TV- und Kino-Tipps der DEUTSCHEN JAGDZEITUNG für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 27. Januar 2019. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

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TV-Programm 10.12. - 16.12.2018

Montag, 10. Dezember

Phoenix, 18.30 Uhr
Der Löwenflüsterer
Der große Start
Die zweiteilige Dokumentation begleitet den Löwenflüsterer Kevin Richardson und seine 30 Raubkatzen auf ihrer größten Expedition, einer Umsiedlungsaktion in das Naturschutzgebiet „Dinokeng“ in Südafrika. Im derzeitigen Schutzgebiet „Kingdom“ hat Richardson über Jahre ein unglaublich starkes Vertrauensverhältnis zu den Raubtieren aufgebaut. Die meisten von ihnen kannte er schon als Jungtiere oder hat sie selbst aufgezogen. Nun sollen die Tiere in ein riesiges Gebiet umgesiedelt werden, in dem wilde Löwen und anderes Großwild frei jagen können.

Phoenix, 19.15 Uhr
Der Löwenflüsterer
Ein neuer Lebensraum
Für die Umsiedlung der Löwen in das südafrikanische Naturschutzgebiet Dinokeng benötigt Löwenflüsterer Kevin Richardson zwölf Hin- und Rückfahrten, die das gesamte Team tagelang und rund um die Uhr fordern. Kevin überwacht die Aktion mit großer Aufmerksamkeit. In Problemfällen ist sofort ein Tierarzt mit Narkosepfeilen zur Stelle. Die Löwen werden in ihrem neuen Gebiet ausgesetzt und entdecken ihr Gehege. Dies ist ein wirklich bewegender Moment nach monatelanger, harter Arbeit.

Dienstag, 11. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 11.55 Uhr
Der Mythos der Buschleute
Der Film nimmt die Erzählung eines alten Buschmanns zum Anlass, um eine Reise durch Namibia vom Innern der Kalahari Wüste bis zum Atlantischen Ozean aus der Perspektive der Ureinwohner Afrikas mit der Kamera nachzuverfolgen. 2.000 Kilometer reist ein Filmteam durch ein Land mit faszinierenden Landschaften und einer vielfältigen Fauna und Flora. Gleichzeitig zeichnet er das Porträt eines der landschaftlich schönsten Länder Afrikas: Namibia. X!au und Ghabbo sind Jäger aus dem Volk der San, Buschleute, die im südlichen Afrika leben. Ohne zu wissen, was sie erwartet, verlassen die beiden eines Tages ihr Dorf Richtung Westen, um das sagenhafte Land ihrer Urväter zu suchen. 2.000 Kilometer reisen sie begleitet vom einem Filmteam durch ein Land mit faszinierenden, bizarren, manchmal surrealen Landschaften und einer vielfältigen Fauna und Flora. Die San sind, genetisch betrachtet, die letzten noch lebenden direkten Verwandten unserer Urahnen. Ihre traditionelle Lebensweise und ihr ganz spezielles Weltbild erlauben einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der menschlichen Evolution. Heute droht ihre Kultur im Zuge der Globalisierung unterzugehen und in Vergessenheit zu geraten. Der Film versucht, ihre traditionelle Lebensweise und ihr ganz spezielles Weltbild nachvollziehbar und erlebbar zu machen.

National Geographic WILD, 19.20 Uhr
Yellowstone – Konkurrenz für den Grizzly
Über mehrere Generationen waren Grizzlybären die unangefochtene Nummer Eins unter den Raubtieren im Yellowstone-Nationalpark. Doch dann tauchte plötzlich ein alter Bekannter auf, um den Grizzlys ihre Position streitig zu machen – der Wolf. Der Einzug der Wolfsrudel im Yellowstone-Nationalpark bedeutet für die Bären eine enorme Umstellung. „Yellowstone – Konkurrenz für den Grizzly“ zeigt den Kampf zwischen Wolf und Grizzly um den Platz an der Spitze der Nahrungskette. Mitten in diesem Kampf müssen sich die beiden Bärenjungen Milo und Max behaupten.

Mittwoch, 12. Dezember

WELT, 20.05-21.00 Uhr
Animal Fight Club – Raubkatzen im Duell
Schmusekatze? Von wegen! In der sengenden Savanne Afrikas wie auch im indischen Dschungel kämpfen die wilden Verwandten unserer Stubentiger jeden Tag ums Überleben. Doch nicht nur der Mensch kommt den Großkatzen in die Quere – auch gegen die eigenen Artgenossen heißt es, sich zur Wehr zu setzen. Die Dokumentation geht auf eine atemberaubende Expedition ins Tierreich und hält in spektakulären Nahaufnahmen fest, wie es aussieht, wenn Löwe, Tiger, Puma und Co. im Zweikampf die Krallen ausfahren.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Wildes Deutschland – Die Zugspitze – Eine Reise auf den höchsten Berg Deutschlands Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der größte Gipfel des Wettersteingebirges. Für viele ist der höchste Berg Deutschlands Inbegriff für Übererschließung, Massentourismus und Raubbau an der Natur. Doch die Zugspitze hat auch eine andere, unbekannte Seite. Abseits der Touristenscharen finden sich einsame und noch fast unberührte Winkel und Täler. Hier verbergen sich vielfältige Lebensräume mit zahlreichen Naturschätzen. Das Zugspitzmassiv ist der einzige Ort in Deutschland, der bis in die Regionen von ewigem Schnee und Eis hinaufreicht. Eine Attraktion und Reise wert, doch hat der Berg weitaus mehr zu bieten. So finden sich an seinen Flanken Highlights wie zum Beispiel die spektakuläre Partnachklamm oder der wildromantische Eibsee, der wegen seines türkisblauen Wassers und seiner malerischen Buchten oft auch „Bayerische Südsee“ genannt wird. Jürgen Eichinger zeigt in seinem Film eine faszinierende Reise vom Tal zum Gipfel, von einer prallen Fülle des Lebens bis in scheinbar unwirtliche Gipfelregionen. Er steigt an den Ufern eines Wildbachs auf und zeigt, wie sich mit der Höhe die Vegetation und das Landschaftsbild samt seiner Bewohner verändern. Man erfährt auch, weshalb mit zunehmender Höhe der Artenreichtum von Flora und Fauna abnimmt und wie sich Tiere und Pflanzen an diese harten Umweltbedingungen anpassen, um dort zu überleben. Der erste Eindruck eines Hochgebirges mag der einer leblosen, nackten Stein- und Eiswüste sein. Im Gegenteil ist es jedoch reich gefüllt mit Leben. Im Laufe von Jahrmillionen haben zähe Tier- und Pflanzenarten gelernt, Unwettern und Wintereinbrüchen zu trotzen. Alpenschneehuhn, Gämse und Murmeltier tragen ein isolierendes Haarkleid. Kreuzotter, Bergeidechse und Alpensalamander nutzen mit ihrer dunklen Färbung die schwache Wärmestrahlung bestmöglich aus. Mit zunehmender Höhe wird der Wildbach mehr und mehr die Lebensader für extrem unterschiedliche Lebensräume. Doch schon binnen weniger Jahre wird er weitgehend versiegt sein, denn seine Quelle, der Zugspitzgletscher, schmilzt durch die Klimaerwärmung dahin. Damit steht auch den Bewohnern an seinen Ufern ein neuer, in dieser Form noch nie da gewesener Überlebenskampf bevor. Jürgen Eichinger ist es gelungen, einzigartige Bilder von der Zugspitze einzufangen. Mit einer Drehzeit von drei Jahren ist der Film wohl der aufwendigste, der über Deutschlands höchsten Berg gemacht wurde. Auch das ist ein Superlativ der Zugspitze.

WELT, 21.05-22.00 Uhr
Animal Fight Club – Gefährliche Begegnungen
Ob in den Savannen Afrikas oder an den weißen Stränden Australiens – überall im Tierreich tobt ein unaufhörlicher Kampf ums Überleben. Das Gesetz des Stärkeren räumt nur diesem das Vorrecht ein, das Fortbestehen seiner Spezies zu sichern. Auch in den verschneiten nördlichen Regionen und den Bergen Nordamerikas gilt es, sich gegen Räuber und feindlich gesinnte Artgenossen mit Klauen, Zähnen und Hörnern zu behaupten – ohne Rücksicht auf Verluste.

Donnerstag, 13. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Deutschland: Vorpommerns Küste
Die Natur an Vorpommerns Küste ist außergewöhnlich: Die einzigartige Landschaft der Bodden steht seit 1990 unter strengem Schutz. Der Nationalpark ist mit über 80.000 Hektar neben den beiden Parks am Wattenmeer das größte Schutzgebiet Deutschlands, das vielfältigste Gebiet ist es allemal. In den Buchenwäldern von Jasmund am Rande der weißen Klippen ziehen Dachse und Damhirsche ihre Jungen auf.

National Geographic WILD, 19.25 Uhr
Puma vs. Wolf
Der Puma-Experte Boone Smith sucht in den Bitterroot Mountains in Montana nach Belegen für den Konkurrenzkampf zwischen den beiden größten Raubtieren, die durch diese atemberaubende Winterlandschaft streifen. Er will die Orte aufspüren, an denen Puma und Wolf häufiger aneinandergeraten. Dafür sammelt und verwertet Boone Smith Informationen bezüglich Jagd-, Futter- und Kampfverhalten der beiden Raubtiere. Smith nutzt sein gesamtes Wissen, das er sich bei seinen Reisen um die Welt über Großkatzen angeeignet hat, um herauszufinden, wie das ultimative Aufeinandertreffen von Wolf und Puma ausgehen könnte.

Freitag, 14. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Winterwelten
Die Filmemacher Annette und Klaus Scheurich haben auf ihrer Winterreise durch die Natur Deutschlands zauberhafte Bilder von weißen Schneelandschaften eingefangen. In eindrucksvollen, aber auch heiteren und humorvollen Aufnahmen, zeigen sie, wie die heimische Tierwelt über den Winter kommt. Der Winter ist eine Zeit voller Gegensätze. Neuschnee umhüllt Berge und Täler mit einem weißen Schleier und verzaubert das Land auf märchenhafte Weise. Glitzernde Eisskulpturen entstehen wie zerbrechliche Kunstwerke aus Kälte und Wasser. Und wenn die Sonne scheint, funkelt die Welt plötzlich in einem ganz neuen Licht. Für viele Tiere beginnt jedoch eine Zeit der Entbehrungen und ein täglicher Kampf ums Überleben. Ob Fuchs, Maus, Wildschwein, Hirsch, Eichhörnchen oder Vogel – jeder versucht auf seine Weise dem Hunger und der Kälte zu trotzen. Ein dichtes Winterfell oder Daunenkleid schützt vor der Kälte, aber die Nahrung ist für alle knapp. Hirsche fahren ihren Stoffwechsel herunter, um mit dem kargen Futter auszukommen und bewegen sich möglichst wenig, um keine Energie zu verschwenden. Wasservögel müssen sich bewegen, denn sonst frieren sie auf dem Eis fest. Eichhörnchen haben gut vorgesorgt und machen sich auf die Suche nach ihren heimlichen Nahrungsvorräten, die sie bereits im Herbst versteckt haben. Der Fuchs dagegen muss ständig jagen. Es ist kein leichtes Unterfangen unter dem Schnee Mäuse zu fangen, und häufig auch vergebens. Die Strategien der Natur sind vielfältig und voller Wunder und führen oft zu erstaunlichen, aber auch heiteren Begebenheiten.

Samstag, 15. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
81° Nord – Auf den Spuren der Eisbären
Nirgendwo macht sich der globale Klimawandel so gravierend bemerkbar wie an den beiden Polen. Vor allem der arktische Eispanzer schmilzt dahin – die Nord-West-Passage ist immer häufiger eisfrei. Diese Veränderungen in der nördlichen Polarregion haben erhebliche Folgen für ihre Bewohner: Prognosen schüren die Sorge, dass noch zu Lebzeiten heutiger Großmütter und -väter der letzte frei lebende Eisbär verhungert.

arte, 21.45 Uhr
Wilde Medizin
Die Superkräfte der Tiere
Tiere sind wahre Superhelden. Sie verfügen über Superkräfte, von denen wir Menschen nur träumen können. Einigen wachsen bei Verlust neue Gliedmaßen nach. Andere bilden in rasanter Geschwindigkeit riesige Knochen. Und manche können sich monatelang in einen Ruhezustand versetzen, ohne dabei Muskeln zu verlieren. Ihre Fähigkeiten könnten auch uns Menschen helfen, zum Beispiel gegen Alzheimer, Herzinfarkte und Osteoporose. Doch diese Superkräfte geben noch immer Rätsel auf. Wie machen die Tiere das? Wissenschaftler versuchen, die Frage zu beantworten, um mit diesen Erkenntnissen Menschenleben zu retten. Um Tiere mit Superkräften zu finden, reicht der Blick in die heimische Natur. Rothirsche etwa sind in der Lage, jedes Jahr ein neues Geweih auszutreiben. Wissenschaftler untersuchen, wie das Wachstum ausgelöst wird. Dieses Geheimnis könnte ihnen verraten, wie auch der Mensch sein Knochenwachstum stimulieren könnte, um Krankheiten wie Osteoporose zu behandeln. Und was kann die Forschung in Sachen Muskeln von den Tieren lernen? Während der menschliche Körper schon nach einer kurzen Phase der Immobilität mit dem Muskelabbau beginnt, bleibt die Muskelmasse des Schwarzbären trotz seiner mehrere Monate andauernden Winterruhe erhalten. Ein einzigartiges Recyclingsystem von Abfallprodukten aus seinem Stoffwechsel macht das möglich. Ließe sich auch beim Menschen der Stoffwechsel auf diese Art reduzieren, wäre das ein großer Fortschritt für die medizinische Versorgung. Der Filmemacher Heiko De Groot hat Forschungsprojekte in Europa und Amerika mit der Kamera besucht. Sein Film zeigt eindrücklich, wie tierische Regenerationsprozesse auch in der Humanmedizin Anwendung finden können – und dass der Mensch dem Tier doch häufig näher ist als gedacht.

Sonntag, 16. Dezember

3sat, 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Der Schwarzwald in Kanada
Im kanadischen British Columbia hat der Deutsche Herzog Carl von Württemberg ein 55.000 Hektar großes Gebiet gekauft, nach seinem Heimatgebirge „Darkwoods“, Schwarzwald, getauft und die einsame Region nachhaltig bewirtschaftet. Bis heute leben hier die extrem seltenen Waldkaribus, Grizzlies und Wölfe, aber auch besondere Vögel. Vor wenigen Jahren ist das Gebiet wieder an einen kanadischen Besitzer zurückgegangen, an die Umweltschutzorganisation Nature Conservancy Canada (NCC). Sie möchte Darkwoods mit seiner besonderen Flora und Fauna nicht nur erhalten, sondern zu einer Vorzeigeregion Kanadas machen. Hilfe bekommt sie durch Garry, den Stream-Keeper, Cori, die Fledermausforscherin, Adrian, den Botaniker und Leo, den Karibuforscher. Der Film nimmt das Publikum in den unwegsamen, ursprünglichen Schwarzwald Kanadas mit und zeigt seine unvergleichliche Natur zu allen Jahreszeiten: Kanada, wie es heute kaum noch existiert.

arte, 19.30 Uhr
Tiermythen
Im Auge des Löwen
Vor langer, langer Zeit … Naturvölker erzählen sich seit Jahrhunderten Märchen über ihre heimische Tierwelt – ob in langen Winternächten oder abends am Lagerfeuer. Sie verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart, bringen den Kindern die Schöpfung näher, dienen der Erziehung und nicht zuletzt der Unterhaltung. Die Tiermythen spiegeln das Weltbild dieser Völker wider und eine für die Menschen wichtige Thematik. Der aktuelle Beitrag der Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit zu den Buschmännern Namibias. Jahrtausende lang haben die San, die Buschmänner Namibias, als Jäger und Sammler gelebt. Im Einklang mit einer atemberaubenden, aber oft lebensfeindlichen Natur. Viele ihrer alten Mythen und Legenden haben bis heute überlebt: Sie erzählen von einer Urzeit, in der die Seelen von Mensch und Tier noch nicht getrennt waren. Löwen haben schon immer eine wichtige Rolle in den traditionellen Geschichten gespielt. Doch seit viele San in Dörfern leben und Vieh besitzen, nehmen die Konflikte mit den gefährlichen Raubkatzen zu. Denn Kühe sind eine leichte Beute für Löwen. Immer wieder kommt es zu Angriffen. Und auch wenn seit längerem keine der wilden Tiere mehr in der Nähe gesehen worden sind, leben im nur 40 Kilometer entfernten Botsuana noch etliche. Grenzzäune, die die Tiere aufhalten könnten, gibt es keine. So auch in Doupost, einem kleinen Dorf im Nordosten Namibias. Die San leben hier heute zwischen Tradition und Moderne. Immer seltener gehen die Männer – so wie früher üblich – auf die Jagd. Als eines Tages wieder die großen Raubkatzen das Dorf bedrohen, begeben sich die Ältesten auf eine Reise in ihre Vergangenheit; auch die jungen Menschen in Doupost sollen sich über ihre tiefen Wurzeln wieder bewusster werden. Mit jedem Tag wird für die San der Spagat zwischen ihrer jahrtausendealten Tradition und der Konfrontation mit einem bequemen Leben schwieriger. Am Ende werden vielleicht nur ihre Geschichten überleben.

TV-Programm 17.12. - 23.12.2018

Montag, 17. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
natur exclusiv
Bärenkinder
Bären sind die größten und mächtigsten Landraubtiere Europas, natürliche Feinde haben sie nicht, und dennoch gibt es nur noch wenige Regionen, in denen sie vorkommen. Der Mensch reduziert ihren Lebensraum, drängt sie weiter in entlegene Gebiete zurück. Der Tscheche Vaclav Chaloupek hat nun versucht, mehr über die Anpassungsfähigkeit dieser Tiere zu erfahren, indem er ungewollt zur „Mutter“ von zwei Bärenwaisen wurde. Ein Jahr lang ist Vaclav Chaloupek „Ersatzmutter“ für zwei europäische Braunbären. Er teilt mit seinen Bären sein Haus, füttert sie und zeigt ihnen die Welt, genau wie es eine Bärenmutter tun würde. Nur durch diese unmittelbare Nähe hat er die einmalige Chance, mehr und vor allem bisher nicht Bekanntes über Bären zu lernen. Der Film zeigt intime und sensationelle Bilder von jungen Bären, wie sie ihre Umwelt gemeinsam mit Vaclav Chaloupek erkunden, wie sie von ihm lernen, aber auch was an Wissen bereits in ihren Genen steckt. Die witzigen und überraschenden Situationen, in die die drei geraten, machen den Film zu einem unterhaltsamen und spannenden Abenteuer.

3sat, 15.30 Uhr
Wildes Russland (1/6)
Der Kaukasus
Die Reihe „Wildes Russland“ zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean. Die erste Folge führt den Zuschauer in den wilden Kaukasus. Zwischen Europa und Asien, eingezwängt zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer, ragen gewaltige Berggipfel über 5000 Meter hoch in den Himmel: der Kaukasus. Eine Welt voller Vielfalt und Gegensätze, wo Sandwüsten und eisige Gletscher aufeinandertreffen. Es ist ein Land, in dem Bären und Wisente leben, Luchse jagen und Geier auf der Suche nach Aas kreisen. Die vielfältigen Landschaften haben einen riesigen Artenreichtum hervorgebracht – hier sind im Laufe der Evolution Tierarten entstanden, denen man sonst nirgends begegnet. Geradezu außerirdisch mutet die Saiga-Antilope an, deren aufgeblähte, flexible Nase eher an einen Rüssel erinnert. Dem Langohrigel als echtem Wüstenbewohner erleichtern seine langen Beine das Fortkommen im Sand. Für viele bedrohte Arten ist die Region der letzte Zufluchtsort: Kaukasusgämsen und Ture erklimmen die schroffen Felsen, während Störe, urtümliche Wesen aus der Urzeit, die Tiefen des Kaspischen Meeres durchschwimmen. Doch dieses Paradies ist bedroht. Obwohl gut 3000 Quadratkilometer des Hochgebirgssystems streng geschützt sind, nimmt die Wilderei überall zu. Die einzigartige und kostbare Wildnis am Kaukasus muss um jeden Preis geschützt werden. „Wildes Russland“ zeigt in HD-Qualität die einzigartigen Landschaften und Artenvielfalt des größten Staates der Erde.

