute droht nun die Kultur der San im Zuge der Globalisierung völlig unterzugehen und in Vergessenheit zu geraten. Der Film macht die traditionelle Lebensweise der San und ihr ganz spezielles Weltbild nachvollziehbar und erlebbar. Gleichzeitig porträtiert er eines der schönsten Länder Afrikas: Namibia. Dabei geht es 2000 Kilometer durch faszinierende, bizarre, manchmal surreale Landschaften mit einer vielfältigen Fauna und Flora.

Samstag, 20. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 17.00 Uhr
Frei Schnauze – Das Tiermagazin
Das Magazin „Frei Schnauze“ gibt Tipps zum Leben mit Tieren: Welches Tier passt zu mir? Was tun, wenn der Hund ständig bellt? Und was mache ich, wenn ich ein verletztes Wildtier finde? Denn eines ist klar: Unseren Tieren soll es gutgehen!

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
TIERE TOTAL: Von Grzimek bis zum Katzenvideo
Wir alle sind begeistert von Tieren, egal ob sie in freier Wildbahn leben oder bei uns Zuhause. Doch woher kommt diese Faszination? Wir begeben uns auf Spurensuche durch über sechzig Jahre Tiere im Fernsehen und zeigen, welche verrückten Geschichten Menschen mit Tieren erlebt haben und versuchen zu ergründen, was an den Geschichten so toll ist: Warum wurde Knut der Eisbär weltweit bekannt? Was passiert, wenn man einen Gepard mit ins Studio bringt? Was hat Heino mit Robbenbabys zu tun? Und warum sind Katzen im Internet so populär? Die WDR-Sendung „TIERE TOTAL: Von Grzimek bis zum Katzenvideo“ ist eine Reise durch die Geschichte der Tierdokumentation mit fachmännischen Reiseleitern, wie Andreas Kieling, Joyce Ilg, Hannes Jaenicke, Shary Reeves, Oli P., Kate Kitchenham, Theo Pagel, Simone Sombecki und Wiwaldi mit Horst Pferdinand.

Sonntag, 21. Oktober

3sat, 13.05 Uhr
Das Almtal – Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Konrad-Lorenz-Forschungsinstitut liegt der völlig neu gestaltete „Cumberland Wildtierpark“. Auf 60 Hektar können Besucher heimische Wildtiere wie Luchse, Bisons, Wölfe, Bären, Elche oder Waldrappe hautnah erleben.

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Alaskas Bären (1)
Ein Sommer unter Grizzlys
Braun-, Schwarz- und Eisbären – Alaska hat sie alle zu bieten. Um sich ein unverfälschtes Bild von ihrem Leben machen zu können, reist der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan 5000 Kilometer durch den größten, nördlichsten und westlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. In der nahezu unberührten Küstenlandschaft der Alaska-Halbinsel trifft er auf eine außergewöhnliche Grizzly-Gesellschaft. Auf engem Raum leben hier so viele Braunbären zusammen wie nirgendwo sonst. Bärenmutter Nadie führt ihre beiden im Frühjahr geborenen Jungen durch die üppigen Seggenwiesen. Lauter neue Eindrücke für die Grizzlykinder: die Grashalme, die Düfte, die vielen Artgenossen. Jeden Tag lernen sie dazu. Während der Paarungszeit muss sich die Familie ihren Weg durch die gefährliche Kampfzone der Rivalen bahnen. Aus sicherer Entfernung beobachten die Kleinen, wie in der Arena am Fluss kolossale Männchen ihre Kräfte messen. Im Juli füllt sich der Strom langsam mit Lachsen, die zu ihren Laichgewässern landeinwärts streben. Für die Grizzlys eine Zeit des Überflusses, aber auch der Konflikte. Es gibt Streit um die besten Fangplätze. Nur resolute Tiere wie Nadie kommen voll auf ihre Kosten. Oft setzt sich die erfahrene Mutter gegen Männchen durch, die doppelt so groß sind wie sie. Gut für ihre Jungen: Dank vieler frischer, fettreicher Mahlzeiten sind sie am Ende der Saison gesund und kugelrund. Die langen Wintermonate werden die drei Bären in ihrer Schlafhöhle gut überstehen.

TV-Programm 22.10. - 28.10.2018

Montag, 22. Oktober

3sat, 13.20 Uhr
Wildes Halle
Wels in der Saale und Falke im Turm
Die Fauna in und rund um die Saale ist äußerst vielfältig. Dort sind Biber, Wanderfalken, angesiedelte Welse, Rehe, Fledermäuse und Krähen heimisch. Anfang der 1990er-Jahre haben Fischer in der Saale Welse wiederangesiedelt, nachdem es 40 Jahre lang unterhalb der Chemiestandorte Leuna und Buna keine mehr gab. Sie gedeihen gut. Manche Exemplare bringen es auf stattliche zwei Meter. Die Nutrias in der Saale freuen sich über die ersten warmen Sonnenstrahlen. Andernorts überstehen die eingebürgerten Südamerikaner den mitteleuropäischen Winter oft nicht. In Halle haben sie es leichter: Viele Leute bringen den Nagern Futter ans Ufer. Man kann es ihnen nicht verdenken – mit einer Möhre zwischen den Pfoten sehen die auch als Biberratte bezeichneten Tiere einfach putzig aus.Sobald sich die letzten Nachtfröste verzogen haben, starten Tausende Kröten von der Insel Peißnitz durch die Wilde Saale zu ihren Laichgewässern, den Kreuzer Teichen im Amselgrund. Hier sind sie einst geschlüpft, und nichts bringt sie davon ab, hierher zurückzukehren, um ihrerseits für Nachwuchs zu sorgen. In 30 Metern Höhe ziehen Wanderfalken an einer Industrieanlage ihre Jungen auf. Sie haben den „Kunstfelsen“ im flachen Land um Halle für sich ausgesucht. Hauptsache, die Übersicht stimmt. Die großen Greife stehen unter besonderer Beobachtung engagierter Naturschützer. Ihre kleineren Verwandten, die Turmfalken, nisten direkt im Stadtzentrum. Über dem Halleschen Markt kreisen sie um den Roten Turm. Hoch über der Saale thront die Burg Giebichenstein. In einem alten Taubenschlag innerhalb der Burgmauern dienen verwilderte Haustauben der Wissenschaft. Ihre Eier werden auf Umweltgifte untersucht, die die Tauben mit der Nahrung aufnehmen. In Halle-Neustadt haben ihre Artgenossen leer stehende Hochhäuser „besetzt“. Ursprünglich Felsbrüter, besiedeln diese Vögel gern Balkone und Nischen in den Häuserschluchten. Viele Tiere haben die grünen Inseln der Saalestadt für sich entdeckt: Rehe ein Wäldchen an einer Schnellstraße, Mopsfledermäuse die Dölauer Heide und Tausende Saatkrähen aus Europas Nordosten finden ihre Schlafbäume im Winter auf Ziegelwiese und Peißnitz.

3sat, 15.35 Uhr
Wilde Heimat: Der Herbst
Im Herbst legt sich Nebel über Flüsse und Seen, die Wälder leuchten farbenprächtig im Sonnenlicht. In dieser Jahreszeit zeigt sich die Natur noch einmal von ihrer verschwenderischen Seite. In der Herbstzeit reifen die meisten Früchte. Menschen und Tiere nutzen seit jeher den Überfluss, um Vorräte für den Winter anzulegen. So suchen Eichhörnchen und Mäuse den Wald unermüdlich nach Nahrung ab. Schließlich beginnt noch die kräftezehrende Paarungszeit. Bei Wildschweinen, Hirschen und Gämsen kämpfen die Männchen spektakulär und nicht selten bis aufs Blut um das Vorrecht bei den Weibchen.

3sat, 16.15 Uhr
Wilde Heimat: Der Winter
Der Winter ist für die Tierwelt die härteste Zeit des Jahres. Die Tage sind kurz und dunkel, Schnee und Eis überziehen Land und Gewässer. Adler, Luchs und Fuchs finden immer schwerer Beute. Oft hängt ihr Überleben von den Opfern ab, die der Winter fordert. Doch es gibt auch Tiere, die ausgerechnet in eisiger Kälte ihren Nachwuchs bekommen, wie zum Beispiel Kreuzschnäbel. Und an der Nordseeküste kommen zur Jahreswende die ersten Kegelrobbenjungen zur Welt. Im Südwesten Deutschlands wird es schon im März merklich wärmer. Feldhasen beginnen mit der Paarung, und Wildschweine haben bereits Nachwuchs. Die Hochalpen sind dagegen noch weit über den Winter hinaus von Schnee bedeckt. So manche Lawine bringt eine Gams ums Leben, und Kolkraben wie Steinadler bekommen ihre Chance.

