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Baden-Württemberg: Hantavirus auf dem Vormarsch!

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In Baden-Württemberg stellt das Regierungspräsidium Stuttgart in diesem Jahr einen sprunghaften Anstieg von Infektionen mit dem gefährlichen Hantavirus fest.

 

Virusfälle nach Landkreisen
Virusfälle nach Landkreisen (Quelle: Regierungspräsidium BW)
Während es in den Jahren vor 2007 durchschnittlich 200 Fälle im Jahr gab, verzeichnete das Präsidium 2010 bereits 85 Infektionen. Dieser Wert übersteigt sogar die Anzahl der Infektionen im Rekordjahr 2007. Damals erkrankten in dem gleichen Zeitraum lediglich 41 Personen.
 
Auf den Menschen werden die Viren über die Atemluft übertragen. Das Virus befindet sich im Kot und Urin wildlebender Nagetiere (insbesondere Mäuse). Der häufigste Überträger ist die Rötelmaus, die sich oft von Bucheckern ernährt. Daher sind derzeit Gebiete mit vielen Buchenbeständen (z. B. die Schwäbische Alb und Schönbuch) von den Infektionen besonders betroffen. Die Buchenmast des vergangenen Jahres hat offenbar zu einem sprunghaften Anstieg der Rötelmaus-Population geführt. Schützen kann man sich mit Einweg-Handschuhen und Mundschutz.

Die Symptome

Eine Hantavirus-Erkrankung äußert sich meist in Form eines grippalen Infektes mit plötzlich einsetzendem hohen Fieber begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen sowie Bauchschmerzen. Die Dauer der Erkrankung beträgt durchschnittlich ca. drei Wochen und mehr als die Hälfte der Betroffenen wird stationär behandelt. Bei einem Teil der Patienten entwickelt sich ein Nierenversagen, das häufig mit einer Blutwäsche behandelt wird.
 
 
-hei/pm-
 

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