Wolfsbefragung lässt Schutzstatus wackeln

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Die europäische Kommission führt derzeit eine Datensammlung zur Überprüfung des Schutzstatus von Wölfen durch.

Die Datensammlung zur Überprüfung des Schutzstatus von Wölfen endet am 22. September 2023. (Foto: Reise-und Naturfoto /AdobeStock)

Die Rückkehr des Wolfes führt zunehmend zu Konflikten. Nicht nur hierzulande, sondern europaweit. Und dies vor allem dort, wo von Maßnahmen zur Verhinderung von Angriffen auf Nutztiere nicht umfassend Gebrauch gemacht wird, wie es in einer Pressemitteilung der Kommission heißt.

Die Europäische Kommission fordert die lokalen Behörden daher auf, die bestehenden Ausnahmeregelungen in vollem Umfang auszuschöpfen, und startet eine Datensammlung zur Überprüfung des Schutzstatus. „Die Konzentration von Wolfsrudeln in einigen europäischen Regionen ist zu einer echten Gefahr für Nutztiere und potenziell auch für den Menschen geworden. Ich fordere die lokalen und nationalen Behörden nachdrücklich auf, Maßnahmen zu ergreifen, wo immer es erforderlich ist. Die heute geltenden EU-Regeln sehen solche Befugnisse ausdrücklich vor“, so Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission.

Darüber hinaus fordert die Kommission Kommunen, Wissenschaft und alle am Thema Interessierten auf, ihr bis zum 22. September 2023 aktuelle Daten über die wachsenden Wolfspopulationen und die Folgen per Email zu melden: EC-WOLF-DATA-COLLECTION@ec.europa.eu. Auf der Grundlage der erhobenen Daten will die Kommission über einen Vorschlag entscheiden, gegebenenfalls den Status des Wolfsschutzes in der EU zu ändern und den Rechtsrahmen zu aktualisieren.

PM/fh

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