Dienstag, 23. Oktober

SWR Fernsehen, 18.15 Uhr
MENSCH LEUTE
Vanessa und ihre Raubvögel – Flugversuche als Falknerin
Vanessa Müller ist Biologin, Jägerin, Falknerin. Die 31-Jährige betreibt eine eigene Falknerei in Weil im Schönbuch. Das Interesse an ihr ist groß, doch kann sie davon auch leben? Der SWR begleitet sie mit der Kamera, wenn sie ihre Raubvögel bei Kindergeburtstagen, bei Flugschauen und Hochzeiten präsentiert. Vor gut zwei Jahren machte sich die studierte Biologin selbstständig und eröffnete ihre „Garuda Falknerei“. Raubvögel bedeuten ihr alles, die Liebe zu den Tieren will sie auch anderen vermitteln. „Mit dem Kennenlernen kommt das Schützenwollen“, sagt sie. Für ihre Auftritte bei Hochzeiten, Mittelalter-Märkten oder in Schulen trainiert die jüngste Falknerin in Baden-Württemberg jeden Tag drei bis vier Stunden mit den Tieren. Auch gegen Tauben setzt sie ihre Raubvögel ein. Sie greifen an, wenn Schusswaffen oder Gift nicht erlaubt oder unwirksam sind. Vanessa Müller verbringt nahezu jeden Tag von früh bis spät mit ihren Schützlingen. Sie lebt für ihren Job, der ursprünglich nur ein Hobby sein sollte. Doch selbst das trauten ihr alteingesessene Falkner aufgrund ihrer Jugend und ihrer schmächtigen Figur nicht zu. Mittlerweile bildet sie selbst aus – darunter auch Herren um die Vierzig, die bei ihr das Falknerhandwerk lernen.

Mittwoch, 24. Oktober

arte, 7.15 Uhr
360° Geo Reportage
Die Bärenhunde von Nevada
Ein Bär auf der Veranda auf Futtersuche bei den Menschen. Das kann gefährlich werden – für Mensch und Tier. Damit solche Bären nicht abgeschossen werden müssen, hat sich Nevadas staatlicher Bären-Biologe Carl Lackey eine friedlichere Lösung ausgedacht: Er fängt sie ein und verpasst ihnen mit seinen Karelischen Bärenhunden einen solchen Schrecken, dass sie lange nicht wiederkommen. „360° Geo Reportage“ hat den Bären-Biologen bei seiner Arbeit begleitet. Es ist der Müll, der die Schwarzbären im US-Bundesstaat Nevada in die Siedlungen lockt. Wenn in der Natur das Futter knapp wird, finden sie hier immer etwas. Die Tiere flüchten meist, sobald sie auf Menschen treffen, doch ein Bär kann auch schon mal angreifen. Vielerorts werden Bären einfach abgeschossen, wenn sie den Menschen zu nahe kommen. Nevadas staatlicher Bären-Biologe Carl Lackey hat eine friedlichere Lösung gefunden, um die Bären auf Abstand zu halten. „360° Geo Reportage“ begleitet ihn, wie er sie einfängt und abseits der Siedlungen wieder frei lässt. Die wichtigsten Helfer dabei: seine Karelischen Bärenhunde. Sie jagen die Bären mit aggressivem Bellen wieder zurück in den Wald. Das Fenster ist ausgehebelt, der Kühlschrank hat Kratzer, die Bewohnerin ist aufgelöst. Ein Bär ist nachts in ihr Haus eingestiegen und hat Käse und Getränkedosen auf dem Fußboden verteilt. Eine bedrohliche Situation. Deshalb stellen Lackey und seine Mitarbeiterin eine Bärenfalle auf, in der ein Köder den Bären anlockt. Greift dieser danach, schnappt die Falle zu. Ein paar Nächte später sitzt schon ein 200-Kilo-Koloss in der Falle. Er darf zurück in die Freiheit, aber er soll lernen, die Menschen wieder als Gefahr wahrzunehmen und nicht als Nahrungsquelle. Diese Lektion verpassen ihm die Karelischen Bärenhunde. Der Bär ist in Panik, als er aus der Falle springt. Die Hunde hetzen ihn mit ihrem furchterregenden Gebell bis zum nächsten Baum. Dort klettert er hinauf. Er wird erst in Stunden wieder herunterkommen, völlig verängstigt, aber am Leben.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildkatzen
Versteckt in Deutschlands Wäldern
Sie ist scheu und geheimnisvoll wie kaum ein anderes Tier – die Europäische Wildkatze. Es gibt kaum noch große und zusammenhängende Laub- und Mischwälder, in deren Schutz Wildkatzen ungestört leben können. Diese Naturdokumentation erzählt vom heimlichen Leben der Wildkatze in der Eifel – von der Jungenaufzucht im Frühjahr bis zur schwierigen Mäusejagd im Winter. Fast unsichtbar schleicht sie durch die Wälder der Eifel – heute wie vor Jahrtausenden. Wildkatzen waren einst in fast allen mitteleuropäischen Wäldern zu Hause, doch über die Jahrhunderte sind sie vielerorts verschwunden. Wildkatzen haben es im Winter schwer: Es ist so gut wie unmöglich, Mäuse unter der Schneedecke zu erjagen. Wo es Baumhöhlen zum Schlafen, Hecken zum Verstecken und Lichtungen zum Jagen gibt, fühlen sie sich wohl. Am Waldrand gehen sie auf die Jagd, hauptsächlich nachts und in der Dämmerung. Wildkatzen sind Einzelgänger. Allein durchstreifen sie die Wälder, einen Partner dulden sie nur zur Paarungszeit. Die jungen Kätzchen zieht nur die Mutter auf. Wenn sie im Herbst selbstständig werden und die Konkurrenz unter den Geschwistern überhandnimmt, machen die Jungtiere sich auf die Suche nach einem eigenen Revier – falls sie es lebend über die nächste Straße schaffen. Trotz aller Bemühungen, die seltenen Tiere zu schützen, geraten oft schon Wildkatzenjunge in Lebensgefahr: Wenn Waldarbeiten oder Spaziergänger eine Wildkatzenfamilie aufschrecken, gehen immer wieder Jungtiere verloren – und landen oft als vermeintliche Hauskatzen beim Menschen. Solche Findelkinder sehen niedlich aus, lassen sich jedoch nicht zähmen. Mit ein bisschen Glück landen die Findlinge in einer Auffangstation für Wildkatzen, wo sich Biologen um sie kümmern: Sie päppeln die Katzen auf und bereiten sie auf das Leben im Wald vor. Wenn eine Wildkatze die alltäglichen Gefahren und den ersten Winter gut übersteht, hat sie gute Chancen, sich ein eigenes Revier zu erobern – gut versteckt in Deutschlands Wäldern.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Die Südheide
Wälder, Wiesen, weites Land
Wälder und Felder, Moore und Heide, Schäfer und Schnucken: Das sind die Merkmale einer Landschaft, die schon vor 100 Jahren vom Heimatdichter Hermann Löns wegen ihrer Urwüchsigkeit gepriesen wurde. Dabei ist die Region im Städtedreieck Celle, Walsrode und Uelzen alles andere als naturbelassen. Jahrhundertelang wurde sie von Heidebauern geprägt und als norddeutsche Kulturlandschaft geformt. Das Geheimnis des knapp 500 Quadratkilometer großen Naturparks Südheide liegt in seiner Vielgestaltigkeit: Böden, Geologie und Relief haben ihren Ursprung in der Eiszeit. Vielerorts durchfließen malerische Bäche die Landschaft, die ihre Quellen in zahlreichen Heidemooren haben. Die ausgedehnten Wälder sind Rückzugsgebiete für Wildschweine und Dachse. In klaren Heidebächen jagen Fischotter und scheue Schwarzstörche nach Forellen und Neunaugen. Wichtiger Bestandteil der Südheide sind die unzugänglichen Moore, in denen Kraniche, gut geschützt vor Feinden, ihren Nachwuchs großziehen. Kreuzotter und die selten gewordenen Birkhühner hingegen fühlen sich auf den sandigen Heideflächen wohl, die der Region ihren Namen verdankt. Die Dokumentation „Die Südheide“ erzählt von einem fast unbekannten Landstrich, der vom Menschen seit Jahrhunderten stark beeinflusst und dennoch vielgestaltig ist. Mit beeindruckenden Verhaltensbeobachtungen von streitenden Birkhähnen, Dachsen in ihrem unterirdischen Bau, kämpfenden Wildschweinfrischlingen oder auch Kranichküken, die im wärmenden Federkleid ihrer Eltern Schutz suchen, setzt Naturfilmer Günter Goldmann die Natur der Südheide in Szene. Flugaufnahmen zeigen die Region aus der Luftperspektive, extreme HD-Zeitlupen von Birkhühnern, Wildschweinen und Rehen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner im Herzen Niedersachsens.

