Selbstladeflinte Beretta A391 Xtrema Kaliber 12/89: Null Problemo

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Berettas Selbstladeflinte A391 Xtrema im Kaliber 12/89 ist wirklich ein Allesverdauer, denn schließlich lassen sich aus ihr Patronen 12/67,5 bis 12/89 mit Schrotvorlagen von 24 bis 64 Gramm problemlos verschießen.

Von Roland Zeitler

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Die Selbstladeflinte Beretta Xtrema im Einsatz.

Der Schoof Enten kam im schnellen Flug heran. Ich konnte zwei Enten aufs Korn nehmen, die kurz hintereinander auf das Wasser klatschten. Meine Flinte und das Kaliber waren mit den 12/89er Weicheisen-Schrotpatronen sicherlich übertrieben stark. Doch solch eine Flinte kann man getrost auch zur Gänsejagd mitnehmen.

Weicheisenschrote werden in Zukunft bei der Wasserwildjagd eine bedeutende Rolle spielen. Gerade da spielen Kaliber wie 12/89 ihren Vorteil aus, denn schließlich bringt man darin genügend Schrote unter, die für eine gute Deckung nötig sind. Bekanntlich sind Weicheisenschrote ja zwei Nummern stärker zu wählen als Bleischrote. Die neue Beretta Selbstladeflinte Xtrema verdaute aber alle üblichen 12er Schrotpatronen. Dank vorzüglicher Rückstoß-Absorbtion bekommt man auch bei Verwendung der starken 12/89 keine blaue Schulter.

Die Xtrema im Kaliber 12/89 (3 1/2 Zoll) orientiert sich an der Urika Synthetic, die für Patronen 12/76 eingerichtet ist. Sie hat einen Synthetik-Schaft, der sich von vielen anderen Kunststoff-Schäften abhebt. Der gegossene Schaft ist sehr robust, kratzsicher und klimaneutral. Der Hinterschaft hat einen geraden Rücken und auffällig steilen Pistolengriff. Der ergonomisch geformte und weit zurück gehende Pistolengriff füllt den Handhohlraum gut aus. Auch der Handballen liegt satt auf. Je Seite wurden zwei genoppte Gummieinlagen angebracht, die auch bei Nässe das Rutschen verhindern.

Die Schaftkappe sorgt für gute Dämpfung des Rückstoßes. Die matte und leicht raue Oberfläche sorgt ebenfalls für rutschfesten Anschlag. Oben hat man ein blankes Gummiteil angebracht, das beim In-Anschlag-Gehen für genügend Gleiten sorgt und einen schnellen, korrekten Anschlag ermöglicht. Die von Beretta entwickelte Schaftkappe „Gel-Tek“ ist innen mit einer Art Silikon-Gel gefüllt. Das Gel soll weder altern noch temperaturempfindlich sein. Es absorbiert Rückstoßkräfte.

Der griffige Vorderschaft hat durchgehende Fingermulden. An seinen Seiten und der Unterseite hat man ebenfalls griffige Gummi-Einlagen angebracht. Im Abschlussbereich findet man an der Unterseite ein festes Kunststoff-Gitter aus hitzebeständigem Material, durch das überschüssiges Gas, das das Regulierungssystem freigibt, entweichen kann. Mir gefällt das besser als eine Ventilation zum Lauf hin. Die heißen Gase verursachen dann bei Kälte oft recht schnell ein Flimmern über dem Lauf.

Wie üblich kann der Vorderschaft nach Abschrauben einer kunststoffüberzogenen Verschlusskappe vom Magazinrohr abgezogen werden. Den ungeschränkten Hinterschaft kann durch verschiedene Einlagestücke zwischen Systemkasten und Schaft in Senkung und Schränkung verändert werden. Leicht abnehmbar (gehalten von einem herausziehbaren Haltebügel) ist die Schaftkappe. Durch Einlage von Zwischenstücken kann man die Schaftlänge verkleinern oder vergrößern. Im Schaft befindet sich ein Rückstoßreduktionssystem, das auf Basis Masse und Federkraft wirksam wird.

Foto: Roland Zeitler

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Die Beretta A391 Xtrema hat das Kaliber 12/89.
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