Oberspreewald-Lausitz: ASP springt über

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Beunruhigende Nachrichten aus dem Lkrs. Oberspreewald-Lausitz (Brandenburg): Bei Großkoschen wurde bei mehreren verendeten Wildschweinen das ASP-Virus nachgewiesen. Und es gibt weitere Verdachtsfälle.

Ein verendetes Wildschein im Wald
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz meldet neue ASP-Funde sowie weitere Verdachtsfällebei Wildschweinen (Symbolbild: photosvideos /AdobeStock)

Knapp acht Monate nach dem ersten und bislang einzigen Nachweis eines ASP-infizierten Wildschweines werden aus dem Süden des Landkreises neue ASP-Funde gemeldet. Demnach wurde die Tierseuche bei aktuell fünf verendeten Sauen nahe Großkoschen nachgewiesen, wie der Landkreis mitteilte. Weitere Verdachtsfälle auf brandenburgischer und sächsischer Seite im Umfeld des Fundortes lägen vor.

„Mit der Bergung der Tiere bei Großkoschen ist es nachgewiesen, dass es infizierten Wildschweinen gelungen ist, die eingerichtete Wildschutzbarriere entlang unserer Kreisgrenze zu überschreiten. Damit gibt es erstmalig einen ASP-Eintrag in den Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz hinein. Für uns hat nunmehr Priorität, die weitere Ausbreitung der Tierseuche in den Landkreis zu verhindern. Wir stehen im Kontakt mit der Landesregierung und indirekt auf diesem Weg auch mit der EU-Kommission, um geeignete Maßnahmen zu definieren und anschließend zeitnah umzusetzen“, so Amtstierarzt Jörg Wachtel. Es sei damit zu rechnen, dass in den kommenden Tagen eine Ausweitung der bisher im Landkreis geltenden Restriktionszonen erfolgen werde.

Der ASP-Krisenstab des Landkreises berät über Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Über konkrete bevorstehende Maßnahmen in Reaktion auf die aktuelle Seuchenlage wird die Kreisverwaltung in den kommenden Tagen informieren.

Aus Brandenburg wurden bislang 3.188 ASP-Fälle amtlich festgestellt.

fh

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