MDR Fernsehen, 20.45 Uhr
Sündenbock Wildschwein – Panikmache oder echte Gefahr?
Der Wildschwein-Bestand in Deutschland explodiert. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Schadensmeldungen – trotz intensivster Bejagung. Allein in Sachsen-Anhalt erlegten die Jäger im aktuellen Jagdjahr knapp 50.000 Wildschweine – die höchste je erzielte Strecke. Das stört die Ausbreitung des Borstenviehs kaum: „Man wird die Schweine nicht wegbekommen. Da hat man keine Chance. Man kann nur probieren, die Bestände irgendwie im Griff zu behalten“, so Hans-Joachim Geyer von der Glücksburg Agrar e.G. Das hat menschgemachte Gründe: Wildschweine lieben Mais und weil die Anbaufläche ständig wächst, vermehren sich die Tiere stark. Seit 2010 wuchs die Maisanbaufläche um fast 300.000 Hektar. Denn Mais wird zunehmend als Energiequelle für Biogas-Anlagen eingesetzt, der Anbau von der EU stark gefördert. Das hat Schattenseiten. Fast täglich gibt es neue Meldungen von verwüsteten Feldern, Äckern oder Kleingärten. Auf der Suche nach Nahrung dringen die Wildtiere bis in die Stadtzentren von Leipzig, Magdeburg oder Dessau vor. Und die Wildschweine bringen noch eine weitere Gefahr mit. Bauern fürchten die Afrikanische Schweinepest. „Die Angst ist sehr groß, weil die Unsicherheit groß ist. Wann kommt sie und wo wird sie zuerst auftreten? Wir leben hier in einer direkten Nähe zu Polen. Und dann liegt noch die A4 um die Ecke. Da sind die Gefahren sehr groß, dass Krankheit hier zuerst auftreten könnte“, meint Swen Jatzke, Schweinezüchter in Sachsen. Obwohl sie für den Menschen ungefährlich ist, hätte die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest verheerende Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Die Verluste könnten in die Milliarden gehen. „Dann müssten alle Schweine im Sperrbezirk getötet werden… und auch entsprechend entsorgt. Da werden noch Lösungen gefunden werden müssen“, so Silke Breske, Fachtierärztin für Schweine. Bauern, Jäger und viele Kommunen fordern von der Politik, mit Prämien für abgeschossene Wildschweine gegen die drohende Seuche vorzugehen. Experten bezeichnen das als Panikmache. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Afrikanische Schweinepest zu uns kommt, hat weniger mit den Wildschweinen zu tun, sondern mit uns Menschen. Im Wesentlichen verbreitet sich die Krankheit über weggeworfene Nahrungsreste, zum Beispiel an Autobahn-Raststätten“, so Prof. Sven Herzog, Wildtierökologe an der TU-Dresden. Sündenbock Wildschwein – Panikmache oder echte Gefahr? Dieser Frage geht „Exakt – die Story“ nach. Die Autoren sprechen mit Betroffenen, begleiten Jäger, befragen Experten und blicken findigen Tüftlern über die Schultern, die an neuen Methoden zur Abwehr von Wildschweinen arbeiten.

Donnerstag, 25. Oktober

3sat, 12.15 Uhr
Die Alpen
Schweizer Berge neu entdeckt
Das Wappentier des Kantons Graubünden ist der Steinbock, ein Überlebenskünstler, der auf den kargen Grasflächen oberhalb der Waldgrenze zu Hause ist. Lange Zeit war er im Alpenraum ausgestorben. Erst durch gezielte Wiederansiedlung kehrten rund 300 Steinböcke in den Schweizerischen Nationalpark im Kanton Graubünden zurück, behütet von der Wildbiologin Seraina Campell Andri.

3sat, 14.50 Uhr
Goldgräber und Grizzlybären
Unterwegs in West-Kanada
Filmautorin Monika Birk reist nach West-Kanada, ins Land der Bären, der endlosen Wälder, unzähliger Seen, rauschender Flüsse und der Goldgräber.

3sat, 15.35 Uhr
Die Spur des Bären
Thomas Roth durchreist Kanada:
Thomas Roth durchreist Kanada: Er startet in der Arktis, durchquert die Nordwestpassage, stößt auf dem Yukon in Kanadas Herz vor und fliegt zu den pazifischen Inseln ganz im Westen.

Freitag, 26. Oktober

hr-fernsehen, 21.00 Uhr
Naturparadies Skandinavien
Skandinaviens Besonderheiten sind die weiten, unberührten Landschaften und die große Artenvielfalt. Hier gibt es noch eine große Anzahl von Elchen, Rentieren, Rot- und Polarfüchsen und auch Wölfen. In Norwegen hat sich im Hochland Dovrefjell ein fast vollständig intaktes Ökosystem – das letzte seiner Art in Europa – erhalten. Dort leben etwa 230 Grönländische Moschusochsen. Ihre zottigen Pelze und die kräftig gehörnten Köpfe verleihen den Tieren ein imposantes Aussehen. Mit dem dichten, langhaarigen Fell trotzen sie den extremsten Witterungen. In Finnland besteht noch eine Bärenpopulation von etwa tausend Exemplaren. Die Kamera begleitet eine Bärin mit ihrem vierköpfigen Nachwuchs auf ihren Streifzügen. Im Frühjahr bietet auch die Vogelwelt einzigartige Naturerlebnisse wie die spektakuläre Balz des Birkwildes und den Rastaufenthalt der Graukraniche in Schweden. Stimmungsvolle Aufnahmen von Wäldern, Mooren, Flüssen, Seen und von mächtigen Wasserfällen zeigen eindrucksvoll die ursprüngliche Landschaft.

Samstag, 27. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Waschbären-Party
Inzwischen ist Kassel die „deutsche Hauptstadt von Waschbären“, die sich nicht mehr vertreiben lassen, denn hier finden die intelligenten Tiere ideale Lebensbedingungen. Auch in anderen Bundesländern wird man künftig mit den geschickten und lernfähigen Kleinbären leben müssen. Für ihre Klugheit und die geschickten Pfoten wurden Waschbären schon in ihrer ursprünglichen Heimat, dem amerikanischen Kontinent, bewundert. Zahlreiche indianische Legenden ranken sich um die schwarz-weiße Zorro-Maske der Kleinbären, die für Dunkelheit und Licht, für das Diesseits und Jenseits stand und von verschiedenen Stämmen mit schwarz-weißer Gesichtsbemalung imitiert wurde. Aus dem indianischen Wort „Aroucun“ wurde das englische „Racoon“ für Waschbären. Da sie Allesfresser sind und bei uns kaum natürliche Feinde haben, sind sie in der deutschen „Waschbärenhauptstadt“ Kassel zu einer regelrechten Plage geworden. Die Bürger versuchen sie abzuschrecken, indem sie ihre Öko-Tonnen abschließen und Elektrozäune auf ihre Dächer montieren, damit die immer hungrigen Kleinbären kein Chaos anrichten können. Denn gelangen sie erst einmal in eine Wohnung, wird dort eine zünftige Waschbärenparty gefeiert.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Was ist nur los im Tal der Geier?
Zwei ausgewachsene Bartgeier, die ihre Kreise jahrelang über den Tälern der Alpen ziehen, sind plötzlich verschwunden. Der Verdacht liegt nahe, dass Wilderer am Werk sind. Wieder gibt es eine „Geierwalli“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Licht in das immer wiederkehrende Verschwinden der Geier zu bringen. Nicola und Tauernwind heißen zwei Bartgeier, die ihre Kreise jahrelang über den Tälern der Alpen gezogen haben. Und plötzlich sind sie verschwunden. Der Verdacht liegt nahe, dass Wilderer am Werk sind, vor allem weil dies nicht der einzige Vorfall dieser Art ist. Nina Roth-Callies hat das Projekt der Wiederansiedlung von Bartgeiern in den Alpen von Anfang an begleitet. Jetzt hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Licht in das immer wiederkehrende Verschwinden der Geier zu bringen. Und noch eine weitere Frage treibt sie um: Warum hat es in Österreich bisher kein einziges Geierpaar geschafft ein Junges aufzuziehen? Aber eine erfolgreiche Wiederansiedlung auch in Österreich, das hat sich Nina Roth-Callies als Ziel gesetzt und kämpft dafür mit dem Einsatz und Engagement einer echten „Geierwalli“.

Sonntag, 28. Oktober

3sat, 15.40 Uhr
Schladminger Bergwelten – Von Gipfeln und Gämsen
Zwischen dem Dachstein und den Niederen Tauern, am Rande der Skipisten, finden nicht nur Gämsen, sondern auch Auerhähne, Steinadler, prächtige Rothirsche und Luchse ideale Lebensbedingungen. Ab und zu verirrt sich sogar ein Wolf in die unüberschaubaren Bergwälder und finsteren Schluchten dieser Region.

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Ein Leopard mit kleinen Schwächen
Vor der atemberaubenden Kulisse des Okavango-Deltas in Botsuana dokumentieren die preisgekrönten Filmemacher Dereck und Beverly Joubert das Heranwachsen eines jungen Leoparden mit liebevollem Humor und faszinierenden Nahaufnahmen. Die Filmautoren verfolgen die erste Lebensphase des jungen Leoparden Dikeledi im Okavango-Delta. Schnell zeigt sich, dass Dikeledi als Leopard nicht gerade ein Naturtalent ist. Er stellt sich oft besonders ungeschickt an. Auch nach Monaten beherrscht er die Kunst des Kletterns nicht, er besitzt wenig Gespür für Balance und den Umgang mit seinen übergroßen Pranken. In einem Alter, da er längst selbst jagen sollte, lässt er sich noch immer genüsslich von der Mutter mit Nahrung versorgen. Als sein Vater im Revier erscheint, muss Dikeledi gehen. Ohne Jagderfahrung und umgeben von Hyänen, Schakalen, Geiern und Pavianen stolpert der junge Leopard zunächst von Misserfolg zu Misserfolg. Beinahe verpasst er die Chance seines Lebens, weil er zu tief schläft. Der erste eigene Riss – ein Wendepunkt. Langsam, aber sicher findet der Leopard mit den kleinen Schwächen seinen Platz in der großen, weiten Welt.

