TV- und Kino-Tipps der DEUTSCHEN JAGDZEITUNG für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 26. August 2018. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

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TV-Programm 06.08. - 12.08.2018

Montag, 6. August

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
die nordstory – Grüne Großstadt
Natürlich Hannover
Heinz Pyka ist Hannovers Stadtjäger. Sein Jagdrevier umfasst fast 900 Hektar, von der Leinemasch bis mitten in die City. Tiere erobern zunehmend die Stadt. Vor allem Waschbären, Marder und Füchse haben sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt. So muss der Jäger auch manchmal mitten in der Stadt mit seinem Gewehr auf die Jagd gehen.

3sat, 15.30 Uhr
Norddeutschland von oben
Von der Ostsee in den Harz
Im zweiten Teil geht es von der Ostsee bis hinunter in den Harz. Die Menschen dort, die ihre Heimat lieben, bewahren Traditionen, schützen Natur und Tiere und entwickeln Zukunftsperspektiven. Die Jäger und Förster der Rotwild-Hegegemeinschaft wollen wissen, wie viele Hirsche es im Solling gibt. Nur dann kann die Abschussquote festgelegt werden. Wildbiologe Karsten Hupe fährt deshalb nachts mit Scheinwerfern los, leuchtet in Waldränder, auf Wiesen und Felder und zählt die Tiere, die in den Lichtkegel geraten.

arte, 18.35 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)
Dies ist die atemberaubende Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Alle drei machen sich auf die Suche nach einer Partnerin. Dabei überwinden sie Hunderte von Kilometern und bewältigen die tödlichen Gefahren der menschlichen Zivilisation. Mit nie zuvor gesehenen Bildern erlebt der Zuschauer die Rückkehr des Wolfes nach Zentraleuropa. Erstmals erzählt eine aufwendig gedrehte Tierdokumentation die Rückkehr des Wolfes in seine uralten Lebensräume in Zentraleuropa. Es ist die erstaunliche Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Auf der Suche nach einer Partnerin überwinden sie atemberaubende Distanzen und bewältigen die tödlichen Barrieren der menschlichen Zivilisation. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum immer wieder einzelne Wölfe plötzlich ihre Rudel verlassen und aufbrechen zu Wanderungen über mehr als tausend Kilometer. Diese Frage bewegt auch die europäischen Wolfsforscher, als sie die Wölfe Ligabue aus Italien, Alan aus Deutschland und Slavko aus Slowenien mit Senderhalsbändern ausstatten. Und dann passiert das, was die Biologen schon immer vermutet hatten. Der erste Teil begibt sich zusammen mit der Wolfsbiologin Francesca Marucco auf die Spuren des italienischen Wanderwolfs Ligabue. Er wandert durchs nördliche Italien. Überall lauern die Gefahren des Menschen, täglich muss er seinen Hunger stillen. In den französischen Seealpen findet er schließlich die passende Partnerin. Doch da nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, der zweite Wanderwolf, bricht auf in der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze. Die deutsche Wolfsbiologin Ilka Reinhardt folgt seiner Wanderung Richtung Nordosten. Auch Wanderwolf Alan überquert mehrspurige Autobahnen und durchschwimmt die 400 Meter breite Weichsel bei Danzig. Wird es ihm gelingen, nach 1.500 Kilometern in Weißrussland ein eigenes Rudel zu gründen? Die Sendung ist auch online verfügbar von 06/08 bis 13/08 auf dem Internetportal von ARTE.

3sat, 17.00 Uhr
Wildes Borkum
Borkum ist die größte der sieben Ostfriesischen Inseln. Weit über die Hälfte der Fläche steht unter Naturschutz und bietet Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Jonny Böhm ist der Hegeringleiter von Borkum. Gemeinsam mit seinem Jagdkollegen Christian Fink und der Borkumer Jägerschaft kümmert er sich ehrenamtlich um die Inselwildnis. Als Wattjagdaufseher sind sie auch für die Rettung verwaister Heuler zuständig. Für Seehunde ist Borkum eine Art Hotspot: Auf der riesigen Sandbank direkt vorm Hauptstrand ruhen sich oft Hunderte der Meeressäuger aus. Mitte Juni, wenn die Muttertiere ihre Jungen bekommen, sind Jonny Böhm und Christian Fink fast täglich im Einsatz. Der Tüskendörsee liegt direkt hinterm Deich. Hier finden viele seltene Brut- und Zugvögel ein reiches Nahrungsangebot. Martina Flerlage leistet ein Jahr lang Bundesfreiwilligendienst auf Borkum und arbeitet für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und den Naturschutzbund NABU. Die Vogelbeobachtung hat sich bei ihr zur Leidenschaft entwickelt.

Dienstag, 7. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Expedition Mittelmeer – Jäger
Zusammen mit Experten begibt sich das Expeditionsteam an Land auf Spurensuche nach einem Jäger, der nahezu ausgerottet war: dem Wolf. Über Rom, die Ewige Stadt soll ihre Gründung einer Wölfin verdanken, führt die Reise weiter in die Marken an der italienischen Adria. Weiter nördlich stoßen die Ausläufer der Seealpen ans Mittelmeer. Sowohl in Italien als auch in Frankreich leben seit etwa zehn Jahren wieder Wölfe.

arte, 18.35 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (2/2)
Auch der zweite Teil der Odyssee der einsamen Wölfe erzählt die Rückkehr des Wolfes in seine alten, angestammten Territorien in Mitteleuropa. Der Wanderwolf Ligabue bricht in Norditalien auf und begibt sich auf diesem Weg auf die Suche nach einer passenden Partnerin. Doch in den französischen Seealpen nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, ein Wanderwolf aus Ostdeutschland, erreicht nach 1.500 Kilometern die weißrussische Grenze. Auch er hat mehrspurige Autobahnen unverletzt überwunden und reißende Flüsse durchschwommen. An der weißrussischen Grenze wartet jedoch eine ganz neue Bedrohung auf ihn: Hier gehört der Wolf noch zum jagdbaren Wild. Slavko, der dritte Wanderwolf, bricht in Slowenien auf. Seine Reise führt ihn durch die frostklirrenden Gebirge Österreichs und Italiens. Er ist es, der der europäischen Wolfsforschung ganz neue Erkenntnisse liefern wird. Gemeinsam mit den Forschern Luigi Boitani, Francesca Marucco, Ilka Reinhardt und Hubert Potocnik wurden vier Jahre lang die Reisen der drei Wanderwölfe nachvollzogen. Die spektakulären Abenteuer von Ligabue, Alan und Slavko wurden dafür mit den dressierten Wölfen des ungarischen Tiertrainers Zoltan Horkai nacherzählt und gedreht. So ist eine wissenschaftlich fundierte Tierdokumentation entstanden, die gleichzeitig die mythologische Bedeutung des Wolfes für Europa zeigt und die faszinierenden Lebensräume der europäischen Wölfe erlebbar macht – in Italien und Frankreich, in Deutschland, Polen und Litauen, in Slowenien und Österreich. Die Sendung ist auch online verfügbar von 07/08 bis 14/08 auf dem Internetportal von ARTE.

Mittwoch, 8. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Litauen – Grünes Land am Ostseestrand
Litauen ist das grüne Herz Europas. Denn hier liegt tatsächlich der geografische Mittelpunkt Europas. Ein einzigartiger Lebensraum für Biber und Störche, Wisente und Elche. Fotograf Kazimieras Mizgiris besucht ein ganzes Jahr lang die vier Regionen Litauens. Ein Land zwischen Sanddünen und urwüchsigen Wäldern, durchzogen von tiefen Flusstälern und ausgedehnten Seenlandschaften: Litauen – das grüne Herz Europas. Denn hier liegt tatsächlich der geografische Mittelpunkt Europas. Litauen, das ist auch die Heimat von Kazimieras Mizgiris. Der leidenschaftliche Naturfotograf und Bernsteinsammler erfüllt sich einen lang gehegten Traum: Ein Jahr lang durchstreift er die vier Regionen Litauens. Im Frühling wird Kazimieras Zeuge des Vogelzugs an der Ostseeküste, im Sommer trifft er auf Wildschweine in den sanften Hügellandschaften Oberlitauens, im Herbst beobachtet er Elche im Südosten. Seine Reise endet an den spektakulären Wanderdünen der Kurischen Nehrung. Die flüchtigen Sandformationen der weltberühmten Wanderdünen haben Kazimieras Mizgiris zur Fotografie gebracht. Die 120 Seen der Litauischen Schweiz bilden eine malerische Landschaft, nebelversunken und einzigartig. Am Memeldelta versammeln sich alljährlich Tausende Zugvögel – ein Naturspektakel, das auch die Greifvögel jedes Jahr zu diesem wichtigsten Nist- und Brutplatz in Litauen zieht. Wildschweine tummeln sich in den Weiten des Landes, genauso Wölfe, Wisente und Störche. Kazimieras Mizgiris besucht die traditionellen litauischen Holzschnitzer, die nach uralten Vorbildern Motive aus der Natur, dem Christen- und Heidentum fertigen. Im Spätherbst treiben die Stürme Bernstein an die Küste von Nida.

