Vogelgrippe ist Ursache von Wasservogelsterben

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Nach dem Fund von mehr als 150 verendeten Wasservögeln am Großen Plöner See und kleineren Seen in der Umgebung haben die Untersuchungen den Verdacht auf Geflügelpest bestätigt.

Wie das schleswig-holsteinische Umweltministerium bereits heute Morgen mitteilte, hatte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) in der Nacht zum Dienstag (8. November 2016) Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen.

Allerdings seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Es müsse noch analysiert werden, ob es sich bei dem Virus um den hoch- oder niedrigpathogenen Typ (stark oder gering krankmachend) handelt. Davon ist abhängig, welche Maßnahmen ergriffen werden.

Die hochpathogene Form unterliegt auch bei Wildvögeln der Anzeigepflicht

Am Montag wurden bereits in Polen mehr als 70 verendete Wildenten und Möwen entdeckt. Bei ihnen wurde der hochpathogene Influenza- A- Subtyp H5N8 nachgewiesen.

Beim Ausbruch 2014 hatte Schleswig-Holstein zum Schutz der Bestände eine Aufstallungspflicht in Risikogebieten verhängt.

fh

Update:

Bei den Reiherenten, Blässhühnern, Möwen, Gänsen und Schwänen wurde die hochpathogene Form (HPAI) (Geflügelpest) festgestellt.

„Das akute Krankheitsgeschehen bei den Wildvögeln ist in dieser massiven Ausprägung besorgniserregend. Der Befund ist Anlass für extrem hohe Wachsamkeit. Wir müssen den Schutz der Geflügelbestände im Land vor einem möglichen Eintrag des Virus verstärken – in enger Abstimmung mit den Kreisveterinärbehörden“, so Landwirtschaftsminister Robert Habeck in einer Erklärung.

Als Folge werden jetzt Sperrbezirke um die Fundstelle der verendeten Wildvögel errichtet. Darüber hinaus wird eine Stallpflicht für Freilandgeflügel erlassen.

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