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Alaskas Bären (2)
Zwischen Anchorage und Polarmeer
Braun-, Schwarz- und Eisbären – Alaska hat sie alle zu bieten. Um sich ein unverfälschtes Bild von ihrem Leben machen zu können, reist der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan 5.000 Kilometer durch den größten, nördlichsten und westlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. In Anchorage, der Hauptstadt Alaskas, ist die Grenze zwischen Wildnis und Zivilisation fließend. Wie selbstverständlich wandert eine Schwarzbärenfamilie vom Wald über den Golfplatz in die Gärten der Wohnviertel. In „ihrem“ Revier macht es für die beiden Bärenkinder keinen Unterschied, ob sie auf einen Baum oder über einen Zaun klettern. Im riesigen, rund 240 Kilometer nördlich von Anchorage gelegenen Denali-Nationalpark wirft der Winter seine Schatten voraus. Wölfe lauern den kleinen Arktischen Zieseln auf, die sich für die kalten Monate im Bau gerade ordentliche Fettpolster anfuttern. Auch die Toklat-Grizzlys haben jetzt nur noch eines im Sinn: Beeren. Anders als ihre Verwandten an der Küste müssen die Braunbären im Inneren Alaskas ohne üppige Lachsmahlzeiten auskommen. Der Weg Richtung Polarmeer führt dann durch spektakuläre Landschaften. Moschusochsen grasen direkt am Straßenrand. Mehrere hundert Kilometer auf dem schnurgeraden Dalton-Highway weiter tauchen plötzlich die fahlen Lichter von Prudhoe Bay, der Erdölstadt am Ende des nordamerikanischen Kontinents, auf. Und bald auch die ersten Eisbären.

TV-Programm 29.10. - 04.11.2018

Montag, 29. Oktober

SWR Fernsehen, 10.30 Uhr
Im Bann der Jahreszeiten – Herbst
Goldener Oktober
Im „Goldenen Oktober“ ist mit der Laubfärbung der Bäume der Höhepunkt des Herbstes erreicht. Ballonfahrer Klaus Sarinksi und Jäger Edmund Puzio genießen die Farbenpracht der Wälder. In Südfrankreich bietet sich die letzte Gelegenheit zur Beobachtung der Murmeltiere

3sat, 17.00 Uhr
Die Hohen Tauern mit Hermann Maier
Als die ersten Menschen in die Alpen vordrangen, trafen sie auf ausgedehnte, einförmige Urwälder. In jahrhundertelanger Arbeit rodeten sie den Wald, schufen Äcker und Almen und drangen mit ihren Siedlungen bis in die Hochlagen vor. Den ersten Bauern folgten viele Wildtiere, die in der nun strukturreichen Landschaft Lebensraum fanden: Auerhühner besiedelten die Waldweiden, Steinhühner die Bergmähder und Rothirsche die Almen. Für einige Tiere, die in den Urwäldern selten waren, haben die Menschen den Lebensraum beträchtlich erweitert: etwa für die Birkhühner, die Murmeltiere oder die Kreuzotter. So ist im Lauf der Jahrhunderte eine einmalige Lebensgemeinschaft aus Tieren der Kulturlandschaft und speziell angepassten Wildtieren der Hochlagen entstanden.

Dienstag, 30. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Vom Kuscheln, Träumen und Schmusen – Erdmännchen
Filmautor Christian Herrmann erzählt, was während der Nacht in den unterirdischen Bauten von Erdmännchen geschieht. Ein Erdmännchen nach dem anderen schlüpft aus dem Bau. Sie stellen sich auf die Hinterbeine und blinzeln in die Sonne. Reihum beziehen sie Stellung, suchen Horizont und Himmel nach möglichen Feinden ab. Die Luft ist rein: Nun kommen auch die Jüngsten aus dem Bau gekrabbelt. Übermütig tollen sie herum – so oder so ähnlich spielt sich das Familienleben der Erdmännchen jeden Morgen ab. Was aber geschieht nachts, wenn sie alle wieder in ihrem Bau verschwinden? Zusammen mit Forschern der Universität Zürich ist ein BR-Team erstmals dem Verhalten von Erdmännchen nachts in ihrem Bau nachgegangen.

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Abenteuer Erde: Urwald von morgen – Nationalpark Eifel
Der erste und bislang einzige Nationalpark Nordrhein-Westfalens, nur fünfzig Kilometer südwestlich der Metropole Köln, ist das grüne Herz des Westens. Diese Eifelregion ist Schauplatz eines wegweisenden Experiments: Auf drei Viertel der Parkfläche wird der ehemalige Wirtschaftswald sich selbst überlassen, und die Natur übernimmt Stück für Stück die Hoheit. Tote Bäume werden stehen gelassen, Äste krachen herab und Stämme vermodern am Boden. So entsteht ein Urwald von morgen, der schon jetzt vor allem scheuen Tieren ein einzigartiges Zuhause bietet. Der Film erzählt eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes inmitten einer von Menschen geprägten Umgebung. Abseits der Dörfer und Äcker stehen die heimlichen Rückkehrer im Mittelpunkt. Heimlichtuer, die die Menschennähe nicht mögen, oft scheu und zurückgezogen leben oder eben ohne Rückzugsorte aussterben würden. Wie „Eifeltiger“ schleichen nun immer mehr Wildkatzen durchs Dickicht, es nagen Biber ungestört an Bäumen und klappern Schwarzstörche im Blätterdach. Und selbst die größte Katzenart Europas, der Luchs, ist hier schon gesichtet worden und könnte bald im Urwald auf Jagd gehen. Der Nationalpark ist (noch) keine Wildnis, sondern ein ehemaliger Forst, in dem Bäume nach Festmeter bewertet wurden. Ohne menschliche Pflege und Axt sterben nun die angepflanzten Fichten und die ursprünglich beheimateten Buchen kehren zurück. Neu entstehende Laubwälder sind robuster gegen Stürme und Parasiten und bieten im Kronenraum vielfältigere Lebensräume für Tiere und Pflanzen als die eintönigen Fichtenforste, die noch immer große Teile des Nationalparks prägen. Der Zuschauer wird auf unterhaltsame Weise Zeuge eines andauernden Umgestaltungsprozesses in einem menschenverlassenen Schmuckstück der Natur. Geheimnisvoll und spannend erzählt der Film, wie sich wilde Tiere in ihrem neuen grünen Domizil einrichten.

Mittwoch, 31. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Vögel des Todes – Wald- und Steinkauz
Eulen gelten als Vögel des Unheils, des Todes und der Finsternis. Das Leben dieser Nachtgeschöpfe ist in unseren Köpfen noch immer von Vorstellungen geprägt, die Tierfilmer Günter Goldmann als Vorurteile entlarvt. Schon seit jeher und in den unterschiedlichsten Kulturen der Welt haftet Eulen ein Image des Düsteren an. Sie gelten als Vögel des Unheils, des Todes und der Finsternis – waren den alten Griechen zugleich aber auch Symbol der Weisheit, das sogar Münzen zierte. Ihren finsteren Leumund verdanken sie wohl vor allem ihrer nächtlichen Aktivität und den geheimnisvollen Rufen. Vorgestellt werden drei heimische Eulenarten: Die Schleiereule mit ihrem auffälligen, herzförmigen Gesicht lebt oft in Scheunen; der Waldkauz, der nicht nur – wie sein Name sagt – in Wäldern, sondern auch in städtischen Parks und in der Nähe von Höfen nistet und der Steinkauz. Als ehemaliger Steppenbewohner braucht er große, vom Menschen bewirtschaftete Flächen – findet dort aber kaum mehr Nistplätze. In faszinierenden Aufnahmen schildert der Tierfilmer Günter Goldmann das Leben von Eulen – von der Balz über das Schlüpfen des anfangs noch blinden Nachwuchses bis zur Jagd – und zeigt diese Vögel auch als Freunde des Menschen. Denn welcher Bewohner eines älteren Gehöfts könnte etwas gegen Tiere haben, die in der Brutzeit pro Nacht mindestens zehn Mäuse vertilgen müssen, um bei Kräften zu bleiben?