rbb Fernsehen, 15.00 Uhr
Jäger ohne Chance
Die cleveren Wildschweine von Usedom
Wildschwein-Alarm auf der Insel Usedom: In Rotten kommen die Tiere nachts aus Polen über die Grenze und richten auf deutscher Seite massive Schäden an, vor allem Maisfelder werden regelrecht umgepflügt. Danach kehren sie ins polnische Swinemünde zurück. Denn die cleveren Tiere wissen ganz genau, dass sie dort nicht gejagt werden. Sie gelten vielmehr als Touristenattraktion und werden mitten in der Stadt sogar gefüttert. „ARTE Re:“ begleitet den Förster Felix Adolphi und den Jäger Thilo Naumann bei ihrem aufreibenden Kampf gegen die Wühlschnauzen. Sie lesen Spuren, stellen Fallen und lassen sich immer wieder Neues einfallen – trotzdem sind die Wildschweine auf Usedom oft immer noch zu schlau für sie. Der Frust der Jäger und auch die Sorgen der Bauern scheinen den polnischen Nachbarn ziemlich egal zu sein, mehr noch: Der Tierfilmer Krzysztof Chomicz hat sich mit den Schwarzkitteln fast schon angefreundet und ist strikt gegen die Jagd. Und das, obwohl Wildschweine immer wieder auch gegenüber Menschen aggressiv werden und nachweislich Seuchen übertragen.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Wildes Polen
Tatra, Ostsee und Masuren
Wo leben in Europa noch Wisente in freier Wildbahn? Und wo brüten vermutlich mehr Zugvögel als in jedem anderen europäischen Land? In Polen. Die Natur dort steckt voller Überraschungen: Der Süden des Nachbarlandes zu Deutschland wird von den über 2.000 Meter hohen Gipfeln der Tatra überragt, im Nordosten formt die Biebrza eines der größten Sumpfgebiete Europas, ein Paradies für seltene Vögel wie den Kampfläufer. In Masuren brüten Abertausende Weißstörche, mehr als irgendwo sonst auf der Erde. Doch auch die viel scheueren und seltenen Schwarzstörche finden Schutz in großen Wäldern, die bis an die Ostsee reichen. Im Winter fegt ein eisiger Wind über Polens Osten. Nur wer ein dickes Fell hat, kann die kalte Jahreszeit in der Grenzregion zu Weißrussland überstehen. Den Wisenten macht die Kälte nichts aus. Ihr warmes Fell schützt die urtümlichen Rinder gegen jeden Schneesturm, doch der Hunger macht ihnen im Winter zu schaffen. Die Wisente hier gehören zu den Letzten ihrer Art. Einst bevölkerten wilde Herden die meisten Regionen auf unserem Kontinent. Heute existieren die einzigen freilebenden Herden Mitteleuropas im Osten von Polen. Klirrender Frost im Winter in Polen scheint Fischotter und Biber nicht zu stören, sie schwimmen und tauchen unbekümmert im eiskalten Wasser. Beide haben extrem dichtes Fell, das sie perfekt vor der Eiseskälte schützt. Obwohl Otter wie Biber im Wasser leben, sind sie keine Konkurrenten: Biber sind Vegetarier und ernähren sich im Winter von den Blatt- und Rindenvorräten. Fischotter sind das ganze Jahr über aktive Jäger und ernähren sich von Fischen und Krebsen. Sobald der Frühling in Polen Einzug erhält, wird es an der der Biebrza laut: Abertausende lärmende Vögel nutzen das riesige Sumpfgebiet, um zu rasten und zu brüten. Weißflügelseeschwalben und Schwarzhalstaucher bauen ihr Nest. Und die Balz der Kampfläufer beginnt: Mit auffälligen Gesten präsentieren sich die Männchen den Weibchen. Der Film gewährt überraschende Einblicke in die Naturvielfalt Polens. Ein Jahr lang arbeiteten die renommierten Tierfilmer Hans-Peter Kuttler und Ernst Sasse an dieser hochwertigen HD-Dokumentation. Die Dokumentation ist auch am Donnerstag, 9. August, um 10.25 Uhr im Bayerischen Fernsehen zu sehen.

Donnerstag, 9. August

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Tiere vor der Haustür (1/2)
Waschbär, Wildschwein und andere Nachbarn
Die Reportage von Ulli Rothaus begleitet Derk Ehlert, den Wildtierexperten des Berliner Senats, bei dessen denk- und merkwürdigen Begegnungen mit Mensch und Tier. Denn wo Menschen auf Tiere treffen, gibt es schnell Ärger. „Die Menschen wohnen gern im Grünen, am Stadtrand – und dann wundern sie sich, wenn plötzlich ein Wildschwein den Vorgarten umwühlt oder ein Waschbär den Dachboden in Beschlag nimmt“, sagt Ehlert. Zwischen Mensch und Tier zu schlichten – das ist sein Job. Er geht fast täglich auf Tour, um aufzuklären, zu beruhigen, aber auch um Tierfreunde vom Füttern abzuhalten. Oft verlangen empörte oder verängstigte Bürger von ihm ein „hartes Durchgreifen“: Er soll den Fuchs im Garten erschießen, der die niedlichen Kaninchen frisst, oder das Wildschwein, das sich im Sandkasten suhlt. Auch für wilde Vierbeiner ist Berlin die Hauptstadt: Neben 3,5 Millionen Menschen leben in Berlin geschätzt 5.000 Wildschweine, 3.000 Kaninchen, 2.000 Marder, 1.800 Füchse, 800 Waschbären – die „Big Five“ der deutschen Städte, wie Derk Ehlert sie nennt. Berlin ist ein Zoo ohne Zaun, die Stadt gilt als artenreichste Europas. Die Tiere erobern die Stadt. Kein Wunder – unsere Städte sind oft umgeben von öden, agrarindustriell geprägten Flächen, die ihnen kaum noch Nahrung bieten. Dagegen sind die vollen Mülltonnen in der Stadt für Tiere wie Supermärkte. Die Folge: Immer öfter sind unsere wilden Mitbewohner im Stadtbild zu sehen. Waschbären spazieren seelenruhig über Kreuzberger Dächer, Biber nagen an den Weiden im berühmt-berüchtigten Görlitzer Park, und direkt hinter dem Kanzleramt spielt seelenruhig eine Fuchsfamilie. Nicht alle Zweibeiner sehen das mit Freude: Aufgebrachte Eigenheimbesitzer werfen mit Spaten nach Wildschweinen, die ihre frisch bepflanzten Vorgärten zerwühlen. Besorgte Eltern haben Angst vor Tollwut und Fuchsbandwurm, aufgeregte Städter sehen jeden Waschbären als Problembären – und die Kinder füttern den Fuchs mit Pommes. Auf der anderen Seite ziehen Berliner mit viel Mühe wilde Feldhasen auf, füttern aus dem Nest gefallene Mauersegler durch und kümmern sich um kranke Krähen im Schrebergarten. Redaktionshinweis: Den zweiten Teil von „Wilde Tiere vor der Haustür“ zeigt 3sat am Freitag, 10. August, um 13.20 Uhr.

3sat, 13.50 Uhr
Wildes Überleben (1/5)
Geborene Jäger
Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – zum Beispiel als Jäger. Jäger gibt es in der freien Wildbahn in allen Größen und Formen. Der Film stellt in spektakulären Aufnahmen einige dieser Beutemacher – wie Geparde und Steinadler – vor. Die Techniken, Beute zu machen, sind dabei vielseitig und einfallsreich und von vielen Faktoren abhängig – besonders von den physischen Eigenschaften der Jäger und Gejagten.

3sat, 14.35 Uhr
Wildes Überleben (2/5)
Rastlose Wanderer
Viele Tiere unternehmen unglaubliche Wanderungen: manche, um zu Brutgebieten zu gelangen, andere, um zum Überwintern oder um neue Nahrungsgebiete zu finden. Dabei lauern viele Gefahren. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Reisenden – wie die großen Herdentiere der afrikanischen Savannen. Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – selbst in extremsten Lebensräumen. Die Reihe „Wildes Überleben“ stellt diese Fähigkeiten vor.

3sat, 15.20 Uhr
Wildes Überleben (3/5)
Leben in Extremen
In der Natur ist der Kampf um Lebensraum so hart, dass einige Tierarten in extrem lebensfeindlichen Umgebungen Zuflucht suchen. Nichts kann sie bei der Besiedelung schrecken. Weder größte Hitze noch bittere Kälte, trockene Wüsten oder tiefste Meere halten sie ab. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Widerstandskämpfer.

3sat, 16.00 Uhr
Wildes Überleben (4/5)
Vorsprung durch Intelligenz
Bei der täglichen Nahrungsbeschaffung beweisen viele Tierarten verblüffende kognitive Fähigkeiten, sei es durch den Einsatz von Werkzeugen oder das Auffinden von weit entfernten Wasserstellen. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Schlaumeier

3sat, 16.45 Uhr
Wildes Überleben (5/5)
Tierische Kommunikation
Ob mit Rufen, Mimik, Körpersprache oder Duftstoffen: Tiere verständigen sich untereinander. Sie nutzen diese Fähigkeiten zum Beispiel, um vor Feinden zu warnen oder ihr Revier zu markieren. Ihre Kommunikation dient auch dazu, auf Futterquellen aufmerksam zu machen oder einen Partner zu finden. Der Film spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Sprachkünstler.

SR Fernsehen, 18.50 Uhr
Wir im Saarland – Das Magazin extra
Wild und Wüst – Uhu und Schwarzwild
„Wir im Saarland – Das Magazin extra“ ist diesmal tierisch unterwegs. Das Eulenpaar im Saarbrücker Wildpark hat gerade erst ein Junges bekommen und ist gar nicht begeistert, als Zoologe Wüst versucht, das Jungtier zu fangen. Anhand der Wildschweinrotte mit ihren vielen Frischlingen erklärt uns der Wildtierexperte, warum sich Mensch und Schwein gar nicht so unähnlich sind.

Freitag, 10. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Das Geheimnis des Jaguars
Im Dschungel Ecuadors
Fliegen fasziniert den jungen Kichwa-Indianer seit jeher. Er beobachtet den Militärhubschrauber auf dem kleinen Flugfeld im Osten Ecuadors. Der 16-jährige Angel möchte Pilot werden. Daheim in der Hütte am Rio Napo schmücken Poster von Flugzeugen die Wände. Doch wird dieser Traum nicht immer ein Traum bleiben? Soll er nicht doch lieber Schamane werden wie sein Vater Venancio? Der Wind der Rotorblätter weht dem jungen Kichwa-Indianer fast die Baseballmütze vom Kopf. Seine dunklen Augen folgen einem Militärhubschrauber, der auf einem kleinen Flugfeld im Osten Ecuadors landet. So nah war der 16-jährige Angel seinem Traum vom Fliegen noch nie – er möchte Pilot werden. Sein Vater Venancio ist Schamane: Mit dem uralten Wissen über die Heilpflanzen des Regenwaldes ist Angel groß geworden und die mysteriösen Rituale seines Vaters haben ihn schon immer fasziniert. Venancio nimmt seinen Sohn daher auf eine Reise durch den Dschungel Ecuadors mit. Er soll Kontakt zu den heiligen Tieren aufnehmen. So begegnet er der mächtigen Anakonda, die ihre Kraft auf ihn überträgt, und dem Jaguar. Vor ihm verspürt kein Kichwa-Schamane Angst, schließlich leben in ihm die Ahnen weiter. Nur die kaum 15 Zentimeter großen Zwergseidenäffchen muss Angel fürchten, sprechen aus ihnen doch böse Dämonen. Die Kichwa verehrten schon immer die Tiere des Urwaldes, und so stoßen Vater und Sohn auf ihrem Weg durch den Dschungel auch auf alte Felsgravuren. Eine davon zeigt den Feuervogel. Einer Kichwa-Legende zufolge raubte dieser kleine Kolibri einst einem mächtigen Geist das Feuer und brachte es den Menschen. Heute ist bekannt, dass die Kichwa-Legende den seltenen Topaskolibri meint. Nur wenige Menschen haben ihn je gesehen, gefilmt wurde er in freier Wildbahn noch nie zuvor. Angel und sein Vater haben das besondere Glück, den farbenprächtigen Vogel zu entdecken. Mit den Eindrücken der Reise kehrt Angel in die Hütte am Rio Napo zurück. Doch fällt ihm jetzt die Entscheidung für seine Zukunft leichter?

