Ein Bayer randaliert im Westerwald

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Ein in Bayern schon verhaltensauffällig gewordener Wolf ist in den Westerwald gewandert und bereitet dort zunehmend Probleme.

Wölfe bevorzugen Wild, greifen gelegentlich aber auch mal auf Nutztiere zurück (Foto: Shutterstock)

Es handelt sich um den Rüden „GW1896m“. Wegen Rissen in einem Wildgehege nahe der bayerischen Hauptstadt vor einem Jahr hatte man ihm den Beinamen „Freisinger Wolf“ verliehen. Nach einem Intermezzo in Baden-Württemberg ist er jetzt in den in den Kreisen Altenkirchen und Neuwied im Rheinland aktiv. Zusammen mit einer Fähe des bekannten Leuscheider Rudels bei Eitorf hat er seit Mai nachweislich 15mal Nutztiere gerissen.

Nach einem Bericht des Bonner General-Anzeigers war er auch hinter einem „wolfssicheren“ Zaun erfolgreich, was aber das Mainzer Umweltministerium herunter zu spielen versuche. Inzwischen gab es Proteste von Nutztierhaltern in der Region. Insgesamt sollen sich dort 12 Wölfe auf einer Fläche von rund 440 km2 aufhalten.

Achim Hallerbach, Landrat des Kreises Neuwied, fordert jetzt den Abschuss des Wolfes. Auch Markus Mille, Geschäftsführer des Bauern- und Winzerverbands für die Westerwälder Landkreise, fordert eine schnelle Entnahme, berichtet der General-Anzeiger. Der Rüde habe eine Vorbildfunktion für das gesamte Leuscheider Rudel. Sonst werde aus dem Problemwolf bald ein Problemrudel.

rdb

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