Animal Planet, 20.15 Uhr
Der Bigfoot Alaskas
Die Monster-Jäger von Alaska
Inmitten der Wildnis Nordamerikas liegt eines der größten Geheimnisse der Natur: das „Alaska-Dreieck“. Hier soll sich das Revier von Bigfoot und weiteren mysteriösen Kreaturen befinden. Seit über 500 Jahren finden sich Aufzeichnungen von Augenzeugen und ihren beängstigenden Aufeinandertreffen mit diesen Bestien. Diese Berichte spornen erfahrene Trapper zur Erforschung des abgelegenen Gebiets an. Mit neuesten Technologien fahnden engagierte Jäger nach Beweisen für die Existenz dieser Geschöpfe. „Die Monster-Jäger von Alaska“ verfolgt Spuren von Wesen wie dem furchterregenden Saberwolf. Bei der Suche nach der Wahrheit setzen die Trapper der Doku-Serie mehr als einmal ihr Leben aufs Spiel. Weitere fünf Folgen der Serie „Die Monster-Jäger von Alaska“ sind ab 21.00 Uhr auf Animal Planet zu sehen.

Donnerstag, 1. November

WDR Fernsehen, 8.30 Uhr
Der Herbst ist da!
Alte Sitten und Bräuche in Rheinland und Westfalen
Allerheiligen, Allerseelen. Und Allerhasen? Unter diesem Namen wird am 3. November der Hubertustag gefeiert, wenn die Jäger offiziell wieder schießen dürfen.

WDR Fernsehen, 13.45 Uhr
Abenteuer Erde: Urwald von morgen – Nationalpark Eifel
Der erste und bislang einzige Nationalpark Nordrhein-Westfalens, nur fünfzig Kilometer südwestlich der Metropole Köln, ist das grüne Herz des Westens. Diese Eifelregion ist Schauplatz eines wegweisenden Experiments: Auf drei Viertel der Parkfläche wird der ehemalige Wirtschaftswald sich selbst überlassen, und die Natur übernimmt Stück für Stück die Hoheit. Tote Bäume werden stehen gelassen, Äste krachen herab und Stämme vermodern am Boden. So entsteht ein Urwald von morgen, der schon jetzt vor allem scheuen Tieren ein einzigartiges Zuhause bietet. Der Film erzählt eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes inmitten einer von Menschen geprägten Umgebung. Abseits der Dörfer und Äcker stehen die heimlichen Rückkehrer im Mittelpunkt. Heimlichtuer, die die Menschennähe nicht mögen, oft scheu und zurückgezogen leben oder eben ohne Rückzugsorte aussterben würden. Wie „Eifeltiger“ schleichen nun immer mehr Wildkatzen durchs Dickicht, es nagen Biber ungestört an Bäumen und klappern Schwarzstörche im Blätterdach. Und selbst die größte Katzenart Europas, der Luchs, ist hier schon gesichtet worden und könnte bald im Urwald auf Jagd gehen. Der Nationalpark ist (noch) keine Wildnis, sondern ein ehemaliger Forst, in dem Bäume nach Festmeter bewertet wurden. Ohne menschliche Pflege und Axt sterben nun die angepflanzten Fichten und die ursprünglich beheimateten Buchen kehren zurück. Neu entstehende Laubwälder sind robuster gegen Stürme und Parasiten und bieten im Kronenraum vielfältigere Lebensräume für Tiere und Pflanzen als die eintönigen Fichtenforste, die noch immer große Teile des Nationalparks prägen. Der Zuschauer wird auf unterhaltsame Weise Zeuge eines andauernden Umgestaltungsprozesses in einem menschenverlassenen Schmuckstück der Natur. Geheimnisvoll und spannend erzählt der Film, wie sich wilde Tiere in ihrem neuen grünen Domizil einrichten.

n-tv, 20.15 Uhr
Tierische Instinkte – Die Prüfung des Lebens
Alle Tiere sind mit einem Überlebensinstinkt geboren, doch nur die Stärksten können bestehen. Das Aufwachsen ist hart: Ein Baby-Elefant wird von den männlichen Familienmitgliedern getreten und muss das Leben in der Herde erst kennenlernen, ein junger Grizzlybär lernt schnell, wie wichtig es ist, sich selbst beschützen zu können. Die Dokumentation veranschaulicht, wie junge Tiere lernen, sich durch das Leben zu kämpfen.

n-tv, 21.05 Uhr
Tierische Instinkte – Große Machtkämpfe
Die meiste Nahrung, das beste Territorium, die größte Chance auf Paarung. Macht bedeutet im Tierreich eine Vielzahl von Privilegien. So verdrängt ein weibliches Erdmännchen ihre eigene Tochter aus dem Clan, weil sie in ihr eine Konkurrentin sieht. Die Dokumentation zeigt in seltenen Bildern die größten Machtkämpfe im Tierreich.

Freitag, 2. November

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere bauen
Viele Tiere sind als Baumeister nicht weniger geschickt als der Mensch. Dass sie imstande sind, Erstaunliches zu leisten, zeigen die Turmbauten der Termiten ebenso wie die Waben von Wespen. Tierbauten sind meistens einfach, aber immer genial durchdacht. Sie geben interessante Einblicke in die Lebensweise und das Verhalten der Baumeister. So spinnen Fallensteller Netze oder bauen Gruben und fangen auf diese Weise ihre Beute. Nicht nur Vogelnester sind Kinderstuben, in denen die Jungen aufgezogen werden, auch Insekten, Frösche und Fische bauen für ihre Brut. Das Faszinierende bei allen Tierbauten ist, dass sie grundsätzlich aus Naturmaterialen gebaut werden. Und während der Menschen sein Revier gern für sich allein hat, ist es im Tierreich völlig normal, dass – oftmals viele verschiedene – andere Tiere einen Bau nutzen oder als Nachnutzer einziehen.

3sat, 14.05 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich herausputzen
Tiere waschen sich nie die Hände, putzen sich die Zähne oder springen unter die Dusche. Trotzdem sind sie sauber und verwenden im Lauf ihres Lebens ungeheuer viel Zeit auf ihr Äußeres. Sie kratzen, lecken und pudern sich, sie kämmen ihre Federn, nehmen Schlammbäder oder halten sich eine Putzhilfe. Dabei beugt die gründliche Pflege nicht nur Krankheiten und Parasiten vor – sie hilft auch, sich zu verteidigen, oder kann für die Beziehung nützlich sein.

3sat, 14.50 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich tarnen
„Bloß nicht auffallen!“, lautet eine der wichtigsten Regeln im Tierreich. Um nicht von Feinden entdeckt zu werden – oder um selbst erfolgreich jagen zu können. Dazu haben sich viele Tierarten im Lauf ihrer Entwicklung schlaue Tricks einfallen lassen. Einige Tiere geben sich fast gar nicht zu erkennen. Täuschend echt ahmen sie ihre Umgebung nach und passen ihr Gefieder, ihre Farben und sogar ihr Verhalten daran an. Andere wiederum schrecken ihre Gegner mit Warnfarben ab. Manche Tiere benutzen dabei das Tarnen und Täuschen als List, um sich vor potenziellen Fressfeinden in Sicherheit zu bringen, andere verwenden diese Mittel, um sich auf der Jagd nach Beute eine günstige Ausgangsposition zu verschaffen. Doch egal, mit welchen Mitteln und zu welchem Zweck: Insekten, Reptilien, Fische und sogar fleischfressende Pflanzen nutzen alle ausgefeilte „Tricks“, um andere Lebewesen in die Irre zu führen und sich so einen überlebenswichtigen Vorteil zu verschaffen.

3sat, 16.15 Uhr
Europa ungezähmt
Die großen Wälder
In der Sendung geht es um die „großen Wälder“ Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des Eurasischen Luchses. Die Neuansiedlung europäischer Wisente in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel. Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überleben.

3sat, 17.45 Uhr
Europa ungezähmt
Die Alpen
Mit Gipfeln und über 82 Viertausendern liegt der mächtige Gebirgszug der Alpen mitten in Europa. Ihre schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen bilden einen weitgehend naturbelassenen Lebensraum. Oberhalb der Baumgrenze sind die Reviere der Murmeltiere. Sie legen große unterirdische Höhlensysteme an, die zum Schutz und Überwintern dienen. Dort können sie sich auch vor dem Steinadler in Sicherheit bringen, dessen Lieblingsspeise Murmeltiere sind. 1.200 Adler-Paare haben sich in den Alpen wieder angesiedelt.

