Feldhasenbestand stabil

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Im Frühjahr 2016 haben Jäger durchschnittlich 11 Feldhasen pro Quadratkilometer auf den Wiesen und Feldern in Deutschland gezählt. Die Bestände schwanken je nach Region stark. Am meisten Langohren gibt es im Nordwestdeutschen Tiefland mit 18 Tieren pro Quadratkilometer.

Statistik Feldhase

Die Bestände des Feldhasen in Deutschland sind weiterhin stabil. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler nach der vorläufigen Auswertung von Daten des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) für das Frühjahr 2016. Demnach leben im Offenland bundesweit 11 Feldhasen pro Quadratkilometer (Median), allerdings mit großen Schwankungen je nach Region. Die Monitoring-Daten werden seit 2001 für WILD erhoben und zeigen: Auch 2016 gab es die meisten Feldhasen im Nordwestdeutschen Tiefland mit 18 Hasen pro Quadratkilometer, gefolgt vom Südwestdeutschen Mittelgebirge (14 Hasen pro Quadratkilometer) und vom Westdeutschen Mittelgebirge (10 Hasen). Im Alpenvorland (8 Hasen) sowie im Nordostdeutschen Tiefland und Ostdeutschen Mittelgebirge (je 5 Hasen) leben deutlich weniger Tiere. WILD ist ein Projekt des Deutschen Jagdverbands (DJV) und seiner Landesverbände.

Zuwachs regional unterschiedlich

Um Entwicklungstrends besser einschätzen zu können, zählen Jäger und Wissenschaftler zwei Mal jährlich auf denselben Flächen, was die Ermittlung der sogenannten Nettozuwachsrate ermöglicht. Von Frühjahr bis Herbst 2016 lag diese im Bundesschnitt bei minus 2 Prozent (Median), der Nachwuchs konnte die Sterblichkeit also nicht ausgleichen. Lediglich im Nordwest- und im Nordostdeutschen Tiefland war der Zuwachs mit 2 beziehungsweise 1 Prozent positiv. Besonders drastisch waren die Verluste innerhalb des Jahres 2016 im Westdeutschen Mittelgebirge (minus 14 Prozent) und im Ostdeutschen Mittelgebirge (minus 31 Prozent). Sollte das Frühjahr 2017 ebenfalls nasskalt werden, befürchten Wissenschaftler regional einen leichten Rückgang der Feldhasenbestände.

PM

Hier sehen Sie die Zahlen aus dem vergangenen Jahr.

Die Zählung vor 2 Jahren ergab ebenfalls durchschnittlich 11 Hasen pro Quadratkilometer.

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