Bayern: Bayerischer Jagdverband fordert die Abschaffung der rotwildfreien Gebiete

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Rotwild auf einer Lichtung.
Zunehmende genetische Verarmung und Inzest gefährden die deutschen Rotwildbestände. (Symbolbild: Jürgen Weber)

Ganzheitliche wildökologische Raumplanung zur konfliktfreien Einbindung des Rotwilds in die Kulturlandschaft

Schon lange ist eine genetische Verarmung des deutschen Rotwildes zu beobachten. Der Bayerische Jagdverband (BJV) fordert deshalb deutlich zum Handeln auf und verlangt die Abschaffung rotwildfreier Gebiete.

Die Ausweisung von Rotwildgebieten stehe im Widerspruch zur gesetzlichen Hegepflicht, die das Ziel eines artenreichen und gesunden Wildbestandes verfolge.

Als Vertragsstaat der Biodiversitäts-Konvention sei Deutschland außerdem klar dazu verpflichtet, den Bestand lebensfähiger Populationen zu fördern und zu schützen. Ein nachhaltiger Eingriff in die genetische Vielfalt einer Population sei damit verboten.

Vielmehr sieht der BJV die Notwendigkeit einer ganzheitlichen wildökologischen Raumplanung in der die Ansprüche der Forst-, Jagd- und Landwirtschaft, wie auch des Tourismus Berücksichtigung finden. Erfolg habe eine solche Planung jedoch nur, wenn alle betroffenen Interessensgruppen am Planungsprozess beteilig seien.

Die konfliktfreie Einbindung des Rotwilds in unsere Kulturlandschaft sei weiterhin eine große Herausforderung, die jedoch gemeinschaftlich zu schaffen sei. Man macht klar, dass die bayerische Jägerschaft bei diesem Prozess eine verantwortungsvolle Rolle spielen wird, weil die Jagd weiterhin ein wichtiges Instrument des Wildtiermanagements ist und Rotwildfütterungen nicht an Bedeutung verlieren werden.

 

 lb

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