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Tiere vor der Haustür (2/2)
Tierische Plagen in der Stadt
Die Reportage von Ulli Rothaus begleitet Derk Ehlert, den Wildtierexperten des Berliner Senats, bei dessen denk- und merkwürdigen Begegnungen mit Mensch und Tier. Denn wo Menschen auf Tiere treffen, gibt es schnell Ärger. „Die Menschen wohnen gern im Grünen, am Stadtrand – und dann wundern sie sich, wenn plötzlich ein Wildschwein den Vorgarten umwühlt oder ein Waschbär den Dachboden in Beschlag nimmt“, sagt Ehlert. Zwischen Mensch und Tier zu schlichten – das ist sein Job. Er geht fast auf tierische Tour, um aufzuklären, zu beruhigen, aber auch um Tierfreunde vom Füttern abzuhalten. Oft verlangen empörte oder verängstigte Bürger von ihm ein „hartes Durchgreifen“: Er soll den Fuchs im Garten erschießen, der die niedlichen Kaninchen frisst, oder das Wildschwein, das sich im Sandkasten suhlt. Auch für wilde Vierbeiner ist Berlin die Hauptstadt: Neben 3,5 Millionen Menschen leben in Berlin geschätzt 5000 Wildschweine, 3000 Kaninchen, 2000 Marder, 1800 Füchse, 800 Waschbären – die „Big Five“ der deutschen Städte, wie Derk Ehlert sie nennt. Berlin ist ein Zoo ohne Zaun, die Stadt gilt als artenreichste Europas. Die Tiere erobern die Stadt. Kein Wunder – unsere Städte sind oft umgeben von öden, agrarindustriell geprägten Flächen, die ihnen kaum noch Nahrung bieten. Dagegen sind die vollen Mülltonnen in der Stadt für Tiere wie Supermärkte. Die Folge: Immer öfter sind unsere wilden Mitbewohner im Stadtbild zu sehen. Waschbären spazieren seelenruhig über Kreuzberger Dächer, Biber nagen an den Weiden im berühmt-berüchtigten Görlitzer Park, und direkt hinter dem Kanzleramt spielt seelenruhig eine Fuchsfamilie. Nicht alle Zweibeiner sehen das mit Freude: Aufgebrachte Eigenheimbesitzer werfen mit Spaten nach Wildschweinen, die ihre frisch bepflanzten Vorgärten zerwühlen. Besorgte Eltern haben Angst vor Tollwut und Fuchsbandwurm, aufgeregte Städter sehen jeden Waschbären als Problembären – und die Kinder füttern den Fuchs mit Pommes. Auf der anderen Seite ziehen Berliner mit viel Mühe wilde Feldhasen auf, füttern aus dem Nest gefallene Mauersegler durch und kümmern sich um kranke Krähen im Schrebergarten.

3sat, 17.30 Uhr
Geschichte der Tiere: Die Katze
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. „Terra X: Geschichte der Tiere“ erzählt alles Wissenswerte dieser Erfolgsstory. Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Geschichte der Katze. Vor etwa 11 000 Jahren kommt sie auf samtenen Pfoten und mit scharfen Krallen aus der Wildnis und erobert sich einen Platz in der Zivilisation. Ihrem Wesen nach aber bleibt die Hausmieze eine Wildkatze. Der deutsche Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky hat einmal über die Katze gesagt, sie sei das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet habe, er müsse es versorgen, ohne dass es selbst dafür etwas tun müsse. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Der Mensch liebt die Katze, füttert sie, überhäuft sie mit Zuwendung und gibt ihr ein Zuhause. Im Gegenzug demonstriert sie ihre Unabhängigkeit und zeigt sich überaus eigensinnig. Die Katze gehorcht nicht, will sich nicht unterordnen und bleibt ein sturer Einzelgänger. Selbst die treueste und verschmusteste Katze der Welt kann schon mal von heute auf morgen die Beziehung zu ihrem Besitzer beenden und grußlos für immer verschwinden. Katzenhalter können sich ihres unberechenbaren Mitbewohners nie hundertprozentig sicher sein. Dabei ist es die Katze – genauer gesagt die Falbkatze – die vor rund 11 000 Jahren in einer Art „Selbstdomestikation“ die Welt des Menschen betritt. Doch anders als der Hund wartet das kleine Raubtier damit, bis die Jäger und Sammler des Alten Orients das Feuer beherrschen und sesshaft sind. Ihre Karriere beginnt sie als Resteverwerter und erfolgreicher Mäusejäger. Kein anderes Haustier beherrscht die Technik des Lauerns, des schnellen Zugriffs und Tötens so wie die Katze. Die Jungsteinzeitler schätzen sie dafür. Und nicht nur sie, wo immer in den folgenden Jahrtausenden auf dem Globus Siedlungen entstehen, gehört mindestens eine Katze zum Haushalt. Kultische Verehrung erfahren die Samtpfoten vor allem im Alten Ägypten. Forscher sagen, dass das Pharaonenreich ihren Wohlstand auch den Katzen zu verdanken habe, die in den zahlreichen Getreidespeichern Ratten und Mäusen nachstellten. Für ihre wertvollen Dienste werden die Jäger sogar vergöttlicht. Millionen enden trotzdem als Opfergabe an die Katzengöttin Bastet, die Ägypter kaufen von Händlern teure Katzenmumien. Mehr als einmal werden die Käufer dabei über den Tisch gezogen, wie jüngste Untersuchungen offenbaren. Nicht in jedem Exemplar ist auch tatsächlich Katze enthalten. Die Wissenschaftler entdeckten auf den Röntgenbildern Hölzer, Hunde- und andere Tierknochen. Die Nachfrage hat das Angebot zeitweise offensichtlich bei weitem überstiegen. Das erklärt vielleicht auch, warum die Pharaonen den Export von Katzen in fremde Länder unter Todesstrafe gestellt haben. Um 500 vor Christus gelangen über Griechenland trotzdem die ersten Katzen nach Europa und vermischen sich mit der dort heimischen Wildkatze. In Italien erobern sie als exotische Luxusgeschöpfe zunächst die Herzen der reichen Damen, bevor sie im Römischen Reich auch kultische Weihen erhalten. Erst ab dem 2. Jahrhundert nach Christus ist die Katze ein Haustier für alle und erweist sich als nützlicher Jäger auf üble Nager. Marder und Wiesel, die dafür immer eingesetzt wurden, sind schon bald aus dem Rennen – auch deshalb, weil Katzen nicht so stinken und viel reinlicher sind. Im nebligen Germanien beginnt man, die Wildkatze anzuhimmeln. Sie ist aber nicht domestiziert, sondern als mystische Begleiterin der Fruchtbarkeitsgöttin Freya vorbehalten. Mit der Christianisierung jedoch folgt der tiefe Fall. Die Katze wird als Geschöpf des Teufels, der Hexen und Dämonen verdammt und später manchmal auch auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihr schlechtes Image hält sich über Jahrhunderte. Noch im späten Mittelalter entstehen zahlreiche Sprichwörter, Mythen und Legenden – alle mit eindeutig negativer Botschaft. Nach damaligem Verständnis verkörpern Katzen weibliche Laster. Sie gelten als unmäßig, diebisch, treulos und sündig. Das halbwilde, unkontrollierbare Wesen von Katzen, die nächtlichen Jagdausflüge und das lautstarke Paarungsverhalten sorgen bis ins 18. Jahrhundert für Misstrauen und Verfolgungsexzesse durch Kirche und Staat. Erst ab dem 19. Jahrhundert gewinnt die Katze wieder an Ansehen. Dafür sorgt unter anderem der deutsche Zoologe Alfred Brehm. Inzwischen ist sie gesellschaftlich rehabilitiert, geliebt und bewundert. Manche von ihnen sind prominent, einige kosten ein Vermögen, Millionen leben als eigenwillige Stubentiger auf dem Sofa.

3sat, 18.15 Uhr
Geschichte der Tiere: Der Hund
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. Die zweiteilige „Terra X“-Reihe erzählt alles Wissenswerte dieser einzigartigen Erfolgsstory. Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Kulturgeschichte des Hundes. Sie beginnt mit dem Lagerwolf. In grauer Vorzeit geht er mit dem Menschen eine Zweckbeziehung ein. Aus anfänglichem Misstrauen entstehen Zuneigung und enge Bindung. „Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos.“ Eine Erkenntnis, die zuerst der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann formuliert hat, bevor Loriot sie später ein wenig präzisierte. Für den deutschen Humoristen war ein Leben ohne Mops unter keinen Umständen vorstellbar. Rund sieben Millionen Hundehalter in Deutschland geben beiden prominenten Künstlern Recht. Der Hund ist nicht nur das erste Haustier, sondern auch der beste Freund des Menschen. Liebe auf den ersten Blick ist es nicht, als sich Grauwolf und Mensch zum ersten Mal begegnen. „Canis lupus“ ist vom Hunger getrieben und stöbert in der Müllhalde einer Steinzeitsiedlung. Mit der Großen Eiszeit ist das friedlich grasende Großwild abgewandert. Die neuen Beutetiere sind kleiner, schreckhafter und flinker. Die Jagd im Rudel kostet mehr Kraft, erfordert anderes Vorgehen und bringt längst nicht immer den gewünschten Erfolg. Die schwierigen Verhältnisse in der Umwelt zwingen Mensch und Wolf zu einer bis dahin nie dagewesenen Kooperation, sagen Forscher. Der Mensch folgt der Fährte der Wölfe, die mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn selbst drei Tage alte Spuren wittern können. Im Gegenzug duldet er, wenn die scheuen Tiere in ihre Siedlungen eindringen und sich über die Essensreste hermachen. Aus gegenseitiger Duldung wird allmählich Zutrauen – die Evolution bringt den Lagerwolf hervor. Er ist dem Wolf zwar genetisch noch näher als dem Hund, aber im Verhalten zeigt er sich bereits deutlich zutraulicher und lebt im losen Verbund mit der Gemeinschaft. Der Lagerwolf gilt als direkter Vorfahr des Hundes, der seinen Siegeszug als treuer Wegbegleiter des Menschen vermutlich in der Zeit antritt, als aus Jägern und Sammlern Bauern und Viehzüchter werden. Schon damals übernimmt der Hund Aufgaben als Wach- und Hütehund. Und er stellt seine hohe soziale Anpassungsfähigkeit unter Beweis. Eigenschaften, die ihm Jahrtausende später gottgleichen Status bescheren. Dass der Hund eines Thrones wert ist, haben viele Hochkulturen gewusst. Die Ägypter ernennen den schakalköpfigen Anubis zum obersten Richter ihres Totenreichs. Die Griechen suchen eher nach rationalen Erklärungen für das außergewöhnliche Wesen des Hundes. Der Philosoph Xenophon liefert die erste wissenschaftliche Abhandlung über Erziehung, Fährtenarbeit und Verhalten. Die Römer gehen noch einen Schritt weiter: Sie züchten unterschiedliche Jagdhund-Rassen, führen aus dem Ausland Luxushündchen ein, schicken Kampfhunde in die Arena und halten Hunde, die vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Mit der Christianisierung ändert sich die gesellschaftliche Wertschätzung der Vierbeiner. Die Kirche entdeckt ihre vermeintlich dunkle Seite als Begleiter von Hexen und Dämonen. Als die Bestiarien im 10. Jahrhundert aufkommen, hat sich die Lage schon wieder etwas entspannt. Der Hund wird zur Symbolfigur menschlicher Tugenden wie Treue, Wachsamkeit und Mut. Kaiser, Könige und Adlige präsentieren sich stolz mit ihren Lieblingen. Der Hund avanciert zum Prestigeobjekt. Welche Rasse zu wem passt, ist über Jahrhunderte aber nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern vor allem der eigenen gesellschaftlichen Stellung. Daran hat sich womöglich bis heute nicht viel geändert, aber inzwischen hat der Hund vor allem das Herz des Menschen erobert. Er ist sein bester Freund, sein Kind- oder Partnerersatz. Er versteht auch ohne Worte, er liebt bedingungslos. Die Moderne verhilft ihm vielleicht zur größten Wertschätzung in der Jahrtausende alten Geschichte zwischen Mensch und Hund.