3sat, 16.15 Uhr
Wildes Russland (2/6)
Der Ural
Den Einheimischen gilt „Manpupuner“ als ein Ort, an dem sich die Geister versammeln. Die Ausläufer des Urals erstrecken sich von der Küste des Nordpolarmeers über 2000 Kilometer bis an die kasachische Grenze. Dichte Nadelwälder bedecken die Hänge und laufen sanft in der angrenzenden Steppenlandschaft aus. Hungrige Wölfe durchstreifen den Wald auf der Suche nach Beute, stets auf der Hut vor Bären. Die sind die unangefochtenen Herrscher im Wald. Die größte Wildnis Europas versorgt die Bären nicht nur mit Beutetieren, sondern auch mit Beeren und Honig. Um an den süßen Saft zu gelangen, müssen sie sich mit kämpferischen Bienen anlegen. Ein paar Stiche machen ihnen nichts aus, und so klettern sie geschickt auf die höchsten Bäume, um die von den Menschen der Region Baschkortostan aufgehängten Bienenkörbe herunterzureißen. Der Ural ist auch die Heimat von Elchen – die großen Tiere finden auch dann noch Nahrung, wenn Bären schon bis zum Bauch im Schnee versinken. Erstmalig wurde gefilmt, wie Gruppen von Elchen am Ende des Winters große Flüsse durchschwimmen, um in neue Nahrungsgründe zu gelangen. Hohle Baumstämme dienen dem Uralkauz als Bruthöhle, zumindest solange die Küken es darin noch aushalten. Mit acht Wochen sind sie zwar noch nicht flügge, erklettern aber schon umliegende Bäume. Die vielen Bäche des Urals bieten ideale Bedingungen für zwei andere Tierarten: Europäische Nerze sind geschickte Fischer und andernorts selten geworden. Der Desman, ein Verwandter des Maulwurfs, den es nur in Russland gibt, taucht lieber nach Schnecken. Seine lange Nase benutzt er dabei als Schnorchel. Die Reihe „Wildes Russland“ zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean in HD-Qualität. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt. Redaktionshinweis: Die Folgen drei und vier der sechsteiligen Reihe „Wildes Russland“ zeigt 3sat am Dienstag, 18. Dezember, ab 15.35 Uhr. Die Folgen fünf und sechs sind am Mittwoch, 19. Dezember, ab 15.30 Uhr in 3sat zu sehen.

Dienstag, 18. Dezember

3sat, 14.05 Uhr
Europa ungezähmt (2/5)
Die großen Wälder
Im zweiten Teil der Reihe geht es um die großen Wälder Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des Eurasischen Luchses. Die Neuansiedlung europäischer Wisente in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel. Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überleben. Redaktionshinweis: Die weiteren Folgen der fünfteiligen Reihe „Europa ungezähmt“ zeigt 3sat am Mittwoch, 19. Dezember, um 13.25 Uhr, sowie am Donnerstag, 20., und Freitag, 21. Dezember, jeweils um 13.20 Uhr.

3sat, 15.35 Uhr
Wildes Russland (3/6)
Sibirien
Eine riesige Wildnis im Herzen Russlands, wo die Kälte dominiert – das ist Sibirien. Jenseits des Urals gelegen, umfasst Sibirien rund zehn Prozent der gesamten Landmasse der Erde. Keine Frage, dass es sich um ein Land der Superlative handelt: riesige Temperaturschwankungen um etwa 80 Grad, die widerstandsfähigsten Tiere unseres Planeten und der tiefste und älteste See der Welt. Der harte Winter fordert Anpassung – der dichte Pelz des Zobels wurde ihm allerdings fast zum Verhängnis. Inzwischen liegen Pelze nicht mehr im Trend, und die einheimischen Raubtiere stellen dem Zobel häufiger nach als der Mensch. Sibirien ist die kälteste bewohnte Gegend der Erde, und man lebt meist in einfachen Verhältnissen. Die Männer züchten die berühmten jakutischen Pferde und halten große Rentierherden – ihre Haustiere kennen jedoch keinen Stall und keine Futterzeit, sondern sorgen in der Wildnis für sich selbst.

3sat, 16.20 Uhr
Wildes Russland (4/6)
Der Ferne Osten
Ussurien an der russischen Pazifikküste ist ein zerklüftetes Land aus Wasser und Eis mit sanften waldbedeckten Hängen und einer schroffen Küste. Der Herrscher dort ist der Amur-Tiger. Die gepunkteten Sika-Hirsche kommen aus dichtem Wald häufig an die Küste, um angespülte Algen zu fressen. Doch das Leben im Jagdrevier des Sibirischen Tigers ist nicht ganz ungefährlich. Sensationelle Aufnahmen zeigen erstmalig einen wilden Amur-Tiger am Strand. Junge Kragenbären verstecken sich lieber in den Baumwipfeln, sobald ein hungriger Tiger aufkreuzt. Doch der Amur-Tiger hat selbst gefährliche Feinde: Wilderer machen den Jäger zum Gejagten, und durch Rodung schrumpft sein Lebensraum unaufhaltsam. Das gleiche Schicksal teilt der Amur-Leopard. Schätzungsweise gibt es weltweit nur noch 40 Tiere. Der Amur-Leopard konnte bei der nächtlichen Jagd gefilmt werden.

Mittwoch, 19. Dezember

3sat, 15.30 Uhr
Wildes Russland (5/6)
Kamtschatka
Kamtschatka gehört zu den geothermisch aktivsten Gebieten der Welt, wie die zahlreichen Vulkankrater, Geysire und Fumarolen deutlich vor Augen führen. Trotz der launischen Natur ist die heimische Tierwelt einen gewissen Komfort gewöhnt: Bachstelzen finden „beheizte“ Kinderstuben, und Bären lieben das Bad in den Thermalquellen. Das warme Wasser befreit sie von Flöhen, Zecken und anderen Parasiten. Überhaupt ist Kamtschatka ein Paradies für Bären: Im feuchten Sommer finden sie genug Kräuter und Beeren, und im Spätsommer stehen täglich 40 Kilogramm Lachs pro Bär auf dem Speiseplan. Auch der seltene Riesenseeadler ist hier heimisch und jagt im Herbst Lachse für seine Jungen. Im Meer finden Orcas und Pottwale Nahrung im Überfluss. Im Winter schlägt die Stunde der kleineren Raubtiere: Während die Bären Winterschlaf halten, konkurrieren Vielfraß und Rotfuchs um kleine Beutetiere und vor allem Aas. Die Adler belagern die wenigen offenen Wasserstellen und kämpfen untereinander um die wenigen Fische. Noch stehen sechs Monate kalter Winter bevor – im Land der Bären und Vulkane.

3sat, 16.15 Uhr
Wildes Russland (6/6)
Die Arktis
Russland hat mehr arktische Gebiete als jedes andere Land der Erde. Die Eiswüsten und Tundren ziehen sich von der russisch-finnischen Grenze bis in den äußersten Nordosten der Beringstraße.
Hier, nur einen Steinwurf von Alaska entfernt, liegt auch die Wrangel-Insel. Im Sommer sammeln sich dort die Eisbären, um auf die Ankunft der Walrosse zu warten. Nach mageren Wochen hoffen die größten Bären der Erde auf leichte Beute, aber die Walrosse sind wehrhaft.

Donnerstag, 20. Dezember

rbb Fernsehen, 12.15 Uhr
Winter in Ostpreußens Zauberwald
Wiedersehen mit der Rominter Heide
In der Rominter Heide ist es im Winter ganz besonders still. Auf seiner filmischen Reise hat Wolfgang Wegner Land und Leute wiederentdeckt und Tiere beobachten können, die anderenorts in Europa längst verschwunden sind: Elche, Wölfe, Fischotter und sogar einen Luchs. Berühmt, beinahe legendär aber wurde die Rominter Heide durch ihre kapitalen Rothirsche, die Rominter Hirsche. Die Welt des kleinen Glücks liegt im Nordosten Polens, nicht weit von Russland und von Litauen entfernt. In der Rominter Heide ist es im Winter ganz besonders still. Auf seiner filmischen Reise hat Wolfgang Wegner Land und Leute wiederentdeckt und Tiere beobachten können, die anderenorts in Europa längst verschwunden sind: Elche, Wölfe, Fischotter und sogar einen Luchs. Berühmt, beinahe legendär aber wurde die Rominter Heide durch ihre kapitalen Rothirsche, die Rominter Hirsche. Sie machten einst Ostpreußens Zauberwald zum bevorzugten Jagdrevier der preußischen Monarchen. Auf der winterlichen Reise in die Rominter Heide begegnet der Filmemacher Förstern und Waldarbeitern, einem Mann, der heute im ehemaligen Bahnhof von Szittkehmen lebt, dem Schweizer Jagdschriftsteller Andreas Gautschi, der hier seinen Lebensmittelpunkt hat, zwei jungen Leuten, die mitten im Wald eine kleine Pension betreiben und ihren Gästen köstliche Spezialitäten der Region servieren. Und er begleitet polnische Grenzschützer, die, seitdem Polen Mitglied der Europäischen Union ist, die europäische Außengrenze bewachen. Sie durchschneidet die Rominter Heide, die Puscza Romincka.

3sat, 13.20 Uhr
Europa ungezähmt
Die Alpen
Mit Gipfeln und über 82 Viertausendern liegt der mächtige Gebirgszug der Alpen mitten in Europa. Ihre schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen bilden einen weitgehend naturbelassenen Lebensraum. Oberhalb der Baumgrenze sind die Reviere der Murmeltiere. Sie legen große unterirdische Höhlensysteme an, die zum Schutz und Überwintern dienen. Dort können sie sich auch vor dem Steinadler in Sicherheit bringen, dessen Lieblingsspeise Murmeltiere sind. 1200 Adler-Paare haben sich in den Alpen wieder angesiedelt.

Freitag, 21. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilde Heimat – Der Winter
Der Winter ist für die Tierwelt die härteste Zeit des Jahres. Es wird immer schwieriger, Beute zu machen. Aber es gibt auch Tiere, die ausgerechnet in eisiger Kälte ihren Nachwuchs bekommen. Für Adler, Luchs und Fuchs wird es im Winter immer schwerer, Beute zu machen. Oft hängt ihr Überleben von den Opfern ab, die der Winter fordert. Doch es gibt auch Tiere, die ausgerechnet in eisiger Kälte ihren Nachwuchs bekommen: Kreuzschnäbel ziehen ihre Brut bevorzugt im Winter groß und an der Nordseeküste kommen zur Jahreswende die ersten Kegelrobbenjungen zur Welt. Im Südwesten Deutschlands wird es schon im März merklich wärmer. Feldhasen beginnen mit der Paarung, und Wildschweine haben bereits Nachwuchs. Die Hochalpen sind dagegen noch weit über den Winter hinaus von Schnee bedeckt. So manche Lawine bringt eine Gams ums Leben und Kolkraben wie Steinadler bekommen ihre Chance. Die Menschen begehen seit jeher gerade im Winter einige ihrer buntesten Feste: Lichtfeste wie Weihnachten, das nordfriesische Biikebrennen und der Hexensabbat haben ihren Ursprung in uralten vorchristlichen Winterritualen – eine Antwort auf die Dunkelheit der Jahreszeit.

arte, 18.35 Uhr
Geheimnisvolle Eichhörnchen
Die Sendung ist auch online verfügbar von 21/12 bis 28/12 auf dem Internetportal von ARTE.
Sie sind überall gern gesehen, die quirligen und geschäftigen Bewohner unserer Parks und Wälder: Eichhörnchen, genauer gesagt die Europäischen Eichhörnchen. Die Sprungakrobaten der Baumkronen, rot, braun, grau, bis hin ins Schwarz gefärbt, führen zumeist ein verborgenes Leben. Nur dort, wo sie angefüttert werden, kommen sie den Menschen nahe: Zu groß sind für die kleinen, flinken Nagetiere die Gefahren, die von den vielen Fressfeinden am Boden oder aus der Luft ausgehen. Doch auch aus den eigenen Reihen kommt eine tödliche Bedrohung: Das im 19. Jahrhundert nach Europa importierte amerikanische Grauhörnchen verdrängt die heimische Art zusehends. Kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg: Europäische Eichhörnchen, die quirligen Baumtänzer unserer Wälder, sichtbar und unsichtbar zugleich. Mit ihrer roten, braunen, grauen und bisweilen schwarzen Färbung sind sie überall gern gesehen und doch führen sie zumeist ein verborgenes Leben. Das Team um die Tierfilmer Hubert Doppler und Johannes Pötscher hat sich an die Fersen der flinken, unberechenbaren Sprungakrobaten geheftet. Als sogenannter Kulturfolger hält sich das Europäische Eichhörnchen zwar gern in der Nähe menschlicher Siedlungen auf – fällt hier schließlich regelmäßig Nahrung für den kleinen Nager ab – doch im Allgemeinen bleibt es auf Distanz und nur Wenigen ist ein Einblick in sein Baumkronenreich möglich: Zu groß sind für die kleinen, geschäftigen Tiere die Gefahren, die von den vielen Fressfeinden am Boden oder aus der Luft, ausgehen. Ihre Kobel bauen sie in Astgabeln oder in hohlen Baumstämmen, um sich vor ihren Feinden zu verbergen. Schon im Herbst beginnen sie große Futtermengen, bestehend aus Samen und Nüssen, im Waldboden zu vergraben, um den kalten Winter zu überstehen. Und doch sind ihre Überlebenschancen verhältnismäßig gering. Nur wenige Tiere vollenden ihr erstes Lebensjahr. Häufig fallen sie Jägern aus der Luft, wie dem Habicht oder Mäusebussard, zum Opfer, und auch die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Vorräte von Futterkonkurrenten entdeckt und geplündert werden, ist groß. Doch gerade aus den eigenen Reihen kommt seit Jahren eine tödliche Bedrohung: Das im 19. Jahrhundert aus Amerika importierte Grauhörnchen verdrängt das heimische Nagetier mehr und mehr aus seiner ökologischen Nische.

Samstag, 22. Dezember

arte, 19.30 Uhr
Wilde Nächte – Wenn die Tiere erwachen
Wenn die Dunkelheit einbricht und die Menschen schlafen, erwachen nachtaktive Tiere wie Füchse, Marder und Uhus erst und trauen sich aus ihren Verstecken. Nur Spuren verraten ihr nächtliches Treiben, im Schutz der Dunkelheit suchen sie Partner, Reviere oder Nahrung. Der Tierfilmer Uwe Müller zeigt dank modernster Nachtfilm-Technik die mit perfekten Sinnen ausgestatteten Tiere und bringt für den Zuschauer Licht ins Dunkel der geheimnisvollen Welt der Nachtschwärmer. Wenn die Dunkelheit einbricht, kommen sie zum Vorschein: Die Nachtigall singt ihr Lied, Glühwürmchen gehen leuchtend auf Brautschau, der Steinmarder kriecht aus dem Dachkasten, der Dachs verlässt das Kellerloch und der Waschbär klettert aus einem Schornstein, der ihm tagsüber als Schlafplatz diente. Diese Tiere sind nachtaktiv und leben inmitten von Städten. Denn hier gibt es Nahrung im Überfluss. Doch die im Schutz der Dunkelheit lebenden Gestalten bereiten den Menschen nebenbei unruhige Nächte: Siebenschläfer erkunden lautstark Häuser und Wohnungen, Marder knabbern an Autokabeln und Füchse versetzten Hühnerhöfe in Aufruhr. Bei der Suche nach Partnern, Revieren oder Nahrung lauern für die nachtaktiven Lebewesen in Städten und Dörfern auch noch andere Gefahren: vor einem Jäger wie dem Uhu ist kaum ein Tier sicher. Uhus sehen bei Dunkelheit genauso gut wie andere nachtaktive Tiere. Aber sie bewegen sich auch noch nahezu lautlos. Das Leben im vermeintlichen Schutz der Dunkelheit ist eine permanente Gratwanderung zwischen Leben und Tod. Sobald die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erscheinen, ist die Jagd vorerst beendet und die Nachtschwärmer machen sich wieder unsichtbar. Bis zur nächsten wilden Nacht! Über zwei Jahre lang hat sich der Tierfilmer Uwe Müller auf die Lauer gelegt und so manche schlaflose Nacht verbracht. Um die mit perfekten Sinnen ausgestatteten Nachttiere vor die Kamera zu bekommen und ihr natürliches Verhalten einzufangen, brauchte er nicht nur Geduld. Mit modernster Nachtfilm-Technik ist es ihm gelungen, Licht ins unbekannte Leben der Tiere bringen.

Sonntag, 23. Dezember

Kinderkanal, 9.25 Uhr
Anna und die wilden Tiere
Hat das Rentier eine rote Nase?
Rentiere ziehen den Schlitten des Weihnachtsmanns – so heißt es wenigstens – und leben in den Wäldern des Nordens. Diese besonderen Hirsche sind perfekt an ein Leben in der arktischen Kälte angepasst sind. Ein langes, dichtes Fell, Klauen, die bis auf 2 Grad abkühlen und als Schneeschuhe dienen, machen sie zu perfekten Nordlichtern. Sie kommen rund um die Arktis in den kältesten Gebieten der Erde vor. In Europa heißen sie Rentiere, in Nordamerika Karibus.

National Geographic WILD, 16.55 Uhr
Die Wölfe des Yellowstone
Über einen Zeitraum von zehn Jahren begleiten die Filmemacher eine außergewöhnliche Wölfin. Das mächtige Tier stammt aus dem berühmten Druid Peak-Rudel im Yellowstone Park und geht seinen eigenen Weg.

Animal Planet, 18.40 Uhr
Die Jagdsaison beginnt
North Woods Law – Die Wildlife-Ranger
Von den schneebedeckten Bergen der Appalachen bis zu den felsigen Ufern des Atlantiks: Die wild zerklüftete Landschaft in New Hampshire ist ein Mekka für abenteuerhungrige Outdoor-Fans! Jagen, Fischen und Wandern gehören bei Einheimischen wie Touristen zu den beliebtesten Aktivitäten. Damit die traumhaft schöne Natur auch für nachfolgende Generationen erhalten bleibt, sind die Beamten des „New Hampshire Fish and Game Department“ pausenlos im Einsatz. Lebensgefährliche Rettungsaktionen, halsbrecherische Verfolgungsjagden oder bedeutende Projekte zum Artenschutz – Diese Dokumentarserie begleitet die Männer und Frauen der Wildlife-Behörde bei ihren vielschichtigen Aufgaben in freier Natur. Was passiert, wenn der Jäger plötzlich selbst zum Gejagten wird, muss ein Mann in dieser Folge am eigenen Leib erfahren. Wildlife-Ranger Josiah Towne eilt dem verängstigten Mann zur Hilfe, der allem Anschein nach von einem Rudel freilaufender Hunde in Bedrängnis gebracht wurde. Wo kommen die aggressiven Vierbeiner her? Was haben die Hunde mitten im Wald zu suchen? Bevor Mensch oder Tier zu Schaden kommen, muss der skurrile Fall schnellstmöglich zu den Akten. Später nehmen Officer Eric Hannett und Leutnant Bill Boudreau einen Hirschjäger in Canterbury ins Kreuzverhör. Mit viel Ermittlungsgespür wollen die Ranger die Wahrheit über den potenziell illegalen Tierabschuss herausfinden.

