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Rotwild-Gemetzel

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In Kaisers (Tirol) wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar in einem Gatter 33 Stück Rotwild auf Anordnung der Veterinärbehörde erschossen. Die Bilder zeigen das schreckliche Ausmaß dieser Aktion. Neben viel Schweiß und gestapelten, toten Stücken direkt am Zaun auch schlechte Schüsse.

Im Abschussgatter in Lechtal sind innerhalb von kürzester Zeit 33 Stück Rotwild getötet worden. (Fotos: Gemeinde Kaisers)

Der Abschuss erfolgte in einem sogenannten „Reduktionsgatter“. Diese temporären Einrichtungen galten als leztes Mittel, sollte der angeordnete Abschuss nicht erfüllt werden. Dieser war zuvor vom Landesverwaltungsgericht als Maßnahme zur Bekämpfung von Tuberkulose verordnet worden. Laut der Gemeinde lag er aber deutlich unter der jetzt entnommenen Anzahl.

Einige Stücke hatten mehrere Treffer erhalten, teilweise wiesen sie zerschossene Äser auf. Landesveterinärdirektor Josef Kössler bewertet die Aktion in einer Pressemitteilung jedoch positiv.

Die Stücke seien „von erfahrenen Schützen in kürzester Zeit schonend und tierschutzgerecht“ entnommen worden. Der Bürgermeister der Gemeinde Kaisers berichtet, er habe die Schüsse vom Dorf aus gehört und sei sofort mit zwei weiteren Beobachtern zum Ort des Geschehens geeilt und habe fotografiert.

Noch am Wochenende hatten Tierschützer mithilfe von Schildern auf die geplante Aktion zur TBC-Seuchenbekämpfung aufmerksam gemacht. Sie hatten gehofft, das Gemetzel so noch verhindern zu können.

me

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