Phoenix, 20.15 Uhr
Unterwegs in der Urzeit
Jäger und Gejagte
160 Millionen Jahre lang beherrschten die Dinosaurier das Leben auf unserem Planeten, bis der Einschlag eines riesigen Meteoriten ihre Existenz für immer vernichtete. Was geschah danach? Nur die Säugetiere überlebten die Naturkatastrophe vor 65 Millionen Jahren. Zu der Zeit waren sie nicht viel mehr als kleine pelzige Geschöpfe, die sich in den nächsten 20 Millionen Jahren zur herrschenden Klasse entwickeln sollten. Durch ihre Anpassungsfähigkeit waren sie in der Lage, jeden Lebensraum und jede Klimazone zu besetzen und das Leben auf der Erde entscheidend zu beeinflussen.

Phoenix, 21.00 Uhr
Unterwegs in der Urzeit
Land der Giganten
In faszinierenden Bildern schildert die Serie die Entwicklung der Säugetiere. Die Zuschauer treffen auf katzengroße Urpferde, die von riesigen Säbelzahntigern gejagt werden

Samstag, 11. August

3sat, 6.35 Uhr
Europas Urwälder: Wilde Karpaten
Entlang der rumänischen Karpaten, wo sich zahlreiche Sagen um den Grafen Dracula ranken, erstreckt sich der größte Buchen-Urwald Europas. Bis heute sind dort Wölfe und Bären zu Hause. In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete – meist in schwer zugänglichen Bergregionen – von der Abholzung verschont geblieben. Dort gibt es Bäume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschätzte 400 Jahre alt sind.

SWR Fernsehen, 18.45 Uhr
Die Wölfe kommen
Rückkehr des Wolfes nach Europa
Anfang August 2015 hat ein „hundeartiges Tier“ im Landkreis Miesbach eine Schafherde angegriffen. Eine genetische Analyse bestätigte den Verdacht: Ein Wolf hat die Schafe in der Nacht vom 6. auf den 7. August gerissen. Die Nachricht sorgte für Furore, denn es ist nicht der erste Fall. Schon 2006 tauchte der erste Wolf in Oberbayern auf – er und seine Nachfolger stammen aus der italienischen Südwestalpenpopulation. Aber auch von den südöstlichen Ländern Europas wie Kroatien und Slowenien breiten sich die Wölfe wieder aus – Schritt für Schritt erobern sie sich die Alpen zurück. Denn dort ist noch Platz für junge Wölfe, die einen neuen Lebensraum suchen müssen. Im Rewilding Europe Projekt in Portugal, dem westlichsten Küstenstaat Europas, sind die Iberischen Wölfe willkommen. Denn für den nachhaltigen Tourismus ist die Rückkehr der großen Räuber wie Wolf und Luchs überaus wertvoll. In Zukunft sollte man nicht mehr nach Nordamerika reisen müssen, um Wölfe beobachten zu können – so die Vision der Organisation. Und wie es die Beispiele in Europa zeigen – die meisten Halter von Nutztieren haben dank ausgebildeter Herdenschutzhunde und elektrischer Zäune kaum mehr Schaden durch die Wölfe. Auch in Deutschland leben wieder etliche Wolfsrudel. Aber ausgerechnet im Wolferwartungsland Bayern wird der Wolf nicht akzeptiert. Doch der Vorfall im August 2015 zeigt, dass es an der Zeit ist, auch dort eine Lösung zu finden.

Sonntag, 12. August

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Wilde Slowakei
Die Slowakei, eingerahmt von Österreich, Ungarn, der Ukraine, Polen und Tschechien, liegt im Herzen Europas, doch nur wenig ist über diesen Staat bekannt. Das kleine Land hat so manche Naturschätze zu bieten und auch in der Tier- und Pflanzenwelt gibt es so manche Besonderheiten, die der Filmemacher Jan Haft mit der Kamera eingefangen hat. Die Vielgestaltigkeit der slowakischen Natur überrascht, denn auf gut 49.000 Quadratkilometern befinden sich Überschwemmungsebenen und Flussauen, schroffe Hochgebirge und sanfte Hügellandschaften mit der jeweils typischen Fauna und Flora. Endemiten und Raritäten wie die seltene Tatra-Gämse werden in „Wilde Slowakei“ vorgestellt. Die Slowakei hat sich in Teilen ihre Ursprünglichkeit bewahrt, was sich schon darin äußert, dass noch mehrere Hundert Wölfe und Bären durch uralte Wälder streifen. „Wilde Slowakei“ ist ein faszinierender Ausflug in eines der schönsten und überraschendsten Länder Mitteleuropas. Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte – die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich XXL
Wildes Frankreich
Leben wie Gott in Frankreich: Dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr. Doch nicht nur die Menschen und ihr Lebensstil machen das Savoir-vivre in Frankreich aus; das größte Land Westeuropas bietet eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Die Pyrenäen im Südwesten Frankreichs bilden die natürliche Grenze zu Spanien. Diese noch sehr ursprüngliche und schroffe Bergwelt ist die Heimat des mächtigsten europäischen Raubtiers: Der Braunbär lebt dank des vielfältigen Nahrungsangebots in der Natur der Pyrenäen. Auch der Südosten ist von Bergen geprägt. Hier verlaufen die Alpen. Hoch in der Luft zieht der Steinadler seine Kreise, stets nach Beute Ausschau haltend. Ein anderer großer Jäger in dieser Region ist der Wolf. Er war ebenso wie der Braunbär fast ausgerottet, kehrt jedoch nach und nach in seine angestammten Reviere zurück. Die Vogesen im Nordosten von Frankreich sind ein Mittelgebirge mit Gipfeln bis knapp über 1.000 Meter Höhe. Die dichten Wälder hier beherbergen zahlreiche wilde Tiere, darunter auch Dachse. Ein Weibchen sucht einen Partner, um eine Familie zu gründen. Doch zuvor wartet noch der Hausbau. Südlich von Paris liegt der Wald von Fontainebleau, eines der größten Waldgebiete Westeuropas. Dieser königliche Forst bietet viele faszinierende Geschichten. Eine davon handelt von zwei ausgewachsenen Hirschbullen. Die Cevennen sind eine wilde Bergregion im Süden Frankreichs. Hier haben Flüsse im Laufe der Zeit tiefe Canyons in das Kalkgestein geschnitten. Zwischen und über den Felswänden kreisen die Geier. Diese Greifvögel haben keinen allzu guten Ruf, aber sie spielen eine wichtige Rolle in diesem Ökosystem. Als Entsorgungstrupp der Natur beseitigen sie Tierkadaver und verhindern so, dass Bakterien und Verwesungsgifte das Wasser verseuchen, auf das alle Lebewesen hier angewiesen sind. Eine ganz spezielle Rolle im „Wilden Frankreich“ spielt eine Mittelmeerinsel: Korsika beherbergt eine sehr ursprüngliche Natur, das Naturschutzgebiet La Scandola ist das älteste von ganz Frankreich. Sein Symboltier ist der Fischadler, dessen Bestand hier seit einiger Zeit wieder zunimmt. Aber auch die Meeresgewässer vor La Scandola enthalten einen ungeheuren Reichtum an Tieren und Pflanzen. Ein besonderer Bewohner ist der Zackenbarsch. Zackenbarsche sind Hermaphroditen. Sie werden alle als Weibchen geboren, aber im Alter von zehn Jahren wechseln sie das Geschlecht und werden zu Männchen. Im Frühsommer versammeln sich Männchen und Weibchen. Sie umtanzen einander und wechseln dabei ihre Farben. Alles zum Zwecke der Verführung und Vermehrung.

TV-Programm 13.08. - 18.08.2018

Montag, 13. August

3sat, 20.15 Uhr
Wildes Bayern: Berchtesgaden im Sternenlicht
Der Watzmann-Gipfel und die Tiefen des Königssees liegen zwar nah, aber der Höhenunterschied beträgt fast 3000 Meter. Der Film zeigt den Alpennationalpark vom Spätsommer bis in den Winter. Im Mittelpunkt stehen neben typischen Bergbewohnern wie Murmeltier, Gemse und Steinbock auch kleinere Wesen wie Apollofalter und Riesenweberknecht. Es geht aber auch um die Menschen, die diese einzigartige Urlandschaft über Jahrhunderte mitgestaltet haben. Wo Steinadler und Gams ihre Jungen großziehen, leben auch unzählige kleine, aber genauso interessante Tiere, die oft mit einem faszinierenden Verhalten oder bunten Farben aufwarten. Bald bedeckt Schnee die Bergwelt, und die Murmeltiere schlafen bei stark verlangsamtem Herzschlag in ihren Höhlen auf einem Polster aus duftendem Heu, während die Gämsen in die Brunft kommen, der Tannenhäher seine Verstecke voller Zirbennüsse aufsucht und sich Schwärme von Alpendohlen schnatternd auf Nahrungssuche machen.

