Rehkitz ausgemäht – Verfahren gegen Landwirt eingestellt

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Vor dem Amtsgericht Pirmasens musste sich gestern ein Landwirt aus der Südwestpfalz verantworten, dem ein erneuter Verstoß gegen das Tierschutzgesetzes vorgeworfen wurde.

Durch die Zusammenarbeit von Landwirten und Jägern lassen sich viele Kitze retten (Foto: Sophia Lorenzoni)

Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, im Mai 2021 ein landwirtschaftliches Feld gemäht zu haben, ohne dessen Durchsuchung nach Rehkitzen abgewartet zu haben. Bei den Mäharbeiten habe er ein Rehkitz schwer verletzt, das schlussendlich von einem Jäger erlöst werden musste.

Interessant an dem Fall: Der Landwirt wurde bereits 2020 wegen des gleichen Vergehens zu einer Gelstrafe verurteilt. Hier wurde spekuliert, dass sich dies negativ auf das Strafmaß hätte auswirken können.

Hat es aber nicht. Denn das Amtsgericht Pirmasens hat das Verfahren gegen den Landwirt eingestellt, wie swr.de berichtet. Laut einer Sprecherin des Gerichts hätten die Richter bei dem Angeklagten eine zu geringe Schuld festgestellt. Daher habe der Mann eine Geldauflage von 300 Euro erhalten, die er innerhalb von drei Monaten an das Tierheim in Pirmasens zahlen müsse.

fh

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