LJV: Ethische Grundsätze seit Jahrzehnten bestimmend für die JAGD UND HUND

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Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen begrüßt die Entscheidung des Dortmunder Stadtrates, Jagdreiseangebote auf der Messe JAGD & HUND auch weiter zuzulassen. Der LJV ist ein offizieller Träger der Jagdmesse.

(Foto: lichtbildmaster/AdobeStock)

Ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/die Grünen, für ein „Moratorium für Aussteller von Jagdreiseangeboten in den Dortmunder Westfalenhallen“ wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Er hätte auch fatale Folgen für die Messestadt Dortmund, aber auch für den internationalen Tier- und Artenschutz mit sich gebracht.

„Jagdethik war für uns immer Maßstab für jegliches Handeln auf der Messe. Wir begrüßen es, dass durch die Einbindung des Stadtrates das Thema jetzt noch an Bedeutung gewinnt,“ betont Nicole Heitzig, Präsidentin des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen.

Die „JAGD & HUND“ gilt heute schon in ethischer Hinsicht weltweit als Leitmesse. „Die in Deutschland geltenden Grundsätze der Waidgerechtigkeit haben wir als ideeller Träger der Messe in den vergangenen 40 Jahren Messegeschichte konsequent auch in den Teilnahmebedingungen festschreiben lassen. Wer dagegen verstößt, kommt nicht auf die JAGD & HUND. So darf in Dortmund beispielsweise das Töten von Gatterlöwen in Südafrika nicht angeboten werden. Anbieter müssen das im Vertrag zusichern. Über Jagdethik wachen auf der Messe drei Arbeitsgruppen. Nicole Heitzig kritisiert, dass Bündnis 90/die Grünen mehrfach Gesprächsangebote des Landesjagdverbandes ausgeschlagen haben: „Schön wäre es, wenn jene, die das Thema Jagdethik gerade erst für sich entdecken, auch mit jenen sprechen, die die JAGD & HUND in den vergangenen Jahrzehnten zur weltweiten Vorzeigemesse gemacht haben.“

Angesichts der aktuellen gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Wiederbewaldung unserer Wälder mit klimastabilen Baumarten kommt der intensiven Jagd eine besondere Bedeutung zu. Gerade aus Richtung der Grünen wird auch deshalb in Deutschland immer wieder der Ruf nach unregulierter und übertriebener Intensivjagd insbesondere auf die trophäentragenden Tierarten Reh, Rot-, Dam- und Sikahirsch sowie Muffel laut. Auch gegen diese Maßlosigkeit, die bis hin zu Ausrottungsgedanken reicht, steht der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen mit seinen ethischen Grundsätzen.

Heitzig: „Der ganze Themenkreis erfordert Augenmaß, Überblick, Sachverstand und eine innere Grundhaltung. Deutsche Politiker dürfen nicht in anderen Ländern Jagdverbote erzwingen wollen und zugleich im eigenen Land zur Maßlosigkeit aufrufen. Beides geht nicht.“ Der ursprüngliche Antrag der Grünen im Dortmunder Stadtrat sah vor, dass Jagdreisen nicht angeboten werden dürfen, bis eine Ethik-Kommission zu dem Thema Auslandsjagd ein Urteil abgegeben hat.

rdb

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