Samstag, 3. November

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Wie viel Wolf steckt im Hund?
Wie viel Wolf tatsächlich noch im Hunde steckt, ist eine Frage, die Forscher wie Hundeliebhaber gleichermaßen beschäftigt. Erzählt wird mit anschaulichen Bildern, wo die Wurzeln der langjährigen Partnerschaft von Mensch und Hund liegen. Eines ist sicher, alle unsere Hunde stammen vom Wolf ab. Doch wie muss man sich diese Entwicklung vorstellen? Vor über 12.000 Jahren sind die ersten Hunde aufgetaucht. Aber diese Hunde waren nur eine Vorstufe von dem Tier, das im Laufe der Zeit zum Haustier wurde. Filmautorin Andrea Rüthlein erzählt mit anschaulichen Bildern, wo die Wurzeln der langjährigen Partnerschaft von Mensch und Hund liegen.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Der Steinbockmann
Der Alpensteinbock war schon so gut wie ausgestorben und ist mithilfe eines Zucht- und Auswilderungsprogramm europäischer Zoos wieder heimisch geworden. Ein ehemaliger Jäger, der für das Land Tirol die Tiere zählt, erzählt über die Tiere seines Revieres. Ein Film über die Alpensteinböcke, ihre Geschichte und ihr Leben im Jahresverlauf. Walter Ladner will wissen, wie „seine“ Alpensteinböcke den Wintereinbruch überstanden haben, ob sie ihre alten Unterstände gefunden haben. Er hat deswegen die Hütte im oberen Paznauntal in Tirol verlassen, die Tourenski angeschnallt, obwohl die Lawinengefahr groß ist. Er kennt die Tiere von klein auf, weiß wo sie Futter suchen, ihre Kitze aufziehen, wo die Böcke um die Geißen kämpfen. Seit er denken kann, geht er hinauf in die Berge seiner Heimat, hat hier schon als kleiner Junge Ziegen gehütet. Und die wilden Ziegen der Berge, die Steinböcke, sind seine Passion geworden. Immer wieder steigt er in die steilen Hänge, den faszinierenden Tieren hinterher. Er bewundert ihre Fähigkeit dort zu überleben – trotz Kälte, Schnee und Eis. Er ist der Steinbockmann. Und seine Passion wird zu seinem Schicksal. Als er trotz Neuschnees nach den Steinböcken schauen will, kommt es zum Schlimmsten. Eine Lawine löst sich im Hang über ihm und erfasst ihn.

3sat, 10.10 Uhr
Pfeif drauf! Die Alpenmurmeltiere
In den Höhen des Gebirges finden die Murmeltiere, die für sie geeigneten Lebensbedingungen. Das Ende der letzten Eiszeit hat sie von Asien aus in die Alpen getrieben. Nach Bieber und Stachelschwein ist das Murmeltier das drittgrößte Nagetier in Europa und hat es so zum Bergliebling der Touristen und Einheimischen gebracht. Die Jäger haben ganz eigene Bezeichnungen für die putzigen Nager. Das Männchen ist „der Bär“, das Weibchen „die Katz“, und die Jungtiere nennen sie „Affen“. Die Dokumentation „Pfeif drauf! Die Alpenmurmeltiere“ begleitet Murmeltiere in ihren hochalpinen Revieren über das Jahr durch: von der Aufzucht der Jungtiere bis hin zum Winterschlaf.

3sat, 11.20 Uhr
Wer die Heimat liebt – Das heilige Erbe
Heimatfilm, Österreich 1956
Der Jäger Jakob Sonnleitner liebt die Natur seines Reviers. Eines Abends stellt er einen Wilderer, der beim Fluchtversuch tödlich verunglückt. Das hat Folgen für Sonnleitner. Der Tote ist der Sohn des einflussreichen Bauern Hochegger. Dem Bauern gelingt es, die Abberufung Sonnleitners zu erzwingen, obwohl kein Zweifel daran besteht, dass der alte Jäger unschuldig ist. Sonnleitner wird in ein Revier am Neusiedler See versetzt. Bis zum Eintreffen des neuen Jägers pflegt seine Tochter Evi das alte Revier.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Auf Leben und Tod – Die große Jagd
Der Planet-Erde-Produzent Alastair Fothergill enthüllt die spektakulären Strategien von Jägern und Gejagten. Der ewige Wettstreit zwischen Jäger und Gejagten bietet seit jeher die dramatischsten Szenen in der Natur; für beide Parteien geht es dabei um Leben und Tod. „Die große Jagd“ aus der Serie „Auf Leben und Tod“ von Alastair Fothergill zeigt die außergewöhnlichsten Strategien von Raubtieren, um Beute zu machen. Jede dieser Taktiken ist durch den Lebensraum geprägt, in dem die Jäger auf die Pirsch gehen. Für einen Leoparden hängt der Jagderfolg davon ab, wie gut er jede Deckung zu nutzen weiß, um möglichst nah an seine Beute heranzukommen. Geduld ist dabei die oberste Prämisse. Wildhunde dagegen bringen ihre Beute in einem Gebiet zur Strecke, in dem es kaum Möglichkeiten gibt, sich zu verstecken: In der offenen Savanne Afrikas müssen sie Ausdauer zeigen – genug Ausdauer, um ihre Beute bis zur Erschöpfung über große Distanzen zu jagen. Jäger müssen sich vielen Herausforderungen stellen: Ob es die riesigen Krokodile der Serengeti sind, die geduldigsten Raubtiere der Erde, die ein ganzes Jahr auf eine Mahlzeit warten können oder der Amurfalke, der auf seiner Suche nach Nahrung über 22.000 Kilometer im Jahr zurücklegt. Doch welche Strategie auch immer verfolgt wird, die überraschende Wahrheit ist, dass Raubtiere in den meisten Fällen erfolglos sind. Selbst für den versiertesten Jäger ist der Ausgang stets offen. Für jede Mahlzeit müssen sie kämpfen, und oft setzen sie sogar ihr Leben aufs Spiel.

Bayerisches Fernsehen, 17.00 Uhr
Frei Schnauze – Das Tiermagazin
Das Magazin „Frei Schnauze“ gibt Tipps zum Leben mit Tieren: Welches Tier passt zu mir? Was tun, wenn der Hund ständig bellt? Und was mache ich, wenn ich ein verletztes Wildtier finde? Denn eines ist klar: Unseren Tieren soll es gut gehen! „Frei Schnauze – Das Tiermagazin“ ist schon vor Ausstrahlung der jeweiligen Folge in der BR Mediathek zu sehen und dann 12 Monate lang verfügbar.

Sonntag, 4. November

3sat, 15.55 Uhr
Ungarn – Wildnis zwischen Donau und Theiß
In Ungarn, einem Land kaum größer als Österreich, leben Menschen und Tiere auf engstem Raum beisammen. Doch vielerorts hat sich die Natur ihre Ursprünglichkeit bis heute bewahrt. Geprägt wird Ungarn von den großen Flüssen Donau und Theiß und der Puszta, der weiten ungarischen Grassteppe. Regelmäßig im Jahr kommt es zu Überschwemmungen, dann wird die Puszta für Wildgänse und rastende Kraniche zum Paradies. In den Auwäldern, die die Flüsse säumen, stellen Fischer ihre Reusen auf und hoffen auf einen reichen Fang – Welse, Hechte, Brachsen und Karpfen. In dieser einmaligen Kulturlandschaft fühlen sich Seeadler und Fischotter wohl. Die Gewässer bieten so viel Nahrung und Schutz, dass in Ungarn über 10.000 Fischotter leben, mehr als irgendwo sonst in Europa. Filmemacher Zoltán Török wirft einen liebevollen Blick auf sein Heimatland und zeigt, wie außergewöhnlich und vielfältig die Natur Ungarns ist. Er begleitet Hirten, die bis heute in traditionellen Trachten Graurinder hüten, zeigt Seeadler bei der Aufzucht ihrer Jungen und folgt Rapfen, mit Karpfen verwandten Fischen, vom Plattensee bis in ihre Laichgebiete. Im Hochsommer ist die Balz der Eintagsfliegen ein besonderes Schauspiel: Für wenige Stunden im Jahr schlüpfen die filigranen Insekten und tanzen elfengleich im Sonnenlicht – gejagt von Uferschwalben, die zu Hunderten in der Steilwand der Theiß brüten. Ungarns malerische Wildnis durchläuft einen permanenten Wandel. Wer sich daran anpasst, hat ein Paradies gefunden.

GEO Television, 15.55 Uhr
Unter Wölfen – Überleben im Rudel
Serienstart
Der aus Schottland stammende Kameramann Gordon Buchanan möchte mehr über den arktischen Wolf erfahren. Dieser gilt als ein gefürchtetes Jagdtier, das schwer zu fassen ist und auch nur schwer vor die Kamera zu bekommen ist. Die Dokumentation begleitet Gordon Buchanan bei seinen Versuchen, mit dem arktischen Wolf in Kontakt aufzunehmen und das Vertrauen des berüchtigten Tieres zu gewinnen. Kameramann Gordon Buchanan möchte mehr über den arktischen Wolf erfahren. Dieser gilt als schwer fassbares und gefürchtetes Jagdtier. Die gefühlvolle Dokumentation begleitet Gordan Buchanan bei seinen Versuchen, mit dem arktischen Wolf in Kontakt zu treten und das Vertrauen des berüchtigten Tieres zu gewinnen.

