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Störungen durch Stangensammler

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In Hessen bringen aktuell Schwärme von Stangensammlern Rotwild auf die Läufe – Folge: Mehr Schälschäden.

Das Sammeln von Abwurfstangen ist Jagdwilderei und verursacht Stress für das Wild. (Symbolbild: Grubärin/AdobeStock)

Derzeit werfen Rothirsche ihr Geweih ab, um ein neues zu schieben. Das zieht immer mehr Sammler in den Wald, die gezielt nach den begehrten Deko-Objekten suchen. In Hessen beobachten Jagdpächter und Revierförster, dass die Störungen durch Stangensammler drastisch zunehmen: Immer mehr Menschen durchstreifen die Einstände auf der Suche nach Abwurfstangen, die dann mit Gold- oder Silberfarbe eingesprüht, als stylisches Accessoires in der Wohnung landen. Jäger und Förster appellieren: „Bleibt aus den Dickungen raus!“

HessenForst weist darauf hin, dass das Wild bei der Flucht vor Störungen seinen Stoffwechsel hochfahren muss. Der erhöhte Energiebedarf wiederum führt in der äsungsarmen Zeit zu verstärkten Schälschäden an Baumrinden.

Strafrechtlich ist das Aneignen von Abwurfstangen Jagdwilderei und somit eine Straftat (§ 292 StGB).

ck

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