Niedersachsen: Hund stirbt nach Wolfsangriff

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Wolfsberater bestätigt Rüden aus Göhrder Rudel

Bei dem betroffenen Hund handelte es sich um einen Foxterrier. (Symbolbild:  Julya – stock.adobe.com)

Wie der NDR berichtet führte die Besitzerin des Foxterriers am Morgen des 17. November ihren Hund in der Samtgemeinde Rosche im Landkreis Uelzen aus. Beim Freilaufen sei der Hund in ein Feld gerannt, woraufhin die Hundeführerin nur noch lautes Jaulen hörte bevor sie ihn kurz darauf schwer verletzt auffand. Die Hilfe für den Vierbeiner kam jedoch zu spät, er musste eingeschläfert werden.

Im Fang des Terriers befanden sich noch Haare, welche zur Auswertung ins Labor geschickt wurden. Die Gen-Tests ergaben dass es sich beim Übeltäter um den ältesten Rüden des Göhrder Wolfsrudels handle. Raoul Reding, Wolfsberater der Landesjägerschaft, berichtet dass schon länger vermutet wurde dass das Rudel durch Rosche streiche. Das Verhalten des Wolfes sei logischerweise nicht unnatürlich, da dieser sein Revier vor eindringenden Artgenossen verteidige. Problematisch sei vielmehr dass der Wolf gelernt hat dass er in der Lage ist kleine Hunde zu töten. Michael Widdecke ist Bürgermeister von Rosche und macht sich Sorgen um das naheliegende Wohngebiet. Er hat bereits das Umweltministerium kontaktiert um vorsorgliche Maßnahmen in Erfahrung zu bringen.

tjs

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