Gummersbacher Wald stand in Flammen

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Im Wald bei Gummersbach-Strombach im Oberbergischen Kreis ist gestern Mittag ein großflächiger Waldbrand ausgebrochen, der sich durch den Wind sehr schnell ausgebreitet hat.

Laut PR Online konnten die Anwohner noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht und der Brand mittlerweile eingedämmt werden.

Die Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass erste Zeugen gegen 13:20 Uhr den Brand meldeten. Laut einem Sprecher der Stadt Gummersbach hatten die Einsatzkräfte am Mittag den Brand noch nicht ansatzweise unter Kontrolle. Bereits 35 Hektar stünden in Flammen. „Die Löscharbeiten werden vor allem durch den Wind erschwert, der immer wieder die Richtung wechselt“, zitiert PR Online den Sprecher. Die Anwohner seien in einer Schule in Gummersbach untergekommen und dort betreut worden.

Ein Bild, das man aus Deutschlnad bisher kaum kennt: Die Fichten des Gummersbacher Wald brennen lichterloh. (Foto: WuH-Redaktion)
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Gegen 18 Uhr hatten die bis zu 400 Feuerwehrmänner den Brand endlich unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte rückten mit mehreren Löschfahrzeugen und –hubschraubern, aus dem Oberbergischen Kreis und Umgebung sowie mit zwei speziellen Flughafen-Löschfahrzeugen der Bundeswehr vom militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn an. Am Abend seien bereits 50 bis 60 Hektar Wald bereits verbrannt gewesen.

Aufgrund der Arbeit der Feuerwehr habe es weder Verletzte gegeben noch sei das Feuer auf Häuser übergesprungen, äußerte sich eine betroffene Anwohnerin gegenüber der WuH-Redaktion. Sie hatte beobachtet, dass bei Ausbruch des Brandes, Rehwild hochflüchtig aus dem überwiegend aus Fichten bestehenden Wald wechselte, um sich vor den Flammen zu retten. Alle Hochsitzeinrichtungen wurden in dem betroffenen Waldstück durch den Brand zerstört.

Ursachse noch unklar

Die Ursache für den großflächigen Waldbrand sei nach wie vor unklar. Eines sei jedoch sicher, die enorme Trockenheit habe den Brand begünstigt, so der Sprecher der Stadt Gummersbach.

Um die Ursache schnellstmöglich zu klären, hofft die Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis jetzt auf ihre Mithilfe: Gesucht werden Zeugen, die den Brand in der Frühphase bemerkt haben und so wichtige Hinweise auf den Entstehungsort machen können. Außerdem bittet die Polizei insbesondere zwei Personen, die im Zeitraum zwischen 12:30 Uhr und 12:45 Uhr auf einer Bank auf einem Weg, etwa 300 Meter von der Christian-Heyn-Straße gesessen haben sollen, sich umgehend zu melden. Nach Zeugenaussagen soll eine der Personen eine beige oder gelbe Jacke getragen haben.

Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 1 in Gummersbach unter der Rufnummer 02261 81990.

Weitere Brände in Deutschland

Laut RTL.DE musste auch in Fahrenhorst in Niedersachsen die Feuerwehr zu einem Waldbrand ausrücken. Dort brachten die Einsatzkräfte die Flammen aber schnell unter Kontrolle und beschränkten den Brand auf eine Fläche von 500 Quadratmetern.

Weiterhin kam es in Schweich bei Trier in Rheinland-Pfalz zu einem Waldbrand. Rund 70 Einsatzkräfte seien im Einsatz gewesen und von einem Polizeihubschrauber unterstützt worden.

Höchste Waldbrand-Warnstufe in Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst hat für große Teile Deutschlands Warnstufe 3 von 5 ausgerufen. Die höchste Waldbrand-Warnstufe herrscht bereits im Osten Sachsen-Anhalts und Brandenburgs. Die Böden werden aufgrund des geringen Regens der letzten Wochen immer trockener. Zudem begünstigt der starke Wind in einigen Teilen Deutschlands die Waldbrandgefahr, sodass sich ein kleines Feuer in kürzester Zeit rasend schnell ausbreiten kann. Laut Deutschem Wetterdienst ist der Auslöser für Waldbrände fast immer menschengemacht: Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen oder Glasscherben, die zum Brennglas werden, gehören zu den häufigsten Ursachen.

aml

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