3sat, 21.00 Uhr
Wildes Bayern: Das erste Licht am Königssee
Wenn die Sonne über die Kämme klettert und ihre ersten Strahlen auf die Bergwelt schickt, sind sie schon unterwegs: Jan Haft und sein Team, das den Film über die Berchtesgadener Alpen dreht. Dort versuchen die Filmemacher jene Tier- und Pflanzenarten vor die Linse zu bekommen, die typisch für die Region sind – oder besonders interessant. Sie filmen also nicht nur Gams, Steinbock und Adler, sondern suchen auch nach seltenen, weniger bekannten Arten.

Dienstag, 14. August

3sat, 14.50 Uhr
Der Herr der Greifvögel
Der Falkner Willi Holzer hat sein Leben ganz dem Schutz der Greifvögel verschrieben. Nahezu alle gestrandeten Greifvögel im Großraum München und Freising landen bei ihm. Zuvor werden die Vögel eingehend in der Oberschleißheimer Vogelklinik untersucht und entsprechend behandelt. Gerade im Frühjahr geht es bei Willi Holzer rund. Es ist die Zeit, in der die Greife Nachwuchs haben. In den Stadtparks ausfliegende junge Waldkäuze sitzen tagsüber manchmal am Boden. Diese werden nicht selten von Passanten gefunden und abgegeben. Willi Holzer versucht sie dann wieder zu ihrer Familie zurückzubringen. Oft stürzen in den Städten auch junge Wanderfalken von Nistkästen, die an hohen Türmen angebracht wurden. Auch diese Bruchpiloten versucht der Falkner wieder auszuwildern. Zuvor müssen sie jedoch in seiner Voliere richtig fliegen lernen und gut fressen. Willi Holzer versucht aber vor allem auch, den nach wie vor zahlreichen Nachstellungen, denen Greifvögel ausgesetzt sind, entgegenzuwirken. Als Grundlage dafür kartiert er jedes Jahr die aktuellen Sperber-, Habichts- und Uhu-Horste. Er kontrolliert diese regelmäßig, um gezielte Störungsaktivitäten von Greifvogelgegnern rechtzeitig zu bemerken. Der Falkner sucht auch nach illegalen Fallen oder Gifteiern, die ausgelegt wurden, um Greifvögel zu vergiften.

Mittwoch, 15. August

Bayerisches Fernsehen, 18.45 Uhr
natur exclusiv
Spaniens wilder Norden – Im Reich der Bären und Wölfe
Von Stürmen und Regen begleitet, frisst sich der Atlantik seit Jahrmillionen mit geballter Kraft in die nordspanische Landmasse und modelliert die mehrere Hundert Kilometer lange Küstenlinie zu Steilklippen und bizarren Felsformationen. An Land scheint der Ozean in gigantischen Wellen zu Fels erstarrt. Die Kantabrische Kordillere, ein zerklüftetes Faltengebirge, ragt unweit im Landesinneren bis zu 2.600 Meter steil in den Himmel. Wie eine Barriere hält sie die regengesättigten Tiefausläufer aus der Biskaya-Bucht auf ihrem Weg nach Süden zurück. Die nordspanischen Provinzen Kantabrien, Asturien und Galizien sind kühl und feucht, aber grün und wild. Für Kantabrische Bären und Iberische Wölfe ist es der einzig verbliebene große Rückzugsort im westlichen Europa. In den vergangenen Jahren stieg die Bärenpopulation von wenigen Dutzend Individuen wieder auf bis zu 300, die Wolfspopulation hält sich stabil bei etwa 2.000 Tieren. Über mehr als zwei Jahre Drehzeit hinweg ist es Filmemacher Bernhard Rübe und seinem Team gelungen, noch nie gefilmtes Verhalten wilder Kantabrischer Bären in Kinoqualität zu dokumentieren. Wie Bärenmütter ihren Nachwuchs vor den Männchen schützen, wie sie ihre Höhlen polstern, nach Ameisen, Blättern, Früchten und Beeren suchen. Wie sie vom Wintereinbruch überrascht werden. Der Film zeigt, wie sich die Männchen bei der Partnersuche gegenseitig übervorteilen, dabei jedoch alles nach dem Willen des Weibchens geschieht. Aus Sicht eines großen Männchens, eines „alten Kämpfers“ mit abgerissenem Ohr, geht die anstrengende Paarungszeit gründlich schief. Das Filmteam konnte festhalten, wie die Verständigung im Wolfsrudel bei Jagd und Jungenaufzucht funktioniert, wie Rangkämpfe ausgefochten werden und wie die Jungen langsam in die Sozialstruktur des Rudels eingeführt werden. Es wird deutlich, dass ein einzelner Wolf bei der Jagd auf Wildtiere kaum eine Chance hat. Es erhärtet sich der Verdacht, dass Wolfsabschüsse den Konflikt zwischen Viehhaltern und Wölfen nicht lösen, sondern vertiefen: Denn werden eingespielte Familienverbände durch das Töten der Elterntiere auseinandergerissen, vermehren sich die Einzelgänger. Die ohne Rudel allerdings keine Jagderfolge haben und deshalb aus der Not heraus Schafe und andere Nutztiere reißen. Mehrere Lösungsansätze für ein nachhaltiges Zusammenleben von Mensch und Wolf werden im Film vermittelt. Um wirksamen Schutz für die Herde zu gewährleisten, müssen die Viehhalter einen Mehraufwand in Kauf nehmen: Sie müssen öfter bei den Tieren bleiben, sie nachts in Stallungen sperren, Zäune errichten, oder Schutzhunde kaufen und trainieren. Dabei werden die Bauern aber finanziell unterstützt. Durch umsichtiges Verhalten und Vorkehrungen geht die Zahl der Viehrisse in den nordspanischen Wolfsgebieten gegen Null – ein Ansporn, Wölfe auch in anderen Teilen Europas wieder willkommen zu heißen. Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte – die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

Donnerstag, 16. August

Bayerisches Fernsehen, 11.10 Uhr
Die Alpen – Schweizer Berge neu entdeckt
Das Wappentier des Kantons Graubünden ist der Steinbock, ein Überlebenskünstler, der auf den kargen Grasflächen oberhalb der Waldgrenze zu Hause ist. Lange Zeit war er im Alpenraum ausgestorben. Erst durch gezielte Wiederansiedlung kehrten rund 300 Steinböcke in den Schweizerischen Nationalpark im Kanton Graubünden zurück, behütet von der Wildbiologin Seraina Campell Andri.

Freitag, 17. August

National Geographic WILD, 13.40 Uhr
Wild World
Serienstart
Staffel 1, Folge 1 – Alaska
Am Fuß des Mount McKinley, Nordamerikas höchstem Berg, breitet sich die Wildnis Alaskas wie ein lebendiger Teppich aus. Unterhalb dieses Bergs, auch „der Große“ genannt, sind die Jahreszeiten extremer als anderswo. Im Winter ist es in Denali über 20 Stunden lang dunkel, und die Temperaturen sinken unter minus 70 Grad Celsius. Im Sommer scheint dagegen 20 Stunden lang die Sonne. Grizzlys, Wölfe, Elche, Eichhörnchen und Steinadler haben jeweils ihren eigenen Weg gefunden, um die lange eisige Winterkälte und die Sommerhitze zu ertragen. Hier müssen Tiere und Pflanzen stark sein, um zu überleben.

3sat, 15.30 Uhr
Wilde Wasser, steile Gipfel – Das steirische Ennstal
Ein reißender Fluss, bunte Streuwiesen oder ein atemberaubender Blick vom 2700 Meter hoch gelegenen Dachstein – das Ennstal ist sehr facettenreich. Ursprünglich schlängelte sich die Enns kurvenreich durch ein lang gezogenes Tal. Dann wurde immer mehr Anbaufläche gewonnen, wurden Nebenarme gekappt, Moore trocken gelegt. Die Flora und Fauna verarmte. Immer öfter gab es verheerende Hochwasser. Vor 20 Jahren startete das EU-Projekt „Life“. Naturnahe Flusslebensräume und Auwälder entstanden, aber auch ausgedehnte Moorlandschaften. Die für diese Landschaft typischen Torfmoose wurden angebaut, bald siedelten sich seltene Vogelarten wieder an wie der Wachtelkönig, Wanderfalke oder Eisvogel. Aber auch der Braunbär kehrte zurück.

Samstag, 18. August

arte, 11.45 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)
Dies ist die atemberaubende Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Alle drei machen sich auf die Suche nach einer Partnerin. Dabei überwinden sie Hunderte von Kilometern und bewältigen die tödlichen Gefahren der menschlichen Zivilisation. Mit nie zuvor gesehenen Bildern erlebt der Zuschauer die Rückkehr des Wolfes nach Zentraleuropa. Erstmals erzählt eine aufwendig gedrehte Tierdokumentation die Rückkehr des Wolfes in seine uralten Lebensräume in Zentraleuropa. Es ist die erstaunliche Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Auf der Suche nach einer Partnerin überwinden sie atemberaubende Distanzen und bewältigen die tödlichen Barrieren der menschlichen Zivilisation. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum immer wieder einzelne Wölfe plötzlich ihre Rudel verlassen und aufbrechen zu Wanderungen über mehr als tausend Kilometer. Diese Frage bewegt auch die europäischen Wolfsforscher, als sie die Wölfe Ligabue aus Italien, Alan aus Deutschland und Slavko aus Slowenien mit Senderhalsbändern ausstatten. Und dann passiert das, was die Biologen schon immer vermutet hatten. Der erste Teil begibt sich zusammen mit der Wolfsbiologin Francesca Marucco auf die Spuren des italienischen Wanderwolfs Ligabue. Er wandert durchs nördliche Italien. Überall lauern die Gefahren des Menschen, täglich muss er seinen Hunger stillen. In den französischen Seealpen findet er schließlich die passende Partnerin. Doch da nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, der zweite Wanderwolf, bricht auf in der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze. Die deutsche Wolfsbiologin Ilka Reinhardt folgt seiner Wanderung Richtung Nordosten. Auch Wanderwolf Alan überquert mehrspurige Autobahnen und durchschwimmt die 400 Meter breite Weichsel bei Danzig. Wird es ihm gelingen, nach 1.500 Kilometern in Weißrussland ein eigenes Rudel zu gründen?

arte, 12.25 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (2/2)
Auch der zweite Teil der Odyssee der einsamen Wölfe erzählt die Rückkehr des Wolfes in seine alten, angestammten Territorien in Mitteleuropa. Der Wanderwolf Ligabue bricht in Norditalien auf und begibt sich auf diesem Weg auf die Suche nach einer passenden Partnerin. Doch in den französischen Seealpen nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, ein Wanderwolf aus Ostdeutschland, erreicht nach 1.500 Kilometern die weißrussische Grenze. Auch er hat mehrspurige Autobahnen unverletzt überwunden und reißende Flüsse durchschwommen. An der weißrussischen Grenze wartet jedoch eine ganz neue Bedrohung auf ihn: Hier gehört der Wolf noch zum jagdbaren Wild. Slavko, der dritte Wanderwolf, bricht in Slowenien auf. Seine Reise führt ihn durch die frostklirrenden Gebirge Österreichs und Italiens. Er ist es, der der europäischen Wolfsforschung ganz neue Erkenntnisse liefern wird. Gemeinsam mit den Forschern Luigi Boitani, Francesca Marucco, Ilka Reinhardt und Hubert Potocnik wurden vier Jahre lang die Reisen der drei Wanderwölfe nachvollzogen. Die spektakulären Abenteuer von Ligabue, Alan und Slavko wurden dafür mit den dressierten Wölfen des ungarischen Tiertrainers Zoltan Horkai nacherzählt und gedreht. So ist eine wissenschaftlich fundierte Tierdokumentation entstanden, die gleichzeitig die mythologische Bedeutung des Wolfes für Europa zeigt und die faszinierenden Lebensräume der europäischen Wölfe erlebbar macht – in Italien und Frankreich, in Deutschland, Polen und Litauen, in Slowenien und Österreich.

