Positivtrend beim Feldhasen hält an

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Auf Deutschlands Feldern und Wiesen leben durchschnittlich 16 Feldhasen pro Quadratkilometer.

Feldhasenbestand in den Großlandschaften Deutschlands 2021. (Quelle: DJV)

Der Wert für das Frühjahr 2021 ist einer der besten seit Beginn der bundesweiten Zählungen vor 20 Jahren. Seit 2017 steigen die Hasenzahlen nach einem zwischenzeitlichen Tiefstand kontinuierlich an. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler, die für das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) Daten ausgewertet haben. Jägerinnen und Jäger haben zuvor in bundesweit 460 Referenzgebieten gezählt. Demnach gab es die meisten Feldhasen im Nordwestdeutschen Tiefland: 25 Tiere pro Quadratkilometer. Im Nordostdeutschen Tiefland lebten 6 Feldhasen pro Quadratkilometer – der geringste Wert für Deutschland. Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht.

West-Ost-Gefälle beim Feldhasen

Den zweithöchsten Wert für Feldhasen dokumentierten Jägerinnen und Jäger im Südwestdeutschen Mittelgebirge mit 18 Tieren pro Quadratkilometer. Danach kommen Westdeutsches Mittelgebirge (13), Alpenvorland (8) und Ostdeutsches Mittelgebirge (7). Bundesweit betrachtet war die Witterung im Jahr 2020 vorteilhaft für den Feldhasen – entsprechend viele Tiere haben es ins Frühjahr 2021 geschafft. Der Herbst 2020 gilt laut Deutschem Wetterdienst als viertwärmster seit 1881, es war sonnig und trocken bis in den November. Der Winter war der zehnte zu warme in Folge.

Nettozuwachsrate fällt mäßig aus

Wetterkapriolen haben dem Feldhasen hingegen im Jahr 2021 zugesetzt: Laut Wetterdienst war der April der kälteste seit 40 Jahren, im Juli und August folgten extremer Dauer- und Starkregen. Nasskalte Witterung ist schlecht für Junghasen, macht sie anfälliger für Krankheiten – eine schützende Höhle wie Kaninchen haben sie nicht. Im Herbst 2021 haben Jägerinnen und Jäger im bundesweiten Schnitt 10 Prozent mehr Feldhasen pro Fläche gezählt als im Frühjahr desselben Jahres. Für 2020 lag der Zuwachs noch bei 25 Prozent. Diese sogenannte Nettozuwachsrate gilt als Gradmesser für die Fitness der Population.

Die höchste Nettozuwachsrate gab es 2021 im Nordwestdeutschen Tiefland mit 20 Prozent. Im Vergleich zu 2020 sind das 7 Prozentpunkte weniger. Den geringsten Zuwachs gab es im Nordostdeutschen Tiefland: minus 5 Prozent. Dieser Wert liegt sogar 17 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

PM DJV

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