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Wolfsverdacht – wieder zehn tote Lämmer

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Zehn tote Lämmer – das ist die traurige Bilanz des neuesten Wolfverdachtsfalles, der sich im Gemeindegebiet von Rußbach am Pass Gschütt (Salzburg/Österreich) an der Grenze zum oberösterreichischen Gosau ereignete.

Die DNA-Proben wurden genommen. Das Ergebnis dürfte den Wolfsverdacht bestätigen. Der Obmann der Agrargemeinschaft Gerhard Kraft mit betroffenen Bauern. Salzburg, Tennengau, Rußbach am Pass Gschütt (Quelle: Land Salzburg/Hubert Stock)

Einer Landesmeldung zufolge gab es in Salzburg bereits sechs Vorfälle dieser Art in diesem Jahr. Man gehe derzeit von drei bis vier Einzelwölfen aus, die sich im Gebiet zwischen Pinzgau und Salzkammergut aufhalten.

„Die Blockadehaltung einzelner Gruppierungen hat uns leider dort hingebracht, dass die Bauern mittlerweile berechtigt zweifeln, überhaupt noch aufzutreiben. Wir müssen mit den aktuell noch zur Verfügung stehenden Instrumenten das Möglichste an Abschüssen unternehmen und in weiterer Folge das System ändern, damit wir zu wolfsfreien Zonen in Almgebieten kommen“, wird Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek zitiert.

Wie will die Landesregierung den Bauern helfen und die Almwirtschaft sichern? „Die Grenze des Zumutbaren sei längst erreicht. „Ich bin froh, dass wir in der neuen Koalition einen Partner haben, der hier bereit ist, einen restriktiven Weg umzusetzen. Es muss unser Ziel sein, die Almwirtschaft zu sichern und durch geeignete Maßnahmen die Tiere vor den Wolf zu schützen. Herdenschutz allein reicht nicht aus, das zeigen die Erfahrungen aus der Vergangenheit deutlich“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Die neue Salzburger Landesregierung habe beschlossen, dass bei Problemwölfen zukünftig Verordnungen für einen Abschuss erlassen werden können. Das langwierige Bescheidverfahren sei nicht das richtige Mittel um Problemwölfen Herr zu werden.

fh

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