Magnus Zielfernrohr 1,5-10×42 – Allzeit bereit

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Seit November ist die neue Zielfernrohr-Serie von Leica mit Leuchtabsehen auf dem Markt. Optische und technische Leckerbissen versüßen das Zielen. Ein Konkurrent auf Augenhöhe zu den etablierten Spitzenprodukten?

 

Magnus Leica
Das dicke Okular ist optisch etwas gewöhnungsbedürftig. Für eine schlanke Kipplaufbüchse dürfte es kein größeres Glas sein
Leica gibt Gas. Was der Marke bis dato noch fehlte, ist in den 3 Modellen der Magnus-Serie perfekt integriert: Das eigens entwickelte Leuchtabsehen. Fein justierbar in 60 Stufen mit leichtem Druck auf die obenliegende große Kappe ist die Helligkeit des Leuchtpunktes immer perfekt – bei jeden Lichtverhältnissen.
Eine Vorwahl zwischen Tag- und Nacht-Modus beschleunigt das Einstellen.
Raffinierte Technik
Für die Langlebigkeit der Batterie garantiert die Ein- und Abschaltautomatik. Stellt man das Gewehr senkrecht hin oder legt es auf die Seite, schaltet sich die Beleuchtung ab. Beim Anschlagen erstrahlt der Leuchtpunkt automatisch.
Die beleuchtete Zieleinheit gibt es in drei Modellen: 1–6,3 x 24, 1,5–10 x 42 und 2,4–16 x 56. Leica deckt damit den gesamten Jagdbereich ab. Das 24er ist besonders für Drückjagden oder Safaris geeignet, das 56er für den Ansitz und Nachtjäger.
Vier Absehen bietet Leica dem Käufer. Balken, Fäden und Striche um den Leuchtpunkt machen den Unterschied. 2 Absehen ähneln dem „Absehen 4“, eines ist mit horizontalen Hilfslinien speziell für den flüchtigen Schuss geeignet und das vierte ist ein ballistisches Absehen für weite Schüsse.
Perfekter Allrounder
Das 42er-Glas war der Testkandidat bei einer Bergjagd. Aufgrund der kleinen Einstiegsvergrößerung und dem großen Sehfeld ist sowohl der Schuss auf flüchtiges Wild als auch der weite Schuss bei der Gebirgsjagd möglich. Die 10-fache Vergrößerung leistet bei Schüssen bis 200 Meter gute Dienste.
Wer nicht im Zwielicht an der Kirrung jagen will, ist mit dem Leuchtabsehen und der vorbildlichen Lichttransmission von rund 91 Prozent gut ausgestattet. Durch den hohen Zoomfaktor ist das 42er-Glas in nahezu jeder Situation einsetzbar.
Dank des stabilen Gehäuses und der schmutzabweisenden AquaDura-Vergütung ist das Glas für den harten Einsatz bestens gewappnet. Die stickstoffbefüllte Optikeinheit lässt bis zu 4 Meter Tiefe kein Wasser rein: Vor Problemen durch Regen oder Spritzwasser muss der Jäger mit diesem Glas keine Angst haben. Die Stabilität und Qualität hat aber ihr Gewicht: Mit 620 Gramm ist das Magnus kein Federgewicht in der Familie der 42er-Zielfernrohre.
 


 

Magnus Leica
In 60 Stufen ist der Leuchtpunkt optimal durch Drücken der Platte auch mit Handschuhen einstellbar
Für Weitschießer
Für Schüsse auf jagdliche Distanzen mit einem flotten Kaliber muss nichts verändert werden. Eingeschossen mit 3 Zentimetern Hochschuss auf 100 Meter ist bis gut 200 Meter keine Haltepunktveränderung notwendig. Wer trotzdem besonders weit schießen will, kann am Absehen drehen: Ein Klick entspricht 1 Zentimeter auf 100 Meter. Die Beschriftung auf den Verstelltürmen ist unmissverständlich und auch für Laien selbsterklärend.
Wer regelmäßig seine Künste auf extremen Distanzen beweisen will, sollte sich für das Leica-Absehen Ballistik entscheiden. Hier kann der Schütze direkt den passenden Haltepunkt zur Distanz wählen.
Gelungener Einstieg
Das Gesamtpaket Magnus ist gelungen. Das Glas ist ein ernsthafter Konkurrent zu Spitzenprodukten der Mitbewerber. Leica hat hiermit zu Swarovski und Zeiss mindestens aufgeschlossen. Das kontrastreiche und zugleich farbechte Bild überzeugte rundum auf der Bergjagd.
Durch die Platzierung des Absehens und Leuchtpunkts in der 2. Bildebene gibt es auch bei hohen  Vergrößerungen keine Probleme mit zuviel Abdeckung des Ziels. Schüsse auf 200 Meter sind für jeden geübten Schützen mit dieser Optik gut machbar.
Das Magnus ist ein sehr robustes Glas, das auch bei hoher Beanspruchung im Gebirge keine größeren Macken davontrug. Der Preis liegt ungefähr auf dem Niveau der Mitbewerber. Für wenig Geld gibt es keine optischen Spitzenprodukte.
Armin Liese
 

 


 

Magnus Leica
Technische Daten
 

 

 


 

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