Warm und trocken soll es sein!

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Rundausschnitt oder Rollkragen. Der Rollkragen hat sich in der Praxis besser bewährt. Ist ein Reißverschluss, wie hier bei der Thermo, vorhanden, ist das noch komfortabler.

Praxis-Test

Somit haben wir drei große Kategorien von Unterwäsche, die sich nach den Außentemperaturen und der Bewegungsaktivität des Jägers richten. „Eine für Alles“ geht nicht, auch wenn einige Hersteller das versprechen. Die Test-Unterwäsche wurde daher entsprechend eingesetzt, wobei der Test als Praxis-Test im Revier und auf Jagdreisen durchgeführt wurde und nicht in der Kältekammer.

Ein Test dieser Art ist sowieso immer etwas subjektiv, denn das Kälteempfinden und die Schweißproduktion des Einzelnen sind höchst unterschiedlich und auch das Kratzempfinden und das Tragegefühl sind sicher nicht bei jedem gleich.

In jeder Kategorie wurden jeweils vier Produkte getestet. Der Markt ist hier aber sehr groß, denn nicht nur Jäger sind die Kunden, sondern in weitaus größerem Maße Skilangläufer, Wanderer oder Naturbeobachter, die sich ebenfalls bei tiefen Temperaturen in freier Natur aufhalten.

Baumwolle ist out

Moderne Funktionsunterwäsche besteht aus Kunstfasern oder einem Mischgewebe. Reine Baumwolle findet sich hier überhaupt nicht mehr – und das aus gutem Grund. Baumwolle speichert bis zu 60 Prozent des Eigengewichtes an Feuchtigkeit. Das hat den großen Nachteil, dass nach einem anstrengenden Marsch in der Ruhepause durch die entstehende Nässe Verdunstungskälte erzeugt wird.

Die Funktionsunterwäsche ist durch den „Wicking-Effekt“ (Feuchtigkeitstransport) in der Lage, Schweiß nach außen zu leiten. Die minimale Restfeuchtigkeit trocknet durch die Körperwärme nach. Ein klarer Fall für Kunstfasern – zumindest zur Hautseite hin. Beim zweilagigen Material wird Baumwolle gern an der Außenseite als „Sauger“ eingesetzt, um die Feuchtigkeit zu binden.


 

 

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