Sonntag, 19. August

rbb Fernsehen, 14.00 Uhr
Wildes Russland
Die Arktis – Film von Uwe Anders
Russlands Arktis reicht über 6.000 Kilometer von der norwegischen Grenze bis nach Alaska. Endlose Eiswüsten und sturmumtoste Inseln mit geheimnisvollen Namen: Novaya Semyla, Taymir oder die legendäre Wrangelinsel. Hier sammeln sich Eisbären, Walrosse und tausende Seevögel.

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Ihre zentrale geografische Lage in Mitteleuropa und die ideale Vernetzung von offenen und bewaldeten Lebensräumen machen die Rhön darüber hinaus zu einem entscheidenden Knotenpunkt für wandernde Tierarten wie Luchs und Wildkatze.

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Wildes Elsass
Der Film beobachtet die Tierfamilien bei ihrem Überlebenskampf vom Frühling bis in den Spätsommer und die Zuschauer erleben die spannendsten und schönsten Momente. Und den ganz großen Augenblick: wenn die Jungen die Familie verlassen und ein selbständiges Leben beginnen. Das Elsass ist eine ganz besondere Region im Herzen Europas, in der es noch wahre Naturschätze in großer Vielfalt gibt. Zwischen Rhein und Vogesen treffen Wärme und Farbenpracht des Mittelmeers auf ein eisiges Gebirge. Hier liegen inmitten der Kulturlandschaft sehr unterschiedliche Lebensräume. Der fliegende Storch, Symboltier der Region, führt die Zuschauer zu diesen Naturoasen mit ihren typischen Tierfamilien: der Zwergmaus in den Ill-Wiesen, der Smaragdeidechse in den heißen Trockenrasen und Weinbergen bei Rouffach, den Gämsen auf den Felsen und Almen der Hochvogesen am Hohneck und schließlich der eigenen Storchenfamilie im Schlettstadter Ried.

Bayerisches Fernsehen, 17.15 Uhr
Aufgegabelt von Alexander Herrmann
Für „Aufgegabelt“ besucht der fränkische Meisterkoch Alexander Herrmann diesmal den Aschaffenburger Stadtwald. Dort lässt er sich von Jäger Andreas Martin über die richtige Hege und Pflege des Wildes informieren – dabei kommt ihm die Idee für ein geniales Rehgericht: Reh-Geschnetzeltes mit Blaukraut und einer Maronen-Orangensoße.

TV-Programm 19.08. - 26.08.2018

Montag, 20. August

Bayerisches Fernsehen, 20.15 Uhr
Das perfekte Herrchen
Einen Hund von seinem Schicksal im Tierheim erlösen und selbst zum perfekten Herrchen und Hundebesitzer werden – diesen Traum hegen viele. Dabei gibt es viele Fragen: Welcher Hund passt zu mir? Werden ich und mein Umfeld den Bedürfnissen des Hundes gerecht? Sind die Hunde aus Tierheimen nicht verstört und bin ich damit nicht überfordert? Damit aus dem gut gemeinten Wunsch eine Erfolgsgeschichte wird, unterstützt Markus Richter potenzielle Bewerber in der neuen Sendereihe „Das perfekte Herrchen“. In der ersten Folge von „Das perfekte Herrchen“ sucht Hundecoach Markus Richter ein neues Zuhause für den 5-jährigen Shiba-Inu-Mischling Fox. Ein gemütlicher Kerl, der es liebt, bei Menschen zu sein – aber unbedingt beschäftigt werden will. Fox lebt im Tierheim in Ostermünchen und ist schon längst bereit, sein Herz an ein neues Herrchen oder Frauchen zu verschenken. Doch so einfach ist es nicht. Immer wieder waren Menschen da, die ihn vielleicht haben wollten. Aber mitgenommen hat ihn niemand. Markus Richter unterstützt potenzielle Frauchen und Herrchen, die einen Hund aus dem Tierheim holen wollen. Als langjähriger Hundecoach kennt er sich gut mit Vier-, aber auch mit Zweibeinern aus. Er weiß, welche Hund-Mensch-Beziehungen zum Scheitern verurteilt sind, und welche gut passen.

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr
Bayern erleben
Tier im Visier – Wilderei am Horst
Die Filmautorin geht der Frage nach, warum es seltene Greifvögel trotz Schutzstatus in Deutschland so schwer haben. Gefangen, vergiftet, abgeschossen – und nur in den wenigsten Fällen wird ermittelt. Obwohl alle Raubvogelarten in Deutschland unter strengem Schutz stehen, nimmt die illegale Verfolgung zu. Nur ein kleiner Bruchteil der meist illegal gefangenen oder getöteten Tiere wird gefunden. Was sich wie ein düsteres Szenario anhört, ist traurige Wirklichkeit. Häufiges Opfer ist der Habicht. Er hat einen verhängnisvollen Speiseplan und jagt gerne Hühner, Fasane und Tauben. Dementsprechend verhasst ist er bei Landwirten, Jägern und Taubenzüchtern. Doch auch Wanderfalken und Adler sind im Visier. Greifvögel gelten als Symbol für Kraft und Schnelligkeit. Das Geschäft mit Präparaten, Federn oder Krallen blüht. Ganz zu schweigen vom Handel mit lebenden Raubvögeln. Vor allem im arabischen Raum können Züchter mit ihnen ein Vermögen erzielen. Auch wenn sie dabei mit illegalen Mitteln arbeiten wie Aushorstung oder Hybridzüchtungen. Das Filmteam taucht ein in die Raubvogelszene, fragt nach, deckt auf und stellt Erschreckendes fest.

NDR Fernsehen, 22.00 Uhr
45 Min
Wildschweine
In Deutschland leben so viele Wildschweine auf so engem Raum wie nirgendwo sonst in Europa. Zerstörte Felder auf dem Land, durchwühlte Gärten in den Städten, zuletzt sogar aggressive Tiere in der Fußgängerzone einer Kleinstadt. Jetzt hat der Konflikt eine neue Dimension bekommen: Nur 300 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze sind Wildschweine an Afrikanischer Schweinepest erkrankt. Das Virus ist hochansteckend und tötet Wild- wie Hausschweine innerhalb weniger Tage. Wird die Seuche auch nach Deutschland eingeschleppt, trifft das einen großen Wirtschaftszweig. Die deutsche Schweinefleischindustrie könnte über viele Jahre lahmgelegt werden, denn gegen die Afrikanische Schweinepest gibt es keinen Impfstoff. Aus Angst vor Milliardenverlusten wird nun noch stärker als bisher gefordert, die Zahl der Wildschweine in Deutschland zu reduzieren. Jeder Tag bringt neue Maßnahmen: Schonzeiten werden aufgehoben, Prämien für jedes geschossene Wildschwein gezahlt, die Zulassung von Lebendfallen, Nachtzielgeräten und Schalldämpfern für Jäger diskutiert. Die Politik macht Druck: Jäger sollen mehr Wildschweine schießen, falls nötig offenbar auch mit bisher verpönten Methoden. „45 Min“ fragt: eskaliert jetzt der Kampf Mensch gegen Wildschwein? Noch vor 60 Jahren waren Wildschweine beispielsweise in Schleswig-Holstein fast ausgerottet. Doch milde Winter und ein üppiges Nahrungsangebot auf den Feldern haben dazu geführt, dass sich die Tiere rasant vermehren konnten. Inzwischen erschließen sich Wildschweine immer neue Reviere und wagen sich zunehmend auch in die Städte. Dort finden sie Ruhe vor Jägern, machen jedoch vielen Anwohnern Angst. Nach einem Vorfall in Heide, als zwei Wildschweine in der Innenstadt in Panik gerieten und vier Menschen verletzten, fordern jetzt viele klare Grenzen zwischen dem Lebensraum der Menschen und dem Revier der Wildschweine. Aber wie soll das funktionieren? Der Film begleitet Menschen, deren Leben derzeit von Wildschweinen bestimmt wird: Ute Voss und ihre Nachbarn in Itzehoe, deren Gärten seit dem Herbst immer wieder von Wildschweinen zerstört werden. Den Wissenschaftler Dr. Hinrich Zoller, der erforscht, wie die Ausbreitung der Wildschweine gestoppt werden kann. Und Jäger, die aufgerufen sind, Wildschweine zu reduzieren und sich oft degradiert fühlen: vom Waidmann zum Schädlingsbekämpfer. Lässt sich die Afrikanische Schweinepest überhaupt noch aufhalten? Und um welchen Preis?

