Gemeinde greift durch: „Hunde werden abgeschossen!“

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Nachdem alle Ermahnungen und Bußgeldandrohungen nicht gefruchtet haben, greift die oberbayerische Gemeinde Markt Wartenberg bei Erding nun zu drastischeren Mitteln: Um das Problem wildernder Hunde in den Griff zu bekommen, hat die Kommune martialische Schilder aufgestellt, auf denen es heißt: „Achtung Wildschutz! Wildernde Hunde können abgeschossen werden!“

Durch den erhöhten Freizeitdruck in den Revieren haben sich die Klagen über wildernde Hunde in der Region vermehrt (Symbolbild: Thore Wolf)

Nach empörten Reaktionen von Gassigehern betonte der BJV-Kreisvorsitzende Thomas Schreder, dass die Initiative zur Aufstellung nicht von der Jägerschaft, sondern von der Gemeinde ausgegangen sei. Diese will die umstrittenen Schilder nun eventuell wieder entfernen.

Der Hintergrund der kuriosen Aktion bleibt allerdings akut: Durch den erhöhten Freizeitdruck in den Revieren haben sich die Klagen über wildernde Hunde in der Region vermehrt, u.a. wurde ein Kitz von freilaufenden Vierbeinern gerissen.

Neben Geldbuße und Strafanzeige droht Haltern zusätzlich, dass ihr Hund nach einem Riss oder Hetzvorfall behördlicherseits als „gefährlich“ eingestuft wird, was strenge Auflagen nach sich zieht.

ck

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