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Singvögel riechen Verwandtschaft

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Eine neue Studie erklärt, wie Singvögel Inzucht vermeiden.

 

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Sind wir verwandt? Um das zu klären, setzt die Nebelkrähe ihren Geruchssinn ein. Foto: Jürgen Weber
Die Nasenlöcher der Vogelschnäbel haben entgegen einer alten Lehrmeinung doch eine Funktion: Sie nehmen Geruchspartikel auf.
 
Am Beispiel des Zebrafinken fanden Verhaltensforscher der Universität Bielefeld jetzt heraus, dass Singvögel sogar den Grad der „Verwandtschaft“ riechen können.
 
Das bringt ihnen entscheidende Vorteile:
Zum einen können Jungvögel koloniebrütender Arten, wie etwa Krähen, nach ihren ersten Flugübungen leichter ihre Heimatnester finden. Zum anderen hilft ihnen diese Fähigkeit bei der Partnerwahl.
 
 

 

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Jungvögel finden ihr Nest nach Bruchlandungen über den Geruchsinn. Foto: Jürgen Weber
Sie können zwischen eigenen und fremden Genen unterscheiden und so Inzucht vermeiden.
 
Außerdem können sozial veranlagte Singvögel, die bei Nahrungsknappheit anderen Brutpaaren auf Kosten eigener Nachkommen bei der Aufzucht helfen, gezielt die eigenen Gene fördern.
 


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