Dienstag, 21. August

tagesschau 24, 9.30 Uhr
7 Tage … auf der Jagd
Mannshoch ist das Schilf, morastig der Boden, Hunde bellen, im dichten Gestrüpp haben sich Wildschweine versteckt, die Jagdscheinanwärter haben eine Kette gebildet, sie müssen die Tiere aufscheuchen. Für die meisten ist es die erste Jagd. Die Stimmung ist aufgekratzt. Das Adrenalin steigt. Jagdfieber nennen das die Erfahrenen. Am frühen Morgen hatten einige noch Zweifel. Wie wird es sein, wenn das erste tote Tier vor einem liegt, man den ersten Tierkörper aufschneiden muss? Später am Abend ist die Unsicherheit verflogen. Jetzt sind die grellen orangenen Warnwesten das einzige, was genauso leuchtet wie die Augen der zukünftigen Jäger. „7 Tage… auf der Jagd“, ein Film über Verantwortung, Jagdfieber und die Menschen, die den Finger an den Abzug legen wollen

arte, 18.35 UhrWildes Deutschland
Die Rhön
„Wildes Deutschland” entführt diesmal in das Biosphärenreservat Rhön, ein Mittelgebirge im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen. In den Kernzonen des UNESCO-Biosphärenreservats sollen die Wälder wieder zum Urwald werden. Wälder, in denen die Natur ihren eigenen Gesetzen folgt, und wo auch seltene und gefährdete Arten einen sicheren Lebensraum haben. Neben dem größten Birkhuhn-Vorkommen außerhalb der Alpen leben weitere empfindliche Arten wie der Uhu und der Schwarzstorch in dem vielgestaltigen Gebirge. Die Dokumentation beobachtet die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt im Kreislauf der Jahreszeiten. Ihre zentrale geografische Lage in Mitteleuropa und die ideale Vernetzung von offenen und bewaldeten Lebensräumen machen die Rhön darüber hinaus zu einem entscheidenden Knotenpunkt für wandernde Tierarten wie Luchs und Wildkatze.

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Die Bären in den Himmelsbergen
Tien Shan, die „Himmelsberge“ gelten als Naturparadies im Süden Kasachastans, im Herzen Zentralasiens. Hier zieht eine Braunbärin mit ihren Jungen durch die Bergsteppe. Für die Bärenkinder beginnt ihr erster Sommer voller Abenteuer. Zwei Jahre werden sie mit ihrer Mutter durch die Wildnis wandern und alles Wichtige von ihr lernen. Das Familienleben der Braunbären in den Gebirgen Zentralasiens ist noch nie vorher gefilmt worden. Kein Wunder – die Himmelsberge sind in vielen Teilen noch eine schwer zugänglich Wildnis, zudem steht das Gebiet seit 80 Jahren unter Naturschutz. Trotzdem versuchen Wilderer fast überall Bären zu töten, im nahen China wird viel Geld für Bärenteile bezahlt. Dementsprechend sind die Bären sehr scheu. So hatte Filmemacher Tobias Mennle großes Glück, dass er das Leben einer Bärenmutter mit ihren zwei Söhnen für eine Weile miterleben durfte. Die bedrohten Tien Shan-Braunbären leben in hohen Bergregionen, wandern aber im Sommer herab in die Wälder, um Früchte, Beeren und Blumenzwiebeln zu suchen. Ihre Nahrung besteht fast nur aus Pflanzen. Kalorien und Eiweiß sind Mangelware, da wird Fressen zu Vollzeitbeschäftigung. 20.000 Kilokalorien muss die Bärenmutter zu sich nehmen können, um die Jungen gut zu säugen. Spinnen und Insekten verschmähen sie nicht, sie sind eine wichtige Eiweißquelle. Im Sommer wandern sie bis in die Gipfelzone, hier bieten Schneefelder grandiose Abkühlung zu den 40 Grad Celsius im Tal. Richtige Kuhlen graben die Bären in den Schnee, um sich dann genüsslich in die „Bärenkühlschränke“ zu legen. Die Steppen Kasachstans sind die Urheimat der Tulpen – nirgendwo gibt es mehr Arten als hier. Die Blüten von Greigs Tulpe können einen Durchmesser von 15 Zentimeter erreichen. Von den Himmelsbergen aus eroberten sie die Gärten der Welt. Die Bergsteppe des Tien-Shan- Gebirges ist zudem ein Paradies für Pferde und eines der letzten Schutzgebiete für die zentralasiatischen Braunbären.

Mittwoch, 22. August

3sat, 14.05 Uhr
Wildes Indien – Der Bengalische Tiger
In Indien wimmelt es geradezu von seltenen Tierarten – und genau diesen widmet sich die Reihe „Wildes Indien“. Der zweite Teil begibt sich auf die Spur des Bengalischen Tigers. Der Bengalische- oder Königstiger gehört zu den gefährdeten Arten. Die majestätischen Raubkatzen, die einst in weiten Teilen Asiens verbreitet waren, sind äußerst geschickte Jäger. Ein Exemplar benötigt acht Kilogramm Fleisch am Tag zum Überleben. In Indien leben auf gerade einmal zwei Prozent der Gesamtfläche der Erde über eine Milliarde Menschen. Das ist rund ein Fünftel der Weltbevölkerung. Es ist erstaunlich, dass es noch wilde Tiger dort gibt.

arte, 18.35 Uhr
Wildes Deutschland
Die Zugspitze: Eine Reise auf den höchsten Berg Deutschlands
Das Zugspitzmassiv ist der einzige Ort in Deutschland, der bis in die Regionen des ewigen Schnees hinaufreicht. Deutschlands höchster Berg ist schon an sich eine Attraktion, doch hat er noch mehr zu bieten: So finden sich an seinen Flanken die spektakuläre Partnachklamm und der wildromantische Eibsee, der von vielen wegen seines türkisblauen Wassers und seiner malerischen Buchten die „bayerische Südsee“ genannt wird. Die Dokumentation präsentiert auf einer faszinierenden Reise vom Tal zum Gipfel die Fülle des Lebens bis in unwirtliche Gipfelregionen. Sie folgt dem Lauf eines Wildbachs hinauf bis zur Quelle und zeigt, wie sich die Vegetation und das Landschaftsbild samt seiner Bewohner verändern. Außerdem erklärt sie, warum mit zunehmender Höhe der Artenreichtum von Flora und Fauna abnimmt und wie sich Tiere und Pflanzen an diese harten Umweltbedingungen anpassen müssen, um zu überleben. Das Hochgebirge ist keine leblose, nackte Stein- und Eiswüste, sondern reich gefüllt mit zähem Leben. Im Laufe von Jahrmillionen haben es diese Arten gelernt, Unwettern und Wintereinbrüchen zu trotzen. Alpenschneehuhn, Gämse und Murmeltier tragen ein isolierendes Haarkleid. Kreuzotter, Bergeidechse und Alpensalamander nützen mit ihrer dunklen Färbung die karge Wärmestrahlung bestmöglich aus. Mit zunehmender Reisehöhe stellt sich heraus, dass der Wildbach die Lebensader für extrem unterschiedliche Lebensräume bildet. Doch schon in wenigen Jahren wird er weitgehend versiegt sein, denn dann ist seine Quelle – der Zugspitz-Gletscher – durch die Klimaerwärmung geschmolzen. Damit steht auch den Arten an seinen Ufern ein neuer Überlebenskampf bevor.

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr
natur exclusiv
Fischdieb oder Sündenbock? – Kormorane
Der Kormoran: gejagt und beinahe ausgerottet in Europa. Er stand bis 1993 auf der „Roten Liste“, vermehrt sich aber seit wenigen Jahrzehnten explosionsartig. Ein geschickter Fischjäger und verhasster Konkurrent der Fischer wird wieder gejagt – trotz zahlreicher Versuche, ihn nicht zum Sündenbock der Fehler zu machen, die die Eingriffe des Menschen in Natur und Umwelt verursacht haben. Kormorane jagen, was jeweils am leichtesten verfügbar ist. So beobachtet der Biologe Stefano Volponi auf Sardinien das soziale Fischen der Kormorane. Beim gemeinschaftlichen Jagen pflegen Hunderte von Kormoranen eine extrem effektive Art des Fischfangs: Während etwa die Hälfte der Vögel durch Flügelschlagen einen Fischschwarm zusammenscheucht, kann die andere Hälfte die Fische bequem fangen und fressen. Nach einiger Zeit wechseln sich die Kormorangruppen ab. In ganz Europa ärgern sich die Fischer über den in ihren Augen bestens angepassten und dreisten Fischräuber. Und fordern seinen Abschuss um jeden Preis! Was sie dabei nicht berücksichtigen: Kormorane sind Zugvögel. So gibt es derzeit 170.000 Brutpaare im nördlichen Ostseeraum. Und diese ziehen durch ganz Europa zu den für sie günstigsten Fischgebieten. Verschiedene Forschergruppen versuchen, Gesetzmäßigkeiten und Rückschlüsse aus dem Zugverhalten und vermeintlichen Nahrungsvorlieben abzuleiten. Doch der Kormoran lässt sich so leicht nicht fassen. Zu genial, zu schnell agiert er in seiner Anpassungsfähigkeit. Er ist ein unübertroffener Fischjäger, ein beneideter Meister seines Fachs. Und ein willkommener Sündenbock, der für ökologische Phänomene herhalten muss, die sich sonst nur schwer erklären ließen.

Donnerstag, 23. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Der Flug des Nashorns
Zu den berühmten „Big Five“, wie die Großwildjäger im 20. Jahrhundert sie nannten, gehörten Elefant, Büffel, Löwe und Leopard – und das Nashorn. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) wollte zwei Jungtiere aus ihrem Bestand auf die Reise schicken – nach Südafrika. Das Projekt ist eine spannende und nervenaufreibende Sache. In Sambia wurde in den 80er-Jahren das letzte Spitzmaulnashorn gewildert. Heute hat Sambia einige der größten und schönsten Naturschutzgebiete Afrikas vorzuweisen, aber eben kein Nashorn. Nur im Zoo und in den Nationalparks Südafrikas waren die Nashörner in den letzten Jahrzehnten sicher genug, um überleben zu können. Aber Spitzmaulnashörner sind auch im Zoo selten, Frankfurt ist einer der wenigen Zoos, wo sie gehalten werden. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) hat sie auf die Reise geschickt – nach Südafrika. Ein Nashorn als Luftfracht – das ist eine komplizierte, aufwendige Sache. Am Zielort der Zoonashörner kommen noch mal fünf Nashörner dazu, um sie in den größten Nationalpark Sambias zu bringen. Im Krüger National Park in Südafrika hat man genug Tiere dieser Spezies, im Luangwa National Park in Sambia dagegen überhaupt keines mehr. Auch dieser Transport ist schwierig und nicht ungefährlich: Die Tiere müssen vom Helikopter aus betäubt werden, ein Kran hievt sie in ihre Boxen aus Stahl und Holz. Der Höhepunkt ist die Landung des großen Cargofliegers auf einer Sandpiste mitten im Nationalpark. Noch nie zuvor ist dort eine so große Maschine gelandet.

arte, 15.50 Uhr
So gesund ist unser Wald!
Frische Luft, Vogelgezwitscher, Stille – der Wald dient vielen als Ort der Entspannung. Anscheinend hat der Mensch schon immer gespürt, dass der Wald ihm gut tut. Und dieses Gefühl ist inzwischen sogar wissenschaftlich belegt. Mediziner und Psychologen sagen: Der Wald hat eine heilende Wirkung. Was wir im Gegenzug für einen gesunden Wald tun können, erfahren die Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard im Leipziger Auwald. Dafür müssen sie hoch hinaus: Zusammen mit Baumkletterer David Handrik klettern sie in die Krone eines 30 Meter hohen Baumes, um ihn von abgestorbenen Ästen zu befreien. Schaffen die Moderatoren den wackligen und anstrengenden Aufstieg? Fest steht: Wälder sind nicht so hilflos und still, wie sie aussehen. Laut Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben können Bäume mit Hilfe bestimmter Botenstoffe, den sogenannten Terpenen, miteinander kommunizieren, um sich gegenseitig vor Angreifern zu warnen. Und genau diese Stoffe sollen auch uns Menschen zur Abwehr von Krankheiten dienen, ja sogar Krebs vorbeugen. Das haben Wissenschaftler in Tokio herausgefunden. Gibt es den Wald bald auf Rezept?

