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Isis im Pfälzerwald

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Mit Isis wurde gestern ein weiterer Luchs aus der Schweiz im Pfälzerwald freigelassen.

Das Luchsweibchen wurde im St. Galler Rheintal eingefangen und konnte nach einem Gesundheitscheck als bereits vierter Luchs aus dem Kanton St. Gallen in den Pfälzerwald gebracht werden. Insgesamt wurden bereits zehn Luchse aus der Schweiz umgesiedelt.

Im Rahmen des EU LIFE Wiederansiedlungsprojekts der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz sollen insgesamt 20 Luchse aus der Schweiz und der Slowakei eingefangen und umgesiedelt werden. Bei ISIS handelt es sich um das zehnte Weibchen im Projekt.

Wo Isis ihr neues Revier etablieren wird, kann mit Hilfe eines GPS-Halsbandsenders nachvollzogen werden. (Foto: Annina Prüssing / SNU RLP)

Den Stiftungsangaben zufolge hat sich mittlerweile ein Populationskern im zentralen Pfälzerwald initiiert. Die Luchse würden sich weiter ausbreiten und sich inzwischen verstärkt über die Ländergrenze hinweg auch den französischen Teil des Biosphärenreservates Pfälzerwald – Nordvogesen erschließen. Die Reviergrößen der bisher angesiedelten Luchse liege zwischen 50 und 350 km².

Das Projekt ist nicht unumstritten. So hat unter anderem der Bund der Steuerzahler in seinem 2019er „Schwarzbuch – Die öffentliche Verschwendung“ die hohen finanziellen Kosten angeprangert. Insgesamt würden für das Projekt immerhin 2,75 Millionen Euro veranschlagt, ein Großteil davon trage der Steuerzahler. Es sei ungewiss, ob die Wiederansiedlung dieser Katzen nachhaltig und sinnvoll sei.

fh

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