Jeep Cherokee 2,0 Multijet Limited- Offroad war gestern

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Geschwungene Linien, weiche Übergänge — einfach ein gelungenes Aussehen. Der neue Jeep Cherokee kommt in völlig neuem Design daher. Wie sich der schicke Straßenkreuzer im Revier schlägt? Die DJZ hat’s getestet!

Von Markus Lück

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Kurz nach Arbeitsbeginn in der Redaktion kommt Kollege Hans Jörg zu mir ins Büro und kündigt an: „Heute bekommst Du den neuen Jeep Cherokee als Testauto für die nächste Ausgabe.“ Sofort kommt mir der eckige groß-motorisierte Kasten in den Sinn, der heute nur noch selten auf der Straße zu sehen ist. Doch als der Testwagen dann am Verlag ankommt, bin ich überrascht. Keineswegs eckig. Fließende Formen, schmale Scheinwerfer und ein bulliges Aussehen.

 

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Die schmalen Xenon-Frontscheinwerfer geben einen aggressiven Touch (Fotos: Markus Lück)
Der neue Jeep Cherokee macht optisch richtig was her. In den vergangenen Jahren hat Jeep an der Form des Cherokees mehrfach rumgedoktert. Kam die 1. Version 1984 noch eckig auf den Markt, folgte eine „runde“ Variante. Dann setzten die Ingenieure wieder auf kantiges Aussehen. Aktuell ist rund wieder angesagt. Die schmalen Xenon-Scheinwerfer, der große Kühlergrill und die gewaltigen 18-Zoll Felgen verleihen dem Jeep ein wirklich schickes Aussehen.
Jeep_D0715_001.jpgBei der Ausstattung punktet der Jeep auf ganzer Linie. In der Limited-Version ist alles vorhanden, was Technikbegeisterte brauchen
Futuristisch ist bei den Amerikanern offensichtlich genauso im Trend, wie derzeit bei den aktuellen deutschen Vergleichsmodellen. Auch bei der Innenausstattung punktet der SUV auf ganzer Linie. In der Basis-Variante „Longitude“ warten auf den Fahrer unter anderem eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat, Multimedia-Center mit Touch-Screen und Leichtmetallfelgen. In der Limited-Variante kommen Lederausstattung, Xenon-Scheinwerfer, größeres Multimedia-Center, elektrische Heckklappe sowie große 18-Zoll Felgen obendrauf. Aufpreispflichtige Sonderausstattungen gibt’s nicht viele. Beim Testwagen waren das ein großes Panorama-Glasdach, Navi sowie ein Winterpaket. Der Innenraum des Cherokees wirkt insgesamt hochwertig und gut verarbeitet.

 

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Die Bodenfreiheit von knapp 16 Zentimetern ist in Ordnung, aber nicht mehr

Schick – aber keiner fürs grobe Gelände

Im Gelände muss der Jäger jedoch Abstriche machen. Zwar hatte der Testwagen Allradantrieb. Mit einer Bodenfreiheit von knapp 16 Zentimetern läuft der Cherokee jedoch nicht auf Stelzen. Normale Waldwege und kurze Abstecher im leichten Gelände sind kein Problem. Abenteuerliche Ausflüge sollte sich der Lenker jedoch verkneifen, sonst scheppert’s untendrunter. Ist mehr Spielraum untenrum erwünscht, muss die 170 PS-Variante (20 cm) oder die Spitzen-Version „Trailhawk“ (22 cm) gewählt werden.

 

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Im Test machte sich das Verstellen des Terrain-Wahlschalters nicht bemerkbar

Im Hinblick auf die Motorleistung ist die 140 PS-Maschine ausreichend. Nur bei Sprints und schnellen Autobahnfahrten habe ich mir etwas mehr Bums unter der Haube gewünscht. Durch ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern ist die Fahrt mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe sehr angenehm. Über einen Wahlschalter in der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen verschiedenen Fahrmodi (Auto, Snow, Sport, Sand/Mud) wählen. Im Test wirkte sich ein Verstellen aber kaum bis gar nicht aus. Neben dem 6-Gang Schaltgetriebe steht ein 9-Gang-Automatikgetriebe zur Verfügung.

 

 


 

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Bei umgelegter Rückbank kommt die Ladefläche auf ein Volumen von 1.267 Liter

Wie gewohnt lag der Durchschnittsverbrauch des Testwagens über den Angaben des Herstellers. Beim kombinierten Fahren, mit hohen Anteilen von Ausfahrten im Busch, schluckte der Cherokee 7,5 Liter Diesel. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen setzen die Jeep-Konstrukteure mit dem neuen Cherokee eher auf Kunden, die hauptsächlich auf der Straße unterwegs sind. Jäger, die in ihrem Revier nur leichtes Gelände haben und bei ihrem Auto viel Wert aufs Aussehen legen, sind mit dem Jeep gut bedient. 

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Auf der Rücksitzbank des Cherokees haben die Insassen auch bei weit nach hinten gestellten Vordersitzen genügend Platz

Jeep Cherokee Limited

Leistung: 140 PS
Hubraum: 1.956 ccm
Länge: 4,62 m
Höhe: 1,67 m
Bodenfreiheit: 15,7 cm
Verbrauch (DJZ-Test): 7,5 l
Leergewicht: 1.921 kg
zulässiges Gesamtgewicht: 2.450 kg
Wendekreis: 11,6 m
Höchstgeschwindigkeit: 189 km/h
Preis ab: 41.900 Euro
Preis (Testwagen): 45.050 Euro

 

 


 

 

 

 

 

 

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