TV-Programm 24.12. - 30.12.2018

Montag, 24. Dezember

arte, 8.40 Uhr
Tiermythen
Im Auge des Löwen
Vor langer, langer Zeit … Naturvölker erzählen sich seit Jahrhunderten Märchen über ihre heimische Tierwelt – ob in langen Winternächten oder abends am Lagerfeuer. Sie verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart, bringen den Kindern die Schöpfung näher, dienen der Erziehung und nicht zuletzt der Unterhaltung. Die Tiermythen spiegeln das Weltbild dieser Völker wider und eine für die Menschen wichtige Thematik. Der aktuelle Beitrag der Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit zu den Buschmännern Namibias. Jahrtausendelang haben die San, die Buschmänner Namibias, als Jäger und Sammler gelebt. Im Einklang mit einer atemberaubenden, aber oft lebensfeindlichen Natur. Viele ihrer alten Mythen und Legenden haben bis heute überlebt: Sie erzählen von einer Urzeit, in der die Seelen von Mensch und Tier noch nicht getrennt waren. Löwen haben schon immer eine wichtige Rolle in den traditionellen Geschichten gespielt. Doch seit viele San in Dörfern leben und Vieh besitzen, nehmen die Konflikte mit den gefährlichen Raubkatzen zu. Denn Kühe sind eine leichte Beute für Löwen. Immer wieder kommt es zu Angriffen. Und auch wenn seit längerem keine der wilden Tiere mehr in der Nähe gesehen worden sind, leben im nur 40 Kilometer entfernten Botsuana noch etliche. Grenzzäune, die die Tiere aufhalten könnten, gibt es keine. So auch in Doupost, einem kleinen Dorf im Nordosten Namibias. Die San leben hier heute zwischen Tradition und Moderne. Immer seltener gehen die Männer – so wie früher üblich – auf die Jagd. Als eines Tages wieder die großen Raubkatzen das Dorf bedrohen, begeben sich die Ältesten auf eine Reise in ihre Vergangenheit; auch die jungen Menschen in Doupost sollen sich über ihre tiefen Wurzeln wieder bewusster werden. Mit jedem Tag wird für die San der Spagat zwischen ihrer jahrtausendealten Tradition und der Konfrontation mit einem bequemen Leben schwieriger. Am Ende werden vielleicht nur ihre Geschichten überleben …

Dienstag, 25. Dezember

SWR Fernsehen, 19.00 Uhr
Weihnachten in der Wildnis
Hoch im Norden überzuckert Frost das Land, schon fällt der erste Schnee und taucht die Welt in feierliche Stille – für viele bedeutet die Weihnachtszeit eine Zeit der Ruhe, selbst für Pflanzen und Tiere… oder doch nicht? Auf Südhalbkugel sieht die Welt zur Weihnachtszeit ganz anders aus! Während sich die Sonne im Norden rarmacht und außer Dunkelheit vielerorts auch noch Eiseskälte herrscht, befindet man sich südlich des Äquators im Hochsommer. Zur Weihnachtszeit sollte man sich in den nordamerikanischen Badlands warm anziehen: Der Wind treibt Schnee- und Eiskristalle über die kargen Ebenen South-Dakotas. Gegen die Kälte schützt Bisons ihr dichtes Fell, der Winter bedeutet für sie dennoch eine harte Zeit. Sie müssen die letzten Gräser unter der Schneedecke ausgraben, um den gröbsten Hunger zu stillen. Auch die Bisons im Yellowstone Nationalpark versinken teils metertief im Schnee – doch ihnen bietet ihre Heimat zur Erholung ein kleines „Wellness-Programm“: Der Park ist berühmt für seine heißen Quellen und Geysire, von denen auch die Wildtiere profitieren. Rund um Weihnachten nehmen die Bisons im Yellowstone gerne mal ein Dampfbad.

SWR Fernsehen, 20.15 Uhr
Natur im Südwesten
Die Tiere und wir
Der Südwesten ist ein Naturparadies für unzählige Tierarten, die in unserer direkten Nachbarschaft leben. Wie kommen diese Tiere mit uns zurecht? Die Dokumentation von Jürgen Vogt erzählt Geschichten von Wölfen und Luchsen, Waschbären und Wildkatzen, die in den mehr als 20.000 Naturschutzgebieten, den über 5.000 Seen, in den Bergen, Wäldern und Feldern leben – in der Wildnis vor der Haustür. Seit mindestens 40.000 Jahren haben wir Menschen die Umwelt nach unseren Bedürfnissen gestaltet und damit auch den Lebensraum unserer tierischen Nachbarn verändert. Welche Tiere sind verschwunden – und welche sind zurückgekommen? Welche Tiere haben sich angepasst – und welche in die hintersten Winkel zurückgezogen? Welche Tiere profitieren davon, dass wir Seen aufgestaut und Felder angelegt haben? Und wie rettet man fast ausgestorbene Tierarten vor dem völligen Verschwinden? Und welcher Tierart haben wir die größte archäologische Entdeckung der Menschheitsgeschichte zu verdanken? Die Dokumentation zeigt, wie der Schutz und die Nutzung unserer Landschaft Hand in Hand gehen, und welche Tiere „ganz gut mit uns Menschen leben können“.

Mittwoch, 26. Dezember

WDR Fernsehen, 16.30 Uhr
Abenteuer Erde: Wildes Köln
Das Kölner Motto „weltoffene Metropole am Rhein“ gilt auch für Tiere und Pflanzen. In der reich strukturierten Stadt finden sie genügend Futterquellen, Schutz vor der Jagd und vor allem im Winter ein angenehmes Klima mit wärmeren Temperaturen. Straßenschluchten, Asphaltdschungel und Betonmassive bieten gut geeignete Brutplätze und Jagdreviere für quietschende Halsbandsittiche, heimliche Waschbären und bizarre Wollhandkrabben. Der Dom ähnelt einem riesigen Vogelfelsen, bemooste Dächer gleichen Almen, Garagen sind Höhlen und Parkteiche ersetzen Wasserlöcher. Der Lebensraum Köln, dreimal größer als der nahe gelegene Nationalpark Eifel, ist besonders für Wärme liebende Arten auch aus der Ferne attraktiv. Am Rande des tosenden Autoverkehrs kämpfen Schwäne mit Nilgänsen um ihr Revier, Eichhörnchen streiten vor Hausfassaden mit Papageien um die Baumhöhlen. Füchse und Bussarde nutzen die Parkanlagen und Friedhöfe als Jagdrevier. Viele Tiere haben gelernt, den Menschen zu ignorieren und arrangieren sich mit der künstlichen Umwelt. Vögel singen immer früher und lauter, um dem Motorenlärm auszuweichen und Partner anzulocken. Und nur fünfzehn Kilometer vom Stadtkern buhlen im Wald mächtige Rothirsche um die Weibchen. Besonders ist auch die Beziehung der Kölner zu ihren Wildtieren. Sie füttern im Winter und sie bieten Nistkästen im Sommer. Manche pflegen verletzte Vögel, andere beobachten seltene Arten oder beringen Falkenküken. Zu allen Jahreszeiten hat die Domstadt ihren Reiz für die Tierwelt. Im Sommer suchen Mauersegler Unterkünfte an Fassaden, im Winter sammeln sich Möwen an den innerstädtischen Teichen. Aber es gibt auch Arten, die zunehmend Schwierigkeiten haben, in der dicht bebauten und befahrenen Stadt zu überleben. Immer seltener finden Amphibien Laichtümpel oder werden bei ihren Wanderungen häufig Verkehrsopfer. Nur Kölns Natur hat fünf Jahreszeiten. Wenn die Karnevalshochburg sechs Tage lang zum Feuchtbiotop wird, kostümieren sich viele Bewohner auch als Tiere. Bunt- und Schluckspechte beherrschen das Straßenbild, bunte Spaßvögel wie die Sittiche staunen dann über die zweibeinigen „Froschkönige“ am Boden. Die Fauna der Rheinmetropole spiegelt wider, wofür Köln steht: Lebensfreude, Gelassenheit und Internationalität. Der Film beleuchtet unterhaltsam und informativ, wie die Tiere als freche und scheue Bewohner mit den besonderen Herausforderungen der größten Stadt am Rhein fertig werden.

arte, 17.50 Uhr
Der Löwenflüsterer
Der große Start
Gewisse Beziehungen sind von Natur aus außergewöhnlich. So hat Kevin Richardson eine einmalige Bindung zu einer der gefährlichsten Raubtierarten der Welt aufgebaut: den Löwen. Die zweiteilige Dokumentation zeigt unter anderem in vielen Action-Szenen den Löwenflüsterer und seine 30 Raubkatzen auf seiner größten Expedition, einer Umsiedlungsaktion in das Naturschutzgebiet Dinokeng in Südafrika. „Kingdom“ heißt das derzeitige Schutzgebiet der Löwen. Hier hat Kevin Richardson ein unglaublich starkes Vertrauensverhältnis zu den Raubtieren aufgebaut. Die meisten von ihnen kannte er schon als Jungtiere oder hat sie selbst aufgezogen. Nun sollen die Tiere in das Naturschutzgebiet Dinokeng umgesiedelt werden, in dem wilde Löwen und anderes Großwild lebt. Der Erfolg des Transfers hängt von Kevins einmaligem Wissen über die Raubtiere und von seinem Umgang mit ihnen ab. Da seine Raubkatzen alle in Gefangenschaft geboren wurden, würden sie in freier Wildbahn ohne Vorbereitung unmöglich überleben. Der Tierflüsterer hat also viel Arbeit vor sich: Ein neues Gehege muss entworfen und gebaut werden. Zudem muss er sich um die Genehmigung für den Löwentransport kümmern. Kevin nimmt noch fünf Neuankömmlinge auf: vier 18 Monate alte Junglöwen und einen geretteten Löwen aus Malawi. Ein ausgewachsenes Tier aufzunehmen, das niemals Kontakt zu Menschen hatte, verstößt eigentlich gegen die Regeln. Doch da die fünf Tiere zusammengehören, musste Kevin eine Ausnahme machen. Frühestmöglich ein Vertrauensverhältnis zu den Junglöwen aufzubauen, ist die Voraussetzung für eine lebenslange Bindung zu den Tieren. Aber funktioniert dies auch mit ausgewachsenen Raubkatzen? Um Platz für die fünf Neulinge zu schaffen, müssen drei erwachsene Männchen ins Gehege der Löwinnen Meg und Amy umsiedeln. Wie in freier Wildbahn ist das Zusammenlegen sich fremder Löwen auch in Gefangenschaft sehr gefährlich. Vor der Umsiedlung müssen die Verhältnisse im Rudel geklärt sein.
Im Gehege der Hyänen trifft der Löwenflüsterer auf unterschiedliche Clans, die ebenfalls umziehen müssen. Um den eigentlichen Transfer bestmöglich vorzubereiten, organisiert Kevin Probetransporte. Er ist besorgt, weil es ihm an Zeit fehlt, das lebenswichtige Zutrauen zu seinen Tieren zu stärken. Er geht ein hohes Risiko ein, doch der unmittelbar bevorstehende Umzugstag lässt ihm keine andere Wahl. Die Zeit drängt. Das Team trifft sich zu einer letzten Besprechung: Wird alles rechtzeitig bereit sein? Teil 2 ist um 18.35 Uhr zu sehen.

WELT, 20.05 Uhr
Die Foodtruckerin – Es gibt Wild
Wild ist fettarm, leicht verdaulich und lecker, doch in deutschen Haushalten kommt es erstaunlich selten auf den Tisch. Wildtiere ernähren sich natürlich, weshalb ihr Fleisch frei von Hormonen und Medikamenten ist. In dieser Folge legt Foodbloggerin und Köchin Felicitas Then selbst Hand an, begleitet Jäger auf der Pirsch und zeigt die besten Rezepte, um sich das daraus gewonnene Frischwild nach allen Regeln der Kochkunst schmecken zu lassen.

Donnerstag, 27. Dezember

„Wild auf Natur – Ein 3sat-Thementag“ (ab 5.15 Uhr)

3sat, 5.15 Uhr
Der Wolf vor der Haustür
Ein Raubtier kehrt zurück
Der Wolf ist ein Raubtier, und seine Rückkehr macht den Menschen Angst. Jäger und Landwirte sind alarmiert: Wöchentlich kann man von getöteten Schafen und Rehen lesen. Von der Lausitz bis zum Allgäu macht der Wolf Schlagzeilen. Schäfer Tino B. hat gut 20 Schafe verloren, dabei hat er drei Esel auf der Weide, die die Herde schützen sollen. Die üblichen Elektrozäune sind längst kein Hindernis mehr. Der Schäfermeister bastelt an einem neuen Zaunsystem und lässt seine Tiere erstmal im Stall. Früher wollte jeder Schäfer mit seiner Herde der Erste auf der Weide sein, heute wartet man auf die anderen. Landwirte und Züchter fühlen sich in ihrer Existenz bedroht, zumal nur ein Teil ihrer Schäden ersetzt wird. Und nicht nur Nutztierhalter sind betroffen. In Dörfern, in denen ein Wolf gesichtet wurde, haben Familien Angst spazieren zu gehen, lassen Eltern ihre Kinder nicht mehr allein aus dem Haus. Der Wolf darf nicht gejagt werden – er ist streng geschützt. Vor 150 Jahren wurde der Wolf in Deutschland ausgerottet, erst seit dem Fall der Mauer ist er wieder da. Er kam aus Polen und siedelte zunächst in der Lausitz, auf Truppenübungsplätzen und in ehemaligen Braunkohle-Tagebau-Gebieten. Heute ist der Wolf schon in fünf Bundesländern wieder heimisch, und die Wölfe vermehren sich: Zur Zeit sind es geschätzt 350 Tiere, die Deutschland durchwandern oder sesshaft geworden sind. Die Wolfs-Gegner würden die Raubtiere am liebsten erschießen. Die Wolfs-Freunde dagegen plädieren für eine tierische Willkommenskultur, freuen sich über jedes neue Wolfsrudel und fordern mehr Lebensraum für den Rückkehrer. Matthias und Birgit Vogelsang leben und arbeiten mit Wölfen. Die „ZDF.reportage“ begleitet geplagte Landwirte und Schäfer, die den Abschuss der Wölfe fordern. Sind ihr Ärger und ihre Probleme nur Gejammer, oder ist der Schaden tatsächlich enorm? Und – ist ein konfliktfreies Zusammenleben mit dem Raubtier möglich?

3sat, 5.55 Uhr
Der Bärenmann
Reno Sommerhalders Leben unter Bären
Seit 30 Jahren lebt Reno Sommerhalder unter Bären. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man Respekt vor ihnen hat. Als der junge Schweizer nach der Kochlehre in die Welt zog, war er auf der Suche nach sich selbst – gefunden hat er dabei die Bären und seine neue Heimat Kanada. In Banff, im ältesten Nationalpark Kanadas, wohnt Sommerhalder mit seiner Familie mitten im Bärenland. In all den Jahren hatte Reno Sommerhalder Tausende von Begegnungen mit Bären. Ganze fünf Mal musste er dabei sein Pfefferspray einsetzen, um eine potenziell gefährliche Situation abzuwenden. Doch eigentliche Ernstfälle waren auch das nicht. Wenn man die Grenzen dieser Tiere respektiere, seien Bären extrem tolerante Wesen, sagt Sommerhalder. Er glaubt auch, dass die Schweiz – vor allem das Tessin – durchaus Lebensraum bieten könnte für einige Bären. Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier auch als Kampf auch für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im großflächigen Nationalpark von Banff gefährdet: Millionen von Besuchern strömen jährlich in diese grandiose Landschaft der kanadischen Rocky Mountains – und es werden immer mehr. Selbst im Nationalpark sollen Skigebiete vergrößert werden. Dagegen kämpft der Kanadaschweizer an vorderster Front, denn der touristische Erfolg droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schließlich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes. Auch in Russland versucht Reno Sommerhalder, die negativen Einflüsse des Menschen auf Tier und Umwelt zu begrenzen: In Sibirien und auf der Halbinsel Kamtschatka wirkte er als „Ersatzmutter“ für verwaiste Jungbären, deren Mütter von Jägern getötet worden waren. In der Ussurischen Taiga, an der Grenze zu China, war Sommerhalder mit den jungen Schwarzbären durch das Tigerland unterwegs. Sommerhalder findet sein Auskommen als Vortragsreisender, als Buchautor – und auch als Bärenführer, vor allem in Alaska. Dort, in der bärenreichen Küstengegend, führt er seit Jahren Besucher in die Nähe der beeindruckenden Tiere. Viele der Bären kennt er von früheren Aufenthalten, gab ihnen sogar Namen – und die Tiere scheinen auch Sommerhalder zu kennen, ihm gar zu vertrauen. Ansonsten sehr misstrauische, vorsichtige Bärenmütter mit Jungen suchen die Nähe zu Sommerhalder. Womöglich gibt ihnen dies etwas Sicherheit vor aggressiven Bärenmännchen. Gewiss, Bären-Touren sind nicht unproblematisch, weshalb Sommerhalder nur kleine Gruppen in die Wildnis führt und darauf achtet, so wenig Störung wie möglich zu verursachen.

3sat, 7.20 Uhr
NETZ NATUR
Der Ruf des Falken
Die Naturreportage aus der Schweiz
Wanderfalken sind ein Sinnbild für Kraft und Schnelligkeit. Pestizide brachten sie an den Rand des Aussterbens. Heute sind die Wanderfalken wieder da. Doch noch ist ihre Zukunft nicht gesichert. Wanderfalken sind ein Sinnbild des erfolgreichen Naturschutzes in den letzten 30 Jahren. Das Pestizid DDT brachte sie in den 1950er Jahren zu trauriger Berühmtheit. Denn die Falken litten als Top Jäger besonders unter der Wirkung von DDT: Ihre Eierschalen wurden zu dünn und zerbrachen. Deshalb verschwanden sie vielerorts in Europa. Nach dem Verbot des berüchtigten Umweltgiftes erholten sich die Bestände. Heute gibt es in der Schweiz wieder rund 300 Brutpaare. Sie dringen selbst in Städte vor, wo neue Gefahren lauern. Der Tierfilmer Vincent Chabloz hat im Jura in freier Natur atemberaubende Aufnahmen von Wanderfalken gedreht. Die Kamera folgt den Jagdkünsten der potenten Flieger: Sie zeigt sie, wie sie wie ein Pfeil durch Finken- und Starenschwärme schießen, wie sie ihre weißen, tollpatschigen Jungen in steilen Felswänden in schwindelerregender Höhe großziehen und dann fliegen lehren: Bilder, wie man sie in der Schweiz noch nie gesehen hat. Der Filmemacher hat auch mehrere Brutpaare über Jahre hinweg begleitet und sie an automatische Kameras gewöhnt – diese erlauben ohne Störung eine außergewöhnliche Nähe. Der Wanderfalke nistet aber nicht nur in abgelegener Natur, sondern auch mitten in den Städten. Stadttauben und andere Vögel in den Städten, die vom Futterangebot des Menschen profitieren, sicherten ihm ein bequemes Leben. An hohen Gebäuden fühlt er sich wie an Felswänden zu Hause – wenn da nicht militante Taubenzüchter wären, die es auf ihn abgesehen haben. „NETZ NATUR“ nähert sich dem stolzen Vogel behutsam und versucht, seine Natur zu ergründen: Wie wurde er zum schnellsten Vogel der Welt? Wie schaffte er seine weltweite Verbreitung auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis? Und wie sieht seine Zukunft aus? Der Falke gibt viele Antworten gleich selbst.

