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Mazda BT-50 – Revier-Zosse im Ausgeh-Anzug

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Heft 07/2011

Große Ladefläche, ordentlich Zugkraft und ein martialisches Auftreten: Was will Jäger mehr? Der BT-50 gehört nicht zu den „üblichen Verdächtigen“ im Offroad-Segment – zu unrecht. Denn der Japaner ist ein preiswerter und genügsamer Pick-up, sowohl fürs Revier als auch die Flaniermeile.

Von Erich Kaiser

 

Mazda_Innenraum
Das Freestyle-Türsystem hat sich auch im DJZ-Testrevier bewährt. (Foto: Erich Kaiser)
Ein neues Arbeitstier im DJZ-Testrevier: der Mazda BT-50. Erster Eindruck: Der Japaner ist ein genialer Kompromiss zwischen „Spaß-Mobil“ und „Revier-Zosse“. Die 16-Zoll-Leichtmetallfelgen mit grober 245/70 R16 Bereifung lassen das bullige Fahrzeug athletisch erscheinen. Und auch die Ladefläche von 1,75 Metern Länge gibt das typisch sportliche Pick-up-Flair.
Den BT-50 gibt es in zwei Karosserievarianten. Als L-Cab (Langkabine) mit Freestyle-Türsystem (die hinteren Türen sind hinten angeschlagen).  Dadurch entfällt die Mittelsäule. Beim XL-Cab (Doppelkabine) Ist die Ladefläche durch die großzügigen 5-Sitzplätze im Fonds rund 22 Zentimeter kürzer. Bei der Ausstattung kann zwischen der arbeitstauglichen „Midlands“- und der sportlichedlen „Toplands“-Variante gewählt werden. Da wir im Testrevier fahrerisch eher für das „Grobe“ sind, haben wir uns für den BT-50 Midlands sowie 15-Zoll Stahlfelgen mit Grobstollenbereifung 235/75 entschieden. Selbstredend in jagdlich schickem Grün-Metallic.
Zuschaltbarer Allrad und Untersetzungsgetriebe lässt den Mazda nicht nur wie ein Offroader aussehen. Einzelradaufhängung an Doppelquerlenkern vorne, hydraulische Servolenkung, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und die erhöhte Fahrerposition machen es auch dem Anfänger möglich, schwieriges Terrain verhältnismäßig problemlos zu meistern.
 

 


Muskelpaket mit Sportabzeichen

 

Mazda_Lenkrad
Übersichtlich und mit großen Bedienschaltern: das Cockpit des Mazda. (Foto: Erich Kaiser)
Der drehfreudige 2,5 Liter-Common-Rail-Turbodiesel mit 143 PS sowie das sauber abgestufte Schaltgetriebe sorgen nicht nur für Laufruhe, sondern auch für überraschend guten Schub und beeindruckendes Geländeverhalten. Bei einer gezogenen Anhängelast von bis zu 3 Tonnen (bei 330 Nm Drehmoment) bleibt auch beim Schwertransport mit Anhänger keine Frage offen. Für Arbeiten im Gelände wurde von uns die Last auch schon mal überschritten.
Zurück zum Sport: Ist die Arbeit im Revier erledigt, Schlauchboot, Zelt, Kühlbox und Grill auf die große Ladefläche, und schon wird aus dem BT-50 ein alltagstaugliches Spaß-Mobil.
In Sachen Kraftstoffverbrauch lagen wir knapp über dem vom Hersteller angegebenen Wert von 8,9 l/100km. Bei Zugarbeiten im Gelände schluckt der Mazda nicht mehr als vergleichbare Arbeitsfahrzeuge. Bei maximaler Wasserdurchfahrt von 75 cm und einem Kippwinkel von fast 50 Grad kommt der Jäger eigentlich überall hin.
Der Fond bietet ordentlich Platz. Beim L-Cap  sind die Rücksitze jedoch eher als Notsitze zu bezeichnen.
Die Bordinstrumente sind bedienungsfreundlich angeordnet und gestaltet. Große Knöpfe lassen auch im Gelände eine sichere Handhabung zu. Auf Schnickschnack wurde verzichtet. Raucher müssen auf einen unbeleuchteten Aschenbecher im Dosenformat zurückgreifen. Front und Seitenairbags bieten den nötigen Schutz der Insassen. Alles in allem ließ der Mazda BT-50 keine Wünsche offen. Mit der breiten Palette an Zubehör kann man den Pick-up nach individuellen Wünschen aufmotzen, beispielsweise mit einer Seilwinden vorne und hinten.
Kleines Bonbon: Mazda räumt Mitgliedern der LJV satte Rabatte ein.
 

 


 

Mazda_mit Anhänger
Auch abseits der Revierwege macht der BT-50 einiges her. (Foto: Erich Kaiser)
 

 


 

Technische Daten:
PS: 143
Länge: 5,08 m
Breite: 1,81 m
Wendekreis: 13,6 m
Bodenfreiheit: 20,5 cm
Verbrauch (DJZ-Test): 9,1 l/100 km
Leergewicht: 1.900 kg
Anhängelast: ca. 3.000 kg
Höchstgeschwindigkeit: 158 km/h
Abgasnorm: Euro 4
Tankinhalt: 70 l
Preis: ab 25.390 Euro
 

 

 

 

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