Taschenlampen: Das bietet der Markt

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Kombi-Lampen
Von links: Streamlight Twin Task TT-1L, Streamlight Twin Task TT-3 AA, Streamlight Twin Task TT-3C, Streamlight Twin Task TT-2 D, Streamlight Twin Task TT-2 L, Surefire Aviator, Streamlight Syclone.

Kombi-Lampen

Hochleistungslampen mit Xenon- oder Halogen-Brenner sind mit Abstand die hellsten Lampen mit der höchsten Reichweite. Die sparsamen LED-Lampen liefern angenehmes Licht im Nahbereich, wo die Superleuchten ihren Benutzer bereits blenden, und haben dazu eine sehr hohe Leuchtdauer. Beide Lampentypen liefern in ihrem Einsatzbereich optimale Leistung. Wer alles abdecken will, braucht also eigentlich zwei Lampen. Es geht aber auch noch viel besser _ indem beide Techniken in einer Lampe vereint werden.

Diese neue Lampengeneration verfügt über LEDs, denen bei Bedarf ein Xenon-Brenner zugeschaltet werden kann. Je nach Einsatzart steht damit weiches LED-Licht über einen sehr langen Zeitraum zur Verfügung – oder aber die Lampe verwandelt sich auf Knopfdruck in einen Weitstrahler. Vorteil: Wenn die Birne durchbrennt, liefern immer noch die LEDs Licht. Dadurch sind so aufgebaute Kombilampen sehr zuverlässig und lassen ihren Benutzer garantiert nicht im Dunkeln stehen.

Streamlight Twin Task TT-1 L

Extrem handliche Aluminiumlampe: 10,4 Zentimeter lang und 100 Gramm schwer. Im Mittelpunkt des Reflektors sitzt eine Xenon-Birne, die von drei weißen LED`s umgeben ist. Die Lichtausbeute ist für diese kleine Lampe beachtlich. Mit Xenon-Brenner wird es noch heller, dafür ist nach 45 Minuten Schluss. Die LED`s liefern neun Stunden Licht. Die Lampe ist mit einer Handschlaufe ausgestattet und der Lampenkörper mit O-Ringen gegen Wasser abgedichtet. Praxis-Nachteil: Wenn man eigentlich nur das dunklere LED-Licht braucht, kommt man nicht umhin, immer auch wieder den Brenner kurz einzuschalten. Für 36 Euro eine kompakte Lampe.

Streamlight TwinTask TT-3 AA

Mit Xenon-Birne und drei weißen LEDs. Die Lichtausbeute ist wesentlich geringer, dafür leuchtete die 21,7 Zentimeter lange und 180 Gramm schwere Lampe aber auch 65 Stunden mit den LEDs und 45 Minuten mit dem Xenon-Brenner. Etwas unpraktisch ist die Länge der Lampe.

Preis: 39,95 Euro. Weniger Leistung und den gleichen unpraktischen Schalter wie Task TT-1 L.

Streamlight Twin Task TT-3 C

Identischer Aufbau. Neben dem Xenon-Brenner gleich sechs LEDs. Gesamtlänge: 22,9 Zentimeter. Gewicht: 375 Gramm. Von der Lichtausbeute her so gut wie das Lithium-Modell, aber mit einer wesentlich längeren Brenndauer. LED`s: 100 Stunden, der Xenon-Brenner leert die drei Batterien in 1,5 Stunden. Für 51 Euro eine potente Lampe.

Streamlight Twin Task TT-2 D

Noch eine Nummer größer. 21,2 Zentimeter lang und 500 Gramm schwer. Zehn LEDs im Reflektor. Die dicke Twin Task ist dadurch heller als das C-Modell, braucht aber auch mehr Strom. Betriebsdauer mit den LEDs: 70 Stunden, der Xenon-Brenner saugt die Batterien in einer Stunde aus. Preis: 59,95 Euro. Gut verarbeitet, leistungsstark. Zu groß zum ständigen Mitführen.

Streamlight Twin Task TT-2 L

Entspricht der anfangs vorgestellten TT-1 L, nur dass hier zwei 3 Volt Lithium Batterien im Rohrkörper stecken. Die Baulänge vergrößert sich dadurch auf 13,4 Zentimeter, und das Gewicht steigt auf 195 Gramm. Trotzdem ist diese Lampe im Vergleich zu den großen Modellen mit Normal-Batterien sehr kompakt und eine echte „Taschenlampe“. Die Lichtausbeute schlägt alle anderen Twin Task-Modelle. Mit den LEDs reicht es für 13 Stunden Licht, der Xenon-Brenner liefert für 1,5 Stunden Licht.

