Kein angeblicher Zwischenfall bei Treibjagd

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Die Ermittlungen gegen die Teilnehmer einer Treibjagd in Bayern sind von der Staatsanwaltschaft Landshut eingestellt worden.

Am 17. November 2018 brachte eine 51-jährige Autofahrerin einen Vorfall zur Anzeige, wonach ihr Renault auf der A 92 im Bereich der Anschlussstelle Landau/Isar von Schrot getroffen worden sei.

Aufgrund einer angemeldeten Treibjagd, auffälligen Beschädigungen an Frontscheibe und Beifahrerseite (Schaden: rund 1.500 Euro) sowie den Schilderungen der Frau, ermittelten Polizeiinspektion Landau a.d. Isar und Staatsanwaltschaft Landshut wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Insgesamt 26 Teilnehmer rückten ins Visier der Justiz.

Die Teilnehmer der Flintenjagd wurden von den Verdächtigungen freigesprochen (Symbolbild: Angela Stutz)

Wie das Polizeipräsidium Niederbayern aber heute bekannt gab, wurden die Ermittlungen gegen alle zunächst verdächtigten Teilnehmer der Treibjagd nun eingestellt. Letztendlich habe sich trotz umfangreicher Ermittlungen kein konkreter Tatverdacht gegen einen der Teilnehmer aus der Treibjagd ergeben. Vielmehr sei nach dem Ergebnis der Ermittlungen, insbesondere eines von der Staatsanwaltschaft Landshut beim Bayerischen Landeskriminalamtes in Auftrag gegebenen Gutachtens davon auszugehen, dass die Beschädigungen am Fahrzeug nicht von Schrot stammen. Die Staatsanwaltschaft Landshut habe deshalb die Ermittlungen eingestellt.

fh

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