3sat, 8.10 Uhr
Die Rückkehr der Wildnis
Reno Sommerhalders Suche nach der intakten Natur
Die Schweiz ist ein übernutztes Land. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis. Tiere, die längst ausgerottet waren, kehren zurück: Bär, Wolf, Bartgeier – und vielleicht sogar bald der Wisent. Der Film stellt Menschen vor, die sich für eine intakte Natur einsetzen. Ein beglückender Moment für Reno Sommerhalder: In seiner kanadischen Wahlheimat Banff werden Bisons ausgewildert – 130 Jahre nachdem sie dort ausgemerzt worden waren. Vielleicht wird auch im Solothurner Jura der Europäische Bison, der Wisent, erneut heimisch. Es gibt Pläne, das archaische Tier zurück in den Jurawald zu bringen. Dazu reist Reno Sommerhalder in den Osten Polens, nach Bialowieza, wo 1952 die ersten Zoo-Wisente in die freie Wildbahn entlassen worden sind und mittlerweile wieder 1000 der mächtigen Tiere, meist gut versteckt, im größten Urwald Europas leben. Für den lokalen Naturtourismus sind sie inzwischen zu einer treibenden Kraft geworden. 2016 kehrte der Bär erstmal ins Innerste der Schweiz, in den Kanton Uri zurück – fast 200 Jahre, nachdem er dort ausgerottet worden war. Es wurde ein turbulentes Jahr für Wildhüter Fredy Arnold: Wie wird sich das Großraubtier verhalten? Beträchtlich war die Skepsis in der Bevölkerung, bis sich herausstellte, dass das junge Bärenmännchen sehr scheu ist, fast unsichtbar, keinen Kontakt wünscht zum Menschen. Der Wald wächst in der Schweiz jährlich um eine Fläche, die 8500 Fußballplätzen entspricht. Der Tessiner Forstingenieur Roberto Buffi hat schon vor Jahrzehnten für einen „wilden Wald“ gekämpft, hat mehrere Waldreservate im Tessin mit gegründet, wo das Gehölz sich selbst überlassen bleibt, wo ein langsam heranwachsender Urwald entsteht. Der heutige Mensch, vor allem der urbane, sieht die Wildnis oft als Sehnsuchtsort – und doch weckt die wilde Natur im Menschen auch Unbehagen, ja Furcht. „Es ist die Angst vor dem Irrationalen, dem Unkontrollierbaren“, sagt Buffi.

3sat, 9.40 Uhr
Die Rückkehr der großen Raubtiere
Unterwegs mit drei Wildtierfotografen
Wolf, Luchs und Bär – vor rund 150 Jahren aus dem Schweizer Landschaften hinausgedrängt und ausgerottet. Jetzt sind sie wieder da und sorgen für Kontroversen. Es gibt nur wenige Fachleute in der Schweiz, die viel über die rückkehrenden Raubtiere wissen. Unter anderen sind dies drei Wildtierfotografen: Laurent Geslin, Peter Dettling und David Bittner. Beat Häner begleitete sie bei Ansitzjagd und Pirsch mit der Kamera. Laurent Geslin, der gebürtige Bretone, beschloss im Jahr 2010, von Luchsen in freier Wildbahn qualitativ hochwertige Fotos zu machen – etwas, was vor ihm keiner geschafft hatte. 170 Luchse leben derzeit in der Schweiz. Laurent Geslin zog für dieses Fotoprojekt extra mit Frau und Kind hierher, in den Neuenburger Jura. Mehr als ein Jahr lang bereitete er sich intensiv vor. Er erhielt dabei die Unterstützung von Wildhütern und Jägern sowie den Forschern des Vereins Kora, die im Auftrag des Bundes das Monitoring der Großraubtiere betreiben. Peter Dettling ist Naturfotograf aus Sedrun im Kanton Graubünden. Im Jahr 2008 glückte es ihm, in seiner Heimat im Vorderrheintal einen ersten rückkehrenden Wolf zu fotografieren. Ihm gelang damit die erste Fotografie überhaupt eines wildlebenden Wolfes in der Schweiz. Seither hat ihn die Faszination für dieses Tier nicht mehr losgelassen. Seit 2013 beobachtet Peter Dettling die Calanda-Wolfsfamilie – das erste Schweizer Wolfsrudel auf Schweizer Boden nach weit über 100 Jahren, eingewandert aus Italien. David Bittner ist Biologe, Bärenforscher und Fotograf aus Schlossrued, Aargau. Seit 13 Jahren verbringt er fast jeden Sommer in der Wildnis in Alaska und lebt dort mit den Grizzlys. Bittner hat persönliche Beziehungen zu einzelnen Bären aufgebaut – Wildtier und Mensch kennen einander. Bittners Interesse gilt immer mehr dem Alpenbraunbär. Über ein Dutzend junge Männchen streiften in den letzten Jahren durch die Schweiz – Bären, die aus dem italienischen Trentino kommen. Alle drei verstehen sich als Vermittler, suchen die Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden. Keinem der drei geht es um das schnelle Bild. Vielmehr wollen sie mit ihren Reportagen aufklären, vermitteln, Interesse wecken. Denn sie wissen: Was man nicht kennt, verursacht Skepsis und Ängste. Ihr Anliegen ist deshalb, ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Raubtier, Mensch und Nutztier zu ermöglichen.

3sat, 10.30 Uhr
NETZ NATUR
Schweizerischer Nationalpark
100 Jahre Einsamkeit
Die Naturreportage aus der Schweiz
Am 1. August 1914 wurde zwischen dem Unterengadin und der italienischen Grenze der erste Schweizerische Nationalpark gegründet. Der Film führt durch Natur und Tierwelt des Parks. Es geht dabei auch um die Zeit in der Natur: Was bedeutet sie im Leben einer Eintagsfliege, wie erlebt ein Hirschkalb sein erstes Jahr nach der Geburt, und was bedeutet Zeit für eine knorrige Zirbelkiefer oder Arve, die 600 Winter überstanden hat? Mit speziellen Techniken leuchtet der Film die Erlebniswelt dieser drei so unterschiedlichen Parkbewohner in der Gegenwart und in der Vergangenheit aus.

3sat, 12.55 Uhr
Der Prinz der Alpen
Es ist das imposanteste Schauspiel des Jahres in den Alpen: die Brunft des Rotwildes. Die stärksten Hirsche versammeln einen Harem und verteidigen ihn gegen Rivalen. Die Dokumentation begleitet ein Hirschkalb durch das erste Jahr seines Lebens. Sie beginnt mit den ersten Lebenstagen, schildert die weiten Wanderungen mit seiner Mutter, das Zusammenleben im Rudel und den Überlebenskampf des Wildes im Winter.

3sat, 16.50 Uhr
Unsere wilde Schweiz
Das Oberengadin
Die Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet mehrere Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbockpopulation der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens. Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass nach oben – nur abwärts geht es vorerst nicht. Stattdessen gibt es ein Hochplateau mit vier eindrucksvollen Seen inmitten einer bombastischen Bergwelt mit steil aufragenden Gipfeln. Obwohl das Wetter es nicht vermuten lässt, bestehen die Engadiner darauf, die Schnittkante zwischen Afrika und Europa zu sein. So verblüffend das klingt, plattentektonisch gesehen stimmt es: Hier stoßen die afrikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Als sie sich einst entschlossen, zu kollidieren, haben sie die Berge aufgeschoben, und es kam zu der sogenannten Blattverschiebung, die noch heute dafür sorgt, dass es hinter dem Malojapass erst sechs Kilometer später wieder ins Tal geht. Dazwischen liegen die vier Seen. Mit ihren knapp 10 000 Quadratkilometern Fläche sind sie von großer Bedeutung für den Wasserhaushalt, für das Klima und auch als reichhaltige Ökosysteme. Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren und Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Alpen-Flora und -Fauna Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer hier ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen, aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche. Auch in Sachen Wetter wird an einem Tag schon mal das ganze Repertoire aufgefahren: Sonnenstrahlen im Morgennebel, gleißendes Mittagslicht, abgelöst von plötzlich aufziehenden spektakulären Wolkenformationen und wildem Gewitter. Alles zusammen ein Naturschauspiel, das schon Philosophen, Dichter und Maler beflügelte, die die Oberengadiner Seenplatte immer wieder bereisten und in dessen Licht und Farben sie Inspiration und Frieden fanden.

Freitag, 28. Dezember

3sat, 5.40 Uhr
Wilde Tiere vor der Haustür
Waschbär, Wildschwein und andere Nachbarn
Die Reportage von Ulli Rothaus begleitet Derk Ehlert, den Wildtierexperten des Berliner Senats, bei dessen denk- und merkwürdigen Begegnungen mit Mensch und Tier. Denn wo Menschen auf Tiere treffen, gibt es schnell Ärger. „Die Menschen wohnen gern im Grünen, am Stadtrand – und dann wundern sie sich, wenn plötzlich ein Wildschwein den Vorgarten umwühlt oder ein Waschbär den Dachboden in Beschlag nimmt“, sagt Ehlert. Zwischen Mensch und Tier zu schlichten – das ist sein Job. Er geht fast täglich auf Tour, um aufzuklären, zu beruhigen, aber auch um Tierfreunde vom Füttern abzuhalten. Oft verlangen empörte oder verängstigte Bürger von ihm ein „hartes Durchgreifen“: Er soll den Fuchs im Garten erschießen, der die niedlichen Kaninchen frisst, oder das Wildschwein, das sich im Sandkasten suhlt. Auch für wilde Vierbeiner ist Berlin die Hauptstadt: Neben 3,5 Millionen Menschen leben in Berlin geschätzt 5000 Wildschweine, 3000 Kaninchen, 2000 Marder, 1800 Füchse, 800 Waschbären – die „Big Five“ der deutschen Städte, wie Derk Ehlert sie nennt. Berlin ist ein Zoo ohne Zaun, die Stadt gilt als artenreichste Europas. Die Tiere erobern die Stadt. Kein Wunder – unsere Städte sind oft umgeben von öden, agrarindustriell geprägten Flächen, die ihnen kaum noch Nahrung bieten. Dagegen sind die vollen Mülltonnen in der Stadt für Tiere wie Supermärkte. Die Folge: Immer öfter sind unsere wilden Mitbewohner im Stadtbild zu sehen. Waschbären spazieren seelenruhig über Kreuzberger Dächer, Biber nagen an den Weiden im berühmt-berüchtigten Görlitzer Park, und direkt hinter dem Kanzleramt spielt seelenruhig eine Fuchsfamilie. Nicht alle Zweibeiner sehen das mit Freude: Aufgebrachte Eigenheimbesitzer werfen mit Spaten nach Wildschweinen, die ihre frisch bepflanzten Vorgärten zerwühlen. Besorgte Eltern haben Angst vor Tollwut und Fuchsbandwurm, aufgeregte Städter sehen jeden Waschbären als Problembären – und die Kinder füttern den Fuchs mit Pommes. Auf der anderen Seite ziehen Berliner mit viel Mühe wilde Feldhasen auf, füttern aus dem Nest gefallene Mauersegler durch und kümmern sich um kranke Krähen im Schrebergarten.

Samstag, 29. Dezember

arte, 19.30 Uhr
Thementag: Tierwelten
Vom Woife und dem Wald
„Tierflüsterer“ wird er genannt, der „Woid Woife“ aus dem Touristenörtchen Bodenmais im Bayerischen Wald. Ein Mann, selbst eine Statur wie ein Baum, der sich unentwegt für den Erhalt der heimischen Tierwelt einsetzt und in einem für die heutige Zeit ungewöhnlichen Einklang mit der Natur lebt. ARTE porträtiert den warmherzigen Niederbayer in seiner Heimat und begleitet ihn über die Jahreszeiten hinweg auf seinen Streifzügen durchs Unterholz. Päppelt der Woife nicht gerade ein verletztes Tier auf, ist der Hobbyfotograf immer darauf aus, eine seltene heimische Tierart vor die Linse zu bekommen. Wolfgang Schreil, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Woid Woife“ ist ein echter Naturbursche, der sich in seiner Heimat Bodenmais im Bayerischen Wald für den Naturschutz stark macht. Indem der „Wald Wolfgang“, wie „Woid Woife“ wohl zu übersetzen ist, als leidenschaftlicher Hobbyfotograf seltene einheimische Tierarten fotografierte und seine Bilder veröffentlichte, verhinderte er in der Vergangenheit in seiner Heimat bereits den Bau einer Seilbahn. Doch der Woife beobachtet nicht nur, er legt auch selbst Hand an und päppelt verletzte oder verwaiste Waldtiere auf und versucht den Menschen auf lehrreichen Spaziergängen, den Wald näherzubringen. Sein Einsatz für die Natur und nicht zuletzt seine außergewöhnliche Biografie sorgten dafür, dass dieser unübersehbare, warmherzige Mann mit dem starken Waidler-Dialekt in seiner Region zusehends Bekanntheit erlangte. Im Alter von 14 Jahren entdeckte Woife seine Leidenschaft zum Bodybuilding, nahm über Jahre an Meisterschaften teil und feierte internationale Erfolge als Strongman. Nach Beendigung seiner Laufbahn als Kraftsportler und einigen gesundheitlichen Rückschlägen arbeitete Schreil dann als Totengräber. Heute ist der Bauwagen am Rande seines Heimatdorfs sein Rückzugsort, denn von der heilenden Kraft der Natur ist der Woife überzeugt, „aber da brauchst koa Seminar oder a schamanisches Mantra. Da brauchst nur Augen zum Schauen, Ohren, a Nas’n und an Hintern zum Sitzen.“

Sonntag, 30. Dezember

arte, 10.30 Uhr
Tiermythen – Jäger des Lichts
Der neunjährige Dani lebt in einem kleinen Dorf an der rauen Ostküste Grönlands. Gemeinsam mit seinem Vater und seinem Großonkel macht er sich auf die Reise, um Moschusochsen zu jagen. Die beiden gehören zu den letzten Jägern in Grönland, die noch wie früher mit Hundeschlitten unterwegs sind. Auch Dani soll die Tradition seiner Vorfahren kennen lernen. Dabei erlebt er atemberaubende Landschaften, am nächtlichen Himmel tanzende Nordlichter und erfährt, wie wichtig es ist, die Tiere zu achten und zu respektieren. Eingeflochten in diese faszinierende Reise sind alte Mythen und Märchen der Inuit. Geschichten, die spürbar machen, wie eng Mensch und Natur einmal miteinander verbunden waren. Der Trommeltänzer Anda Kuitse gibt sie an die Dorfjugend weiter, damit nicht in Vergessenheit gerät, wie einst ein Mann einen Fuchs zur Frau nahm oder die Sonne und der Mond an den Himmel kamen.

TV-Programm 31.12. - 06.01.2019

Montag, 31. Dezember

SWR Fernsehen, 20.15 Uhr
Seen im Südwesten
Die höchstgelegenen Seen im Südwesten liegen im Schwarzwald. Feldsee, Huzenbacher See und Wildsee sind die Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten, die von Naturschützern erforscht und geschützt werden. Die Umgebung der Seen ist Heimat für eine Vielzahl von Tierarten. Rehe, Hirsche, Wildschweine, aber auch selten gewordene Wildtiere wie der Charaktervogel des Schwarzwaldes, der Auerhahn, finden hier ein Zuhause.

Dienstag, 1. Januar

3sat, 15.00 Uhr
Wunderwelt Schweiz
Winterliches Graubünden
Graubünden im Winter, das heißt für viele Pistenspaß und Aprés-Ski-Vergnügen. In der Natur herrscht jedoch wegen Kälte, Schnee und Eis ein ständiger Kampf ums Überleben. Ob Steinbock, Murmeltier oder Kreuzotter, sie alle haben sehr unterschiedliche Strategien, um die Eiseskälte des Alpenwinters zu überstehen. Der Film erzählt erstaunliche Geschichten aus dem winterlichen Graubünden und zeigt prächtige Landschaftsaufnahmen. Bei den Murmeltieren lautet die Strategie: Fett anfressen und die kalte Jahreszeit schlafend überstehen. Dieser Winterschlaf ist jedoch nicht mit dem erholsamen Schlaf in der Nacht zu vergleichen – er ist vielmehr eine lebensbedrohliche Notsituation. Forscher haben herausgefunden: Wenn Murmeltiere nicht manchmal aus dem Winterschlaf erwachen und „richtig“ schlafen, dann sterben sie. Verblüffend auch die Überlebenstaktik der Steinböcke. Obwohl sie im Hochgebirge leben, scheinen sie keinen Schnee zu mögen. Sie gehen ihm aus dem Weg, wo immer sie können. In den kalten Winternächten sinkt zum Energiesparen ihre Körpertemperatur in den Beinen auf bis zu 15 Grad Celsius. Was für andere Tiere den Tod durch Erfrieren bedeuten würde, ist für den Steinbock möglich – eine Fähigkeit, die ihm das Überleben sichert. Doch auch der härteste Winter ist irgendwann einmal zu Ende, und die Natur atmet auf. Dies wird am deutlichsten beim Anblick von Gamsen, die voller Lebensfreude mit verrückten Sprüngen die Ankunft des Frühlings zu feiern scheinen. Die Murmeltiere haben für so etwas keine Zeit. Ihr Sommer ist oft so kurz, dass die Männchen die noch schlafenden Weibchen begatten. Für sie sind Frühling und Sommer nichts anderes als Vorbereitungszeit für den nächsten Überlebenskampf im Graubündner Winter.

Bayerisches Fernsehen, 17.45 Uhr
natur exclusiv
Wildes Südafrika – Wo die Wüste blüht
In der dritten Folge der Sendereihe dreht sich alles ums Überleben in der Trockenheit – von der Halbwüste Karoo bis in die Kalahari. Im hohen Gras der Karoo lauert der erfolgreichste Jäger unter den Katzen Afrikas: ein Serval! Seine extrem langen Beine, der lange Hals und sein exzellentes Gehör machen ihm zum perfekten Jäger auf diesem Terrain. Nicht Löwen oder Leoparden sind Südafrikas erfolgreichste Raubtiere, die seltenen Wildhunde jagen im Rudel deutlich effizienter als ihre Konkurrenz. Von mehreren Seiten gleichzeitig greifen sie eine Herde Gnus an, versuchen ein einzelnes Beutetier zu isolieren. Doch die Gnus wissen sich zu wehren. Instinktiv bleiben sie dicht zusammen. So haben die Angreifer kaum eine Chance. Richtung Norden wird Südafrika immer trockener. An der Grenze zu Namibia liegt das trockenste und heißeste Gebiet des Landes: die Kalahari. Die wenigen Wasserstellen sind die Überlebensquellen der Wüste, auch für das Volk der San. Die Männer jagen große Beute wie vor Jahrtausenden. Afrikas Tierwelt hat über die Generationen gelernt, mit den Jägern umzugehen – ein Grund mehr für die bis heute riesige Artenvielfalt im Süden des Kontinents.

Mittwoch, 2. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Jäger der Anden – Der Puma
Mit Ausdauer und endloser Geduld ist es Uwe Müller und seinem Team gelungen, eine Pumamutter mit ihren drei Jungen zu begleiten und bisher ungesehenes Verhalten mit der Kamera einzufangen.

3sat, 15.00 Uhr
Die Magie des Leoparden
Ökotourismus in Südafrikas Wildreservaten
Die „Magie des Leoparden“ lockt jährlich Hunderttausende Besucher aus aller Welt nach Südafrika. Der Safari-Tourismus floriert wie nie zuvor und sorgt für das Entstehen von „Boomtowns“. Viele Menschen leben zumindest indirekt von der Anziehungskraft der Wildnis. Der Film zeigt die Verbindungen zwischen Luxustourismus, Umwelt- und Wildtierschutz, sozialer Gerechtigkeit und „Empowerment“ als „Modell der afrikanischen Renaissance“. Hinter der Fassade scheinbarer unberührter Wildnis aus den Reiseprospekten, Hotel-Broschüren und letztlich auch der Naturdokumentationen im Fernsehen stehen komplexe Management-Pläne, schwierige Verhandlungen zwischen alten Eignern und ansässigen lokalen Gemeinschaften und betriebswirtschaftliche Strategien der „Verwertung“ von Natur und Kultur. Im Unterschied zu den meisten Tierdokumentationen stehen in diesem Film die Menschen und ihre Perspektiven auf den Nutzen von Naturschutz im Mittelpunkt. Dabei kommen von der deutschen Erbin eines berühmten Wildreservates bis zu Rangern und Hotelmanagern Beteiligte mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen zu Wort.

Bayerisches Fernsehen, 20.15 Uhr
natur exclusiv
Raubkatzen – Tödliche Eleganz
Über 38 Katzenarten gibt es weltweit. Vom stattlichen Löwen bis zur winzigen Rostkatze. Es gibt Katzen, die auf die Jagd in den Sümpfen Asiens gehen oder auf Patrouille in den Wüsten Afrikas. Sogar auf den höchsten Bergen der Erde, im Himalaya, sind sie vertreten. Der Zweiteiler „Raubkatzen“ gibt faszinierende Einblicke in die Natur der eleganten Jäger und zeigt, dass diese so gut erforschte Tiergruppe noch immer viele Überraschungen bereithält. In der ersten Folge von „Raubkatzen“ begibt sich ein Filmteam auf die Suche nach Schneeleoparden in den eisigen Weiten des Himalajas. Mit hochempfindlichen Nachtsichtkameras und neu entwickelten Kamerafallen beobachten die Filmemacher eine Leopardin auf der Jagd in Afrika, erfahren, was ein Puma in Patagonien am Strand zu suchen hat, lernt Kronk, einen kanadischen Luchs, kennen und verfolgt die Hochgeschwindigkeitsjagd der Geparden. Sie sind nicht nur die schnellsten Tiere an Land, sie können auch die Dinge, die eigentlich jedem Gesetz der Physik widersprechen.