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Alaskas Bären (3)
Wanderer der Arktis
Braun-, Schwarz- und Eisbären – Alaska hat sie alle zu bieten. Um sich ein unverfälschtes Bild von ihrem Leben machen zu können, reist der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan 5.000 Kilometer durch den größten, nördlichsten und westlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Jedes Jahr im Herbst kommen zahlreiche Eisbären auf die Insel Barter an Alaskas Polarmeerküste. Zwischen November und Januar bringen trächtige Weibchen hier in Schneehöhlen ihre Jungen zur Welt. Reste vom Walfang locken Mütter mit hungrigem Nachwuchs an. Je länger der Winter auf sich warten lässt, desto schärfer wird bei den weißen Bären die Konkurrenz um die letzten nahrhaften Bissen. Erst wenn der Ozean zugefroren ist, können sie losziehen, um weit draußen im Packeis ihrer bevorzugten Beute aufzulauern: Robben. Doch weil die Eisdecke inzwischen immer brüchiger wird und früher als in der Vergangenheit zu schmelzen beginnt, verkürzt sich die Jagdsaison für die größten Räuber der Arktis von Jahr zu Jahr. In der unberührten Wildnis der Brookskette wandern riesige Karibu-Herden zu ihren Sommerweiden. Wölfe und einzelne Braunbären folgen ihnen. An einem Fluss weit oben in den Bergen stößt Chris Morgan auf Lachse. Kurz darauf taucht eine Grizzlymutter mit ihrem Nachwuchs auf. Geduldig lehrt sie ihre drei Jungen die Kunst des Fischens. Es ist ihr letzter gemeinsamer Sommer.

GEO Television, 16.50 Uhr
Besser geht’s nicht – Tiere und ihr Erfolgsgeheimnis
Die Überlebenskünstler
Elefanten genießen den Ruf echter Überlebenskünstler. Sie haben sich körperlich perfekt an die extremen Lebensräume angepasst, in denen sie zuhause sind. Warum ausgerechnet ihre Körper ihnen ihr Fortbestehen sichern, zeigt „Die Überlebenskünstler“. Jäger, Genies, Opportunisten, Besiedler, Überlebenskünstler und tödliche Killer: In beeindruckenden Bildern entschlüsselt die 6-teilige Doku-Reihe das Erfolgsgeheimnis verschiedener Tier-Typen. Unsere Erde ist die Heimat unzähliger Lebewesen. Einige von ihnen sind besonders erfolgreich, stärker als andere und extrem anpassungsfähig. Was genau ist ihr Erfolgsrezept? Die Doku-Reihe zeigt auf unvergleichliche Weise, was genau bestimmte Tiere zu etwas ganz Besonderem macht. Zudem liefern neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Verhaltensforschung faszinierende Einblicke in die Wunder der Tierwelt.

TV-Programm 05.11. - 11.11.2018

Montag, 5. November

SWR Fernsehen, 10.30 Uhr
Im Bann der Jahreszeiten – Herbst
Novembernebel
Der Film bringt ungemütliches Wetter mit sich. Im Harz lauert Ole Anders Luchsen auf und in Baden-Württemberg untersuchen die Biologen Manfred und Christina Kage das Herbstlaub und seine „Bewohner“.

GEO Television, 16.40 Uhr
Operation: Fliegendes Nashorn
In einigen Regionen Südafrikas werden Nashörner täglich von Wilderern bedroht. Die „Operation: Fliegendes Nashorn“ ist der ambitionierte Versuch, die Nashörner zu beschützen. Hierfür werden die Tonnen schweren Tiere auf spektakuläre Art und Weise an geheime Orte ausgeflogen, die den Wilderern nicht zugänglich sind.

Dienstag, 6. November

arte, 11.05 Uhr
Wildes Deutschland
Die Isar, der letzte Wildfluss
Eigentlich verändert sich der Lauf der Isar ständig. Jedenfalls gilt das für ihre ersten 60 Kilometer. Die Isar entspringt bei Scharnitz im Karwendel und mündet nach rund 300 Kilometern bei Deggendorf in die Donau. Während sie flussabwärts von München weitgehend verbaut und kanalisiert ist, besitzt die Isar flussaufwärts noch ihren ursprünglichen Charakter. Je weiter man ihrem Lauf in Richtung Alpen folgt, umso wilder wird sie. Dort, wo sie als Wildfluss in einem weiten Bett zwischen den steil aufragenden Bergen des Karwendels dahinströmt, hat sich eine Flusslandschaft erhalten, die in Deutschland einzigartig ist.

GEO Television, 18.35 Uhr
Lily – Ein Bärenleben
Acht Jahre alt, rund 200 Kilogramm schwer und fast 200.000 Facebook-Freunde: „Lily“ ist der vielleicht berühmteste Schwarzbär der Welt – und jetzt in Lebensgefahr. Denn in Nord-Minnesota sind die wilden Bären für viele Anwohner eine Plage und stehen unter keinem Schutz. Die Doku begleitet den Überlebenskampf eines Schwarzbären, der mit seiner Geburt zum Internetstar wurde. Alles beginnt mit Videoaufnahmen ihrer Mutter „June“ im Winter 2007. Seitdem verfolgen Bärenforscher jeden von Lilys Schritten. Über Nacht wird das Bärenbaby zum gefeierten Internet-Star. Jäger antworten auf ihre Weise auf den Medienrummel: Sie setzen ein Kopfgeld auf Lily aus. 2013 kommt es in der Jagdsaison dann zum Showdown zwischen Gegnern und Anhängern der Schwarzbären. Als Zuschauer kann man sich der Sympathie für Dr. Lynn Rogers kaum entziehen, wenn er vertrauensvoll „Hey Bear, its me“ in den Wald flüstert, sobald er auf einen seiner Schützlinge trifft. Seit 45 Jahren studiert der Bären-Experte mit Kollegen wie Sue Mansfield die kanadischen Schwarzbären. Das Drama um Lilys erstes Baby „Hope“ verfolgen Millionen Menschen online hautnah. Mit der Veröffentlichung im Netz öffnet der Bärenfreund der Welt ein einzigartiges Fenster in die Welt wilder Schwarzbären. Für die Forscher sind die zutraulichen Schwarzbären in Nord-Minnesota ein Glücksfall, für viele Anwohner bloß eine Plage. Sie stehen hier nicht unter Schutz und dürfen jedes Jahr im Herbst sechs Wochenlang legal erlegt werden. Damit ist der Konflikt zwischen Bären-Fans und –Gegnern vorprogrammiert. Vielen Anwohnern und Jägern sind die Tierschützer ein Dorn im Auge. Um dem Rummel ein Ende zu setzen, wollen sie gerade die berühmtesten Sender-Bären auslöschen. Während die Internet-Gemeinschaft Protest-Lawinen lostritt, versucht Lynn vor Ort „seine“ Bären zu schützen…

Mittwoch, 7. November

arte, 7.15 Uhr
360° Geo Reportage
Schweiz, das Verschwinden der Gletscher
Die Schweiz – Land der Berge, Gletscher, Bergbäche und Seen. Die Alpen zeigen hier ihre schönsten Seiten. Doch die Natur verändert sich: Die Gletscher schrumpfen, Felsmassive werden brüchig. Immer häufiger kommt es zu Überschwemmungen und Bergstürzen. Die Menschen hier müssen sich den Veränderungen stellen. Die Berge geraten in Bewegung. „360° Geo Reportage“ war zu Besuch im Wallis und im Berner Oberland und hat sich ein Bild von den Veränderungen der Natur gemacht.

National Geographic WILD, 13.40 Uhr
Wilde Welt der Tiere
Prärie

Nordamerikas Great Plains erstrecken sich über 2,7 Millionen Quadratkilometer. Ihr Name Prärie stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „Wiese“ oder „Weide“. Doch das riesige Steppengebiet östlich der Rocky Mountains ist alles andere als saftiges Grünland. Um während des stickigen Sommers und eiskalten Winters überleben zu können, musste sich die Tierwelt extremen Umweltbedingungen anpassen. Diese Episode von „Wilde Welt der Tiere“ zeigt die Herausforderungen, denen sich die Bisons, Rotfüchse, Gabelböcke, Weißkopfseeadler und Wildpferde der Prärie Tag für Tag aufs Neue stellen müssen.

Donnerstag, 8. November

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Auf der Fährte des Jaguars
Im Dschungel Guyanas
Guyana ist die Heimat exotischer Lebewesen. Der Herrscher im Dschungel des kleinen Lands im Norden Südamerikas ist der Jaguar. Die Filmemacher Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz folgen seiner Fährte und entdecken so manche Überraschungen in einer grünen Welt voller Leben. Guyana ist eine der artenreichsten Regionen der Erde, denn im tropischen Klima Guyanas fällt mehr als doppelt so viel Regen wie in Deutschland. In diesem empfindlich aufeinander abgestimmten Zusammenspiel Hunderttausender Arten können schon kleine Veränderungen eine verheerende Wirkung haben. Der Herrscher über diesen Dschungel ist der Jaguar. Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz folgen mit einem Kamerateam seiner Fährte und entdecken dabei große und kleine Überraschungen in der grünen Wunderwelt, die voller Leben steckt.