Preis: 51 Euro.

Surefire Aviator

Die Aviator ist sozusagen nochmals eine Generation weiter, denn hier wird Digitaltechnik verwendet. Vom Aufbau her ist sie eine typische Surefire mit hart anodisiertem Aluminiumgehäuse, Endkappenschalter für Momentlicht und drehbarer Endkappe für Dauerlicht. Auch die Aviator hat einen Befestigungsclip. Neben dem Xenonbrenner sind drei LEDs im Lampenkopf untergebracht. Hier aber keine weißen LEDs, sondern rote, die ein sehr angenehmes, gedämpftes Licht verbreiten.

Die Aviator wurde für Piloten entwickelt, und die Farbe Rot hat sich bestens beim Kartenlesen im Cockpit bewährt. Doch auch für Jäger hat Rot Vorteile, denn Schalenwild sieht in diesem Farbbereich bekanntlich sehr schlecht. Der Druckschalter ist clever aufgebaut. Leichtes Antippen schaltet auf die roten LED`s, stärkeres Durchdrücken wechselt auf den Xenon-Brenner.

Mit dem Xenonbrenner ist die Aviator sehr hell und schlägt noch die Streamlight Twin Task TT-2 L, die ebenfalls mit zwei Lithium-Batterien arbeitet. Eine Batteriefüllung reicht für 60 Minuten Xenonlicht oder 20 Stunden LED-Beleuchtung. Das Besondere an der Aviator ist aber das digitale Batterie-Management. Bei einer herkömmlichen Batterie- oder auch Akkulampe wird mit frischen Batterien oder voll geladenem Akku eine hohe Leuchtkraft erzielt, die einige Zeit hält und dann kontinuierlich schwächer wird, bis am Ende nur noch ein schwacher Lichtschein vorhanden ist.

Bei der Aviator sorgt eine digitale Steuerung für eine gleichmäßige Energie-Abgabe der Batterie, so dass die Helligkeit von Anfang bis Ende gleich bleibt. Das Ganze wird dazu noch in ein nur 13 Zentimeter langes und 112 Gramm schweres Gehäuse verpackt. Damit ist Surefire der Konkurrenz eindeutig einen Schritt voraus.

Preis: 165 Euro.

Streamlight Syclone

Eine Lampe, die ganz anders aufgebaut ist. Die Syclone hat ein wasserdichtes Kunststoffgehäuse und einen schwenkbaren Reflektor mit einer Krypton-Birne in der Mitte, der durch eine seitlich angebrachte LED ergänzt wird. Länge: zwölf Zentimeter. Gewicht: 243 Gramm. Der Kopf ist bis zu 105 Grad in der Vertikalen schwenkbar. Dadurch lässt sich die Syclone als Standlampe benutzen. Die Krypton-Birne liefert für drei Stunden helles Licht, und die sparsame LED hält 70 Stunden. Eine sehr praktische Jagdlampe, die sich vielseitig einsetzen lässt und mit 39,95 Euro nicht zu teuer ist.

Resümee

Lampen, die helles Xenon- oder Kryptonlicht mit LEDs kombinieren, haben für den Jäger eindeutig Vorteile. Der Weitstrahler wird nur selten gebraucht und das gedämpfte LED-Licht ist im Nahbereich viel angenehmer. Dazu kommt, wie schon eingangs erwähnt, der Vorteil der beiden getrennten Systeme. Brennt eine Birne durch, funktioniert die Lampe immer noch.

Bei dieser Kategorie wurden bewusst eine Anzahl Lampen eines Herstellers ausgewählt, die sich nur durch die Batterietypen unterschieden, um zu ermitteln, welcher Batterietyp Vorteile hat. Vergleicht man die Abmessungen der Lampen, die Lichtausbeute und die Betriebsdauer, haben eindeutig die Modelle mit Lithium-Batterien die Nase vorn. Nur sie ermöglichen kompakte Lampen mit langen Brennzeiten und hoher Lichtintensität der Xenon-Birne. Dafür sind etwas höhere Betriebskosten fällig.

Sieger in diesem Testfeld ist eindeutig die Aviator von Surefire. Sie ist extrem klein, sehr hell, wenn die Xenon-Lampe benutzt wird, und durch den Zweistufenschalter bequem zu handhaben. Durch ihre Digitaltechnik ist sie den anderen Lampen einen Schritt voraus, denn stets mit gleicher Intensität zu leuchten, ist sehr vorteilhaft. Der Preis ist dafür extrem hoch. Wer nicht so viel ausgeben will, ist mit den Syclone gut bedient, die wirklich praktisch und bedeutend günstiger zu haben ist.


 

 

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