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr
natur exclusiv
Raubkatzen – Heimliche Jäger
Über zwei Jahre lang waren 30 Expeditionen auf der ganzen Erde unterwegs, um Raubkatzen zu filmen. Neueste Technik hilft dabei, einen ganz neuen Einblick in die Welt dieser geheimnisvollen Wesen zu werfen. Die zweite Folge von „Raubkatzen“ gibt einen erstaunlichen Einblick in das geheime Leben der faszinierenden Raubtiere. Das Jagdverhalten und Sozialleben der meisten Katzen ist schwer zu beobachten und noch schwerer zu filmen. Noch geheimnisvoller und auch sehr wenig erforscht sind die Kleinkatzen. Die kleinste Katze Afrikas ist die Schwarzfußkatze. Ein Löwe ist 200-mal schwerer als sie. Und dennoch ist sie mit 60 Prozent Erfolgsquote der tödlichste Jäger der ganzen Katzenfamilie. Ob Fischkatze, Nebelparder, Pallaskatze oder Serval – Katzen gibt es in so vielen verschiedenen Facetten, dass uns die meisten bisher noch völlig unbekannt sind. Das Leben der Katzen ist viel komplexer als bisher angenommen und ihre Fähigkeiten übersteigen unsere Vorstellungskraft bei Weitem. Es gibt noch zu vieles zu erforschen über die heimlichen Jäger, aber selbst in den entlegensten Winkeln der Erde geht der menschliche Einfluss nicht an ihnen vorüber.

Donnerstag, 3. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Königstiger – Kampf ums Überleben
Der Film „Königstiger – Kampf ums Überleben“ erzählt die wahre Geschichte einer Königstigerfamilie im Norden Indiens. Der Ranthambhore-Nationalpark in Rajasthan ist weltberühmt für seine Tiger. Für die Raubkatzen ist er mit knapp 400 Quadratkilometern einer der letzten großen Zufluchtsorte im Norden Indiens. Hier lebt die 13 Jahre alte Königstigerin Machli. Ganz Indien kennt und verehrt sie. Noch ist sie die mächtigste Tigerin in der Region, doch sie ist alt und wird ihr Reich nicht mehr lange verteidigen können. Tiger sind Einzelgänger und halten ein Revier normalerweise für sieben bis acht Jahre. Dass Machlis Herrschaft bereits länger als ein Jahrzehnt andauert, zeigt ihren Mut und ihre Entschlossenheit. Der Rajbagh-See lockt Axis- und Sambarhirsche, die Hauptbeute der Königstiger. In diesem perfekten Umfeld bekommt Machli fünf Mal Nachwuchs. Neun ihrer Jungen überleben bis ins Erwachsenenalter. Keines wagt zu bleiben – bis auf Satra. Machlis selbstbewusste Tochter vertreibt in spektakulären Machtkämpfen ihre Schwestern Athara und Unis aus dem Gebiet und stellt sich schließlich ihrer Mutter …

arte, 17.35 Uhr
Elche
Auf dem Weg zu uns
Wie viele Elche es genau sind, die in Deutschland durch die Wälder streifen, weiß man nicht; in Frankreich wurden noch keine Elche gesichtet. Viele der Tiere kommen aus Polen. Dort werden sie seit 2001 nicht mehr gejagt, seitdem sind die Bestände auf über 25.000 Tiere gestiegen. Deswegen machen sich die Elche auf den Weg zu uns. Elche sind oft Einzelgänger. Nach Deutschland kommen oft Jungbullen. Sie suchen ein ungestörtes Plätzchen mit genügend Futter. Nur der offensichtliche Mangel an weiblichen Tieren verhindert bislang, dass sich bereits kleine Bestände auch dauerhaft in Deutschland angesiedelt haben. Aber es scheint sich etwas zu verändern. Inzwischen sind auch weibliche Tiere in Ostdeutschland, in Brandenburg und in Sachsen-Anhalt, gesichtet worden, und in Brandenburg gibt es bereits einige Weibchen, die quasi ständig dort leben. Die Sendung ist auch online verfügbar von 03/01 bis 03/04 auf dem Internetportal von ARTE.

Schweizer Fernsehen SRF 1, 20.05 Uhr
Die Schweiz und die Jagd
Viele Jahrtausende prägte die Jagd das tägliche Leben unserer eiszeitlichen Vorfahren. Jagen hieß für sie überleben, denn ihre Nahrung bestand hauptsächlich aus Fleisch. Doch welche Rolle spielt die Jagd in der Schweiz heute? Die Menschen der Steinzeit hatten ein harmonisches Verhältnis zur Natur und waren sich ihrer Abhängigkeit von Tieren bewusst. Sie behandelten deshalb alle anderen Lebewesen in ihrer Umgebung mit großem Respekt. Die erlegten Tiere dienten nicht nur als Nahrung. Ihre Felle wurden zu Kleidung verarbeitet, und Knochen, Geweihe und Hörner bildeten Rohstoffe für Waffen und Werkzeuge. Mit der Entwicklung des Ackerbaus vor etwa 9.500 Jahren änderte sich dies grundlegend: Die Menschen wurden unabhängig vom Wild und somit auch von der Jagd als Lebensgrundlage. Trotzdem wurde durch die Jahrtausende auf vielfältige Weise leidenschaftlich weiter gejagt. Dabei spielten politische, wirtschaftliche und soziale Aspekte eine große Rolle. Wofür steht bei uns die Jagd in der heutigen Zeit? Ist sie bloßes Vergnügen oder Notwendigkeit? Ist sie gar zu einem Trendhobby geworden? Was spricht für die Jagd, und wie argumentieren die Kritiker? Für viele Menschen, die nicht jagen, heißt Jagen schlicht und einfach das Töten von Wild. Doch für die jagende Gemeinschaft ist es keineswegs nur mit dem Abschuss eines Wildtieres getan. Jägerinnen und Jäger unterstreichen, dass sie neben der Nutzung von Wildfleisch auch viele Aufgaben wahrnehmen. Sie schützen und pflegen den Lebensraum vieler Tierarten, verhüten Wildschaden und leisten bei Unfällen mit Wildtieren auf der Strasse Gratiseinsätze. Gemäß Gesetz und Standesregeln sind zudem alle Jagenden dazu verpflichtet, stets den respektvollen Umgang mit dem Tier in den Vordergrund zu stellen. Doch gelingt dies auch, und wie wird es kontrolliert? In der Schweiz ruft die Jagd immer wieder kritische Stimmen unterschiedlichster Couleur auf den Plan, sei es wegen umstrittener Jagdmethoden wie etwa der Baujagd auf Füchse, wegen zu vieler Fehlschüsse, dem Alkoholkonsum auf der Jagd oder der grundsätzlichen Frage: Braucht es Jäger für die Regulierung der Wildbestände, oder soll diese durch staatliche Wildhüter erfolgen? Oder könnte das Wild gar auf natürlichem Weg durch Wölfe, Luchse und Bären reguliert werden? Natürlich ist die Jagd nicht zuletzt auch deshalb für viele attraktiv, weil die erlegten Tiere in Form eines würzigen Wildpfeffers oder eines unkonventionellen Gerichts wie einem Murmeltier-Ragout auf dem Teller landen. Tatsache ist: In der Jagdsaison erfreuen sich Wildgerichte großer Beliebtheit – weit über die Jagdkreise hinaus. Doch was bedeutet die Jagd für die «jagdbaren Tiere»? Wie prägt sie ihr Verhalten gegenüber den Menschen und wie entwickeln sich ihre Populationen? Leiden sie unter der Jagd oder fördern sie gar ihr Überleben? „NETZ NATUR“ nähert sich aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln diesem vielschichtigen und emotionalen Thema. Die Jagd in der Schweiz ist in den kommenden Wochen Thema einer Webserie mit den unterschiedlichsten Einzelthemen und führt diese am 3. Januar 2019 mit einer 90-minütigen Spezialsendung «Die Schweiz und die Jagd» auf SRF1 zusammen.

Freitag, 4. Januar

Phoenix, 21.00 Uhr
Eine Welt aus Wäldern
Macht und Pracht des Waldes
Vor 20.000 Jahren erstreckte sich in Europa ein Reich aus Eis, und große Wildtierherden kämpften mit dem eisigen Klima. Rentiere gehörten zu den in großer Zahl vorkommenden Arten der letzten Kaltzeit. In riesigen Herden durchstreiften sie den europäischen Kontinent. An den Ufern des Mittelmeeres behaupteten sich winzige Grünflächen. Inmitten der Zeiten des Eises existiert eine andere Welt: die Welt der Wälder. Die Eismasse, die halb Europa bedeckt hatte, wird durch eine erneute Klimaerwärmung dezimiert: Das Eis, das sich im Laufe von 80.000 Jahren angesammelt hat, stürzt in sich zusammen und verschwindet im Meer.

Phoenix, 21.45 Uhr
Der Wald im Wandel
Pont Alexandre III. in Paris am frühen Morgen: Die Natur erobert die Seineufer zurück. In den Wäldern fallen reihenweise Bäume den Steinäxten zum Opfer. Die Wildtiere erleben die Ankunft merkwürdiger Wesen – Rinder, Ziegen, Schafe, Schweine – im Schlepptau der ersten Landwirte, die das Land roden und pflügen, Getreide säen und ihr Vieh weiden lassen. Neue Menschen aus dem Orient eignen sich das Land an und domestizieren die Tiere. Jäger und Sammler verschwinden, an ihre Stelle treten die ersten bäuerlichen Gemeinschaften. Viehzucht und Rodung drängen den Wald zurück, der ländliche Raum entsteht.

Samstag, 5. Januar

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Der den Wolf versteht
Es gibt nur wenige Menschen in Russland, die sich für das Leben der Wölfe interessieren – einer ist der Wolfsforscher Vladimir Bologov. Von Kindesbeinen an arbeitet er mit Wölfen, findet Fährten, weiß jedes Geräusch zu deuten. Ohne viel Hightech weiß er, wie viele Tiere sich in der Tver-Region aufhalten, wo sie ihre Jungen aufziehen, wo sie jagen gehen. Er erkennt die einzelnen Wölfe an ihrer Stimme, wenn sie abends zu heulen beginnen. Er versteht diese Tiere wie nur wenige andere auf der Welt. Und er ist in Russland auch ihr einziger Anwalt. Mit den Daten und Untersuchungen, die er in der Tver-Region in den letzten Jahren gesammelt hat, versucht er die Menschen zu überzeugen, dass der Einsatz von Gift nur grausam ist, aber zu keinem Ergebnis führt. Zusammen mit seinem Vater, ebenfalls ein landesweit bekannter Wolfsforscher, hat er eine simple und billige Methode entwickelt, um die Räuber nachts wirkungsvoll von unbewachten Kühen und Schafen fernzuhalten. Sie basiert auf der Psyche der Wölfe.

rbb Fernsehen, 15.55 Uhr
Die Bärenbande – In Skandinaviens Wäldern
Hoch im Norden Europas liegt das Reich der Braunbären. Verborgen in den Wäldern von Finnland, Schweden und Norwegen leben bis heute mehrere Tausend Bären. Mitten im Winter, wenn draußen meterdicker Schnee ihre Höhle bedeckt, bringen die Weibchen ihre Jungtiere zur Welt. Monatelang bleiben die Bärenjungen dicht bei der Mutter, werden von ihr gewärmt und gesäugt, bevor die Drillinge im Frühjahr beginnen, ihre Welt außerhalb der Höhle zu erkunden. Gemeinsam mit der „Bärenbande“ geht dieser außergewöhnliche Naturfilm auf Entdeckungsreise in Skandinaviens wilde Wälder, in die Heimat der mächtigen Elche und cleveren Wölfe, zu den seltenen Waldrentieren und segelnden Gleithörnchen. Eisiger Wind, kaum Tageslicht und immer wieder Schnee, der Winter in Skandinavien ist unerbittlich! Braunbären verkriechen sich monatelang, halten Winterruhe in ihrer Höhle. Dabei hat selbst die kalte Jahreszeit ihre Experten: Der Bartkauz ist auch im Winter ein extrem erfolgreicher Jäger, denn die große Eule fixiert ihre Beute nicht nur mit den Augen, sondern hört sogar Geräusche von Nagetieren unter dem Schnee.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Auf Leben und Tod – Die Arktis
Nicht nur das Wetter verändert sich in der Arktis, sondern auch der gesamte Lebensraum: Wo eben noch endloses Eis das Meer bedeckte, entsteht im Sommer ein Labyrinth aus Eisschollen. Aus eisigen Ebenen, auf denen im Winter Temperaturen von unter -50° Celsius herrschen und der Schnee meterhoch liegt, werden üppig blühende Wiesen, die Millionen von Zugvögeln anlocken. Die Jäger müssen daher ständig ihre Strategien anpassen: Im Winter haben Eisbären die besten Bedingungen, um auf dem geschlossenen Meereis nach Robben zu jagen. Im Frühjahr wird es schon schwieriger und sie pirschen sich unter Wasser an ihre Beute an. Der Sommer, wenn das Nordpolarmeer offen ist, bringt für die größten Landjäger Zeiten des Hungers. Doch einige von ihnen haben erstaunliche Tricks entwickelt, um selbst dann noch etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Polarwölfe müssen sich im Frühjahr mit Schneehasen begnügen, die sich sammeln, um ihre Jungen aufzuziehen. Diesen Meistern im Hakenschlagen auf den Fersen zu bleiben, ist allerdings alles andere als einfach. Im Herbst, wenn die Hasenjagd zu schwierig wird, greift das Rudel auch größere Beute an: Moschusochsen. Die wehrhaften Tiere mit ihren spitzen Hörnern sind allerdings gefährliche Gegner. Polarfüchse ernähren sich während des Winters nur von Aas. Erst mit der Rückkehr Abertausender Zugvögel im Frühjahr beginnen für sie fette Zeiten. Die kleinen Jäger brauchen sehr viel Geschicklichkeit, um Krabbentaucher zu fangen. Dank ihres grauen Sommerfells können sie sich perfekt zwischen Steinen verstecken und lauern dort ihrer Beute auf. Einen dieser Seevögel zu fangen, ist trotzdem noch lange nicht einfach. Jeder einzelne Jäger hat sich perfekt dem ständigen Wandel in der Arktis angepasst, nutzt die Zeiten des Überflusses, um die des Mangels zu überstehen. Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte – die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

Sonntag, 6. Januar

arte, 13.30 Uhr
Yellowstone – Das Geheimnis der Wölfe
70 Jahre nach ihrer Ausrottung wurden im Jahr 1995 wieder Wölfe im Yellowstone-Nationalpark angesiedelt, auch um das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wiederherzustellen. Der Einfluss der Wölfe reicht die gesamte Nahrungskette hinab, bis zu kleinsten Insekten. Die Vegetation, selbst die Landschaft verändert sich. Die Aktion erwies sich als eine einmalige Erfolgsgeschichte mit vielen Überraschungen, aber auch mit unerwarteten Rückschlägen. Seit Jahrhunderten jagen und töten Menschen Wölfe. Sie gelten als gnadenlose Killer, und in vielen Teilen der Welt wurden sie ausgerottet. Yellowstone, der erste Nationalpark der Welt, war keine Ausnahme. Menschen schufen sich dort das idealisierte Bild eines Naturparadieses. Für Wölfe war darin kein Platz, und 1926 wurden die letzten Wölfe getötet. Statt die perfekte Wildnis zu schaffen, löste der Mensch in Yellowstone eine Kettenreaktion mit ungeahnten Folgen aus, die das gesamte Ökosystem des Nationalparks aus dem Gleichgewicht brachte. Ohne Wölfe vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche explosionsartig. Der Nationalpark versuchte, den Anstieg des Bestands durch gezielte Jagd in den 1960er Jahren zu dezimieren. Der Erfolg war nur von kurzer Dauer. Ohne Wölfe als natürlichen Feind vermehrten sich die Wapitis erneut sehr schnell, und die Öffentlichkeit wandte sich ebenfalls gegen die Tötung der Wapitis. 70 Jahre nachdem die letzten Wölfe durch den Yellowstone-Nationalpark streiften, wurden dort ab 1995 wieder Wölfe angesiedelt. Ein weltweit einmaliges Experiment, das damals wie heute viele Befürworter, aber auch entschiedene Gegner hatte. Für Yellowstone entpuppte sich die Wiederansiedlung der Wölfe als Segen. Denn die Tiere taten, was von ihnen erwartet wurde. Das Ökosystem veränderte sich grundlegend – mit überraschenden Folgen für Tier- und Pflanzenwelt.

rbb Fernsehen, 19.00 Uhr
Wilde Berliner
Von molligen Bären und angesagten Bienen
Berlin ist nicht nur voller Menschen und Autos, die Hauptstadt kann auch mit einer außergewöhnlich großen tierischen Artenvielfalt aufwarten. Mehr als 50 Säugetier- und rund 180 Vogelarten hat die Hauptstadt zu bieten. Dank der ausgedehnten Grünflächen und der vielen Gewässer finden immer mehr tierische Bewohner den Weg in die Stadt. Kein Wunder, dass es täglich zu spannenden Begegnungen von Mensch und Wildtier kommt. Waschbären im Wohnzimmer? Die meisten würden sie nicht mal im Garten wollen! Ganz anders Gaby Müller (50), die mit gleich vier Waschbären zusammenlebt. Die Neuköllnerin sieht sich als Vermittlerin zwischen Mensch und Waschbär. Gemeinsam mit Waschbär Molly veranstaltet sie spannende Erlebnistage für Berliner Stadtkinder. Dass Waschbären keine Kuscheltiere sind, scheint aber nicht bei jedem Kind anzukommen. Kaum einer hat so viel Erfahrung wie Birgit Lüdke (53), wenn es um Eichhörnchen geht. Liebevoll päppelt sie seit Jahren mutterlose oder verletzte Eichhörnchen bei sich zu Hause in Alt-Mariendorf auf. Ihr momentanes Ziehkind: Lillifee, ein äußerst hungriges und erst fünf Wochen altes Hörnchen. Nathalie Bunke (51) und Terrier Oskar machen weiter den Wald sicher. Vor allem für die heimischen Wildtiere. Konflikte gibt es dabei immer wieder mit Berliner Hundebesitzern, weil die sich nicht an die Leinenpflicht halten. Ob Nathalie Bunke mit guten Argumenten statt Strafzettel auch bei den Uneinsichtigen punkten kann?