3sat, 20.15 Uhr
Die neue Lust am Schießen
Die Zahl der Schusswaffen in Deutschland steigt, obwohl es hierzulande eines der strengsten Waffengesetze der Welt gibt. Liegt die Faszination fürs Schießen in unserer Natur? Zwei verlorene Weltkriege und eine starke Friedensbewegung prägten in Deutschland lange die Scheu vor Schusswaffen. Doch mittlerweile beobachten Experten ein Umdenken in der Gesellschaft. LaserTag, Airsoft und Paintball sind beliebte Freizeitvergnügungen. Die Freizeit mit Schein-Waffen liegt seit mehreren Jahren im Trend. Und immer mehr Menschen erwerben einen Waffenschein. „So viele Jäger wie nie zuvor“, verkündet der Deutsche Jagdverband. Schießen fördere die Konzentrationsfähigkeit bei Jugendlichen, behaupten die Schützenvereine. Schusswaffen sind in immer mehr Haushalten zu finden. Welche Beweggründe lassen Menschen zur Waffe greifen? 3sat-Reporter und Kriegsdienstverweigerer Gregor Steinbrenner reist durch Deutschland und die Schweiz, um das Faszinosum Schusswaffe zu erkunden. Staunend beobachtet Gregor Steinbrenner seinen Sitznachbarn in der Zürcher Tram: Das Gewehr lässig über die Schulter geworfen, ist ein Banker unterwegs zur Arbeit. Am Abend wird er wohl noch zum Schießstand fahren. Was in der Schweiz zum Alltag gehört, würde in Deutschland für Aufregung sorgen: Schusswaffen im öffentlichen Raum sieht man hierzulande selten. Doch auf Schießständen, Airsoft-Spielfeldern und in den Jagdrevieren der Wälder zeigt sich ein anderes Bild: Es wird geballert, was das Zeug hält. Wer sind die Menschen, die zur Waffe greifen, und was machen Gewehre und Pistolen mit uns? Wie viele Waffen sind überhaupt in Umlauf, und wie gefährlich ist der Griff zur Schusswaffe? Gregor Steinbrenner besucht Wissenschaftler, trifft Waffenbefürworter und Waffengegner und drückt selbst den Abzug.

Freitag, 9. November

arte, 15.50 Uhr
Wildes Elsass
Das Elsass ist eine ganz besondere Region im Herzen Europas, in der es noch wahre Naturschätze in großer Vielfalt gibt. Zwischen Rhein und Vogesen treffen Wärme und Farbenpracht des Mittelmeers auf ein eisiges Gebirge. Hier liegen inmitten der Kulturlandschaft sehr unterschiedliche Lebensräume. Der fliegende Storch, Symboltier der Region, führt uns zu diesen Naturoasen mit ihren typischen Tierfamilien: der Zwergmaus in den Illwiesen, der Smaragdeidechse in den heißen Trockenrasen und Weinbergen bei Rouffach, den Gämsen auf den Felsen und Almen der Hochvogesen am Hohneck und schließlich der eigenen Storchenfamilie im Schlettstadter Ried. Die Dokumentation beobachtet die Tierfamilien bei ihrem Überlebenskampf vom Frühling bis in den Spätsommer, indem sie Einblick in die spannendsten und schönsten Momente gewährt. Bis zu dem ganz großen Augenblick: wenn die Jungen die Familie verlassen und ein selbständiges Leben beginnen.

GEO Television, 18.30 Uhr
Alles über Adler
Mit nahezu einem Meter Körperlänge gehören Adler zu den größten flugfähigen Vögeln der Erde. Mit viel Muskelkraft und zweieinhalb Metern Flügelspannweite wuchten sie ihren sechs Kilogramm schweren Körper in die Höhe. Es gibt mindestens 60 unterschiedliche Adlerarten, doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind brillante Jäger. Sie scannen die Welt unter ihnen mit Augen, die drei Mal schärfer sehen als die von Menschen.

Samstag, 10. November

arte, 12.45 Uhr
Wildes Elsass
Das Elsass ist eine ganz besondere Region im Herzen Europas, in der es noch wahre Naturschätze in großer Vielfalt gibt. Zwischen Rhein und Vogesen treffen Wärme und Farbenpracht des Mittelmeers auf ein eisiges Gebirge. Hier liegen inmitten der Kulturlandschaft sehr unterschiedliche Lebensräume. Der fliegende Storch, Symboltier der Region, führt uns zu diesen Naturoasen mit ihren typischen Tierfamilien: der Zwergmaus in den Illwiesen, der Smaragdeidechse in den heißen Trockenrasen und Weinbergen bei Rouffach, den Gämsen auf den Felsen und Almen der Hochvogesen am Hohneck und schließlich der eigenen Storchenfamilie im Schlettstadter Ried. Die Dokumentation beobachtet die Tierfamilien bei ihrem Überlebenskampf vom Frühling bis in den Spätsommer, indem sie Einblick in die spannendsten und schönsten Momente gewährt. Bis zu dem ganz großen Augenblick: wenn die Jungen die Familie verlassen und ein selbständiges Leben beginnen.

arte, 13.40 Uhr
Frankreich – Wild und schön
Die Vogesen, geheimnisvoller Wald
Der Wald arbeitet wie eine biologische Fabrik, in der jeder seine Rolle spielt und seine Funktion hat. Die von den Pflanzen aufgenommene Energie wird an die Pflanzenfresser weitergegeben und dann nach und nach an jedes Lebewesen des Waldes. Hier leben Eichhörnchen, Füchse, Hirsche und schwarze Raben, Buchfinken, Blaumeisen und Rotkehlchen, auch Lurche und Salamander. König des Waldes ist der wachsame Luchs, auch wenn er durch Wilderer fast ausgerottet ist und zu den bedrohten Arten zählt. Bei Anbruch der Nacht werden Raufußkäuze und Dachse aktiv. Schon vor langer Zeit ist der Mensch ins Vogesen-Massiv vorgedrungen. Durch wenig behutsame Eingriffe hat er die Natur der Region stark verändert. Die hat sich jedoch mittels Evolution stets angepasst. Dieser Mechanismus funktioniert, ist aber sehr störanfällig. Die Aufgabe des Menschen ist es, ihn zu bewahren.

arte, 14.25 Uhr
Frankreich – Wild und schön
Die Brenne, Land der tausend Teiche
Online verfügbar von 10/11 bis 17/11
Auf der Nordseite des französischen Zentralmassivs entfaltet sich das Berry. Eine seiner sehr besonderen Landschaften ist die Brenne, das Land der tausend Teiche. Zwischen Land und Wasser sind hier zahlreiche Vogel- und Säugetierarten heimisch. Füchse und die äußerst anpassungsfähigen Wildschweine durchstreifen Wälder, Wiesen und sumpfige Ufer, während das auf den Teichwiesen äsende Damwild unwissentlich der Sumpfschildkröte nutzt, denn sie legt in der freigeschürften Erde ihre Eier ab. Im September ist das Röhren der brunftigen Hirsche im Nebel zu hören. Im Winter versammeln sich Enten, Blesshühner und Schwäne, im Februar ziehen die Graukraniche von hier aus zur Fortpflanzung nach Deutschland, Schweden und Finnland. Der fragile Artenreichtum, der die Brenne zu einem beliebten Jagdgebiet macht, ist auf den nährstoffarmen Boden zurückzuführen, dank dem die Region von intensiver Landwirtschaft und Pestiziden verschont blieb.

Sonntag, 11. November

arte, 15.30 Uhr
Engadin – Wildnis der Schweiz
Online verfügbar von 11/11 bis 18/11
Vor hundert Jahren wurde im Schweizer Engadin der erste Nationalpark der Alpen gegründet: Man wollte ein Refugium für Wildtiere schaffen und einen Ort, den sich die Natur selbst – ohne Eingriff des Menschen – gestalten sollte. Das Engadin, der „Garten des Inn“, beherbergt mit dem Nationalpark auch heute noch das größte unangetastete Wildnisgebiet der Schweiz. Diese Region sollte beispielgebend sein für viele ähnliche Projekte und Vorbild für Dutzende weitere Nationalparks im alpinen Raum. Heute jagen im Engadin Steinböcke munter über steile Wände, und prächtige Bartgeier betreiben eifrig ihre Knochenschmieden – und selten, aber doch regelmäßig, steckt auch wieder ein Luchs seine Nase in diese hoch gelegene alpine Wildnis. Aber das war nicht immer so: Durch die intensive Bejagung ging der Steinbock-Bestand in der Schweiz massiv zurück – und um 1906 waren Steinböcke ausgerottet. Durch den Erfolg eines internationalen Wiederansiedelungsprojekts findet man im 21. Jahrhundert auch den Bartgeier wieder im Engadin. Weit oben am Berg kämpfen auf hochgelegenen Brunftplätzen dominante Rothirsche, im September und Oktober oft schon im Schnee, um die weiblichen Tiere; auch ihr Bestand hat sich wieder erholt. Der Filmemacher Kurt Mayer sagt über seine Arbeit an der Naturdokumentation: „In einem Nationalpark zu drehen, ist immer eine besondere Herausforderung. Aber wir hatten nicht erwartet, dass uns die luxuriöse Urlaubsdestination Engadin Bedingungen wie in den Extremlandschaften Asiens bieten würde. So wurde fast jeder Dreh in den ‚Gebirgs-Savannen‘ oberhalb der Baumgrenze zur aufwendig geplanten Expedition. Der Lohn dafür sind einzigartige Aufnahmen und intime Beobachtungen hochalpinen Lebens abseits aller menschlichen Pfade.“

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