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Opel Insignia Country Tourer 2.0 CDTi 4 x 4

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Audi hat den Allroad, VW den Alltrack, Skoda baut den Scout und Volvo den XC – „Offroad-Kombis“ haben Konjunktur. Da darf Opel natürlich nicht hintenanstehen: Mit dem Insignia 4 x 4 haben die Rüsselsheimer verdammt viel richtig gemacht, aber zu „flach gestapelt“.

 

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Scharfes Kratzen am Bodenblech. Auch das vorsichtige Herauslenken, weg von der ausgewaschenen Fahrspur, geht nicht geräuschlos vonstatten. Ein letztes Quietschen und Ächzen – und der lange Lulatsch steht wieder leicht versetzt auf dem Waldweg. Es kann weitergehen.

 

 


 

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Die Bodenfreiheit von gerade mal 14 cm ist für Revierfahrten ungenügend (Fotos: Hans Jörg Nagel)
Man braucht keinen Zollstock, um zu ahnen, dass die Bodenfreiheit des Opels abseits befestigter Bahnen schnell an ihre Grenzen stößt. Der Insignia ist einfach zu lang. 4,92 Meter ist eine ganze Menge. Das sind noch einmal 5 cm mehr als der Passat Alltrack. Der VW ist 16,5 Zentimeter (cm) hoch, der Opel gerade mal 14 cm. Laut Pressemappe des Rüsselsheimer Autobauers sind das zwar 2 cm mehr als bei anderen Insignia-Modellen, aber für Wald- und Wiesenfahrten ist das lächerlich. Sehr schade. Denn ansonsten zeigt sich das Flagschiff mit dem Blitz im Logo als durchaus geländetauglich. Unterfahrschutz, robuste Stoßfänger und 18-Zoll-Felgen seien hier nur am Rande erwähnt.

Allrad sticht

Viel entscheidender ist die solide Allradtechnik: Auf Straßen und befestigten Wegen verteilt sich die Kraft zu 90 Prozent auf die Vorderachse. Abseits der Straße oder bei Schneefahrten verteilt sich Kraft und Drehmoment je nach Bedarf an die Achsen. Das geht bis zu 100 Prozent auf die Hinterräder. Das elektronische Sperrdifferenzial sucht und findet in Extremsituationen den Reifen, der den besten Grip bietet und füttert ihn mit Kraft. Theoretisch gut, praktisch auch. Beim DJZ-Test ging’s ab in eine klatschnasse Wiese. Eigentlich ein Fall für Bauer Kurt mit seinem Traktor und der bewährten Abschleppstange. Weit gefehlt. Aus dem Stand mit sensiblem Gasfuß schob sich das 1,9-Tonnen-Gefährt aus dem patschnassen Morast.

Jägers Bedarf an viel Laderaum erfüllt der Insignia ebenfalls. 540 Liter Gepäckrauminhalt sind schon ein Wort. Klappt man die Rücksitzlehnen vor, verdreifacht sich das Volumen bei Ladung bis unters Dach auf 1.530 Liter.

 

 


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Alles – nur kein Säufer

Der DJZ-Testwagen CDTi hat ein 2-Liter-Dieselaggregat mit 163 PS und 350 Nm. Das scheucht den Opel in 11,4 sec. von 0 auf 100 und lässt die Tachonadel bei Vollgas an der 200er-Marke kratzen. 7 Liter Diesel verlangt er dafür im kombinierten Betrieb (Stadt, Autobahn, Landstraße, Gelände) auf 100 km. Der Koloss von Rüsselsheim ist alles, nur kein Säufer.

3 Fahrwerke

Viele Helferlein haben die Opelaner dem Insignia mitgegeben. Sei es Sprachsteuerung, beheizbares Lenkrad, Kollisionswarner, Überholassistent, Einparkhilfe, Memory-Sitzeinstellung, Rückfahrkamera usw – Jägers Spielfreude wird lange erhalten bleiben. Angenehm wirkt sich auch Opels FlexRide Premium-Fahrwerk aus. 3 unterschiedliche Fahr-Modi (Standart, Sport, Tour) sorgen für situationsgerechtes Fahrwerk und gewünschten Antrieb. Doch es hilft alles nichts: Der Country Tourer ist eine prima Familienkutsche, aber nix fürs Revier. Hans Jörg Nagel

Country Tourer 2.0 CDTi

Leistung: 163 PS
Hubraum: 1.998 ccm
Länge: 4,92 m
Höhe: 1,52 m
Bodenfreiheit: 14 cm
Verbrauch (DJZ-Test): 7 l
Leergewicht: 1.843 kg
zulässiges Gesamtgewicht: 2.415 kg
Wendekreis: 11,4 m
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Preis ab: 36.990 Euro
Preis (Testwagen): 44.950 Euro

 

 

 

 

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