TV-Programm 07.01. - 13.01.2019

Montag, 7. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
natur exclusiv
Die Reise der Schneeeulen – Ein Wintermärchen
Die Schneeeule führt ein geheimnisvolles Leben nördlich des Polarkreises. In ganz besonderen Jahren aber tauchen Schneeeulen sogar in Deutschland auf – eine ornithologische Sensation. Mit traumhaften Bildern wird im Film eine faszinierende Naturgeschichte erzählt, die sich nur alle paar Jahre oder gar Jahrzehnte in unseren Breiten ereignet. Der Lebensraum der Schneeeulen liegt nördlich des Polarkreises. In ganz besonderen Jahren jedoch tauchen Schneeeulen sogar in Deutschland auf. Zwischen 2002 und 2014 wurden vereinzelt Schneeeulen in Mitteleuropa gesichtet – eine ornithologische Sensation. Doch was treibt die hervorragend an die arktische Tundra angepassten Schneeeulen plötzlich in unsere Breiten? Schneeeulen und Lemminge bilden seit Jahrtausenden eine Schicksalsgemeinschaft. Etwa alle vier Jahre vermehren sich die Lemminge massenhaft. Dann gibt es für die Schneeeulen genug Futter für die Jungenaufzucht. Die Eulen legen dann bis zu elf Eier und können erfolgreich ihre Küken großziehen. Doch in den letzten Jahren scheinen in einigen Regionen der Tundra die zyklischen Massenvermehrungen auszubleiben. Die beste Anpassung an den Winter ist es, rechtzeitig in den Süden zu fliehen, wie es die meisten Zugvögel tun. Ist der nordische Winter zu kalt, der Schnee zu hoch, müssen die Eulen um zu überleben abwandern. Eine abenteuerliche Reise der Schneeeulen beginnt … Der Film nimmt die Zuschauer mit auf diese ungewöhnliche Reise der Schneeeulen. Zu sehen ist, wie sich Tiere vom Norden bis in den Süden den unwirtlichen klimatischen Bedingungen des Winters anpassen, welche ökologischen Zwänge auf der Tierwelt lasten, und welche fantastischen Strategien es gibt, die lebensbedrohliche Kälte zu überleben. Die Reise der Schneeeulen wird so zum erlebnisreichen „Wintermärchen“ für die ganze Familie.

hr-fernsehen, 11.05 Uhr
Herrliches Hessen
Unterwegs im Grüngürtel Frankfurt
Claudia Poth ist eine passionierte Jägerin im Frankfurter Stadtwald mit viel Jägerethos und gutem Geschmack, den man in „ihrer“ Wildkammer im Stadtwald erwerben kann.

Dienstag, 8. Januar

arte, 11.05 Uhr
Jaguar – Heimlicher Jäger hautnah
Jaguare zählen zu den größten Raubkatzen der Erde. Zu ihrem Verbreitungsgebiet gehört auch das riesige Binnenland-Feuchtgebiet zwischen Brasilien, Bolivien und Paraguay. Da Jaguare es vorziehen, im Verborgenen zu leben, gibt es kaum Filmaufnahmen von den geschmeidigen Jägern. Mehrere Jahre hat Tierfilmer Christian Baumeister benötigt, bis ihm seine einzigartigen filmischen Einblicke in das bislang so geheimnisvolle Leben der Jaguare – auf der Jagd, bei der Paarung oder beim Mittagsschläfchen – gelangen. Das südamerikanische Pantanal im Dreiländereck Brasilien, Bolivien und Paraguay ist ein riesiges Netzwerk aus Sümpfen und Flüssen, Tropenwäldern und Savannen; es ist siebenmal größer als Belgien. Das Gebiet gehört zu den artenreichsten Lebensräumen Amerikas und ist die Heimat von seltenen Riesenottern, Kaimanen und unzähligen Vogelarten. Und es ist das Reich des Jaguars, einer der größten Raubkatzen der Erde. Nirgendwo sonst gibt es so viele Jaguare wie im Pantanal. Doch ihre Reviere sind so riesig, dass es kaum einmal gelingt, eine der scheuen und perfekt getarnten Großkatzen zu entdecken. Nie zuvor ist es gelungen, die Lebensgewohnheiten des gefleckten Jägers filmisch ausführlich zu dokumentieren. Was ist die bevorzugte Beute des Jaguars? Wie groß ist sein Revier, und wie können Raubkatze und Mensch friedlich nebeneinander existieren? Mensch und Tier geraten immer wieder aneinander, vor allem da der Jaguar – sehr zum Ärger der Farmer im Pantanal – immer wieder auch Rinder reißt. Die Viehzucht ist der Hauptwirtschaftszweig der Region und die Cowboys zögern nicht, die unter Schutz stehende Raubkatze zu erschießen, wenn sie sich in die Nähe der Herden wagt. Eigentlich ziehen Jaguare Wildtiere Rindern vor. Aber weil auch die Farmer Wasserschweine und anderes Wild jagen, bleibt der hungrigen Raubkatze oft nur das Zuchtvieh, um ihren Hunger zu stillen. Ein Höhepunkt des Films ist die Jagd des Jaguars auf einen Kaiman – ein mindestens ebenso gefährliches Raubtier. Der Kampf der Giganten zeigt die ungezügelte Kraft der Großkatze aus nächster Nähe.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Deutschland – Der Bayerische Wald
Nach einer Borkenkäferplage in den 1980-er Jahren ist im Nationalpark Bayerischer Wald ein neuer gesunder Mischwald entstanden. Als sich in den 1980er-Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald der Borkenkäfer außergewöhnlich stark vermehrte und die Nationalparkverwaltung eine Bekämpfung bewusst unterließ, hatte das weitreichende Folgen. Binnen weniger Jahre starben mehrere Tausend Hektar alter, ehemals wirtschaftlich genutzter Fichtenbestände in den Hochlagen ab. Aus dem Werk der Borkenkäfer wuchs ein neuer Wald heran, vielgestaltiger und bunter als es der vorherige Wirtschaftswald je war. Knapp 30 Jahre nach dem Borkenkäferbefall zeigt sich jetzt endlich der Erfolg der Nationalpark-Idee „Natur Natur sein lassen“. Genau die Baumarten kehrten ganz von alleine zurück, die seit alters her hier gesund gedeihen können. Der „katastrophenartige“ Zusammenbruch der alten Fichten war deshalb nicht das Ende des Bergwaldes, sondern er war ein Anstoß zur Entwicklung in Richtung „Urwald“. Der Film zeigt, wie es im einstigen Wirtschaftswald zur „Katastrophe“ kam, und wie daraus heute der „Urwald von morgen“ heranwächst, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen, und warum der Borkenkäfer nicht zum Totengräber, sondern zum Geburtshelfer wurde. Im Gang der Jahreszeiten gibt die aufwendige Dokumentation einen Einblick, auf welche Art und Weise sich die Veränderung des Lebensraumes auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirkt.

hr-fernsehen, 21.00 Uhr
Erlebnis Hessen: Im Hohen Habichtswald
Im Westen Kassels ragt der Habichtswald auf, ein bewaldeter Höhenzug, in den die Stadt hineingewachsen ist. Der Hohe Habichtswald ist der Hausberg der Kasseler und sozusagen ihr Freizeitwald. Für Revierförster Arnd Kauffeld ist der Habichtswald mehr als der Hausberg, den er seit seiner Kindheit kennt und liebt. Er muss dafür sorgen, dass dort auch genügend Geld erwirtschaftet wird mit Holz- und Wildverkauf.

Mittwoch, 9. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Der Harz – Dunkler Wald und lichte Höhen
Wildkatze und Luchs streifen durch die urigen Wälder, Auerhahn und Rothirsch leben im Harz. Das war nicht immer so: Jahrhundertelang wurde das Gebirge durch Bergbau geschunden, entwaldet und leergeschossen. Heute kehrt mithilfe des Menschen die Natur allmählich zurück. Über 1.000 Meter hoch ragt der Brocken, der höchste Berg des Harzes, aus der flachen norddeutschen Landschaft. Kahl ist sein Gipfel, nebelverhangen und wasserreich seine bewaldeten Hänge. Der Harz ist Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge, kühl und feucht das ganze Jahr hindurch. Wildkatze und Luchs, Auerhahn und Rothirsch leben hier. Ranger lenken die Touristenströme durch neu entstandene Nationalparks und erklären, warum der letzte freilebende Luchs 1818 ausgerottet wurde, und wie man ihn seit 1999 erfolgreich wieder angesiedelt hat. Der Luchs ist zum Symboltier geworden, er zeigt, dass Naturschutz und Tourismus erfolgreich nebeneinander existieren können. Wildnis ist im Harz noch nicht überall – aber sie entsteht an vielen Orten.

Donnerstag, 10. Januar

arte, 18.35 Uhr
Israel – Der Norden
Der Norden Israels erstreckt sich von Tel Aviv über den See Genezareth bis zu den Golanhöhen. Intensive Landwirtschaft auf fruchtbaren Böden macht die Region zum Brotkorb des Landes. Die Dokumentation ist eine Entdeckungsreise durch eine vielfältige Kulturlandschaft. Leidenschaftliche Forscher vermitteln zwischen Landwirten, Tieren und Tierfreunden, um die letzten Wildnisgebiete zu erhalten. So haben Wölfe in den Golanhöhen eine sichere Heimat gefunden, Goldschakale bevölkern die Parks der Städte, und große Haiarten wandern ins Mittelmeer ein. Die Sendung ist auch online verfügbar von 10/01 bis 09/02 auf dem Internetportal von ARTE.

Freitag, 11. Januar

arte, 18.35 Uhr
Israel – Der Süden
Die Sendung ist auch online verfügbar von 11/01 bis 10/02 auf dem Internetportal von ARTE. Der Süden Israels umfasst das Gebiet zwischen Jerusalem und Eilat am Roten Meer. David Ben-Gurion folgte als erster Ministerpräsident des jungen Landes der Vision, die Region, die größtenteils aus Wüste besteht, zum Blühen zu bringen. Heute sind israelische Obst- und Gemüsefarmer dank innovativer Technologien in der Lage, Überschüsse zu produzieren. Millionen Zugvögel folgen der Route durch die Wüste. In unberührten Gegenden sind Wölfe, Hyänen und Sandfüchse unterwegs.

Samstag, 12. Januar

Das Erste (ARD), 7.10 Uhr
Paula und die wilden Tiere
Ein Wildschwein zum Knuddeln
Tierreporterin Paula besucht den Förster Boris Schnittker, der das Wildschweinferkel Chantalle als Pflegekind bei sich aufgenommen hat. Stimmt es, was man über diese Tiere sagt? Sind sie wirklich immer dreckig, borstig und stinken? Von Peter Markett, dem Jäger, erfährt Paula alles, was man über wilde Wildschweine wissen muss. Im Gegensatz zu Chantalle können sie in unseren Wäldern gefährlich sein. Sie können größer werden als ein Schäferhund und richtig zubeißen, wenn man ihnen zu nahe kommt. Wie verhält man sich also am besten, wenn man tatsächlich einem Wildschwein begegnet? Paula probt das mit Peter Markett. Er zeigt Paula auch, wie man Fährten liest und wie der Lieblingsplatz einer Wildsau aussieht.

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Der Krieg der Hörnchen
Außereuropäische Arten bedrohen die einheimischen Eichhörnchen
Vor gut hundert Jahren wurden einige Exemplare von „Sciurus carolinensis“, dem nordamerikanischen Grauhörnchen in England ausgesetzt. Seither haben sie sich in einem ungebremsten Siegeszug vermehrt und ausgebreitet – „Sciurus vulgaris“, die heimischen Eichhörnchen, wurden verdrängt, bald wird auch das Letzte aus britischen Wäldern und Parkanlagen verschwunden sein. Im Gegensatz zum europäischen Hörnchen aber sind die Invasoren auch noch große Waldschädlinge und Nahrungskonkurrenten der heimischen Vogelwelt. An der französisch-italienischen Mittelmeerküste hat sich nun auch noch eine zweite „Front“ eröffnet. Neben den amerikanischen Arten bedrohen jetzt auch asiatische Hörnchen die heimischen Tiere.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Der Marderhund vom Böhmerwald
Marderhunde sind zähe, äußerst genügsame Überlebenskünstler und im Gegensatz zu vielen anderen wilden Säugetieren unserer Breiten können sie bereits mit vier Wochen auf sich selbst aufpassen. Ein Filmteam begleitet einen jungen Marderhund, dessen Familie von Jägern getötet wurde, auf seinem Weg durch unsere Wälder und in die Nähe des Menschen. Marderhunde sind noch nicht lange in Bayern. 1960 kamen sie in Ostdeutschland an, angereist vor allem aus der Ukraine. Sie waren wegen ihres dichten Fells in Pelztierfarmen gehalten worden. Doch gefangen wurde ihr Fell struppig und war unverkäuflich. Ihr schönes, dichtes Fell wuchs nur in der Freiheit der Wälder. Und so setzten die Farmer sie wieder aus – um sie später in der Wildnis zu erlegen. Aber einige wenige entkamen der Hatz. Marderhunde stellen keine großen Ansprüche an ihren Lebensraum und sind ausdauernde Wanderer. Natürliche Barrieren wie Flüsse sind für sie kein Problem, selbst ein breiter Strom wie die Elbe konnte sie auf ihren Wanderungen nicht aufhalten. Und so verließen sie ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet und kamen in Deutschland an. Ein Kamerateam begleitete so einen kleinen Marderhund, dessen Familie von den Jägern ausgelöscht wurde, auf seinem Weg durch unsere Wälder und in die Nähe des Menschen. Entstanden ist eine kleine „Eroberungsgeschichte“ eines drollig aussehenden Tieres, amüsant und kritisch zugleich.

Sonntag, 13. Januar

Bayerisches Fernsehen, 19.15 Uhr
Unter unserem Himmel
Der Forstenrieder Park
Vom Winter zum Sommer
Der Forstenrieder Park diente jahrhundertelang dem exklusiven Jagdvergnügen der bayerischen Herzöge und Könige. 1918, wenige Tage vor der Revolution in Bayern, erlegte König Ludwig III. dort den letzten Königshirsch. Im Lauf der Zeit wurde die Jagdlandschaft der Wittelsbacher zum Münchner Naherholungsgebiet. Der Forstenrieder Park am Rande der Großstadt war oftmals von Zerschneidung und Zerstörung bedroht: Umgehungsautobahnen, Großflughäfen, Gewerbe- und Wohngebiete waren hier geplant und manche dieser Pläne sind bis heute nicht vom Tisch. Es ist dem Engagement von Vereinen, Bürgern und Naturfreunden zu verdanken, dass es diesen großen Park im Süden von München bis heute gibt. Der Film zeichnet das Bemühen um die Erhaltung dieser Waldlandschaft nach und zeigt deren vielfältige Nutzung vom Winter bis in den Sommer. Alexander Mania ist seit über 40 Jahren Berufsjäger im Wildpark. Seine Aufgabe besteht darin, das scheue Rot- und Schwarzwild für die Besucher sichtbar zu machen. Andererseits muss er für den behördlich vorgegebenen Abschuss sorgen, was keine leichte Aufgabe in einem stark frequentierten Erholungsgebiet darstellt. Ganz andere Aufgaben hat der Revierförster des Parks, Andreas Wallner. Er hat hauptsächlich mit der Bekämpfung des Borkenkäfers zu tun, der die anfälligen Fichtenbestände der Münchner Schotterebene gefährdet. Darüber hinaus gilt sein besonderes Augenmerk vom Aussterben bedrohten Amphibien und dem seltenen Schwarzspecht, denen im Park optimale Lebensbedingungen geboten werden. Für die Weiterentwicklung der Landschaft im Forstenrieder Park hin zu laubholzreichen Mischwäldern ist Wilhelm Seerieder als Chef der Münchner Forstbetriebe verantwortlich. Er führt durch den Eichelgarten, eine ehemalige Hutelandschaft für Schweine und Rinder. Jaques Volland engagiert sich im Verein „Freunde des Forstenrieder Parks“. Der studierte Forstwissenschaftler und Historiker zeigt Stellen, an denen die Geschichte des Münchner Hirschjagdparks deutlich wird: alte Eichenalleen, Jagdsterne und die Diensthütte aus dem 19. Jahrhundert. Dieser von außen unscheinbare Zweckbau entpuppt kleine Schätze in seinen Innenräumen: Außergewöhnliche historische Wandmalereien, die jagdliche Szenen darstellen.

TV-Programm 14.01. - 20.01.2019

Montag, 14. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
natur exclusiv
Meisen – Leben im Gegenwind
Besonders mit der Brutzeit kommt eine Herausforderung, die nicht alle Meisen durchstehen. Neben dem Wetter setzt das Verschwinden natürlicher Nistmöglichkeiten den Höhlenbrütern zu. Vor allem Altholzbestände fehlen zunehmend. Doch wie bei der Futtersuche sind Meisen auch beim Nestbau wahre Anpassungskünstler. Manche Arten aber – wie etwa Hauben- und Tannenmeise – ziehen immer mehr den Kürzeren. Wie geschickt sich Kohl- und Blaumeise mit dem Lebensraum des Menschen auch arrangieren, gemeinsam bleiben allen die alten Feinde: Hauskatzen in Gärten und Parks, Sperber und Sperlingskauz im offenen Gelände und im Bergwald.

arte, 10.30 Uhr
360° Geo Reportage
Sibirien, im Reich des Amur-Tigers
Die Sendung ist auch online verfügbar von 14/01 bis 13/02 auf dem Internetportal von ARTE. Ein blitzartiger Biss ins Genick genügt ihm, um sein Opfer in Sekundenschnelle zu töten: Dem mächtigen Amur-Tiger möchte niemand in der klirrenden Kälte der sibirischen Taiga begegnen. Obwohl er von Natur aus Menschen meidet, gibt es immer wieder gefährliche Zwischenfälle, mitunter gar tödliche. Der Wildbiologe Alexander Batalow lässt sich davon nicht abschrecken. Im Gegenteil: Er begibt sich gezielt in die Nähe von Tigern. „360° Geo Reportage“ begleitet ihn auf seiner abenteuerlichen Reise ins Reich des Amur-Tigers. Rund 8.500 Kilometer von der russischen Hauptstadt Moskau entfernt, direkt an der Grenze zu China, erstreckt sich das raue Reich des Amur-Tigers. Hier durchstreift er ein Gebiet, das etwa halb so groß wie Deutschland ist. Dank eines strikten staatlichen Schutzprogramms konnte sich die zuvor stark bejagte Population der Amur-Tiger auf heute etwa 560 Tiere erholen. Der Sibirische Tiger ist, ausgewachsen mit einem Gewicht von fast 300 Kilogramm und einer Länge von fast vier Metern, der größte seiner Art und der einzige, der in Eis und Schnee lebt. Und das fast unsichtbar, denn die majestätische Großkatze jagt meist nachts. Die Wälder Ussuriens sind artenreich, und die Tiger hatten bislang meist reiche Auswahl: Rehe, Hirsche und Wildschweine sind ihre Beutetiere. Doch deren Bestand ist bedroht – und mit ihnen erneut der Tiger. Denn durch teils illegalen Holzeinschlag verschwinden aus der Taiga viele Bäume, auch die Mongolische Eiche. Und ohne deren kalorienreiche Eicheln können die für den Tiger wichtigen Wildschweine den harten Winter nicht überstehen. Noch sind die Wälder des Sichote-Alin-Gebirges intakt. Aber das aufstrebende China in direkter Nachbarschaft lechzt nach immer mehr Holz. Mit dramatischen Folgen: Das stetige Verschwinden der Eichen, gefolgt vom Dezimieren der Wildschweine, lässt viele wilde Tiger hungern. In ihrer Not sucht so mancher von ihnen in den Taiga-Dörfern nach Nahrung – und wird so zum „Problem-Tiger“. All dies beunruhigt den Tigerschützer Alexander Batalow. Sein Herz schlägt für den Tiger, und er engagiert sich für ihn seit über 30 Jahren. In seinem Pachtwald betreibt er Jagdwirtschaft und schützt zugleich die wichtigen Beutetiere des Tigers.

arte, 18.35 Uhr
Wildes Großbritannien (1/5): Berge
Großbritanniens vielfältige Natur bietet zahlreichen außergewöhnlichen Tierarten einen vom Menschen noch weitgehend unberührten Lebensraum. In der fünfteiligen Dokumentationsreihe fangen die Filmemacher Bill Markham und Martha Holmes mit atemberaubenden Aufnahmen die natürliche Schönheit des wilden Großbritanniens ein. Der erste Teil vermittelt einzigartige Einblicke in die Artenvielfalt der Bewohner der Gebirgsketten auf der großen Insel: von den schottischen Highlands hoch oben im Norden bis zum Dartmoor-Nationalpark im äußersten Südwesten des Landes. Die Sendung ist auch online verfügbar von 14/01 bis 09/02 auf dem Internetportal von ARTE. Die schottischen Highlands zählen zu den spektakulärsten Naturlandschaften Großbritanniens. Hier überleben nur sehr zähe Tierarten, denn sie müssen in diesen schwer zugänglichen Gebieten widrigen Bedingungen trotzen. Die Reise beginnt in den verschneiten Cairngorms; hier ist der Steinadler beheimatet. Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen seine atemberaubende Schnelligkeit, die er bei der Jagd auf einen flinken Schneehasen einsetzen muss. Der Bergwinter ist rüde, am besten kommen Ren und Schneehuhn mit diesen Bedingungen zurecht, denn ihr besonders dickes Fell oder Gefieder schützt sie vor der klirrenden Kälte. In den niederen Lagen der Highlands leben 400.000 Rothirsche. Es ist Paarungszeit und die Männchen liefern sich erbarmungslose Brunftkämpfe, die für den Verlierer sogar tödlich enden können. In den weiter südlich gelegenen Grafschaften North Yorkshire und Cumbria prägen die Yorkshire Dales mit ihren Tal- und Hügellandschaften das Bild – ein Paradies für das Schottische Moorschneehuhn. Und die guten Lebensbedingungen für die dunkelbraun-rötlich gefiederten Wesen ziehen auch andere seltene Vogelarten an, wie etwa Kiebitze oder Rotschenkel. Eine ganz besondere Tierart sorgt weiter im Südwesten für die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts: das Dartmoor-Pony. Im Dartmoor-Nationalpark frisst das Miniaturpferd Pflanzen, die sich sonst aggressiv verbreiten würden, und schützt somit die Vielfalt der einzigartigen Flora und Fauna. Das Hochland mit seinem widrigen Klima verlangt den tierischen Bewohnern höchste Anpassungsfähigkeit ab. So zeichnen sich die präsentierten Arten als wahre Überlebenskünstler aus!

