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Hessen: Grünbrücken bauen und pflegen

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Grünbrücken bzw. Querungshilfen nehmen eine wichtige Rolle beim genetischen Austausch von Säugetieren aber auch Amphibien ein – Jägerschaft bietet aktive Unterstützung bei der Pflege und Wildmonitoring an

Grünbrücke an der A7 bei Michelsrombach (Foto: Markus Stifter (2021))

Autobahnen und Bundesstraßen zerschneiden vielerorts in Hessen die Lebensräume unserer heimischen Wildtiere. Hohe Schutzzäune und Mittelleitplanken machen einen Wechsel und somit auch den genetischen Austausch innerhalb der Tierpopulationen unmöglich. Deshalb fordert der Landesjagdverband Hessen schon seit vielen Jahren den Bau weiterer Grünbrücken, um die Lebensräume wieder zu vernetzen und Wechselbewegungen der Tiere zu ermöglichen.

Ebenso wichtig ist jedoch die Pflege von bestehenden Brückenbauwerken, wie z. B. an der A7 in Höhe von Michelsrombach. Nachdem im Jahr 2021 die Zuständigkeit für das Autobahnnetz auf den Bund und „Die Autobahn GmbH“ übergegangen ist, sind nunmehr dringende Pflegemaßnahmen, wie z. B. der Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern (nach der Brut- und Setzzeit) erforderlich, um die gewünschte Wechselfunktion insbesondere für bodengebundene Kleinsäugetiere, Amphibien und Reptilien zu erhalten.

Auch die Wiederaufnahme des Wildmonitorings auf der Grünbrücke ist dringend geboten. So lässt sich beispielsweise ein verändertes Wechselverhalten z. B. des Rotwildes frühzeitig erkennen. Beispielsweise kann der Ausbau von Wohn- und Industriegebieten den Wildwechsel einschränken. Hier gilt es zeitnah Veränderungen zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Die hessische Jägerschaft bietet sowohl bei der Pflege und dem Rückschnitt von Bäumen und Büschen als auch beim Wildmonitoring eine aktive Unterstützung an.

PM LJV

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