SWR Fernsehen, 22.45 Uhr
Baumgeschichten
Vom Schwarzwald bis in die Eifel
Sie können viel größer und älter werden als wir. Sie bieten uns Schutz, Wärme und Nahrung. Sie sind unentbehrlich: Ohne sie können wir nicht atmen, nicht leben. Früher wurden sie als Götter verehrt. Und auch heute noch sind viele davon überzeugt, dass von Ihnen eine große Kraft ausgeht. Die Faszination für Bäume ist tief in uns verwurzelt. Besonders die alten Baumriesen wurden immer schon von Menschen aller Epochen und Kulturen bewundert. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine poetische Reise in die Welt der Bäume: von Baden-Baden über den Schwarzwald, den Pfälzer Wald bis in die Eifel. Er stellt Menschen vor, deren Lebensmittelpunkt die Bäume sind – aus beruflichen Gründen oder aus privater Leidenschaft. Peter Wohlleben ist Deutschlands berühmtester Förster. Sein Buch über „Das geheime Leben der Bäume“ steht seit Monaten auf der Bestsellerliste. Der Förster und Buchautor aus Hümmels in der Eifel gilt als Baumflüsterer. In seinen Augen haben Bäume menschliche Eigenschaften: Sie haben Gefühle, verständigen sich untereinander, pflegen Freundschaften. Der Film nimmt die Zuschauer mit in die faszinierende Welt der Bäume. Er erzählt bildgewaltige Geschichten von Menschen und Bäumen im Wandel der Jahreszeiten.

Freitag, 24. August

arte, 16.45 Uhr
Europas letzte Geier
Aufräumpolizei der Natur
Online verfügbar von 24/08 bis 22/11
Früher waren Geier in Europa Teil der Natur und hatten eine wichtige Aufgabe: Als Aufräumpolizei beseitigen sie tote Tiere. Jetzt gibt es sie nur noch an wenigen Orten, aber man versucht, sie wieder anzusiedeln. Kann das klappen? ARTE begibt sich auf die Spur der Geier: in freier Natur in den spanischen Pyrenäen und in einer Greifvogelwarte. Dort lernen die Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard – mitten in Deutschland – freilebende Geier kennen. 95 Prozent der europäischen Geier leben in Spanien. Schlachtabfälle und verendete Tiere werden dort schon seit Jahrhunderten an die Geier verfüttert. Muladares heißen solche Futterstellen. ARTE gelingt es, an einer Futterstelle in der Nähe des verlassenen Dorfes Buseu zu beobachten, wie alle vier europäischen Geierarten zum Fressen kommen. Überall in Europa finden Geier inzwischen wenig Futter, weil Gesetze vorschreiben, dass Weidetierkadaver vom Menschen entsorgt werden müssen. Auch in Spanien war das nach der BSE-Seuche lange so – heute ist es zum Teil wieder erlaubt, tote Tiere liegenzulassen. Das Geierschutzprojekt in Buseu zeigt, wie wichtig und nützlich Geier besonders in dieser schwer zugänglichen Landschaft sind.

Samstag, 25. August

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Füchse – mitten in der Stadt
Füchse erobern unsere Städte. Sie hausen auf Baustellen oder in Schrebergärten, schlafen auf Garagendächern oder in Gewerbegebieten. Ihr Revier ist der Asphaltdschungel und die wenig genutzten Flächen der Großstadt. Und, sie scheinen sich hier wohlzufühlen, denn die Reste unserer Wegwerf- und Überflussgesellschaft sorgen dafür, dass auch der Nachwuchs in der Stadt leichter großgezogen werden kann als auf dem Land, wo die dezimierten Hasenbestände das Überleben schwer machen. Warum der einstmals scheue Meister Reineke aus den Wäldern in die Städte gewandert ist, und wie die Füchse dort leben, versuchen Biologen in Zürich herauszufinden.

Bayerisches Fernsehen, 17.05 Uhr
Frei Schnauze
Das Tiermagazin
Welches Tier passt zu mir? Was tun, wenn der Hund ständig bellt? Und was mache ich, wenn ich ein verletztes Wildtier finde? „Frei Schnauze“ gibt Tipps zum Leben mit Tieren.

arte, 19.30 Uhr
Abenteuer Armenien
Südöstlich von Eriwan liegt das Caucasus Wildlife Refuge, ein 5.000 Hektar großes Naturschutzgebiet. Karen Aghababyan und Manuk Manukyan sind Biologen und Ranger. Sie machen eine erste Wildtier-Bestandsaufnahme und schützen das Gebiet vor Wilderern.

Sonntag, 26. August

3sat, 15.05 Uhr
Wildes Rumänien
Land der Bären und Wölfe
Im Südosten Europas liegt das Naturjuwel Rumänien. Durch seine Wälder streifen noch Bären und Wölfe, in seinen abgelegenen Dörfern erscheint vieles wie aus längst vergangenen Zeiten. Rumänien ist ein Land der Kontraste: Lange Sandstrände, Felsklippen und mediterranes Klima prägen die Küste zum Schwarzen Meer. Gut geschützt an steilen Ufern nisten Zehntausende Uferschwalben – in mühsamer Feinarbeit graben sie Bruthöhlen in die Wand. Wo die Donau ins Schwarze Meer mündet, tut sich ein weiteres Naturparadies auf: das Donaudelta. Im größten Schilfgebiet der Erde finden viele seltene Vögel Schutz und Lebensraum. Nur hier leben noch große Kolonien von Pelikanen. Scheinbar mühelos schwingen sie sich empor – die Thermik trägt sie kilometerweit ins Landesinnere. In Siebenbürgen geht der Sommer zu Ende – die Sachsen ernten die süßen Trauben, die sie auf den kleinen Rebhängen gepflegt haben. Die Weinlese ist der Höhepunkt im Erntejahr. Auch die Bären in den dichten Wäldern finden zu dieser Jahreszeit reichlich Pilze und Beeren, um sich satt zu fressen. Mit leuchtenden Farben kehrt der Herbst in Rumänien ein – in dieses außergewöhnliche Land, in dem es noch so viel zu entdecken gibt.

3sat, 15.50 Uhr
Bären in der Nachbarschaft
Bären in den Karpaten – es gibt sie seit jeher. Doch die Stadt Brasov bekommt immer häufiger Besuch von ihnen – angelockt vom Inhalt der Mülltonnen. Da heißt es, Konflikten vorzubeugen. Die wilden Karpaten Rumäniens sind heute noch Heimat der größten europäischen Population von Wolf und Bär. Schafherden ziehen durch die Gebirge, bewacht von riesigen Hunden, die bereit sind, sich im Kampf gegen die Räuber zu opfern. Zwischen den Wäldern liegt Brasov – eine Stadt, die mehr oder weniger mit ihren großen Räubern leben muss. Nachts kommen die Bären bis in die Vororte und machen sich über den Inhalt der Mülltonnen her. Auch Wölfe trotten im Schutz der Dunkelheit mitten durch bewohnte Gebiete. Zwar ist man in Brasov seit jeher gewohnt, mit wilden Tieren zusammenzuleben. Trotzdem ist die Situation angespannt. Mitarbeiter der Wildbiologischen Gesellschaft München e. V. versuchen, Konflikten zwischen Mensch und Tier vorzubeugen. Dafür haben sie ein überzeugendes Argument: Man will nicht warten, bis ernsthafte Zwischenfälle das Zusammenleben von Mensch und Wildtier beeinträchtigen, sondern versucht, beiden zu helfen, bevor es für eine gemeinsame Zukunft zu spät ist.

3sat, 16.20 Uhr
Wolfsliebe
Zwei Wölfen verschiedener Herkunft ist es in Europa zum ersten Mal gelungen, sich neue Korridore zu schaffen. Damit finden zwei jahrhundertelang getrennte Populationen zueinander. Eine Sensation für die Region in den Zentralalpen Italiens, in denen bereits Bär und Luchs vom Menschen wieder angesiedelt wurden. Nun kehrt der dritte große Räuber aus freien Stücken zurück. Slavc und Giulietta – zwei Wölfe, die weit entfernt voneinander geboren wurden und sich trotzdem gefunden haben. Slavc entstammt dem Slavnik-Rudel im Süden Sloweniens. Im Juli 2011 fangen slowenische Forscher den Wolf ein und legen ihm ein Halsband mit Sender an. Von nun an wird jeder seiner Schritte per GPS kontrolliert. Im Dezember 2011 bricht Slavc auf, macht sich auf die Suche nach einem neuen Revier. Innerhalb von zehn Tagen erreicht er Österreich, quert Kärnten und die Steiermark und gelangt trotz heftigen Schneefalls bis zum Salzburger Land. Dann ändert sich die Richtung, und Anfang Februar 2012 finden sich seine Spuren in den italienischen Dolomiten. Nach unglaublichen 1500 Kilometern, zurückgelegt in nur drei Monaten, ist er am Ziel: In der Lessinia, einer Berglandschaft zwischen Verona und Gardasee, wartet eine Wölfin auf ihn. Giulietta, wie sie von den Forschern genannt wird, hat sich vor nicht allzu langer Zeit hier niedergelassen. Auch sie ist eingewandert: Sie entstammt einem italienischem Rudel im Piemont.

SWR Fernsehen, 17.15 Uhr
Wildes Bayern: Im Schatten des Watzmann
Der Film von Jan Haft zeigt die faszinierende Natur in Deutschlands einzigem Alpennationalpark von der Schneeschmelze bis zum Sommer. Wenn die ersten Frühblüher die Frühlingssonne nutzen, balzen die Auerhähne. Steinadler haben Nachwuchs zu versorgen und halten Ausschau nach jungen Gämsen.

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