Dienstag, 15. Januar

3sat, 14.05 Uhr
Europas Urwälder: Bayerns neue Wildnis (1/5)
Die Wildnis kehrt zurück in den Bayerischen Wald. In einem außergewöhnlichen Experiment entsteht dort ein „neuer“ Urwald: Seit gut 40 Jahren wird die Natur sich selbst überlassen. Der Mensch greift nicht ein – auch nicht in extremen Situationen. Mit verblüffenden Erfolgen: Auf den 243 Quadratkilometern Nationalparkwald jagt seit einigen Jahren wieder der Luchs, Europas einzige Großkatze.

3sat, 14.50 Uhr
Europas Urwälder: Bialowieza – Heimat der Wisente (2/5)
Unberührt und geheimnisvoll erstreckt sich im Nordosten Polens der Urwald von Bialowieza, ein ausgedehntes Waldgebiet mit jahrhundertealten Baumriesen. Es lässt erahnen, wie Europa vor Jahrtausenden ausgesehen hat, als der Großteil des Kontinents von Mischwäldern bedeckt war. Der letzte Tiefland-Urwald Europas ist auch die Heimat des größten europäischen Landsäugetiers, des Wisents. Mehrere Hundert der fast ausgestorbenen „Könige des Urwalds“ leben dort in freier Wildbahn.

3sat, 15.35 Uhr
Europas Urwälder: Wilde Karpaten (3/5)
Entlang der rumänischen Karpaten, wo sich zahlreiche Sagen um den Grafen Dracula ranken, erstreckt sich der größte Buchen-Urwald Europas. Bis heute sind dort Wölfe und Bären zu Hause. In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete – meist in schwer zugänglichen Bergregionen – von der Abholzung verschont geblieben. Dort gibt es Bäume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschätzte 400 Jahre alt sind.

3sat, 16.15 Uhr
Europas Urwälder: La Gomeras Nebelwald (4/5)
Die Kanareninsel La Gomera besitzt einen einzigartigen dichten Lorbeerwald, der „Monteverde“ genannt wird. Er ist ein Relikt der subtropischen Urwälder.

3sat, 17.00 Uhr
Europas Urwälder: Unberührtes Lappland (5/5)
Am Polarkreis, im schwedischen Teil Lapplands, befindet sich der Muddus-Nationalpark, Heimat von Rentieren, Elchen, Braunbären, seltenen Vögeln und der ältesten Kiefer Schwedens. Es gibt sie noch, die letzten grünen Paradiese Europas – ursprüngliche Wälder, die noch nicht von Menschen verändert wurden. Die Dokumentation lädt zu einer Entdeckungsreise im hohen Norden ein.

3sat, 17.45 Uhr
Die Rückkehr der Wölfe
Das Wunder im Yellowstone National Park
Im nordamerikanischen Yellowstone-Nationalpark vermehrten sich die Wapiti-Rothirsche zuungunsten der dortigen Flora und Fauna lange Zeit ungebremst – bis Wölfe in das Gebiet Einzug hielten. Die Dokumentation zeigt die erstaunlichen und dramatischen Folgen, die eine Wiederansiedlung der Wölfe auf das gesamte Ökosystem des Nationalparks hat. Entgegen ihrem eigentlichen Ruf der gnadenlos tötenden Räuber sind die Wölfe Schöpfer neuen Lebens. 70 Jahre lang vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark nahezu ungebremst. Ohne einen natürlichen Feind und trotz aller Versuche der Menschen, die Zunahme an Hirschen zu begrenzen, breiteten sich diese immer weiter aus und zerstörten weite Teile der Vegetation des Parks. Sie fraßen den Nationalpark buchstäblich kahl. Doch mit der gezielten Wiederansiedlung von 41 kanadischen Wölfen in den Jahren 1995 bis 1997 ereignete sich geradezu ein Wunder: Die Tiere brachten das natürliche Gleichgewicht in den Nationalpark zurück. Die Wölfe jagten die Wapitis und, was noch entscheidender war, sie beeinflussten das Verhalten der Hirsche, so dass diese sich aus Tälern und Schluchten zurückzogen. Das eigentlich Faszinierende daran: Durch die Anwesenheit der Wölfe reduzierte sich nicht nur die Population der Wapiti-Hirsche von 20 000 auf circa 7000 Tiere, auch die Pflanzenwelt des Nationalparks erholte sich, und es entstand neuer Lebensraum für andere Tierarten. Die Wissenschaftler und Experten sprechen bei diesem Phänomen von einer „trophischen Kaskade“ – einer Kettenreaktion, die durch die Veränderung der Nahrungskette innerhalb eines komplexen Ökosystems ausgelöst wird.

arte, 18.35 Uhr
Wildes Großbritannien (2/5): Wälder
Die zweite Folge führt die Zuschauer durch die bezaubernden Wälder des Landes – den Forest of Dean in der Grafschaft Gloucestershire im Westen Englands, den New Forest im Süden und die noch bestehenden Überbleibsel des schottischen Caledonian Forest, einst ein gemäßigter Regenwald im hohen Norden des Landes. In Großbritanniens Wäldern finden sich nicht nur majestätische, zum Teil jahrtausendealte Bäume, sondern auch viele Tiere: Der Forest of Dean in der Grafschaft Gloucestershire beherbergt beispielsweise eine wachsende Wildschweinpopulation. Die Zahl der Ringeltauben – furchtlose Vögel, die selbst in ihr Revier eindringende Menschen angreifen – nimmt ebenfalls stetig zu. Aufnahmen aus einem Nest vermitteln einen Eindruck von der Aufzucht der Jungen, und auch die Jagdtechniken der Altvögel werden veranschaulicht. Außerdem zeigt diese Folge von „Wildes Großbritannien“ den ersten Ausflug von Bärenjungen außerhalb der Höhle, eine Begegnung zwischen zwei Eichhörnchen und das Paarungsritual der europäischen Damhirsche im New Forest. Schließlich wird die bewundernswerte Organisation eines Ameisenstaates im Caledonian Forest in Schottland ergründet. Die Tierwelt der britischen Wälder hat so manche Überraschung zu bieten! Die Sendung ist auch online verfügbar von 15/01 bis 09/02 auf dem Internetportal von ARTE.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Geheimnisvolle Welten – Nachts in Dschungel und Pampa
Ein internationales Team aus Biologen und Naturfilmern hat sich aufgemacht, um die Geheimnisse nachtaktiver Tiere zu lüften. Bisher konnte kaum erforscht und so gut wie nie gefilmt werden, wie nachtaktive Tiere in kompletter Finsternis ihren Weg durch dichten Urwald finden oder gar Beute jagen. Ein internationales Team aus Biologen und Naturfilmern, darunter die deutsche Biologin Susanne Seltmann und der Max-Planck-Wissenschaftler Bryson Voirin, will die Geheimnisse dieser hoch spezialisierten Wesen lüften. Ihr Ziel ist es herauszufinden, warum Tiere nachts aktiv sind, und wie sie sich in der Dunkelheit orientieren. Mithilfe von neuartigen Nachtsichtgeräten und Spezialkameras spüren die Forscher den Tieren nach. Die Expedition führt das Team durch Mittel- und Südamerika, vom tropischen Dschungel Costa Ricas über die überschwemmten Wälder Amazoniens bis in die schroffe Bergwelt Patagoniens. Die erfahrene Kamerafrau und Großkatzenexpertin Justine Evans will Pumas bei ihrer nächtlichen Jagd in den Bergen des Nationalparks Torres del Paine im Süden Chiles oder Jaguare am Strand von Costa Rica filmen. Ein Teil der Gruppe um den Insektenspezialisten George McGavin will herausfinden, wie man bei der Beobachtung der Tiere ganz ohne Tageslicht zurechtkommt. Bei der Durchquerung kilometerlanger Höhlen in den Tafelbergen Venezuelas begegnen ihnen bizarre Kreaturen, die sich perfekt an ein Leben in absoluter Dunkelheit angepasst haben. In den überfluteten Waldgebieten am Amazonas trifft das Team im Dunkeln nicht nur auf Mohrenkaimane, auch hoch oben im Blätterdach des Regenwaldes macht es eine interessante Entdeckung.

Mittwoch, 16. Januar

arte, 18.35 Uhr
Wildes Großbritannien (3/5): Küsten
In der dritten Folge begibt sich ARTE an Orte entlang der britischen Küste – im Osten der Insel nach Norfolk und an den Ästuar „The Wash“, im Westen nach Sefton bei Liverpool und auf die Insel Anglesey vor der walisischen Küste.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Wildes Deutschland
Der Teutoburger Wald
Der Teutoburger Wald erstreckt sich auf 150 Kilometer über Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, von Osnabrück bis Paderborn. Er gilt als einer der schönsten Wälder Deutschlands. Berühmt wurde das deutsche Mittelgebirge durch die Varusschlacht im Jahre 9 n. Chr. Der Cheruskerfürst Hermann besiegte hier das römische Besatzungsheer. Sein Denkmal bei Detmold ist noch heute das bedeutendste Wahrzeichen des Teutoburger Waldes. Der Wald, den die Römer einst fürchteten, ist heute für seine urwüchsige Natur bekannt. Die dichten, hohen Gehölze auf dem Bergkamm sind Heimat von Wildschweinen und Rothirschen, Siebenschläfern und Erdkröten: wertvoller Wald und einzigartiger Lebensraum. In feuchten und windstillen Winternächten ist an den imposanten Externsteinen ein seltenes Phänomen zu beobachten: Haareis wächst aus alten Ästen am Boden. Wie durch Zauberhand schieben sich gefrorene Fäden aus dem Totholz. Dünn wie Haare, können sie bis zu 20 Zentimeter in nur einer Nacht wachsen. In der Wistinghauser Senne leben tierische Waldpfleger. Im Zuge eines Naturschutzgroßprojektes wurden Exmoorponys und Schottische Hochlandrinder angesiedelt, um den Wald in Ordnung zu halten. Dabei erschaffen sie offene Lichtungen, die für andere Tiere, zum Beispiel dem Neuntöter, wichtig sind. In den alten, oft über 100 Jahre alten Buchen findet der seltene Schwarzspecht genug Platz, um seine Höhle in das Holz zu hämmern. Fast einen Monat dauert der Bau dieser Höhle. Bis zu 17 Mal muss der Specht zuhaken, bis sich ein einziger Span löst. Es werden etwa 10.000 Späne, bis die Höhle fertig ist! Während der zweijährigen Dreharbeiten gelang es den Tierfilmern Svenja Schieke und Ralph Schieke, die Tierwelt des Teutoburger Waldes intensiv zu dokumentieren. Zeitraffer und Jahreszeiten-Morphings bringen die eindrucksvolle Dynamik des Waldes nahe. Aus der Luft setzen hochwertige Bilder von ferngesteuerten Flugkameras die einzigartige Waldlandschaft in Szene. Die ungewöhnlichen Blickwinkel und einzigartigen Verhaltensaufnahmen schaffen ein Porträt des Teutoburger Waldes wie es so noch nicht gezeigt wurde.

Donnerstag, 17. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Gemeinsam sind sie stark – Afrikas Zebramungos
Sie sind die Überlebenskünstler der afrikanischen Steppen und Savannen: die Zebramangusten. Die kleinen, flinken und cleveren Tiere mit dem gestreiften Fell erreichen gerade einmal die Größe eines Marders. Doch gemeinsam sind sie stark: Im Familienverband schaffen es die selbstbewussten Winzlinge, Löwen zu entkommen und sogar Schlangen auszutricksen. Zebramangusten, auch Mungos genannt, sind klein, flink, clever, haben ein gestreiftes Fell und sind die Überlebenskünstler der afrikanischen Steppen und Savannen. Im Familienverband schaffen es die selbstbewussten Winzlinge, Löwen zu entkommen und sogar Schlangen auszutricksen. Zwischen Elefantenherden, hungrigen Wildhunden und angriffslustigen Greifvögeln kämpft die Sippe des etwa 30 Mungos zählenden Magwa-Clans jeden Tag aufs Neue ums Überleben. Ort ihrer Abenteuer ist eines der größten Wildschutzgebiete der Welt: das Selous Reservat, 50.000 Quadratkilometer Wildnis im Herzen von Tansania, ein Gebiet größer als die Schweiz. Die Chefin der Truppe ist Ela, ein starkes Weibchen. Als Leittier wird sie von Odu, dem ranghöchsten Männchen, unterstützt. Die beiden führen die kleine Gruppe zu den besten Nahrungsplätzen, wissen, wann es Zeit ist, das Revier zu verlassen und anderenorts neue Baue zu graben, wie man Gefahren meistert und Dürreperioden übersteht. Mit Beginn der Regenzeit gibt es zahlreichen Nachwuchs beim Magwa-Clan. Eines der Babys ist der blinde Kisu. Sein Glück: Einzelgänger Toku, der beste Jäger der Gruppe, hat sich zu seinem Beschützer erklärt. Solange die Jungtiere noch klein und unbeholfen sind, droht den Mangusten besonders oft Gefahr: Sie müssen sich vor Adlern, Leoparden und Löwen in Acht nehmen.

arte, 18.35 Uhr
Wildes Großbritannien: Inseln
ARTE lädt den Zuschauer ein, die Eurasischen Eichhörnchen von Brownsea Island kennenzulernen – die vielleicht letzten noch lebenden Exemplare dieser Gattung aus Großbritannien.

Freitag, 18. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Das Rätsel der Zwergelefanten
Auf riesigen Lichtungen mitten im Urwald der Zentralafrikanischen Republik versammeln sich täglich Waldelefanten, um lebenswichtige Mineralien aufzunehmen. Waldelefanten sind kleiner als ihre Verwandten in der Savanne. Von Zeit zu Zeit zeigen sich hier aber auch Elefanten, die noch viel kleiner sind als die Waldelefanten. Kann Filmemacher Hans-Jürgen Steinfurth den Grund für ihren zwergenhaften Wuchs herausfinden? Die Pygmäen nennen sie “Dörfer der Elefanten” – riesige Lichtungen mitten im Urwald der Zentralafrikanischen Republik. Tagtäglich versammeln sich dort Waldelefanten, um lebenswichtige Mineralien aufzunehmen. Waldelefanten sind kleiner als ihre Verwandten in der Savanne. Sie erreichen höchstens eine Schulterhöhe von zweieinhalb Metern – große Savannenelefanten werden über vier Meter hoch. Von Zeit zu Zeit zeigen sich hier aber auch Elefanten, die noch viel kleiner sind als die Waldelefanten. Auch die scheuen Bongo-Antilopen, Graupapageien, Sitatungas und Rotbüffel besuchen die Urwaldlichtung. Seit vielen Jahren erforscht die Biologin Andrea Turkalo die Waldelefanten der Lichtung von Dzanga-Sangha. Über 2.500 Tiere hat die Amerikanerin bisher registriert. In regelmäßigen Abständen beobachtet sie besonders kleine Elefanten. Doch das Forschungsgebiet der Wissenschaftlerin ist in Gefahr: Bis vor Kurzem trauten sich nur selten Wilderer in das Schutzgebiet von Dzanga-Sangha. Jetzt jedoch häufen sich die Meldungen vom sinnlosen Abschlachten der letzten Urwaldtiere. Der erfahrene Filmemacher Hans-Jürgen Steinfurth lebt seit über 20 Jahren vor Ort. Er ist dorthin gegangen, wo Wilderer, versprengte Bürgerkriegssoldaten und Holzfäller den Urwald unsicher machen – wird er das Rätsel der Zwergelefanten lösen?

arte, 18.35 Uhr
Wildes Großbritannien: Landschaften
Die letzte Episode der Dokumentationsreihe ist den ländlichen Gefilden des Vereinigten Königreichs gewidmet. ARTE heftet sich zusammen mit dem Zuschauer an die Fersen von Hasen, Füchsen und den bedrohten Zauneidechsen und wirft einen Blick in das Nest einer Steinkauzfamilie. Die ländlichen Gegenden Großbritanniens sind nationale Heiligtümer. Es scheint, als sei hier die Zeit stehengeblieben. In Wirklichkeit ging in den letzten hundert Jahren aber ein kolossaler Wandel vonstatten. Britische Kulturlandschaften sind das bevorzugte Jagdgebiet eines Vogels, der sich im ganzen Land großer Beliebtheit erfreut: der Schleiereule. Zum Überleben braucht sie täglich eine Beute von etwa vier kleinen Säugetieren. Der Turmfalke ist als potentieller Räuber jedoch häufig mit auf der Pirsch. Die Sendung ist auch online verfügbar von 18/01 bis 09/02 auf dem Internetportal von ARTE.

Samstag, 19. Januar

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Die Rückkehr der weißen Wölfin
Einst soll eine „weiße“ Wölfin einem Nomadenvolk am Ural geholfen haben. Der Pakt mit den Wölfen schien die Jahrhunderte zu überdauern. Heute sind am Ural allerdings nicht mehr die Menschen, sondern die Wölfe in Not. Der Pakt scheint vergessen. Doch dann taucht wieder eine „weiße“ Wölfin auf. Die Überlieferung erzählt von einer „weißen“ Wölfin, die einem Nomadenvolk am Ural einst geholfen haben soll. Der Pakt mit den Wölfen schien die Jahrhunderte zu überdauern. Aber in der postkommunistischen Zeit ist auch in Baschkortostan, dem Land der weißen Wölfin, eine berüchtigte neureiche Schicht, die „Neuen Russen“, eingefallen. Der neueste Wintertrend ist die Großwildjagd. Ausgerüstet mit den teuersten und besten Jagdgewehren und den größten und schnellsten Skijets rast man über die weiten schneebedeckten Ebenen und Täler des Urals. Bevorzugtes Ziel sind Wölfe – von Rücksicht oder Einsicht in ökologische Zusammenhänge sind diese Jäger weit entfernt. Heute sind am Ural nicht mehr die Menschen, sondern die Wölfe in Not. Der Pakt scheint vergessen. Doch dann taucht wieder eine „weiße“ Wölfin auf …

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
Frei Schnauze – Das Tiermagazin
Das Magazin „Frei Schnauze“ gibt Tipps zum Leben mit Tieren: Welches Tier passt zu mir? Was tun, wenn der Hund ständig bellt? Und was mache ich, wenn ich ein verletztes Wildtier finde? Viele Fragen rund um das Thema Tier werden beantwortet in „Frei Schnauze – Das Tiermagazin“. In dieser Ausgabe stellt Lisa ihre Hunde Luca und Edina vor. Außerdem geht es zu einer Hundetherapeutin. Denn der ehemalige Straßenhund Jacky verhält sich Passanten gegenüber aggressiv. Kann man dieses Verhalten therapieren?

Animal Planet, 20.15 Uhr
Der Hund – Des Menschen bester Freund
Serienstart
Hunde sind seit jeher treue Begleiter des Menschen: Sie beschützen uns. Sie helfen bei der Jagd. Sie leben und spielen mit uns. Sie sind unsere Weggefährten oder sogar der beste Freund – oft ein Leben lang! Wissenschaftler gehen davon aus, dass die ersten Hunde bereits vor über 30.000 Jahren domestiziert wurden. Aber wie wurde aus wildlebenden Wölfen das wichtigste Haustier des Menschen? Welche erstaunlichen Fähigkeiten zeichnen Hunde aus? Diese Dokumentarserie geht der Jahrtausende alten Freundschaft zwischen Mensch und Hund auf den Grund – und zeigt anhand von bemerkenswerten Beispielen aus der ganzen Welt, was uns bis heute untrennbar mit ihnen verbindet. Ganz gleich ob im afrikanischen Regenwald, in der arabischen Wüste oder mitten in einer modernen Millionenmetropole: Hunde sind auf der ganzen Welt geschätzte Weggefährten des Menschen! Die Gründe für diese besondere Freundschaft sind dabei so unterschiedlich, wie unser Lebensstil selbst – mal dient der Hund als Statussymbol, mal beschützt er vor giftigen Schlangen. Sogar bei der Behandlung von Krankheiten wird Hunden eine heilende Wirkung nachgesagt. Anhand von bemerkenswerten Beispielen geht diese Folge den zahlreichen Aufgaben auf den Grund, die Hunde als Haustiere erfüllen – vom Persischen Windhund über den Basenji, den so genannten Kongo-Terrier, bis zum Schoßhund in Tokio.

Sonntag, 20. Januar

rbb Fernsehen, 19.00 Uhr
Wilde Berliner
Berlin ist nicht nur voller Menschen und Autos, die Hauptstadt kann auch mit einer außergewöhnlich großen, tierischen Artenvielfalt aufwarten – mehr als 50 Säugetier- und rund 180 Vogelarten hat die Hauptstadt zu bieten. Dank ausgedehnter Grünflächen und vielen Gewässern finden immer mehr tierische Bewohner den Weg in die Stadt. Immer öfter kommt es zu spannenden Begegnungen mit Wildtieren. Ursula Stöter bekommt tierischen Nachwuchs. Ein kleiner Rotfuchs und zwei Waschbären werden in diesem Sommer von ihr und ihren zwei Hunden mit der Flasche großgezogen. Doch auch ein Fuchsbaby muss lernen – denn aus ihm soll mal ein richtige Filmfuchs werden. Gisela Polz (65) bekommt einen Frischling aus Bayern. Die erste Zeit wird er in ihrer Nähe bleiben und dann später zu den ausgewachsenen Wildschweinen kommen. Gisela Polz nutzt diese für die Hundeausbildung, die sie für Jagdhunde anbietet.

Bayerisches Fernsehen, 19.15 Uhr
Unter unserem Himmel
Der Forstenrieder Park
Der Forstenrieder Park hat sich in den letzten 100 Jahren von der Jagdlandschaft der Wittelsbacher zum Münchner Naherholungsgebiet entwickelt. Der Jäger und Historiker Jaques Volland führt durch das ehemalige kurfürstliche Jagdschloss Fürstenried. Die Entscheidung von Kurfürst Max Emanuel, am Rande Münchens im 18. Jahrhundert einen Hirschjagdpark zu gestalten, hatte weitreichende Folgen. Es wurde eine enorme Infrastruktur von Schlössern, Kanälen, Jagdsternen und Sichtachsen erforderlich, die das Stadtbild bis heute prägen. Prinz Luitpold von Bayern, ein Urenkel des letzten Königs Ludwig III., zeigt die Trophäen der Hirsche, die von seinen Vorfahren im Forstenrieder Park erlegt worden sind. Die Wittelsbacher verfügen seit 1918 nicht mehr über den Park, doch die Hirsche sind immer noch da. Es ist die Jägerschaft, die sich heute um den Bestand des Wildes kümmert. Das Filmteam begleitet Berufsjäger Alexander Mania vom Sommer an bis in den Herbst bei seiner Arbeit. Seit 1924 wird zudem das Jagd- und Sportschießen im Forstenrieder Park im Verein Hubertus praktiziert. Die derzeitige Vereinsvorsitzende Monika Metzger ist Apothekerin und Jägerin. Der Verein betreibt ebenfalls eine Jagdschule, in der Freizeitjäger und auch immer mehr Jägerinnen auf die Jagdprüfung vorbereitet werden. Im Forstenrieder Park kann der Besucher sogar das imposante Schauspiel der Hirschbrunft erleben, in unmittelbarer Nähe der Metropole. Höhepunkt der Jagdsaison bildet die große Bewegungsjagd im November. Große Hundemeuten stöbern das Wild aus den Einständen, wo es von 60 Schützen erwartet wird. Diese logistisch aufwendige Jagdart führt zu dem behördlich vorgegebenen Abschuss und das Wild hat anschließend, zum Ende des Herbstes, wieder Ruhe.

TV-Programm 21.01. - 27.01.2019

Montag, 21. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
natur exclusiv
Wildnis Nordamerika – Schöne neue Welt
Eisige Höhenzüge durchziehen den Norden, im Mittleren Westen erstrecken sich die unendlichen Graslandschaften der Prärien. Im Regenschatten der steilen Rocky Mountains liegen trockene Wüsten. Zwischen klirrender Kälte und flirrender Hitze trotzen viele Tiere den klimatischen Extremen. Nordamerika ist ein Kontinent der Kontraste – und der Wanderer: Jedes Frühjahr ziehen allein drei Milliarden Vögel aus den Überwinterungsgebieten im warmen Süden nach Norden.

Dienstag, 22. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Der Jaguar – Unbekannter Dschungeljäger
An kaum einem anderen Ort gibt es so viele Jaguare wie im Pantanal. Ihre Reviere sind so riesig, dass es nur selten gelingt, eine der perfekt getarnten Raubkatzen zu Gesicht zu bekommen. Naturfilmer Christian Baumeister will schaffen, was bislang nur bruchstückhaft gelang – das Leben des geheimnisvollen Jägers zu dokumentieren. Das südamerikanische Pantanal im Dreiländereck Brasilien, Bolivien und Paraguay ist eines der größten Naturwunder der Welt – ein riesiges Netzwerk aus Sümpfen und Flüssen, Tropenwäldern und Savannen, gut drei Mal so groß wie die Schweiz. Das riesige Gebiet gehört zu den artenreichsten Lebensräumen Amerikas und ist die Heimat von seltenen Riesenottern, Kaimanen und unzähligen Vogelarten. Und es ist das Reich des Jaguars, der größten Raubkatze Südamerikas. An kaum einem anderen Ort gibt es so viele Jaguare wie im Pantanal. Ihre Reviere sind so riesig, dass es nur selten gelingt, eine der perfekt getarnten Raubkatzen zu Gesicht zu bekommen. Naturfilmer Christian Baumeister dokumentiert das Leben des geheimnisvollen Jägers – eine schwierige Aufgabe. Viele Jahre war er auf der Suche nach den geschmeidigen Jaguaren, bis ihm einzigartige Aufnahmen gelangen. Der Film gibt Einblicke in das geheimnisvolle Leben der Jaguare – ob auf der Jagd, bei der Paarung oder beim Mittagsschläfchen. In eindrucksvollen Aufnahmen kommt der Zuschauer dem Jäger ungewöhnlich nah.

Bayerisches Fernsehen, 11.55 Uhr
Reisen in ferne Welten: Tansania
Vom Kilimandscharo in die Serengeti
Das Filmteam begleitet einen Ranger, der sich Giraffen zu Fuß bis auf wenige Meter nähert, fliegt im Ballon über den Tarangire Nationalpark und beobachtet in der Serengeti Millionen von Gnus bei der Überquerung des Mara-Flusses. Big Migration heißt die weltweit größte Wanderung von Landsäugetieren – ein einzigartiges Naturereignis.

Mittwoch, 23. Januar

3sat, 17.00 Uhr
Schladminger Bergwelten
Von Gipfeln und Gämsen
Zwischen dem Dachstein und den Niederen Tauern, am Rande der Skipisten, finden nicht nur Gämsen, sondern auch Auerhähne, Steinadler, prächtige Rothirsche und Luchse ideale Lebensbedingungen. Ab und zu verirrt sich sogar ein Wolf in die unüberschaubaren Bergwälder und finsteren Schluchten dieser Region. In den klaren Gewässern rund um Schladming leben Äschen und Steinkrebse, und die Moore der Niederen Tauern bilden ein Universum für Tiere und Pflanzen.

Donnerstag, 24. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Geheime Jäger der Serengeti
Filmautor Reinhard Künkel lebt seit dreißig Jahren in der Wildnis Afrikas am Südrand der Serengeti. Er wohnt fast das ganze Jahr über in einem Dschungelcamp und geht jeden Tag auf Safari, um Tiere zu fotografieren und zu filmen. Und weil er sich ständig zwischen wilden Tieren aufhält, entwickelt er auch ganz persönliche Bindungen zu besonders scheuen Tieren. In dieser Sendung erzählt er von einem sehr seltenen Jäger der Serengeti, der Streifenhyäne. Streifenhyänen sind nachtaktiv. Es gelingt deshalb nur selten, diese als Einzelgänger bekannten Tiere zu beobachten. Tierfilmer Reinhard Künkel ist es jedoch geglückt, einem Hyänenpaar zu folgen, das bis nach Sonnenaufgang aktiv blieb und gelegentlich auch vor Sonnenuntergang den Bau aufsuchte. Dort wartete das Junge in der Erdhöhle hungrig auf Nahrung.

Freitag, 25. Januar

3sat, 13.20 Uhr
Auf der Spur des Luchses
Der Luchs ist ein Einzelgänger und extrem scheu. Die Reportage zeigt außergewöhnliche Aufnahmen des Luchses in der Schweiz. Dort ist er vor allem in den Voralpen und im Jura zu Hause. Der leidenschaftliche Tierfotograf Laurent Geslin ist begeistert vom europäischen Luchs und betreibt großen Aufwand, um dieses scheue Tier auf Fotos bannen zu können. Er versteckt Fotofallen an Stellen, an denen er darauf hofft, dass dieses Phantom des heimischen Waldes den Verschluss der getarnten Kamera auslöst. Der Luchs ist bis jetzt ein in freier Wildbahn wenig erforschtes Tier und gilt vielen Naturforschern gleichsam als heiliger Gral.

Animal Planet, 20.15 Uhr
Wolf vs. Wilderer
Serienstart
Am Mythos Wolf scheiden sich die Geister. Einst von Kelten und Germanen als übernatürliches Wesen verehrt, steht Canis lupus bei Jägern oft auf der Abschussliste. Der schlechte Ruf als Viehdieb eilt den Raubtieren voraus, so dass der Wolf beinahe ausgerottet wurde. Navy-Veteran Matthew Simmons und Psychologin Dr. Lorin Lindner verfolgen beim Schutz der Tiere einen völlig neuen Ansatz. Sie sind überzeugt, dass der Kontakt zu Wölfen auch Menschen heilen kann. Im kalifornischen Los Padres National Forest betreibt das Ehepaar das „Lockwood Animal Rescue Center“. Hier bekommen gerettete Problemwölfe und traumatisierte Ex-Soldaten, die sich um die Tiere kümmern, eine zweite Chance im Leben. Start frei für „Operation Wolfguard“! Das Team des „Lockwood Animal Rescue Center“ rückt zu einem dreimonatigen Einsatz aus: In den Wäldern des Bitterroot National Forest in Montana wollen die Tierschützer Jagd auf illegale Wolfsjäger machen. Die groß angelegte Undercover-Mission soll helfen, die majestätischen Raubtiere in ihrem angestammten Lebensraum zu verteidigen. Denn sämtlichen Verboten zum Trotz werden hier immer wieder Fallen aufgestellt oder sogar einzelne Exemplare geschossen. Was dabei oft in Vergessenheit gerät: Der Wolf gehört zum Ökosystem dazu und leistet einen wichtigen Beitrag, natürliche Prozesse im Gleichgewicht zu halten.

Samstag, 26. Januar

arte, 21.50 Uhr
Bärenstark – Revolutioniert Meister Petz die Medizin?
Bären und die bisher ungeklärten Mechanismen ihres Organismus stehen im Blickpunkt der medizinischen Forschung. Denn die beinahe vollständige Reduktion der Körperfunktionen während der Winterruhe hinterlässt bei den Tieren keinerlei Schäden – beim Menschen undenkbar. Da Mensch und Bär sich genetisch sehr ähnlich sind, erhoffen sich Wissenschaftler durch genauere Untersuchungen der Bären einen Durchbruch im Kampf gegen weit verbreitete Leiden wie etwa Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Osteoporose. Kann die Humanmedizin im Kampf gegen Krankheiten von den Bären lernen? Die Suche nach den Geheimnissen von Meister Petz beginnt im verschneiten Tackåsen, im Norden von Schweden. Ein internationales Team aus Medizinern um den dänischen Kardiologen Ole Fröbert untersucht, wie Bären ihre Körperfunktionen während der Winterruhe steuern. Das Ziel: Neu gewonnene Erkenntnisse in der Humanmedizin nutzen und so weit verbreitete Volkskrankheiten wie etwa Osteoporose, Herz- und Nierenleiden bekämpfen. Denn was die Steuerung inneren Organe angeht, gehört der Bärenorganismus zu den Meistern der Anpassung. Während der bis zu sechs Monaten andauernden Hibernation reduzieren Bären all ihre Körperfunktionen auf ein Minimum. Doch nach dieser Phase lassen sie keinerlei Degenerationserscheinungen erkennen, wie es unter gleichen Bedingungen bei Menschen der Fall wäre. Trotz eines deutlich langsameren Herzschlags gerinnt das Blut der Bären nicht, und trotz mangelnder Bewegung bauen sie weder Muskel- noch Knochenmasse ab. Wissenschaftler untersuchen die Organe der Tiere, um diese faszinierenden Funktionsweisen nachzuvollziehen und auf menschliche Zellen zu übertragen. Dazu schleichen sich Forscher während der Winterruhe der Tiere in deren Bau und nehmen allerhand Proben. Und manchmal wird im Dienst der Wissenschaft sogar ein Bär in einen Computertomographen geschoben … Die Dokumentation begleitet renommierte Wissenschaftler bei ihrer fesselnden Arbeit zwischen Feld und Labor und zeigt vielversprechende Wege auf, anhand von Tierforschung die Humanmedizin zu revolutionieren. Die Sendung ist auch online verfügbar von 26/01 bis 27/03 auf dem Internetportal von ARTE.

Sonntag, 27. Januar

arte, 14.05 Uhr
Big Five Asien
Der Löwe
Online verfügbar von 27/01 bis 03/02
Die meisten Menschen denken, dass allein Afrika die Heimat der Löwen sei. Doch einst lebten sie in Griechenland, in der Türkei, sie durchstreiften die Halbwüsten Asiens bis an die östliche Grenze Indiens. Und es sind die Jahreszahlen bekannt, als in jedem Land der letzte Löwe an einer Gewehrkugel starb. Gerade mal ein Dutzend Löwen hatte in einem kleinen Waldstück im Nordwesten Indiens die Jagdlust der Menschen überlebt, als sie in ihrem Wald unter Schutz gestellt wurden. Und der König der Tiere begann, um sein Überleben zu kämpfen. Mittlerweile gibt es wieder über 400 Asiatische Löwen. Sie im Nationalpark Gir Forest aufzuspüren und mit der Kamera zu verfolgen, ist ungleich schwieriger als in den Savannen Afrikas. In ihrem Wald, in dem verkrüppelte Teakbäume und Akazien die Sicht versperren, ist das Filmteam gezwungen, den Raubkatzen zu Fuß zu folgen, um sie filmen zu können. Begleitet von Spurensuchern, deren einzige Waffe ein Stock in der Hand ist, macht sich ein Team auf die Suche nach den Löwen und entdeckt nach und nach, dass sich Asiatische Löwen und ihre Verwandten in Afrika zwar äußerlich stark ähneln, aber ihr Sozialleben grundverschieden ist. Die Löwen im Gir Forest zu filmen, ist ein Abenteuer, und je länger es dauert, umso mehr erfährt das Team, dass bei allen Schutzbemühungen des Nationalparks die Zukunft der letzten Löwen Asiens doch ungewiss ist.

arte, 14.50 Uhr
Big Five Asien
Der Amur-Tiger
Online verfügbar von 27/01 bis 03/02
Amur-Tiger sind die weltweit am nördlichsten lebenden Tiger und eine von zwei Tiger-Unterarten, die einst in Russland beziehungsweise der Sowjetunion lebten. Die Tiger im russischen Fernen Osten stehen beispielhaft für die Probleme und Rückschläge beim Kampf um ihre Erhaltung. Als einzige Tigerform haben sich Amur-Tiger diesen winterkalten Lebensraum erschlossen. Über sechs Monate im Jahr friert es, und dichte Schneefälle sind an der Tagesordnung. Nicht selten sinken die Temperaturen auf unter minus 40 Grad Celsius. Im kurzen ussurischen Sommer steigen sie regelmäßig bis auf über 30 Grad. Der Landstreifen am Japanischen Meer ist dicht besiedelt. Tiger-Mensch-Kontaktzonen sind somit allgegenwärtig. Straßen, Dörfer und Holzfäller-Camps schieben sich immer tiefer in die Taiga. Die Tiger können kaum noch wie gewohnt wandern, ohne zunehmend auf menschliche Ansiedlungen zu stoßen. Die Nähe zu China tut ihr Übriges. Das Land ist der weltweit größte Abnehmer von Tigern und deren „Produkten“. Das Reich des Herrschers der Taiga ist bedroht. Die fernöstlichen Wälder werden geplündert, abgeholzt und exportiert. Die benachbarten Länder Japan, Südkorea und natürlich China haben einen schier unstillbaren Holzhunger. Reiche Russen chartern Kleinflugzeuge und machen Jagdausflüge bis tief in die Wildnis. Auch die unablässige Wilderei auf zentrale Beutetiere des Tigers, dazu zählen Kragenbären, Sikahirsche und Wildschweine, bedroht die noch etwa 400 bis 500 wilden Amur-Tiger. In winterstarrer Taiga am Japanischen Meer hat sich ein Filmteam auf die Suche nach den letzten „Schneetigern“ gemacht.

3sat, 16.30 Uhr
Eine Erde – viele Welten: Die Berge
In den Rocky Mountains, den Anden und im Himalaja herrschen raue Witterungsbedingungen. Zerklüftetes Terrain, steile Hänge und ein Mangel an Sauerstoff, Futter und Wasser bilden die größten physischen Herausforderungen des Planeten. Nur extreme Kletterkünstler wie der Nubische Steinbock oder der gewandte Schneeleopard können sich hier behaupten. Die gewaltigen Gebirgsregionen zählen zu den beeindruckendsten Landschaften der Erde, doch nur wenige Pioniere sind zäh genug, hier zu siedeln. Nubische Steinböcke verfügen über weiche konkave Hufe, die eine bessere Griffigkeit aufweisen als jeder Kletterschuh. Selbst steilste Felswände turnen sie geschmeidig hinauf und hinunter. Der Schneeleopard, das stärkste Raubtier des Hochgebirges, kann dank seiner Fellzeichnung mit der Umgebung optisch verschmelzen. Er ist dann so gut wie unsichtbar. Schneeleoparden sind besonders schwer zu filmen. Mithilfe von Kamerafallen ist es der Crew gelungen, Einblicke in die Welt dieser seltenen Wildtiere zu gewinnen.

3sat, 18.00 Uhr
Eine Erde – viele Welten – Grasland
Von mächtigen Elefanten bis zur kleinsten Zwergmaus müssen alle in diesen Gebieten lebenden Geschöpfe mit dramatischen Umbrüchen zurechtkommen. Eine erstaunliche Vielfalt von Lebewesen hat sich im Grasland herausgebildet. Von den weiten Ebenen der afrikanischen Savanne über die Pampa Südamerikas bis zu den Steppen Sibiriens und der Mongolei reist das Filmteam zu den unterschiedlichsten Graslandschaften der Erde.

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